Content Marketing und Social Media Marketing: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Nachdem ich mich in meinem letzten Posting mit dem Thema Content Marketing und seiner wachsenden Bedeutung beschäftigte, will ich hier kurz auf die Übereinstimmung, aber auch die Abgrenzung zu Social Media Marketing eingehen. Da es auch bei einer Social Media Marketing Strategie darum geht, Inhalte zu erstellen und über das Social Web zu verbreiten, scheint Content Marketing lediglich ein anderer Begriff dafür zu sein. Content Marketing wiederum bedient sich natürlich auch der sozialen Medien, um Botschaften zu verbreiten. Soweit, so verwirrend.

Toby Murdock hat in seiner Blogpost “Content Marketing vs. Social Media Marketing: What’s the Difference?” auf Content Marketing Institute Gemeinsamkeiten, aber vor allem Unterschiede in den Zielen und Abläufen herausgearbeitet, um Klarheit zu schaffen:

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Das Content Marketing Manifesto: Gute Inhalte als Schlüssel zum Erfolg

Der Begriff Content Marketing taucht in letzter Zeit immer häufiger auf. Unter Content Marketing versteht man das Erstellen und Verbreiten von relevanten und nützlichen Inhalten, um klar definierte Zielgruppen zu erreichen und als Kunden zu erschließen. Im Vordergrund steht dabei nicht das Anpreisen von Produkten und direktes Verkaufen, sondern die kontinuierliche Bereitstellung von wertvollen und nützlichen Informationen zum eigenen Angebot mit dem Ziel, Vertrauen aufzubauen und loyale Kunden zu gewinnen.

Auf Fachblogs wie Content Marketing Institute oder Heidi Cohen findet man eine ganze Reihe weiterer Definitionen. Marketing mit Hilfe von Inhalten – das Corporate Storytelling hat eigentlich eine jahrhundertelange Tradition, wie das folgende Video vom Content Marketing Institute zeigt:

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Gute Nachricht für kleine und mittlere Unternehmen: Video Werbung auf YouTube ist jetzt für alle möglich

Das AdWords Programm ermöglicht seit Jahren auch kleinen und mittleren Unternehmen Online Marketing zu betreiben und ihre Textanzeigen auf den Suchergebnisseiten von Google zu platzieren. Lange Zeit dagegen konnten sich nur große Unternehmen die Kosten für Produktion und Schaltung von Video Anzeigen leisten.

Da Videos aber immer einfacher und kostengünstiger zu produzieren sind, will Google jetzt mit Google AdWords für Video auch kleineren Unternehmen die Möglichkeit bieten, Video Werbung direkt über ein (eventuell bereits bestehendes) Google AdWords Konto auf YouTube zu schalten.

Das Ganze soll genauso einfach wie bei den Text- oder Banneranzeigen funktionieren. In diesem neuen Modell für Videoanzeigen bietet Google eine Reihe von Vorteilen, wie sie im deutschen AdWords Blog ausführlich beschrieben werden:

  • Das Erreichen der richtigen Zielgruppen: Das Targeting funktioniert über passende Suchbegriffe oder über die Auswahl thematisch relevanter Inhalte.
  • Die Erfolgskontrolle im Bezug auf die Ausgaben: Das System liefert Berichte und Statistiken zur Interaktion der Nutzer mit den Video-Anzeigen.
  • Die Bezahlung erfolgt nur für Zuschauer: Mit den TrueView Video-Anzeigen wird nur dann bezahlt, wenn (interessierte) Betrachter die Anzeigen tatsächlich sehen, nicht aber, wenn sie zwar eingeblendet, aber übersprungen werden.

Video Werbung ist laut eMarketer das am schnellsten wachsende Online Werbeformat. Ab jetzt können auch kleinere und mittlere Unternehmen mitspielen. Als Paradebeispiel für den Effekt, den Videos haben können, führt Google die Erfolsgeschichte von Dr. Bob und Orabrush an. Ein Video für nur 500 Dollar Produktionskosten – das bis heute über 17 Millionen mal aufgerufen wurde – war der Start für ein Multimillionen Dollar Business.

In dem nachfolgenden Video erzählt Dr. Bob Wagstaff, wie er seine Erfindung, einen Zungenreiniger, nach vielen Jahren erfolgloser Bemühungen mit der Unterstützung einiger motivierter Studenten doch noch erfolgreich auf den Markt brachte:

Ähnlich wie AdWords Express oder Online Motor Deutschland ist Google Adwords für Video ein weiterer Baustein in Google’s Strategie, den Long-Tail, sprich kleinere und mittlere Unternehmen für Google’s Werbeangebote zu erschließen und die Hürden für den Einstieg zu senken.

(via OnlineMarketing.de)

Social Media Nutzung durch kleinere und mittlere Unternehmen

Mein letzter Beitrag beschäftigte sich mit dem Social Media Marketing Industry Report 2012 und der Social Media Nutzung durch Unternehmen in den USA. Grundlage war eine Studie, bei der 3800 Marketing-Fachleute befragt wurden.

Aber wie sieht die Situation in Deutschland aus, jenseits der großen Unternehmen, die über genügend Geld und Ressourcen verfügen, um ausgefeilte Social Media Strategien zu entwickeln bzw. entwickeln zu lassen? Heike Simmet, Professorin an der Hochschule Bremerhaven veröffentlichte vor kurzem die Kernergebnisse einer Studie, die mit mehr als 500 kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) durchgeführt wurde.

Die meist genutzten Plattformen sind Facebook (53,9%), Xing (50,8%), Twitter (35,9%), YouTube (25,9%) und Blogs (21,4%). LinkedIn wird immerhin von 16,9% der Unternehmen eingesetzt, während Google+ mit 6% noch eine untergeordnete Rolle spielt. Ich gehe stark davon aus, dass die Ergebnisse nicht repräsentativ für alle KMU in Deutschland sind. Trotzdem lassen sich Trends im Bezug auf die Adaption von Social Media erkennen.

Studie: Social Media als Chance für kleinere und mittlere Unternehmen

Ähnlich wie bei den amerikanischen Kollegen steht Facebook als größtes und populärstes Social Network ganz vorne und stellt für die meisten Unternehmen wohl den ersten Schritt in die weite und unübersichtliche Welt des Social Web dar.

Die sozialen Netzwerke werden in erster Linie als kostengünstige Möglichkeit zur Kommunikation gesehen. Die Ziele bei der Nutzung sind Öffentlichkeitsarbeit (59,2% volle Zustimmung), Steigerung des Bekanntheitsgrades (48,7% volle Zustimmung) und Werbung (36,9% volle Zustimmung). Der Schwerpunkt liegt noch stark auf der klassischen Vermittlung von Inhalten.

Innovativere Anwendungsbereiche wie Kundendialog, Kundenbindung, Kundenbetreuung – die Königsdisziplinen von Social Media – werden bislang kaum genutzt. Aber genau hier sieht Heike Simmet die Chance für die kleineren und mittleren Unternehmen, sich zu positionieren und sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen:

Erst durch eine verstärkte Verwendung lokaler Social Media Plattformen und Bewertungsdienste wie z.B. Qype könnten kleine und mittelständische Unternehmen in Verbindung mit mobile Devices und Apps ihre traditionellen Stärken wie Kundennähe und Serviceorientierung in Nischenpositionen auch in der virtuellen Welt voll ausspielen.

Nachtrag: Den Hinweis zur Studie bekam ich durch KennstDuEinen Blog auf Google+

Social Media Marketing Report 2012: Die wichtigsten Erkenntnisse in der Übersicht

Social Media Marketing Industry Report 2012Social Media ist längst im Mainstream angekommen und es wird nicht mehr weggehen, was immer mehr Unternehmen veranlasst, sich eingehender mit Social Media Marketing zu beschäftigen. Michael Stelzner, Gründer des Social Media Examiner veröffentlicht jährlich den Social Media Marketing Industry Report.

Darin sind die wichtigsten Erkenntnisse einer Studie zusammengefasst, für die 3800 Marketing-Fachleute in den USA befragt wurden. Wie stehen sie zu Social Media Marketing, wie wird es bereits genutzt und was erwarten sie in Zukunft von diesem noch relativ jungen Zweig des Marketing? Fragen, die sich so oder so ähnlich vermutlich auch Marketing Verantwortliche in deutschen Unternehmen stellen.

Die wichtigsten Erkenntnisse, die Stelzner in einer Zusammenfassung auflistet,  sind:

  • Die Marketer setzen große Hoffnungen in Social Media. 83% erachten Social Media als wichtig für ihren Geschäftserfolg.
  • Targeting und das Messen des Return on Investment (ROI) sind für 40% von übergeordneter Bedeutung.
  • Video Marketing steht hoch im Kurs. 76% wollen ihre Anstrengungen und Investition in diesem Bereich verstärken.
  • Das Interesse an Google+ ist enorm groß. Während bislang nur 40% Google+ nutzen, wollen 70% aller Befragten mehr darüber erfahren. 67% planen, diese neue Plattform zu nutzen oder bestehende Aktivitäten auszubauen.
  • Die wichtigsten Vorteile, die man sich von Social Media Marketing verspricht, sind eine bessere Präsenz (85%), höherer Traffic (69%), und Erkenntnisse über den Markt (65%)
  • Die fünf wichtigsten Social Media Plattformen sind: Facebook, Twitter, LinkedIn, (Corporate) Blogs und YouTube. Google+ folgt auf Platz 6.
  • Social Media wird als sehr zeitaufwändig bewertet: 59% sind mindestens 6 Stunden pro Woche mit Social Media beschäftigt und ein Drittel investiert sogar 11 Stunden oder mehr pro Woche.
  • Das Outsourcen von Social Media Aufgaben ist noch unterentwickelt. Lediglich 30% der Unternehmen geben Teile ihres Social Media Marketings extern in Auftrag.

Der Report steht noch bis zum 19. April zum kostenlosen Download bereit. Mehr Infos auf Social Media Examiner.

DNS-Problem verantwortlich für Blackout bei Facebook. Was bitte ist DNS?

Heute vormittag war Facebook in vielen Teilen Europas, des Mittleren Ostens und Afrikas über Stunden nicht erreichbar. Die Ursache war laut heise.de anscheinend ein DNS-Problem. Einige DNS-Server konnten die Adresse www.facebook.com nicht richtig auflösen, sprich sie in die IP-Adresse der Facebook-Server umwandeln. Wer als Unwissender daraus nicht wirklich schlau wird und sich fragt, was denn DNS ist, erhält bei Wikipedia folgende Auskunft:

„Das DNS ist ein weltweit auf tausende von Servern verteilter hierarchischer Verzeichnisdienst, der den Namensraum des Internets verwaltet. […] Hauptsächlich wird das DNS zur Umsetzung von Domainnamen in IP-Adressen („forward lookup“) benutzt. Dies ist vergleichbar mit einem Telefonbuch, das die Namen der Teilnehmer in ihre Telefonnummer auflöst.“

Wem das noch zu nebulös ist, dem kann vielleicht das folgende Video weiterhelfen, das leider nur auf Englisch verfügbar ist. Es stammt von learnDNS.com und soll das DNS, das Domain Name System – einen der wichtigsten Bestandteile des Internet –  in einfachen Worten erklären:

(DNS Video via Digital Inspiration)

Andrew Stanton über Storytelling und die Zutaten für eine gute Geschichte

Der Filmemacher und Drehbuchautor Andrew Stanton (Toy Story, WALL-E, Finding Nemo) erzählt in diesem unterhaltsamen TED Talk vom Februar 2012 , was er über Storytelling im Lauf seines Lebens und durch seine Arbeit gelernt hat.

Einige seiner wichtigsten Zutaten sind Verbindung herstellen, das Versprechen machen, dass alles auf ein einziges Ziel hinaus läuft; ein starkes, durchgängiges Thema und das Erzeugen von Staunen und Verwunderung. Und “Storytelling is Joketelling”, wie er gleich zu Beginn seiner Präsentation eindrucksvoll demonstriert.

TED Talk Andrew Stanton

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