Ist Content Marketing die Zukunft des Marketing?

Content Marketing, sprich Marketing mit hochwertigen und kreativen Inhalten, ist ja schon seit längerem ein Buzz-Word, das heftig diskutiert wird. Ist es nun alter Wein in neuen Schläuchen oder eine neue Sau, die durchs digitale Dorf getrieben wird? Wurde vorher nur Marketing mit minderwertigen Inhalten betrieben?

Sicher gab es immer schon Marketing mit hochwertigen Inhalten. Aber es gelang eben auch Suchmaschinenoptimierern (SEOs) mit Linkaufbau-Strategien und anderen Tricks eher minderwertige Inhalte auf Suchergebnisseiten nach oben zu pushen. Google hat deswegen mit seinen beiden letzten großen Updates, Pinguin und Panda ganz deutlich Akzente gesetzt. Hochwertige Inhalte sollen bevorzugt und minderwertige abgewertet werden. Die Frage, wie gut Google bzw. sein Algorithmus Qualität erkennen und bewerten kann, wäre einen gesonderten Artikel wert. Ich denke aber, dass Google dafür verstärkt auf Nutzersignale aus dem sozialen Web (z.B. aus Google+) zurückgreifen wird und Links an Bedeutung verlieren. Diese Entwicklung ist also ein erster, wichtiger Grund für die gestiegene Bedeutung von Content Marketing.

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Native Advertising: Die Zukunft der Online Werbung oder nur ein neues Buzz-Word?

Auf den Begriff “Native Advertising” bin ich in den letzten Wochen immer häufiger beim Lesen der einschlägigen Fachmedien gestoßen. Deswegen wollte ich jetzt mal genauer wissen, was sich dahinter verbirgt.

Angefangen hat alles schon im letzten Jahr. Der Investor Fred Wilson sprach im September 2012 auf einem Werbeevent zunächst von “Native Monetization”. Er meinte damit, dass Werbung auf einer Website als natürliches Element und nicht als Fremdkörper wirken solle. Der Geschäftsführer der Media Agentur Sharethrough, Dan Greenberg griff die Idee auf und begann sie unter dem Begriff “Native Advertising” zu promoten. Er versteht darunter die organische Einbettung von Werbung in das Design und den Kontext eines Kanals auf dem sie platziert wird im Unterschied zur Werbung, die als lästige Unterbrechung wahrgenommen wird (Banner, Popups, Pre-Rolls bei Videos, etc.):

“Native Advertising is a form of media that’s built into the actual visual design and where the ads are part of the content.“

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Neue Quartalszahlen: Ist Facebook auf dem richtigen Weg?

Bis Oktober 2012 sah es für Facebook nicht besonders gut aus. Kurz vor der Veröffentlichung der Zahlen für das 3. Quartal wurde das größte soziale Netzwerk von vielen, auch von etlichen Experten bereits abgeschrieben. Die Stimmung unter Investoren und Aktionären war extrem schlecht. Von 38 Dollar bei Börsenstart rutschte die Aktie zwischenzeitlich auf einen Tiefststand von 17,73 Dollar ab. In meiner Blogpost vom 13.10.2012 hatte ich eine ausführliche Übersicht zu Facebook’s Monetarisierungsmodellen erstellt und kam zu der Überzeugung, dass die allgemeine Einschätzung zu pessimistisch war.

Nach dem Facebook mit seinen damaligen Quartalszahlen überzeugen und die Erwartungen – gerade im Bereich mobile Nutzung – übertreffen konnte, hat sich das Blatt gewendet. Aktuell liegt die Aktie bei knapp 31,30 Dollar. Manche Analysten rechnen mit einem Anstieg auf 34 Dollar nach der Bekanntgabe der Ergebnisse für das 4. Quartal 2012 (am Mittwoch, den 31.01.2013), wenn Facebook nicht zu sehr hinter den Erwartungen zurückbleibt.

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Der Social Media Report 2012 von Nielsen: Social Media ist endgültig raus den Kinderschuhen

Wie jedes Jahr veröffentlicht Nielsen in Zusammenarbeit mit nm incite den State of the (Social) Media Report auf Basis von Befragungen im US-amerikanischen Markt. (Eine repräsentative Stichprobe, bestehend aus 1998 Teilnehmern.)

Social Media sind inzwischen selbstverständlicher Teil des täglichen Lebens. Insbesonderes Social Networks haben sich zu einem globalen Phänomen entwickelt. Amerikanische Konsumenten, so die Studie, verbringen inzwischen mehr Zeit auf Social Networks als auf jeder anderen Kategorie von Websites. 17 Prozent der am PC verbrachten Zeit geht auf das Konto von Facebook.

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Facebook: Einnahmequellen verzweifelt gesucht – Neue Monetarisierungsmodelle in der Übersicht

Ausgangsituation

Nach dem verpatzten Börsengang und den Gewinneinbußen im zweiten Quartal dieses Jahres wurden die Zweifel an der Nachhaltigkeit von Facebook’s Geschäftsmodell immer lauter. Seither stehen Marc Zuckerberg und seine Mitarbeiter gewaltig unter Druck zu zeigen, dass die Hoffnungen in das Unternehmen doch gerechtfertigt sind. Das Potenzial ist unbestritten, die Voraussetzungen für Profite könnten eigentlich besser nicht sein. Facebook sitzt auf einem Schatz von Daten. Es ist das Social Network mit den meisten Nutzern weltweit – bekanntermaßen wurde vor kurzem die Milliarden-Grenze überschritten –  die auch noch überdurchschnittlich viel Zeit auf der Plattform verbringen. In den letzten 3 Monaten hat Facebook zahlreiche und teilweise recht aggressive Anstrengungen unternommen, um neue Einnahmequellen zu testen und zu erschließen. Weil da so einiges passiert ist, will ich versuchen, einen Überblick zu den wichtigsten Ansätzen zu geben:

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Das Unternehmen, das die größte Bedrohung für Google darstellt

In der öffentlichen Wahrnehmung sind Google’s schärfste Konkurrenten entweder Apple, Facebook oder der langjährige Erzrivale Microsoft. Doch Business Insider identifiziert einen noch gefährlicheren Wettbewerber. Einen der Google wirklich da treffen kann, wo es richtig wehtut, nämlich bei den Werbeeinnahmen. Die Rede ist von Amazon.

Laut Comscore gibt es einen starken Trend dahingehend, dass die Nutzer ihre produktbezogenen Suchanfragen direkt bei Amazon eingeben und den Intermediär Google zunehmend übergehen. Im letzten Jahr sind die Suchanfragen bei Amazon um über 73% gestiegen. Die kommerziellen Suchanfragen machen bei Google zwar nur ca. 20% aller Suchanfragen aus. In deren Umfeld aber kann Google die passenden, suchwortbezogenen AdWords Anzeigen schalten, mit denen das Unternehmen den größten Teil seines Umsatzes generiert.

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SEOmoz und Hubspot präsentieren: The State of SEO and Internet Marketing in 2012

Jedes Jahr führt SEOmoz in der internationalen Internet Marketing und SEO Community eine online Befragung durch. 2012 haben über 6400 Online Marketer aus über 100 Ländern jeweils 53 Fragen zum Stand der Dinge in der Branche beantwortet.

imageFür die Auswertung und Präsentation der Ergebnisse holte sich SEOmoz mit Hubspot einen prominenten Partner mit ins Boot. Beide Firmen bieten SEO bzw. Online Marketing Software an. Zudem setzen beide ganz stark, wenn auch nicht ausschließlich, auf Content und Inbound Marketing, also der Produktion und Verbreitung von relevanten Inhalten, um Leads und Verkäufe zu generieren.

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