Infografik: Yahoo! – Die Geschichte eines gnadenlosen Niedergangs

 

The Brutal Decline of Yahoo!

Research by Scores.org

[via Seobook.com]

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Tracking und Targeting: Den Nutzern auf der Spur

Internetnutzung ist untrennbar mit den Themen Datenschutz und Privatsphäre verbunden. Dazu gehören einerseits die “freiwilligen” Entäußerungen von Nutzern beispielsweise auf Social Networks, andererseits aber auch Daten und Informationen, die man unfreiwillig und unwissentlich durch seine Bewegungen im Netz preisgibt.

Gaben sich die Werbetreibenden in den Anfängen des World Wide Web noch damit zufrieden, Anzeigen in einem halbwegs relevanten Umfeld (Website) zu platzieren, geht es heute eher darum, Zugang zu Nutzern mit bestimmten Eigenschaften zu haben. Um Nutzer und ihren Präferenzen auf die Spur zu kommen, wird das sogenannte Tracking eingesetzt.

Mittels kleiner Programme, die beim Besuch von Webseiten auf den Rechner geladen werden, können Informationen gesammelt und Profile erstellt werden. Dazu gehören Cookies oder Beacons. First-party Cookies merken sich zum Beispiel bevorzugte Einstellungen auf einer Seite, was durchaus bequem für den Nutzer ist. Durch Third-party Cookies können Rechner aber mit einer bestimmten ID Nummer versehen und dadurch das Nutzungsverhalten über viele verschiedene Websites (etwa eines Werbenetzwerks) verfolgt werden. Beacons sind in der Lage, die Bewegungen eines Nutzers auf einer Seite aufzuzeichnen, inklusive Eingaben und Mausbewegungen.

Tracking ist die Grundlage einer milliardenschweren Werbebranche und wird für diese immer wichtiger. Je besser die Informationen aus dem Tracking, desto gezielter kann dem einzelnen Nutzer möglichst passende Werbung gezeigt werden. Und je relevanter die Werbung für einen Nutzer, desto höher die Chance auf eine Interaktion mit dem Werbemittel. Im Idealfall wird sie dann schon gar nicht mehr als Werbung sondern als nützliche Information angesehen.

Das nennt sich dann entweder Behavioral Targeting oder auch Interest-based Advertising. Die letztere, etwas euphemistische Variante wird von Yahoo! oder Google bevorzugt. Wie das Ganze funktioniert, zeit das folgende Video von Google, das interessanterweise auf dem Google Privacy Channel veröffentlicht wurde:

Das Wall Street Journal hat diesem Thema ein sehr gut gemachtes Projekt unter der Überschrift What they know gewidmet. In einer Serie von Artikeln werden mit teilweise investigativen Methoden unterschiedliche Aspekte beleuchtet, wobei die einzelnen Beiträge mit aufwändigen interaktiven Grafiken und Videos versehen sind, die das Beschriebene anschaulich machen. Ein Glossar rundet dieses empfehlenswerte Special ab.

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Delicious 2.0 endlich live

Lange angekündigt, in der Preview bereits seit Monaten zu sehen, wurde das neue Design des Social Boomarking Dienstes delicious jetzt offiziell gelauncht. Der Domainname wurde von dem witzigen, aber verwirrenden del.icio.us in delicious.com umbenannt.

Was es insgesamt Neues gibt, werden delicious Nutzer erfahren, wenn sie sich mit ihren alten Nutzerdaten neu anmelden. Der delicious Blog und die What’s New Seite liefern weitere Infos. Ein kleines Animationsvideo bietet zudem einen Überblick im Schnelldurchlauf.

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Ist Google’s Vormachtstellung auf dem Suchmaschinenmarkt zu knacken?

Nach dem Deal mit Yahoo! scheint die dominierende Stellung von Google im Suchmaschinen- und Online Werbemarkt unangreifbarer denn je. Heute bin ich auf zwei Artikel gestoßen, die sich mit der Frage beschäftigen, ob diese Vormachtstellung noch gebrochen werden kann und wenn ja, mit welchen Mitteln.

In dem Wired Artikel „How Long Will Google Dominate Search?“ schließt Suchmaschinen-Spezialist Chris Sherman aus, dass nochmal eine große weltweit bedeutende Suchmaschine entwickelt wird. Es wäre einfach zu teuer. Kein Startup könne mit den riesigen Summen mithalten, die von den Marktführern Google, Yahoo! und Microsoft (GYM) in deren Suchmaschinen Infrastruktur investiert würden.

Die Chancen liegen woanders. Alternative Suchmaschinen könnten eine ähnliche Entwicklung nehmen, wie sie sich im US Fernsehmarkt vollzogen hat. Die drei großen beherrschenden Networks bekamen durch das Kabelfernsehen plötzlich Konkurrenz von 500 spezialisierten Nischensendern. Nicht nur die Zuschauer sondern auch die Werbetreibenden hatten dadurch eine wesentlich größere und vor allem zielgerichtete Auswahl.

Alternative Suchmaschinen haben ihre Chancen laut Sherman nicht bei der allgemeinen Suche, sondern in der Spezialisierung und der Nische, auch vertical search genannt.

The opportunity lies in disruptive technologies that Google probably won’t develop because it’s perceived as too risky.

Auf die Frage, wie die Technologien aussehen können, mit denen Google’s Position erschüttert werden kann, versucht Bernard Lunn auf ReadWriteWeb mit seiner Post „11 Search Trends That May Disrupt Google“ Antworten zu geben.

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Gastbeitrag auf Alt Search Engines

Vor zwei Wochen schrieb ich einen Beitrag über die aktuelle Situation auf dem Suchmaschinenmarkt und wies dabei auf das AltSearchEngines Blog als eine der Anlaufstellen für die unzähligen Alternativen zu den Angeboten von Google, Yahoo und Microsoft hin. Gestern erhielt ich einen Trackback, der mich darüber informierte, dass ‚Alternative Suchmaschinen: Suche jenseits von Google, Yahoo und Microsoft‘ als ‚Gastbeitrag‘ auf AltSearchEngines veröffentlicht wurde.

Auf den deutschsprachigen Teaser und einem Link auf die Originalpost folgt eine englische Übersetzung von Wolf Garbe, der mit der Peer-to-Peer Suchmaschine FAROO ein ambitioniertes Projekt am Start hat. ‚Besten Dank‘ an Wolf und ‚Best Regards‘ an Charles Knight, den Herausgeber von AltSearchEngines. Hat mich wirklich gefreut.

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Alternative Suchmaschinen: Suche jenseits von Google, Yahoo und Microsoft

Vor dem Hintergrund des Übernahmeangebots von Microsoft für Yahoo! und der scharfen Reaktion von Google erhalten aktuelle Statistiken zu den Marktanteilen im Werbe- und Suchmaschinenmarkt besonders große Aufmerksamkeit. Comscore hat vor kurzem neue Zahlen für die großen Internet Unternehmen vorgelegt, die von Netzökonom Holger Schmidt übersichtlich aufbereitet und interpretiert wurden.

Demnach wurde Google für 62,4 Prozent der Suchanfragen weltweit genutzt. Yahoo und Microsoft kommen hier zusammen gerade mal auf 15,7 Prozent. In den USA sieht die Lage für Yahoo und Microsoft deutlich optimistischer aus. Hier erreichen sie gemeinsam immerhin 33 Prozent der Suchanfragen, Google liegt bei 58 Prozent.

In Deutschland dagegen ist die dominierende Stellung von Google geradezu erdrückend. Laut der aktuellen Daten von Webhits liegt der Marktanteil Google’s bei der Nutzung von Suchmaschinen bei sagenhaften 89, 2 Prozent. Yahoo als Zweitplatzierter kommt gerade mal auf 3,1 Prozent und die MSN Live Search ist auf Rang 4 mit 1,9 Prozent nicht weit von der Bedeutungslosigkeit entfernt.

a Da ist anscheinend nicht mehr viel Platz für neue Angebote jenseits der großen Drei. Aber gerade angesichts deren marktbeherrschender Stellung lohnt sich der Blick auf alternative und spezialisierte Suchmaschinen. Alt Search Engines, ein Schwesterblog von ReadWriteWeb ist dafür eine der besten Anlaufstellen. Ein Teil des Service ist die Liste der Top 100 Alternative Search Engines, die monatlich aktualisiert wird. Die Top 100 Liste für Februar wurde Anfang des Monats veröffentlicht und steht in zwei Versionen zum Download bereit:

The Top 100 Alternative Search Engines, February 2008 (.pdf)

The Top 100 Alternative Search Engines, February 2008 (.xls)

Verwandter Artikel:

Studium 2.0 – Essentielle Web Tools, Teil 2

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