TED 2007 präsentiert: 50 bemerkenswerte Menschen

TED ist eine der außergewöhnlichsten und interessantesten Konferenzen auf dem Planeten. Jedes Jahr versammeln sich in Monterery, Kaliforninen über 1000 herausragende Persönlichkeiten aus Technologie, Entertainment und Design, aber auch aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft. Über vier Tage werden in einer offenen Atmosphäre die neuesten Ideen aus den verschiedenen Disziplinen vorgestellt. Das Spektrum der Redner reicht von Philosophen, Politikern, Unternehmern und Wissenschaftlern bis hin zu Musikern, religösen Führern oder Umweltaktivisten. Die Teilnehmer haben darüber hinaus, die Möglichkeit, sich länder- und fächerübergreifend zu vernetzen und Feedback für eigene Projekte zu erhalten.

Die diesjährige Konferenz, die vom 7. bis 10. März stattfindet, hat im Unterschied zu den vorangegangenen Veranstaltungen keine spezifische inhaltliche Ausrichtung. Stattdessen sollen 50 herausragende Persönlichkeiten auf der Bühne die Gelegenheit erhalten, über das zu reden, was sie bewegt. Das Thema heißt: TED 2007 – Icons. Geniuses. Mavericks. Auf der Rednerliste stehen u. a.: Designer Philippe Starck, Nobelpreisträger Murray Gell-Mann, Ex-Präsdent Bill Clinton, Creative Commons Gründer Lawrence Lessig, Schriftstellerin Isabel Allende, Unternehmer Richard Branson, die Musiker Paul Simon, They Might Be Giants und Thomas Dolby. Ausführliche Infos zum Programm gibt es hier.

Dass TED keine Konferenz wie andere ist, zeigt sich auch bei der Registrierung. Nicht nur, dass die Teilnahmgebühr von 4,400 US Dollar eine erste Hürde darstellt. TED ist zudem ein „invitations-only“ Event. Eine der folgenden Kriterien muss mindestens erfüllt sein:

* you are curious, open-minded, playful, smart, creative
* you have achieved notable success in your chosen field
* you are able to make a valuable contribution to the exchange of ideas that takes place at TED
* you are interested to help create a better future for our world

Über ein online Formular kann man sich bewerben und sollte dabei nachweisen können, dass man der Teilnahme würdig ist. Erst wenn dem Gesuch stattgegeben wird, erhält man überhaupt Gelegenheit, die Teilnahmgebühr zu bezahlen. Aber selbst wer über genügend Geld und Verdienste verfügt, hat für die Konferenz im kommmenden Jahr sprichwörtlich schlechte Karten:

Due to unprecedented demand, we have had to close registration for 2008 Conference Memberships, having already received enough applications to completely sell out the TED2008 conference, both Main Hall and Simulcast.

Alle, die nicht live mit dabei sein können, haben immerhin Gelegenheit, in den Archiven der TED Talks zu stöbern. Dort werden die Highlights der vergangen Konferenzen als Audio- und Videodateien zur Verfügung gestellt.

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Die (Erfolgs-) Geschichte von Open Source

Den Begriff Open Source haben die meisten schon mal gehört. Was sich dahinter konkret verbirgt, wissen die wenigsten genauer zu erklären. Mir geht es da nicht anders. Für alle, die hier Nachholbedarf haben, gibt es jetzt ein kleine Geschichsstunde.

Robin Good hat auf der Grundlage des Dokumentarfilms Revolution OS von Regisseur J.T.S. Moore aus dem Jahr 2002 einen großartigen und sehr liebevoll aufbereiteten Artikel zum Thema verfasst: The Open-Source Story: From Free Software To Revolution OS – Video

Als Einführung zum Film und zu den Konzepten hinter Open Source präsentiert er Schlüsselszenen in Form von kurzen Videoclips und liefert zu jeder Sequenz Erläuterungen sowie weiterführende Links und stellt die wichtigsten Protagonisten und Projekte vor.

Das ist der kurze inhaltliche Ablauf (Auszug aus dem Artikel):

  • The roots of open-source – where the open-source movement came from, and how that has influenced its development
  • How open-source has been monetized – the key approaches that have been used in turning open-source software into a source of revenue
  • Why it works – The difference between the proprietary and open-source models, and how open-source manages to be so successful
  • The switch from ‚free‘ to ‚open-source‘ – how free software was adapted to make it palatable in the business sphere
  • The phenomenal success of Linux – how Linux has gone from one man’s pet project to a viable alternative to Windows

Als kleiner Appetithappen – den Trailer zu Revolution OS gibt es hier.

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Seth Godin’s Web 4

Geschichten vom neuen Web, vor allem von kommenden neuen Versionen sorgen immer für ein erhöhtes Maß an Aufmerksamkeit. Seth Godin bemüht jetzt Web 4, nachdem Web 2.0 gerade passiert und Web 3, das semantische Web von Tim Berners-Lee noch auf sich warten lässt:

And it’s entirely possible that Web4 will get here before the semantic web even though Web 3 makes it work a lot better. We start with this:

  • Ubiquity
  • Identity
  • Connection

We need ubiquity to build Web4, because it is about activity, not just data, and most human activity takes place offline.

Web 4 soll weitaus interaktiver, intelligenter (lernfähiger) und durch mobile Technologien noch stärker in die täglichen Abläufe integriert sein, als das jetzige Modell. Um seinen Vision zu veranschaulichen, führt Godin einige absichtlich zusgespitze Beispiele wie dieses an:

I’m about to buy something from a vendor (in a store with a smart card or online). At the last minute, Web4 jumps in and asks if I want it cheaper, or if I want it from a vendor with a better reputation. Not based on some gamed system, but based on what a small trusted circle believes.

Der Preis, der für diese Rundum Vernetzung bezahlt werden muss, ist ein fortschreitender Verlust an Privatsphäre (und wahrscheinlich auch an Privatleben). In Web 4 bedeutet Social Networking auch nicht mehr große Communities wie bei Web 2.0, sondern kleine, qualitativ hochwertige und intensive Verbindungen zu Kollegen, die auf Vertrauen und Respekt gründen:

LinkedIn tends to make networks that are sprawling and weak. Web4 is about smaller, far more intense connections with trusted colleagues and their activities. It’s a tribe.

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