Die Evolution der Google Suche

Von einem Forschungsprojekt zweier Studenten an der Universität Stanford im Jahr 1996 bis zu einem der größten Internet-Unternehmen weltweit war es ein langer Weg. Das Herzstück des Unternehmens ist und bleibt trotz aller Diversifizierung die Suchmaschine. In einem sechsminütigen Video erklären prominente Google Mitarbeiter wie Marissa Mayer oder Ben Gomes die Entwicklung der Suchmaschine über wichtige Stationen hinweg.

Einige der Meilensteine, die im Video hervorgehoben werden:

  • Universal Results: Die Integration von Bildern, Videos, News, etc.  in die Suchergebnisseiten (SERPs)
  • Quick Answers: Die Präsentation von schnellen Antworten in sogenannten One-Boxes oben auf den SERPs zu Sportergebnissen, Flugzeiten, Wetter, etc.
  • Die Zukunft der Suche: Google war schon immer besessen von Geschwindigkeit. Google Instant liefert noch schnellere und bessere Suchergebnisse, während Voice Search die Suche noch weiter vereinfachen soll.

Komplementiert wird das Ganze von einer Timeline, die während der Produktion des Videos erstellt wurde und auf der die wichtigsten Suchfunktionen und die Daten ihrer Einführung angegeben sind.

Ich bin gespannt, wie sich dieser Zeitstrahl – gerade auch durch die Einbindung von “Social” Elementen – in den nächsten Jahren weiterentwickeln wird.

via The Official Google Blog

 

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Tod und Auferstehung von SEO

Das Internet hat sich in den letzten Jahren gewaltig verändert. Neue Technologien und  das Aufkommen von Social Media haben erheblich dazu beigetragen. Auch Google hat seine Suchmaschine und deren Algorithmus ständig weiter entwickelt, einerseits, um Spam und Manipulation zu unterbinden, zweitens, um eine bessere Nutzererfahrung zu bieten und drittens, um neue Entwicklungen im Web aufzugreifen und diese zu kongenial abzubilden.

Dazu gehört beispielsweise die Integration von sozialen Signalen (Tweets, Likes, etc.) als Ranking-Faktoren. Oder die Nutzererfahrung einer Website, die seit dem letzten Update namens Panda wesentlich stärker bewertet wird. Vor diesem Hintergrund verändern sich auch die Aufgaben von SEO.

Rand Fishkin, Chef der Internet Marketing Company SEOmoz und einer der Vordenker eines neuen, integrierten Ansatzes ist der Meinung, dass der moderne SEO ein Webstratege werden muss. Was damit gemeint ist, erläutert er in der folgenden Präsentation, die ich nur  jedem wärmstens an’s Herz lege, der sich auch nur ansatzweise für Online Marketing, SEO und Social Media interessiert.

Was geht ab auf Facebook? 10 Monitoring Tools für Trends, Themen und Neuigkeiten

Facebook MonitoringFacebook ist mit seinen weit über 500 Millionen Nutzern natürlich eine attraktive Plattform, wenn es darum geht, angesagte Trends, aktuelle Themen und wichtige Diskussionen zu entdecken und zu verfolgen. Neben der in-house Suche von Facebook, die noch stark verbesserungswürdig ist, gibt es eine Reihe von externen Tools, die den öffentlich zugänglichen Datenstrom von Facebook durchsuchen und Einsichten in die ‘Likes’ und ‘Shares’ der Nutzer vermitteln. Grundlage dieses Datamining sind a) die offene Programmierschnittstelle (API) und b) die Social Plugins von Facebook. Im Folgenden stelle ich 10 (+2) dieser Dienste kurz vor.

Like Button: Hat zwar das Facebook Erscheinungsbild, gehört aber nicht zum Unternehmen. Die Like Button Seite listet die aktuellsten und populärsten Links, die auf Facebook geteilt werden in verschiedenen Kategorien auf. Ist man auf Facebook angemeldet, wird auch das Sharing-Verhalten des eigenen Freundeskreises reflektiert.

SharedLikes: Aggregations-Seite mit ähnlichem Look & Feel wie Like Button. Als zusätzliches Feature gibt es hier noch die Suchfunktion, welche anzeigt, wieviele Likes für die einzugebende Website angefallen sind. Auch bei SharedLikes werden, falls in Facebook eingeloggt, die populären Links der Freunde mit angezeigt.

All Things Now: Diese Seite funktioniert ähnlich wie die beiden Vorgänger. Hier werden die am häufigsten geteilten (‘shared’) Links versammelt und können nach Themengebieten oder über die eingebaute Suchfunktion abgesurft werden.

myprops.org: Ebenfalls eine aggregierende Seite, die sich selbst als ‘Content Discovery Engine’ bezeichnet. Sie speist sich aus dem gesamten Social Web, wobei Facebook-Inhalte eine herausragende Stellung einnehmen (Facebook Most Shared Videos, Facebook Most Shared Links). Eine Suchfunktion ist ebenso vorhanden wie die Möglichkeit, nach Themen und Kategorien zu filtern.

openbook: Ist eine Suchmaschine, mit der sich öffentliche Updates von Facebook Usern durchsuchen lassen. Die Entwickler wollen mit diesem Projekt eigentlich auf datenschutzrelevante Missstände bei Facebook hinweisen. Ein interessantes Feature unter Marktforschungsgesichtspunkten könnte die geschlechterspezfische Abfrage nach Männern oder Frauen sein.

Kurrently: Eine Echtzeit-Suchmaschine, die Facebook und Twitter durchsucht, die aber eine Filtermöglichkeit anbietet, so dass nur die öffentlichen Datenströme von Facebook oder Twitter präsentiert werden. Interessant für das Monitoring ist die Integration von RSS, so dass Suchanfragen per Feedreader abonniert werden können.

Topsy: Eine der besten Echzeit-Suchmaschinen für das Social Web. Um aus dem sozialen Datenstrom spezielle Facebook Inhalte zu isolieren, geht man in die ‘Advanced Search’, wo es diverse Filtermöglichkeiten gibt. Dort den Suchbegriff und unter ‘Search within a site or domain’ dann facebook.com eingeben. Verfügt über RSS!

Socialmention: Ebenfalls ein hervorragendes Such-und Analyse Tool für das Echtzeitweb. Neben der generellen Suche über das gesamte Social Web hinweg, bietet Socialmention unzählige Filtermöglichkeiten an –  über einzelne Kategorien wie Blogs oder Social Networks bis hin zu speziellen  Quellen wie etwa Twitter, Digg, Netvibes oder auch Facebook. Verfügt über RSS!

Google’s Realtime Search: Aufgrund der wachsenden Bedeutung des Social bzw. des Echtzeitweb hat Google 2010 reagiert und seine Echtzeitsuche als weitere vertikale Suchmaschine eingeführt. Neben der Hauptquelle Twitter werden auch öffentliche Updates aus Facebook angezeigt. Hier gibt es ebenfalls über die Advanced Search (oder den Operator site:facebook.com) die Möglichkeit, nach Inhalten aus Facebook zu filtern.

quirk.li: Offensichtlich ein deutsches Projekt, das auch unter Adtellingence bekannt ist. Auch hier handelt es sich um eine Suchmaschine, die den Vorteil hat, dass nach verschiedenen Sprachen (Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Japanisch, Niederländisch) gefiltert werden kann.

Zwei weitere interessante Dienste mit ambitionierteren Ansätzen sind Booshaka und Likester. Beide erfordern allerdings die Installation der zugehörigen App in Facebook, um daraus Nutzen ziehen zu können.

Sharing Trends 2010: Email immer noch populär, aber Socialnetworks haben die besseren Klickraten

Sharing ist ein grundlegendes Element des Web 2.0 und entsprechende Funktionen sind per Widgets oder Buttons standardmäßig auf (Social) Websites eingebunden. Dienste wie AddThis, ShareThis oder Tellafriend bieten nicht nur das bequeme Weitergeben via Email und optional das Weiterleiten auf eine Vielzahl von populären Socialweb Plattformen an. Interessant für Marketer sind auch die zur Verfügung gestellten Analytics, also die Einblicke in das Klickverhalten der Nutzer. Daran lässt sich einfach ablesen, welche Kanäle die beste Wirkung erzielen.

Socialtwist, die Firma hinter Tellafriend hat jetzt mit Social Media Sharing Trends einen Report veröffentlicht, dem eine Analyse von über einer Million Verweise (referrals) ihres Dienstes aus dem Zeitraum von August 2009 bis Juli 2010 zu Grunde liegt.

Danach liegt der Anteil von Email bei den Verweisen (Weiterleitungen) trotz 15% Rückgang im Vergleich zum Vorjahr immer noch bei erstaunlichen 55%. Der Anteil der Socialnetworks ist hingegen deutlich um 10% auf 24% gestiegen.

sharing 1

Betrachtet man dagegen die leistungsorientierten Durchklickraten (CTR = Clickthrough Rates), liegen die Socialnetwork Seiten mit einem Anteil von insgesamt 60% deutlich vor Email.

sharing 2

Was das Sharings im Bereich Socialnetworks angeht, ist Facebook auf Grund seiner Größe natürlich klar vor MySpace und Twitter aufgestellt. 78% der Verweise (referrals ) gehen auf das Konto von Facebook.

sharing 3

Generell ist die Durchklickrate (CTR) bei den sozialen Netzwerken hoch. Hier beeindruckt Twitter im Vergleich zu Facebook mit geradezu spektakulären Werten.

sharing 4

Insgesamt sehr gute Argumente für den neuen CEO Dick Costolo und seinen angestrebten Aufbau eines neuen, effektiven Werbeprogramms für Twitter, wie The Fast Company anmerkt.

Anhang:

Im oben erwähnten Artikel von Fast Company zu diesem Report werden die Zahlen und deren Aussagekraft in den Kommentaren kontrovers diskutiert. Ein Mitarbeiter von Socialtwist erläutert dort auch die nicht ad hoc verständlichen hohen Prozentwerte von Facebook oder gar Twitter:

We get the referral numbers via looking at: # of times a link was posted, # of clicks it generates. So, if every posting—whether it be email, IM, Twitter—produces a click, then the percentage is 100.

The reason why Facebook and Twitter came out much higher is because more than 1 person per link will click through, so the click through success rate is greater than 100%.

The high-click through rate is related to the fact that people a very actively involved in responding to referrals from friends. 90% of online consumers trust recommendations from people they know. So, Facebook postings produce an average of 2.87 clicks (287%) while Twitter will yield 19.04 click-throughs (1904%).

Neue Ressource für Statistiken: Google Internet Stats

Ohne großes Aufsehen hat Google mit Google Internet Stats eine neue Anlaufstelle für Wirtschafts- und Mediadaten eingerichtet.

Zur Verfügung gestellt werden Zahlen und Fakten für die fünf Schwerpunkt-Bereiche Technology, Macro Economic Trends, Media Landscape, Media Consumption und Consumer Trends und als kurze, prägnante Aussagen präsentiert.

google internet stats

Der Input für die Datenbank stammt – neben Google Insights for Search – von vielen bekannten und international renommierten Anbietern:

B2Bonline.com, BARB, BusinessWeek, Coke, Commission of the European Communities, Comscore, Core Metrics, Datamonitor, Deloitte, The Economist, eMarketer, Enders Analysis, Eurostat, Film Distributors Association, Financial Times, Forrester, GFK, Google Insights for Search, Greenbee.com, Guardian, HarvardBusiness.org, Hitwise, IAB, IFPI, IMF, Internet Retailing, Internetworldstats.com, JP Morgan, KMPG, Media & Marketing, Mediascope Europe, Mindshare, Motorola, Net Imperative, New York Magazine, Nielsen, NMA, Ofcom, Opsos MediaCT, PriceWaterhouseCoopers, QuickPlay Media Inc., Retail Week, Reuters, TGI Net, Times Online, TNS, Verdict Research, Wall Street Journal, WARC, YouTube, ZenithOptimedia, GM.

Trotz dieser internationalen Firmen liegt der Fokus auf britischen und europäischen Zahlen. Auch die Verwendung einer UK Domain legt den Schluss nahe, dass dieses Angebot zunächst in einem überschaubaren Rahmen getestet werden soll, um es dann sukzessive weltweit auszurollen.

[via Marketing Pilgrim und RWW]

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John Battelle über Conversational Marketing

John Battelle ist Autor, Journalist / Blogger und Gründer / Geschäftsführer von Federated Media, einem Unternehmen, das an der Schnittstelle zwischen Content Produzenten, Publikum und Marketern arbeitet und sich mit dem Untertitel ‘Built on Conversational Media’ positioniert.

In einem Interview mit vator.tv erläutert er sein Konzept des Conversational Marketing als die aktuelle Version des Marketing in Zeiten von Social Media, in denen sich Menschen global durch Konversationen vernetzen. Die Frage für Unternehmen ist nicht ob, sondern wie sie sich an der Konversation beteiligen.

vator.tv

Auf die Frage nach Realtime Search und den Monetarisiserungsmöglichkeiten, z. B. von Twitter und Facebook zieht er einen sehr interessanten Vergleich zwischen Google und den ‘New Kids on the Block’:

We are early in that game but the idea is that there is data that is available at the moment that is responsive to what we might want to know is extremely exciting. The shift has gone from what people have said to what are people saying now. This presents an opportunity that gets us into a conversation. […]

Adsense, Adwords, is already a real time option where people have set up parameters.I don’t see why the model cannot be adapted to real time.I can see why Twitter or Facebook won’t have a platform. There is an infinite amount of work to be done and it is a huge commercial opportunity.

Battelle, bekannt geworden auch durch sein Buch “The Search” arbeitet gerade an einem neuen Projekt mit dem Titel “Conversation Economy” (im Unterschied zur Link Economy und Content Economy?) Das vollständige Interview (Länge 11:25 min) inklusive Transkription findet sich auf vatornews.

[via Hugo E. Martin / @gleonhard]

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Das neue Digital Economy Factbook ist da: Zahlen, Fakten und Statistiken zum digitalen Wandel

Digital Economy Factbook Die digitale Revolution hat unser Leben und unsere Wirtschaft in nahezu jedem Bereich grundlegend verändert. Das Digital Economy Factbook hat den Anspruch, verlässliche Statistiken und Informationen von führenden Forschungsinstituten als Grundlage für eine tiefergehende Analyse und ein umfassendes Verständnis dieses Wandels bereitzustellen.

Herausgeber ist eine konservativ angehauchte, private Stiftung namens Progress & Freedom Foundation. Soeben wurde die zehnte Ausgabe des Digital Economy Factbook (2008 – 2009) veröffentlicht, die kostenlos als pdf heruntergeladen werden kann. Auf 183 Seiten gibt es komprimierte Zahlen und Fakten zu allen relevanten Bereichen der digitalen Ökonomie und Projektionen in die Zukunft. Die sieben Kapitel der zehnten Ausgabe:

  1. The Growth of the Internet
  2. The Hardware Sector
  3. The Communications Sector
  4. Digital Media
  5. Electronic Commerce
  6. Threats to the Digital Economy
  7. The Worldwide Digital Economy

[Gefunden bei Connecting the Dots]

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