YouTube Creators Home: Umfangreiche Anleitungen und Ressourcen für die Produktion von erfolgreichen Videos

Vergleichbar mit AdSense, wo Webseiten-Betreiber und Blogger Werbepartner von Google werden können, gibt es auch ein Partnerprogramm bei YouTube. Die YouTube Partner produzieren eigene, mehr oder weniger hochwertige Videos, die sie hochladen und auf eigenen Kanälen präsentieren können. Durch das Einspielen von Werbung verdienen YouTube und seine Content-Partner – auch hier das gleiche Spiel wie bei AdSense. Einige dieser Partner – vor allem in den USA – erzielen Millionen von Aufrufen und genießen Star-Status. “Herr Tutorial” heißt zum Beispiel eine deutsche und ein paar Nummern kleinere Variante dieses Phänomens.

Da YouTube ein Interesse daran hat, die Qualität dieser Partner-Videos zu optimieren, hat es mit Creators Home eine zentrale Anlaufstelle eingerichtet und mit wichtigen Ressourcen ausgestattet.

  • Durch den neuen YouTube Creator Blog kann man sich über die aktuellen Entwicklungen auf dem Laufenden halten
  • Über 65 Video Tutorials erklären alle wichtigen Schritte für die Videoproduktion von Software bis hin zur Arbeit mit der Kamera
  • Das YouTube Creator Playbook ist eine ausführliche Anleitung, die nicht nur für YouTube Videos, sondern allgemein für Webvideos verwendet werden kann

Videopunk Markus Hündgen bezeichnet das Creator Playbook “als Mischung aus Hand- und Drehbuch, wie optimale Webvideos produziert aber auch distribuiert werden. Angefangen vom Kickstart (die ersten 15 Sekunden) bis hin zu Metatags und SEO-Strategien.”

Das Creator Playbook steht als Google Docs Präsentation zur Verfügung, kann aber auch als pdf heruntergeladen werden.

EdgeRank: Was der Facebook Algorithmus für die Sichtbarkeit im Newsfeed und damit für das Marketing bedeutet

Dass Google einen Algorithmus, den PageRank benutzt um sein Suchergebnisse nach Relevanz zu sortieren, hat sich herumgesprochen. Weniger bekannt ist, dass auch Facebook einen Algorithmus einsetzt, um sein Herzstück, den Newsfeed nach Relevanzkriterien zu strukturieren.

Der Newsfeed ist ein aktuelles, personalisiertes Nachrichten-Angebot, angetrieben von einer dynamischen Maschine, die kontinuierlich Status Updates, Fotos, Videos, etc., also Inhalte von allen Freunden und Angeboten, die man abonniert hat, in den zentralen Bereich jeder Startseite einspielt. Diese Maschine muss unablässig für über 600 Millionen Facebook Nutzer jeweils individuelle Newsfeeds generieren.

Newsfeeed

Die erzeugten Nachrichtenströme (Neuigkeiten) teilen sich auf in Hauptmeldungen und Neueste Meldungen. Während bei letzteren (nahezu) alle Neuigkeiten aus dem eigenen Netzwerk (Social Graph) angezeigt werden, nutzt Facebook für die Hauptmeldungen (Top News) eine Formel namens EdgeRank, um die darin gezeigten Objekte, sprich Inhalte auszuwählen. Je mehr auf ein Objekt (beispielsweise ein Status Update) durch andere Nutzer (beispielweise durch Kommentare, oder Likes) reagiert wird, desto mehr Edges werden dadurch kreiert.

edgerank

Die drei wesentlichen Faktoren sind:

Affinity Score: Je öfter man mit einem Nutzer oder einer Page interagiert, desto höher wird die Affinität oder die Nähe zu diesem “Inhalteerzeuger” eingestuft.

Weight: Jede Form der Interaktion durch andere Facebook Nutzer, ob Kommentar, Like oder Share erhält ein bestimmtes Gewicht, das sich zu einem “Gesamtgewicht” addiert, wobei nicht alle Interaktion gleich bewertet werden. So ist anzunehmen, dass ein Kommentar mehr wiegt, als ein Like.

Time Decay: Hier handelt es sich um ein Verfallsdatum. Je älter ein Edge, also eine einzelne Interaktion ist, desto mehr schwindet ihre Bedeutung.

Als Formel ausgedrückt:  Facebook EdgeRank = Affinity score * Weight * Time Decay

Einfacher gesagt, bestimmt der EdgeRank die Wahrscheinlichkeit mit der ein Nutzer bestimmte Inhalte in seinem Newsfeed erhält. Facebook geht davon aus, dass beide Ansichten, also Hauptmeldungen und Neueste Meldungen gleich häufig genutzt werden. Es versteht sich von alleine, dass Inhalte mit einem höheren EdgeRank auch eine größere Wahrscheinlichkeit haben, in den Newsfeeds von Nutzern aufzutauchen.

An dieser Stelle beginnt die Herausforderung für Marken und das Marketing auf Facebook. Wenn man inoffiziellen Studien glauben will, schaffen es 95% aller Posts nicht durch den EdgeRank Filter. Hinzu kommt, dass Objekte (= Nachrichten) im Newsfeed laut AdAge ein Verfallsdatum von 80 Minuten haben.

Deswegen zum Abschluss ein paar  Tipps von Experten wie man den EdgeRank, also die Interaktion mit den Nutzern (Fans) und damit die Sichtbarkeit und Reichweite u. a. auch durch Nutzung der neuen Werbeform Sponsored Stories für seine Marke erhöhen kann:

Jeff Bullas: 25 Facebook Marketing Tips to Increase Sales

Scott Meldrum: How to leverage Facebook’s news feed algorithm

Dave Williams: The Key to an Effective Facebook Ad Formula: EdgeRank

Janet Arconica: How to Succeed in a Crowded Newsfeed

Jim Lodico: 6 Tips to Increase Your Facebook EdgeRank and Exposure

Michael Grey: What Are You Doing To Earn Facebook Likes and Facebook Fans

Welche Resonanz erzielt meine Blogpost im Social Web? Schneller Check mit URL-basierten Monitoring Tools

Nach der Veröffentlichung einer Blogpost interessiert man sich als Autor selbstverständlich für die Reaktionen und die Resonanz auf seinen Output. Dazu gehören die Sichtbarkeit in den Suchmaschinen für die relevanten Suchbegriffe, die Kommentare auf dem eigenen Blog oder die Referenzierung auf anderen Blogs via Trackback/Pingback.  Auch die Statistiken, die beispielsweise meine Blog Plattform wordpress.com ausliefert, geben ein Feedback und machen Angaben zu Aufrufen, verweisenden Links oder Suchbegriffen, über die Besucher zu den Blogposts gelangen.

Was aber nur unzureichend reflektiert wird, ist die unmittelbare Resonanz im Social Web, dort wo nicht sofort eine direkte und damit messbare Interaktion mit der Website (dem Blog) stattfand. Interessant ist doch auch zu wissen, wie oft wurde der Beitrag  auf Facebook ‘geliket’ oder ‘geshart’, wie oft auf Twitter weitergegeben oder auf Delicious gebookmarkt?

Für den sehr wahrscheinlichen Fall, dass man noch kein professionelles Social Media Monitoring mit Tools wie Radian 6, Sysmos Heartbeat oder Alterian SM2 betreibt, gibt es auch eine Reihe kostenloser Tools für die schnelle Übersicht zu Resonanz und Reaktion auf den wichtigsten Plattformen. Alle im Folgenden vorgestellten Tools analysieren auf Grundlage der URL die ‘soziale Wirkung’ einer Blogpost. Als Beispiel verwende ich meine vorangegangene Blogpost Was geht ab auf Facebook? 10 Monitoring Tools für Trends, Themen und Neuigkeiten, die auf erfreulich große Resonanz stieß.

Backtype: Bezeichnet sich als ‘Marketing Intelligence Company’ und bietet Unternehmen Monitoring und Analyse Tools für das Social Web an. Neben den kostenpflichtigen Lösungen gibt es ein paar kostenlose Basis-Dienste. Für den den hier vorgestellten muss man sich allerdings anmelden.  Danach  kann man in das Suchfeld auf der Startseite eine URL eingeben und sich den ‘social impact’ dergestalt anzeigen lassen:

Backtype

Postrank: 2007 zunächst unter dem Namen AideRSS gestartet, bietet Postrank inzwischen eine ganze Palette von Daten- und Analyse-Diensten an, die soziale Interaktionen, Reaktionen und Wirkungen im Bezug auf Inhalte messen. Auch hier werden etliche kostenlose Tools zur Verfügung  gestellt. Es lohnt sich, das Angebot genauer in Augenschein zu nehmen. Für unseren Zweck ist Discover the Best Blogs (unter dem Reiter Topics)  interessant. Hier dann allerdings nicht die nicht die konkrete Blogpost URL, sondern die allgemeine Blog-URL eingeben! Zu jedem Artikel gibt es einen PostRank Score-Wert. Geht man mit dem Cursor auf diesen Wert, klappt ein Feld mit den Resultaten aus den einzelnen Quellen auf. Das sieht dann in meinem Fall so aus:

Postrank

Shared Count: Ist eine rohes Tool, das der Web Analytics Architect und Entwickler Yahel Carmon gebastelt hat. Es gewinnt zwar keine Schönheitspreise was die Benutzeroberfläche angeht, seine Funktionalität ist davon aber nicht beeinträchtigt. Einfach die konkrete Blogpost URL eingeben und so sieht dann das fertige Zahlenwerk aus:

Shard Count

Keyword Strategy Social Tool: Keyworld Strategy ist, wie der Name schon andeutet, ein Tool aus dem SEO Bereich: Eine Datenbank mit der große Mengen an Keywords online verwaltet werden können. Als kleines kostenloses Extra gibt es das kostenlose Social Tool. Hier werden für eingegebene URLs die Anzahl der Tweets und Facebook Likes (bei Bedarf auch für Sets von bis zu 50 URLs) angezeigt. Die gelieferten ‘Social Data’ für meine URL sahen dann so aus:

Keyword Strategy

Ergänzend zu den vorgestellten Tools will ich noch auf Extensions hinweisen, die zwar für den SEO Bedarf konzipiert wurden, die inzwischen aber auch die für diesen Bereich immer wichtiger werdenden Signale aus dem Social Web abfragen. yExplore gibt es sowohl für den Firefox als auch für Google Chrome. Das folgende Beispiel habe ich mit Google Chrome generiert:

yExplore

Vergleichbare Eigenschaften haben die beiden Google Chrome Extensions SEO Site Tools oder Chrome SEO. Abschließend sei gesagt, dass diese Art der Überprüfung nicht nur für Blogposts, sondern allgemein für Inhalte im Web funktioniert. Natürlich sind solche kostenlosen Tools nicht hundertprozentig perfekt, was sich auch daran zeigt, dass teilweise voneinander abweichende Resultate auftreten. Auch stellen sie oftmals nur reine Counts also Zählergebnisse ohne Weiterleitung zu den Ergebnissen zur Verfügung. Im  Großen und Ganzen liefern sie, wenn man die Ergebnisse miteinander abgleicht, doch ganz brauchbare Resultate.

Social Media Analytics oder Wie man den ROI von Social Media Kampagnen misst

Viele Unternehmen sind sich noch unsicher in der Bewertung von Social Media als Teil ihrer Marketing Strategie – insbesondere im Hinblick auf den konkreten Nutzen. Obwohl nicht alle inhaltlichen Faktoren einfach zu quantifizieren sind, geht es bei der Erfolgskontrolle von Social Media Maßnahmen darum, aus den strategischen Zielen im Vorfeld messbare, nachvollziehbare und spezifische Kennzahlen abzuleiten, welche die Grundlage für das Reporting darstellen.

Araceli Perez von e-interactive hat eine Infografik als Einführung in das Thema erarbeitet, die zunächst auf Spanisch und auf dem Raven Blog dann in einer englischen Version veröffentlicht wurde.

 

Social Media Analytics

 

(via Raven Internet Marketing Tools Blog)

Blekko’s Live Link Roll Widget – Eingehende Links in Echtzeit anzeigen lassen

Aufstrebende Suchmaschinen wie Blekko haben es enorm schwer gegen die übermächtige Konkurrenz Google. Nicht immer liefert diese solche Steilvorlagen wie in den vergangenen Wochen, wo im Fall J.C. Penney großangelegte Manipulationen mit gekauften Links das Vertrauen in den Suchmaschinengiganten mächtig erschütterten. In solchen Phasen fällt dann immer auch ein bischen Aufmerksamkeit für alternative Suchmaschinen ab.

Das Team hinter Blekko versteht es allerdings auch unabhängig davon, sich in’s Gespräch zu bringen. Mit Blekkogear wurde vor kurzem eine ganze Kiste mit Werkzeugen für Webmaster, SEOs und Seitenbetreiber zur Verfügung gestellt. Das neueste Tool in der Sammlung ist das Inbound Link Widget. Dort kann man sich für die eigenen (und andere) Websites die eingehenden Links mehr oder weniger in Echtzeit anzeigen lassen und bei Bedarf natürlich per embed code in die eigene Website einbauen.

Blekko Live Link Widget

Wem nicht unbedingt daran gelegen ist, seine eigene Linksstruktur offenzulegen, kann dieses Tool auch für die Konkurrenzbeobachtung nutzen. Mit dem Inbound Link Widget lässt sich sehr leicht ein Monitoring Dashboard für die eingehenden Links der Mitbewerber aufsetzen. Die Schlauberger von Blekko lassen sich übrigens von jedem ausgelieferten Widget verlinken und kassieren so jede Menge Backlinks, mit denen sie ihre eigene Präsenz in den Suchmaschinen verbessern.

(via SearchEngineWatch.com)

5 Google Chrome Erweiterungen, auf die ich nicht mehr verzichten möchte

Seit Google 2008 seinen eigenen Browser Google Chrome auf den Markt brachte, hat dieser es geschafft, sich weltweit einen Marktanteil von 10% zu sichern. Als eingeschworenen Firefox Nutzer überzeugte mich Google Chrome zunächst zwar durch sein aufgeräumtes, schlankes Design und seine Schnelligkeit. Richtig interessant wurde er aber erst ab dem Zeitpunkt, als Erweiterungen integriert werden konnten und damit die individuelle Anpassung möglich war, wie man sie von Firefox gewohnt war. Ich glaube das Entwicklerteam hat sich damit schwer getan, da Erweiterungen Platz brauchen und so dem Ideal einer möglichst reduzierten Browser-Umgebung für Web-Anwendungen entgegensteht. Bis heute gibt es – zumindest soweit ich weiß – keine Tool- oder Sidebars. Aber zurück zu den Erweiterungen für Google Chrome. Inzwischen steht ein reichhaltiges Ökosystem an Extensions zur Verfügung, das fast keine Wünsche mehr offen lässt. 5 meiner wichtigsten Erweiterungen will ich jetzt vorstellen:

Diigo Bookmark, Archive, Highlight & Sticky-Note: Multifunktionales Tool, zur Verfügung gestellt vom Social Bookmarking Dienst Diigo und am Effektivsten in Verbindung mit einem Diigo Account. Die wichtigsten Funktionen, die ich nutze, sind die Möglichkeiten auf Webseiten Hervorhebungen (‘Highlights’)  und Anmerkungen (‘Sticky Notes’) zu machen. Aber auch Sharing auf Twitter, Facebook etc. und natürlich Bookmarking gehören zur Ausstattung.

Google Docs Viewer: Erlaubt die Voransicht von größeren Dokumenten wie  PDFs, Powerpoint Präsentationen und einer Reihe anderer Formate, auf die man im Netz stößt, beispielsweise durch eine Google Suche, oder als Attachment in Gmail, ohne diese herunterladen zu müssen. Vor kurzem kamen 12 neue unterstützte Dateiformate hinzu.

Hover Zoom: Thumnails von Bildern oder Bildergalerien z.B.  auf Amazon, Flickr oder Facebook per Klick zu öffnen, um an die Großansicht zu gelangen, kann eine ziemlich nervige Angelegenheit sein. Mit Hover Zoom geht das viel entspannter. Eine einfache Berührung mit der Mouse (‘mouse over’) reicht, um die hohe Auflösung zu sehen.

PostRank Extension: Diese Extension ist speziell für den Einsatz in Google Reader gemacht. PostRank misst die Reaktionen von Nutzern (Tweets, Kommentare, Votes, u.ä. ) auf Artikel und Stories über die wichtigsten Social Networks hinweg. Daraus werden Bewertungen (Scoring von 0 – 10) im Bezug auf die Wichtigkeit und Relevanz ermittelt, die mittels dieser Erweiterung dann auch bei den Beiträgen im Google Reader zu sehen sind.

Tweets Counter for Twitter: Basiert auf der API der Echtzeit-Suchmaschine Topsy und zeigt Twitter-Reaktionen im Bezug auf die gerade geöffnete Website / URL an. Das zugehörige Icon in der URL-Bar signalisiert die Anzahl der Reaktionen. Klickt man darauf, erscheint die ausführliche Liste mit den einzelnen Tweets.

Infografik: Anleitung zum erfolgreichen Linkbait

Wer sich mit Suchmaschinenoptimierung (SEO) beschäftigt, weiß, wie wichtig eingehende Links für die Bewertung von Webseiten durch die Suchmaschinen sind. Ein wichtiger Teil von SEO besteht deswegen darin, möglichst attraktive und aufmerksamkeitsstarke Inhalte zu erzeugen, die Links geradezu anziehen. Wenn die Resonanz besonders gut ist, die Inhalte sich schnell verbreiten und in kurzer Zeit sehr viele eingehende Links generiert werden, spricht man von einem Linkbait.

Die folgende Infografik von Voltier Creative einer SEO Firma in Florida, erklärt Schritt für Schritt, wie man einen Linkbait erzeugt. Sie gibt Tipps für die Kreation von Webinhalten, die sich viral ausbreiten und die gewünschten Effekte für das Linkbuilding erzielen sollen. In den letzten Monaten hat sich übrigens gezeigt, dass gerade Infografiken sehr probate Mittel für die Schaffung von Linkbaits sind.

Linkbait Anleitung Infografik