Ist Content Marketing die Zukunft des Marketing?

Content Marketing, sprich Marketing mit hochwertigen und kreativen Inhalten, ist ja schon seit längerem ein Buzz-Word, das heftig diskutiert wird. Ist es nun alter Wein in neuen Schläuchen oder eine neue Sau, die durchs digitale Dorf getrieben wird? Wurde vorher nur Marketing mit minderwertigen Inhalten betrieben?

Sicher gab es immer schon Marketing mit hochwertigen Inhalten. Aber es gelang eben auch Suchmaschinenoptimierern (SEOs) mit Linkaufbau-Strategien und anderen Tricks eher minderwertige Inhalte auf Suchergebnisseiten nach oben zu pushen. Google hat deswegen mit seinen beiden letzten großen Updates, Pinguin und Panda ganz deutlich Akzente gesetzt. Hochwertige Inhalte sollen bevorzugt und minderwertige abgewertet werden. Die Frage, wie gut Google bzw. sein Algorithmus Qualität erkennen und bewerten kann, wäre einen gesonderten Artikel wert. Ich denke aber, dass Google dafür verstärkt auf Nutzersignale aus dem sozialen Web (z.B. aus Google+) zurückgreifen wird und Links an Bedeutung verlieren. Diese Entwicklung ist also ein erster, wichtiger Grund für die gestiegene Bedeutung von Content Marketing.

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Welche Resonanz erzielt meine Blogpost im Social Web? Schneller Check mit URL-basierten Monitoring Tools

Nach der Veröffentlichung einer Blogpost interessiert man sich als Autor selbstverständlich für die Reaktionen und die Resonanz auf seinen Output. Dazu gehören die Sichtbarkeit in den Suchmaschinen für die relevanten Suchbegriffe, die Kommentare auf dem eigenen Blog oder die Referenzierung auf anderen Blogs via Trackback/Pingback.  Auch die Statistiken, die beispielsweise meine Blog Plattform wordpress.com ausliefert, geben ein Feedback und machen Angaben zu Aufrufen, verweisenden Links oder Suchbegriffen, über die Besucher zu den Blogposts gelangen.

Was aber nur unzureichend reflektiert wird, ist die unmittelbare Resonanz im Social Web, dort wo nicht sofort eine direkte und damit messbare Interaktion mit der Website (dem Blog) stattfand. Interessant ist doch auch zu wissen, wie oft wurde der Beitrag  auf Facebook ‘geliket’ oder ‘geshart’, wie oft auf Twitter weitergegeben oder auf Delicious gebookmarkt?

Für den sehr wahrscheinlichen Fall, dass man noch kein professionelles Social Media Monitoring mit Tools wie Radian 6, Sysmos Heartbeat oder Alterian SM2 betreibt, gibt es auch eine Reihe kostenloser Tools für die schnelle Übersicht zu Resonanz und Reaktion auf den wichtigsten Plattformen. Alle im Folgenden vorgestellten Tools analysieren auf Grundlage der URL die ‘soziale Wirkung’ einer Blogpost. Als Beispiel verwende ich meine vorangegangene Blogpost Was geht ab auf Facebook? 10 Monitoring Tools für Trends, Themen und Neuigkeiten, die auf erfreulich große Resonanz stieß.

Backtype: Bezeichnet sich als ‘Marketing Intelligence Company’ und bietet Unternehmen Monitoring und Analyse Tools für das Social Web an. Neben den kostenpflichtigen Lösungen gibt es ein paar kostenlose Basis-Dienste. Für den den hier vorgestellten muss man sich allerdings anmelden.  Danach  kann man in das Suchfeld auf der Startseite eine URL eingeben und sich den ‘social impact’ dergestalt anzeigen lassen:

Backtype

Postrank: 2007 zunächst unter dem Namen AideRSS gestartet, bietet Postrank inzwischen eine ganze Palette von Daten- und Analyse-Diensten an, die soziale Interaktionen, Reaktionen und Wirkungen im Bezug auf Inhalte messen. Auch hier werden etliche kostenlose Tools zur Verfügung  gestellt. Es lohnt sich, das Angebot genauer in Augenschein zu nehmen. Für unseren Zweck ist Discover the Best Blogs (unter dem Reiter Topics)  interessant. Hier dann allerdings nicht die nicht die konkrete Blogpost URL, sondern die allgemeine Blog-URL eingeben! Zu jedem Artikel gibt es einen PostRank Score-Wert. Geht man mit dem Cursor auf diesen Wert, klappt ein Feld mit den Resultaten aus den einzelnen Quellen auf. Das sieht dann in meinem Fall so aus:

Postrank

Shared Count: Ist eine rohes Tool, das der Web Analytics Architect und Entwickler Yahel Carmon gebastelt hat. Es gewinnt zwar keine Schönheitspreise was die Benutzeroberfläche angeht, seine Funktionalität ist davon aber nicht beeinträchtigt. Einfach die konkrete Blogpost URL eingeben und so sieht dann das fertige Zahlenwerk aus:

Shard Count

Keyword Strategy Social Tool: Keyworld Strategy ist, wie der Name schon andeutet, ein Tool aus dem SEO Bereich: Eine Datenbank mit der große Mengen an Keywords online verwaltet werden können. Als kleines kostenloses Extra gibt es das kostenlose Social Tool. Hier werden für eingegebene URLs die Anzahl der Tweets und Facebook Likes (bei Bedarf auch für Sets von bis zu 50 URLs) angezeigt. Die gelieferten ‘Social Data’ für meine URL sahen dann so aus:

Keyword Strategy

Ergänzend zu den vorgestellten Tools will ich noch auf Extensions hinweisen, die zwar für den SEO Bedarf konzipiert wurden, die inzwischen aber auch die für diesen Bereich immer wichtiger werdenden Signale aus dem Social Web abfragen. yExplore gibt es sowohl für den Firefox als auch für Google Chrome. Das folgende Beispiel habe ich mit Google Chrome generiert:

yExplore

Vergleichbare Eigenschaften haben die beiden Google Chrome Extensions SEO Site Tools oder Chrome SEO. Abschließend sei gesagt, dass diese Art der Überprüfung nicht nur für Blogposts, sondern allgemein für Inhalte im Web funktioniert. Natürlich sind solche kostenlosen Tools nicht hundertprozentig perfekt, was sich auch daran zeigt, dass teilweise voneinander abweichende Resultate auftreten. Auch stellen sie oftmals nur reine Counts also Zählergebnisse ohne Weiterleitung zu den Ergebnissen zur Verfügung. Im  Großen und Ganzen liefern sie, wenn man die Ergebnisse miteinander abgleicht, doch ganz brauchbare Resultate.

c/o operative – The Year 2010 in Review

Nicht nur, dass die netten Leute von wordpress.com alles dafür tun, diese Plattform ständig zu verbessern und mit neuen Features anzureichern. Sie versuchen darüber hinaus, ihren Nutzern mit Rat und Tat beiseite zu stehen, wenn es um die Erstellung von neuen Inhalten geht. Die nächste Stufe an Dienstleistung ist, dass sie bereits fertige Beiträge schicken, die man nur noch zur veröffentlichen braucht. So wie die folgende Post mit  Zahlen und Fakten zu diesem Blog für das zurückliegende Jahr 2010, die ich hiermit gerne teile:

The stats helper monkeys at WordPress.com mulled over how this blog did in 2010, and here’s a high level summary of its overall blog health:

Healthy blog!

The Blog-Health-o-Meter™ reads Wow.

Crunchy numbers

Featured imageThe average container ship can carry about 4,500 containers. This blog was viewed about 19,000 times in 2010. If each view were a shipping container, this blog would have filled about 4 fully loaded ships.

In 2010, there were 25 new posts, growing the total archive of this blog to 376 posts. There were 27 pictures uploaded, taking up a total of 2mb. That’s about 2 pictures per month.

The busiest day of the year was April 8th with 1.532 views. The most popular post that day was Alternative Suchmaschinen: Suche jenseits von Google, Yahoo und Microsoft.

Where did they come from?

The top referring sites in 2010 were google.de, mister-wong.de, twitter.com, netzkoller.de, and search.conduit.com.

Some visitors came searching, mostly for alternative suchmaschinen, alternative suchmaschine, home office, alternative suchmaschinen zu google, and facebook nutzername.

Attractions in 2010

These are the posts and pages that got the most views in 2010.

1 Alternative Suchmaschinen: Suche jenseits von Google, Yahoo und Microsoft February 2008
5 comments

2 Wer sich seinen Nutzernamen auf Facebook sichern will, muss früher aufstehen June 2009

3 Google Notebook Entwicklung gestoppt – Was sind mögliche Alternativen? January 2009
3 comments

4 RSS unplugged – Wie man seine Feeds auch offline lesen kann April 2008

5 Home Office Design Inspirationen January 2008

Technorati-Markierungen: ,,,

Infografik: The Power of WordPress

Die Geschichte von WordPress begann 2003. Der junge Matt Mullenweg gab bekannt, dass er eine neue Blog-Software schreiben würde, die auf dem eingestellten b2/cafelog-Projekt beruht. Die erste Version 0.7 wurde am 27. Mai 2003 kostenlos als Download unter einer GPL Lizenz zur Verfügung gestellt. Die erste stabile Version 1.0 erschien dann am 3. Januar 2004. Seither tragen alle Versionen dieses nicht-kommerziellen Open-Source Projekts die Namen von Jazzmusikern. Den Anfang machte Miles Davis. Ihm folgten u.a. Charlie Mingus, Ella Fitzgerald und John Coltrane. Die Jazz-verrückten WordPress Entwickler haben sogar eine Last.fm Station mit allen Musikern eingerichtet, nach denen die verschiedenen Versionen benannt wurden.

Um WordPress einem breiteren Publikum zu erschließen, wurde der Open Source Version WordPress.org die gehostete Version WordPress.com an die Seite gestellt, wo auch dieses Blog sein Zuhause hat. Hinter WordPress.com steht Automattic, die Firma von Matt Mullenweg, die eine Reihe von weiteren Blogservices und dazugehörige Beratungsdienste anbietet. Mit vielen anderen Entwicklern aus der ganzen Welt trägt er auch heute noch zur Weiterentwicklung von WordPress.org bei. Welche Entwicklung WordPress in den letzten Jahren genommen hat und welche Bedeutung den beiden Blog Content Management Systemen zukommt, zeigt die folgende Infografik, erschienen auf Techking.

 

Infographic: The Power of WordPress

The Power of WordPress by Tech King

Sharing Trends 2010: Email immer noch populär, aber Socialnetworks haben die besseren Klickraten

Sharing ist ein grundlegendes Element des Web 2.0 und entsprechende Funktionen sind per Widgets oder Buttons standardmäßig auf (Social) Websites eingebunden. Dienste wie AddThis, ShareThis oder Tellafriend bieten nicht nur das bequeme Weitergeben via Email und optional das Weiterleiten auf eine Vielzahl von populären Socialweb Plattformen an. Interessant für Marketer sind auch die zur Verfügung gestellten Analytics, also die Einblicke in das Klickverhalten der Nutzer. Daran lässt sich einfach ablesen, welche Kanäle die beste Wirkung erzielen.

Socialtwist, die Firma hinter Tellafriend hat jetzt mit Social Media Sharing Trends einen Report veröffentlicht, dem eine Analyse von über einer Million Verweise (referrals) ihres Dienstes aus dem Zeitraum von August 2009 bis Juli 2010 zu Grunde liegt.

Danach liegt der Anteil von Email bei den Verweisen (Weiterleitungen) trotz 15% Rückgang im Vergleich zum Vorjahr immer noch bei erstaunlichen 55%. Der Anteil der Socialnetworks ist hingegen deutlich um 10% auf 24% gestiegen.

sharing 1

Betrachtet man dagegen die leistungsorientierten Durchklickraten (CTR = Clickthrough Rates), liegen die Socialnetwork Seiten mit einem Anteil von insgesamt 60% deutlich vor Email.

sharing 2

Was das Sharings im Bereich Socialnetworks angeht, ist Facebook auf Grund seiner Größe natürlich klar vor MySpace und Twitter aufgestellt. 78% der Verweise (referrals ) gehen auf das Konto von Facebook.

sharing 3

Generell ist die Durchklickrate (CTR) bei den sozialen Netzwerken hoch. Hier beeindruckt Twitter im Vergleich zu Facebook mit geradezu spektakulären Werten.

sharing 4

Insgesamt sehr gute Argumente für den neuen CEO Dick Costolo und seinen angestrebten Aufbau eines neuen, effektiven Werbeprogramms für Twitter, wie The Fast Company anmerkt.

Anhang:

Im oben erwähnten Artikel von Fast Company zu diesem Report werden die Zahlen und deren Aussagekraft in den Kommentaren kontrovers diskutiert. Ein Mitarbeiter von Socialtwist erläutert dort auch die nicht ad hoc verständlichen hohen Prozentwerte von Facebook oder gar Twitter:

We get the referral numbers via looking at: # of times a link was posted, # of clicks it generates. So, if every posting—whether it be email, IM, Twitter—produces a click, then the percentage is 100.

The reason why Facebook and Twitter came out much higher is because more than 1 person per link will click through, so the click through success rate is greater than 100%.

The high-click through rate is related to the fact that people a very actively involved in responding to referrals from friends. 90% of online consumers trust recommendations from people they know. So, Facebook postings produce an average of 2.87 clicks (287%) while Twitter will yield 19.04 click-throughs (1904%).

WordPress.com: Feed Updates jetzt in Echtzeit dank PubSubHubbub

Heute wurde c/o operative und 10,5 Millionen weitere WordPress.com Blogs mit einer Technologie ausgestattet, die Updates in Echtzeit an Feedreader wie Netvibes oder Google Reader liefert.

Ein Protokoll mit dem drolligen Namen PubSubHubbub, kurz PuSH sorgt dafür, dass Feeds (RSS bzw. Atom) nicht mehr von den Clients in regelmäßigen Abständen angefragt (Poll), sondern unmittelbar nach Veröffentlichung direkt zugestellt werden (Push).

Das ist zwar nur ein kleiner Schritt für mein Blog, aber laut ReadWriteWeb ein großer Schritt in Richtung Echtzeitweb. Was PubSubHubbub ist, veranschaulicht das nachfolgende Video.

Ausführliche und sehr gute Erklärungen zu PubSubHubbub gibt es darüber hinaus bei drweb.de und auf dem Webkompetenz Blog. Auf jeden Fall werde ich sobald ich diese Post abgeschickt habe, umgehend in den Google Reader wechseln, wo PubSubHubbub anscheinend schon Mitte Februar 2010 implementiert wurde. Und dann bin ich ja echt mal gespannt, ob das Update schon da ist.

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BBC interviewt Experten wie Arianna Huffington, Peter Thiel oder Tim Berners-Lee für die Digital Revolution Dokumentation

Digital Revolution ist der Arbeitstitel einer offenen und kollaborativen Dokumentation der BBC über das Web und wie es unser Leben verändert. Das Projekt wurde im Juli 2009 angekündigt. Seither werden kontinuierlich Beiträge für die geplante Ausstrahlung in 2010 auf BBC 2 produziert, die in vier Teilen erfolgen soll.

Inzwischen hat sich bereits eine Menge interessanten Materials angesammelt, das quasi als Arbeitsprobe schon gezeigt wird. Dazu gehören Interviews mit Experten wie Tim Berners-Lee, Stephen Fry, Charles Leadbeater, Howard Rheingold, John Perry Barlow, dem unvermeidlichen Clay Shirky oder dem unverbesserlichen Andrew Keen.

Die beiden aktuellsten Beiträge sind die Interviews mit dem Unternehmer, Risikokapitalisten und Facebook-Anteilseigner Peter Thiel und Arianna Huffington, der Mitbegründerin der einflussreichen Nachrichtenmagazins Huffington Post. Mit ihr diskutiert das BBC Team u.a. den Aufstieg von Blogs und Bürgerjournalismus sowie den Einfluss des Web auf die Politik.

[via Putting People First]

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