re:publica 08 ante portas

publica 08 Der Countdown läuft. In sechs Tagen beginnt die zweite re:publica unter der Überschrift „Die kritische Masse“ in Berlin. Das Ticket für die drei Tage währende Konferenz habe ich mir schon vor Wochen und komfortabel über amiando besorgt. Gottseidank, denn vor drei Tagen verkündeten die Organisatoren, dass die Veranstaltung mit kapp über 800 Teilnehmern bereits ausverkauft sei. In der Kalkscheune dürfte es demnach ziemlich kuschelig werden.

Das Programm deckt ein vielseitiges und interessantes Spektrum an Themen ab, das von Technologie, Medien, Politik, Kultur bis hin zu Entertainment reicht.
Ein paar Veranstaltungstitel, die mir beim Überfliegen in’s Auge gestochen sind: Hurra, hurra, die Schule bloggt!, Weil wir es können!, Polizei 2.0, Strickblogs oder Postfeminismus, Wenn Politiker ins Internet sprechen, Twitterwelt – neues Abbild der Realität?, Beten per Mausklick? und die Keynote: Web 2.0 im Unternehmen.

Im Abendprogramm wird es zudem einige unterhaltsame Einlagen geben, wie etwa das von der Zentralen Intelligenz Agentur (ZIA) entwickelte und als neues Schwesterformat von Powerpoint Karaoke angekündigte Domainname-Scrabble oder Blogger-Jeorpardy, die Adaption einer Quiz-Show aus den 90ern, damals moderiert von Frank Elstner.

Ich freue mich auf nächste Woche.

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WordPress stockt auf: 3 GB Speicher und 30 Millionen Dollar Kapital

WordPress hat in den letzen Tagen und Wochen für eine Reihe von Schlagzeilen gesorgt, die am 22.01.08 ihren (vorläufigen) Höhepunkt erreichte. Om Malik kam als Erster mit der Meldung heraus, dass Automattic, die Firma hinter WordPress, sich in einer zweiten Finanzierungsrunde 29,5 Millionen Dollar gesichert hat.

Bestritten wird die ansehnliche Kapitalaufstockung durch drei bereits bestehende Investoren und der neuen Partnerin New York Times, die plant, ihre vorhandene WordPress Infrastruktur weiter auszubauen.

Laut Matt Mullenweg, dem Gründer von Automattic wurde die Open Source Software von WordPress.org über 5.880.000 mal heruntergeladen. Die gehostete Version WordPress.com, übrigens auch die Blog Lösung meines Vertrauens, zählt inzwischen mehr als 2 Millionen Blogs und rückt, was die monatlichen Besucherzahlen angeht, Google’s Blogger.com ziemlich dicht auf die Pelle.

Ein Teil des Geldes wird sicher auch in die weitere Entwicklung der weniger prominenten Angebote des Automattic Portfolios wie Aksimet, Gravatar und bbPress fließen. So beeindruckend sich die Summe von knapp 30 Millionen Dollar ausnimmt, laut Techcrunch sollen Mullenweg und Co. letztes Jahr ein 200 Millionen Dollar Übernahme Angebot abgelehnt haben. Wie sehen Matt’s Pläne für Automattic jetzt aus?

Automattic is now positioned to execute on our vision of a better web not just in blogging, but expanding our investment in anti-spam, identity, wikis, forums, and more — small, open source pieces, loosely joined with the same approach and philosophy that has brought us this far.

Anne Zelenka hat auf GigaOm bereits vor einiger Zeit eine weitere Option skzizziert: The Next Social Network: WordPress.

Verwandter Artikel:

WordPress rocks … the Enterprise!

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Web 2.0 Expo gestartet

Bereits am Sonntag hatte ich Gelegenheit, mich auf das große Event einzustimmen. Das Berlin Geek Dinner fand günstigerweise gleich bei mir um die Ecke im Advena in der Wiener Straße statt. In einer übersichtlichen und netten Runde saß ich u.a. Martin Koser, Frank Hamm, Oliver Gassner, Björn Negelmann, Basti Hirsch und Christian Heller an einem Tisch. Zwei internationale Schwergewichte und Speaker der Web 2.0 Expo waren ebenfalls zugegen: Gastgeber Stowe Boyd und Enterprise 2.0 Evangelist Dion Hinchcliffe.

web20expo

Mit diesen beiden ging es heute (5.11.07) für mich auf der Konferenz auch gleich weiter. Stowe Boyd eröffnete mit Building Social Applications unter Berücksichtigung des größeren sozialen und anthropologischen Kontexts. Nach dem Lunch-Break gab Dion Hinchliffe einen kompakten Auffrischungskurs: What is Web 2.0: The Rules for Creating Successful Online Products in the 21st Century.

Gegen 17:00 Uhr drängten dann alle in die Opening Keynote von Tim O’Reilly, der die Gemeinde in einem leidenschaftlichen Vortrag nochmal auf das Thema einschwor.

Ich werde in den nächsten Tagen erst mal aufnehmen, zuhören und verarbeiten und im Anschluss an die Konferenz ein persönliches Resümee ziehen.

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Wikipedia + Mindmapping = WikiMindMap

Je nach Thema können Artikel in Wikipedia ziemlich umfangreich ausfallen. Damit diese besser und effektiver gehandhabt werden können, hat Felix Nyffenegger ein interessantes Tool entwickelt. Inspiriert von der Mindmapping Technik werden komplexe Inhalte durch einen Browser in übersichtliche Strukturen übersetzt und auf die wesentlichen Schlüsselwörter und Links reduziert.

Sein WikiMindMap basiert auf dem Flash Browser der Open Source Mindmapping Software FreeMind. Die Eingabe von „Google“ fördert beispielsweise dieses Ergebnis zu Tage:

wikimindmap2

(via Google Operating System)

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Google Gears erlaubt offline Nutzung von Web Anwendungen

Bei allen Vorteilen, die Web Applikationen bieten, gibt gab es doch einen offenkundigen und entscheidenden Nachteil – sie sind auf eine funktionierende Internetverbindung angewiesen.

Google hat jetzt mit Google Gears eine Open Source Browser Extension vorgestellt, die eine offline Nutzung für Web Anwendungen möglich macht. Das Plugin ist für Firefox 1.5+ und Internet Explorer 6+ erhältlich. Google Gears lässt sich sowohl auf Windows XP/Vista als auch auf Mac und Linux Rechnern installieren.

Google Reader ist die erste Google Anwendung, an der die offline Funktionalität von Google Gears demonstriert wird. Beim Öffnen des Feedreaders gibt es einen dezenten Hinweis auf die Neuerung:

GR offline new

Um den Offline Modus nutzen zu können, muss zunächst das Google Gears Plugin heruntergeladen und installiert werden.

GR offline setup

Nach dem Neustart des Browsers zeigt sich beim Öffnen des Google Readers jetzt links neben Settings das offline Icon. Jetzt ist er in der Lage, die 2000 letzten ungelesenen Posts für die offline Nutzung herunterzuladen und lokal auf dem Rechner zu speichern. Diese Kapazität müsste auch für Robert Scoble reichen, um einen Flug ohne Internetzugang zu überstehen.

GR offline icon

Google Gears ist eine von insgesamt drei Neuvorstellungen auf dem heute stattfindenden ersten Google Developer Day 2007 in Sydney. Den dort versammelten Entwicklern werden mit Google Mashup Editor und Google Maplets zwei weitere experimentelle Produkte präsentiert.

Außer Google versuchen auch andere Anbieter die Kluft zwischen on- und offline zu überbrücken. Webbasierte Dienste sind also auf dem Weg zurück zum Desktop und lassen sich in Zukunft verstärkt on- und offline! nutzen, womit (neben dem Datenschutz) eines der wichtigsten Argumente gegen Web Applikationen anfängt zu bröckeln.

Quellen und weiterführende Informationen:

O’Reilly Radar: Google releases open source toolkit for offline web apps

Google Operating System: Google Gears – Offline Functionality for Web Apps

TechCrunch: Google Gears Lets Developers Take Apps Offline

Download Squad: First Google Gears app: Offline Google Reader

Googe Developer Blog: Going offline with Google Gears

The Official Google Blog: 29 hours of code

Scobleizer: Google brings developers offline with “Gears”; new offline Reader

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Die (Erfolgs-) Geschichte von Open Source

Den Begriff Open Source haben die meisten schon mal gehört. Was sich dahinter konkret verbirgt, wissen die wenigsten genauer zu erklären. Mir geht es da nicht anders. Für alle, die hier Nachholbedarf haben, gibt es jetzt ein kleine Geschichsstunde.

Robin Good hat auf der Grundlage des Dokumentarfilms Revolution OS von Regisseur J.T.S. Moore aus dem Jahr 2002 einen großartigen und sehr liebevoll aufbereiteten Artikel zum Thema verfasst: The Open-Source Story: From Free Software To Revolution OS – Video

Als Einführung zum Film und zu den Konzepten hinter Open Source präsentiert er Schlüsselszenen in Form von kurzen Videoclips und liefert zu jeder Sequenz Erläuterungen sowie weiterführende Links und stellt die wichtigsten Protagonisten und Projekte vor.

Das ist der kurze inhaltliche Ablauf (Auszug aus dem Artikel):

  • The roots of open-source – where the open-source movement came from, and how that has influenced its development
  • How open-source has been monetized – the key approaches that have been used in turning open-source software into a source of revenue
  • Why it works – The difference between the proprietary and open-source models, and how open-source manages to be so successful
  • The switch from ‚free‘ to ‚open-source‘ – how free software was adapted to make it palatable in the business sphere
  • The phenomenal success of Linux – how Linux has gone from one man’s pet project to a viable alternative to Windows

Als kleiner Appetithappen – den Trailer zu Revolution OS gibt es hier.

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