Personas Metro(pathologies): Wie sieht mich das Web?

Die Online Reputation einer Person, einer Marke oder eines Unternehmens wird durch das bestimmt, was im Netz an Daten gefunden wird. Das muss nicht immer mit der gewünschten Selbstwahrnehmung oder dem projizierten Image übereinstimmen.

personas_eingabe Personas ist ein Experiment, das im Rahmen der Metropath(ologies) Ausstellung gezeigt wird. Gibt man (s)einen Namen ein, wird das Netz mit Hilfe ausgeklügelter Technik durchsucht, um die digitale Identität dieser Person aus öffentlich zugänglichen Daten zu ermitteln, wie sie beispielsweise auch Suchmaschinen wie Google benutzen. Der Rechenprozess wird bei diesem Versuch, aus öffentlich zugänglichen Daten Sinn zu machen, in jedem Stadium bis hin zum endgültigen Resultat visualisiert.

Die Macher nehmen dabei ganz bewusst Unschärfen und Irrtümer in Kauf, die beispielsweise aus der Unfähigkeit von Computern resultieren, Daten zu unterschiedlichen Personen mit dem gleichen Namen zu trennen. Insofern geht es gerade darum, auf die Fehlbarkeit und Undurchsichtigkeit von Maschinen hinzuweisen und den geneigten Betrachter zum Nachdenken anzuregen und beispielsweise Black Boxes wie Google und sein Ranking-Methoden zu hinterfragen.

personas_ausgabe

Credits: Personas ist lizensiert unter Creative Commons Attribution-Noncommercial-Share Alike 3.0 United States License; Story via Stowe Boyd.

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Wie das Internet funktioniert in Plain English

Mit Sputnik, dem ersten Satelliten in der Erdumlaufbahn fing 1957 alles an. Die USA waren vom sowjetischen Vorstoß so geschockt, dass sie als Reaktion die ARPA (Advanced Research Projects Agency) gründeten. Das Projekt war dem Verteidigungsministerium unterstellt und sollte neue Kommunikations- und Datenübertragungstechnologien entwickeln. Daraus entstand später mit dem ARPAnet ein kooperatives und dezentrales Rechnernetzwerk, das zum Vorläufer des Internet wurde.

Viele weitere Entwicklungsschritte führten schließlich zu der weltumspannenden Rechner-Infrastruktur, die das Internet heute darstellt. Die meisten von uns nutzen ganz selbstverständlich Dienste wie das World Wide Web oder E-mail, die auf dieser Infrastruktur aufsetzen. Wie aber funktioniert das Internet und die Kommunikation zwischen Millionen von Rechnern? Das folgende Video, hervorgegangen aus einem Wettbewerb initiiert von Euro-IX beantwortet diese Frage sehr anschaulich:

Zitat aus den Untertiteln: “By agreeing to cooperate, we all make the internet happen.”

[via Online Marketing Report]

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Zitat des Tages

Robert E. Kahn einer der Väter des Internet auf die Frage, ob er mit seiner Erfindung viel Geld verdient hätte:

Nein, und hätten wir das versucht, hätte es das Internet nie gegeben. Ich war damals bei der Regierung angestellt und wollte einen gesellschaftlichen Beitrag leisten. […] Mein Ziel war nicht, viel Geld zu verdienen, sondern interessante technische Ideen zu verwirklichen. […] Ich weiß, was man alles mit Geld machen kann. Aber es kommt darauf an, was einem im Leben wichtig ist.

Aus einem Interview geführt von Susanne Ehlerding, Berliner Zeitung vom 04. Juni 2009

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Live auf YouTube: Die Pressekonferenz zu Präsident Obama’s ersten 100 Tagen

Die ersten 100 Tage von Barack Obama’s Amtszeit waren gekennzeichnet durch eine deutliche Aufbruchstimmung und ein tatkräftiges Angehen der gewaltigen innen- und außenpolitischen Herausforderungen. Die Zustimmung der US-Bürger ist aktuell mit 69 Prozent so groß wie schon lange nicht mehr für einen Präsidenten. Und so fing alles am 20. Januar 2009 an:

Zur Feier der ersten 100 Tage im Amt wird Präsident Obama eine Pressekonferenz abhalten, die heute um 8pm ET (entspricht Donnerstag, 2:00 Uhr MESZ) live auf dem YouTube Channel des Weißen Hauses übertragen wird. Auf Cititzentube gibt es die Möglichkeit, sich mit eigenen Video Beiträgen an der Nachbetrachtung zu beteiligen. Weitere Angebote von etablierten Medien wie Fox News oder Al-Jazeera runden das YouTube Paket zum Event ab.

Obama und sein Team haben bereits auf dem Weg ins Weiße Haus konsequent und sehr geschickt das Internet und sein Potenzial genutzt. Welch prominente Rolle das Internet im Wahlkampf spielte, hat Pew Internet & American Life Project in der am 15. April 2009 veröffentlichten Studie The Internet’s Role in Campaign 2008 (92 Seiten, pdf download) dokumentiert.

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Das neue Digital Economy Factbook ist da: Zahlen, Fakten und Statistiken zum digitalen Wandel

Digital Economy Factbook Die digitale Revolution hat unser Leben und unsere Wirtschaft in nahezu jedem Bereich grundlegend verändert. Das Digital Economy Factbook hat den Anspruch, verlässliche Statistiken und Informationen von führenden Forschungsinstituten als Grundlage für eine tiefergehende Analyse und ein umfassendes Verständnis dieses Wandels bereitzustellen.

Herausgeber ist eine konservativ angehauchte, private Stiftung namens Progress & Freedom Foundation. Soeben wurde die zehnte Ausgabe des Digital Economy Factbook (2008 – 2009) veröffentlicht, die kostenlos als pdf heruntergeladen werden kann. Auf 183 Seiten gibt es komprimierte Zahlen und Fakten zu allen relevanten Bereichen der digitalen Ökonomie und Projektionen in die Zukunft. Die sieben Kapitel der zehnten Ausgabe:

  1. The Growth of the Internet
  2. The Hardware Sector
  3. The Communications Sector
  4. Digital Media
  5. Electronic Commerce
  6. Threats to the Digital Economy
  7. The Worldwide Digital Economy

[Gefunden bei Connecting the Dots]

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Cloud Computing in Plain English

Cloud Computing steht für die Bereitstellung von IT-Infrastrukturen und Anwendungen über das Web. Der Begriff Cloud, zu deutsch Wolke, dient dabei als Metapher für das Internet bzw. das Web. Infrastruktur und Software werden on-demand und dynamisch dem Bedarf der Unternehmen angepasst und von ihnen nutzungsabhängig bezahlt.

Die Bezeichnung Cloud Computing umfasst ein relativ großes Spektrum an Technologien. Salesforce.com hat vor 10 Jahren mit seinem Software as a Service Geschäftsmodell Pionierarbeit geleistet. Neuere Beispiele sind Amazon Web Services oder Google App Engine. Als verwandte Begriffe gelten u. a. Utility Computing, Organic IT, Grid Computing,  On Demand Computing, Platform as a Service oder Computing as a Service.

Für Uneingeweihte klingt das alles ziemlich kryptisch und unverständlich. Was also ist Cloud Computing in einfachen Worten? Die Firma rPath hat ein Video produziert, das im Stil von Commoncraft versucht, eine Antwort zu geben.

[via CIO]

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