Google wird 15. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

imageGoogle kann heute auf 15 Jahre Geschichte zurückblicken. Eine Erfolgsgeschichte, die 1996 in Standford mit Larry Page und Sergey Brin begann. Die beiden hochbegabten Doktoranden interessierten sich für die Linkstruktur im Web und vor allem die Aussagen, die eingehende Links (Backlinks) und ihre Linktexte (Ankertexte) über eine Website machen. Ihr erstes Projekt Backrub sollte Links im Web entdecken, sie für Analysezwecke speichern, um schließlich sichtbar zu machen, wer auf wen verlinkt.  Weiterlesen

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Die Evolution der Google Suche

Von einem Forschungsprojekt zweier Studenten an der Universität Stanford im Jahr 1996 bis zu einem der größten Internet-Unternehmen weltweit war es ein langer Weg. Das Herzstück des Unternehmens ist und bleibt trotz aller Diversifizierung die Suchmaschine. In einem sechsminütigen Video erklären prominente Google Mitarbeiter wie Marissa Mayer oder Ben Gomes die Entwicklung der Suchmaschine über wichtige Stationen hinweg.

Einige der Meilensteine, die im Video hervorgehoben werden:

  • Universal Results: Die Integration von Bildern, Videos, News, etc.  in die Suchergebnisseiten (SERPs)
  • Quick Answers: Die Präsentation von schnellen Antworten in sogenannten One-Boxes oben auf den SERPs zu Sportergebnissen, Flugzeiten, Wetter, etc.
  • Die Zukunft der Suche: Google war schon immer besessen von Geschwindigkeit. Google Instant liefert noch schnellere und bessere Suchergebnisse, während Voice Search die Suche noch weiter vereinfachen soll.

Komplementiert wird das Ganze von einer Timeline, die während der Produktion des Videos erstellt wurde und auf der die wichtigsten Suchfunktionen und die Daten ihrer Einführung angegeben sind.

Ich bin gespannt, wie sich dieser Zeitstrahl – gerade auch durch die Einbindung von “Social” Elementen – in den nächsten Jahren weiterentwickeln wird.

via The Official Google Blog

 

re:publica – Ein Blick zurück

Gestern ging die inzwischen fünfte  re:publica zu Ende. Wie nach jeder re:publica werden Rückblicke geschrieben und abschließende Bewertungen getroffen. Ich konnte dieses Mal nicht persönlich dabei sein, mir aber zumindest teilweise über den Livestream und den beständigen Fluß der #rp11 Tweets einen Eindruck verschaffen. Die Konferenz hat von Jahr zu Jahr mehr TeilnehmerInnen angezogen. Dieses Jahr sollen es wohl über 3.000 im Friedrichstadpalast und angrenzenden Locations gewesen sein.

Auf der re:publica 2007 konnten 700 Besucher noch bequem von der Kalkscheune aufgenommen werden. Twitter war im early-adopter Stadium, deswegen gab es noch eine SMS-Leinwand, um das Geschehen auf dem Podium zu kommentieren. Sowohl Sascha Lobo als auch Powerpoint Karaoke waren allerdings schon damals Bestandteile des Programms.  Als kleinen Rückblick veröffentliche ich nochmal meine Post vom 18. April 2007, die ich nach der ersten re:publica geschrieben habe. (Die Links führen teilweise in’s Leere, weil die Inhalte so nicht mehr im Netz stehen.):

Reichlich spät, um noch etwas über die re:publica 07 zu schreiben. Dabeigewesene und Daheimgebliebene veröffentlichten in den vergangenen Tagen bereits eine Vielzahl von Beiträgen. Auch die konventionellen Medien schenkten der re:publica 07 große Beachtung. (Den kombinierten Presse- und Blogspiegel gibt es hier.) Dennoch will ich kurz von meinen persönlichen Eindrücken berichten, die ich am Donnerstag, den 12.04.07, dem zweiten Tag der Konferenz sammeln konnte. Trotz knalligen Sommerwetters war die Veranstaltung sehr gut besucht. Man hatte Gelegenheit, prominente BloggerInnen (Mario Sixtus, Johnny Haeusler, Don Dahlmann, Nicole Simon, Jan Schmidt, Stefan Niggemeier, Robert Basic, et al.) mal in echt und aus der Nähe zu sehen. Das Publikum war – aus meiner Perspektive betrachtet – sehr jung (geschätzter Durchschnitt: 26 Jahre), der Frauenanteil erstaunlich erfreulich hoch und die Laptopausstattungsrate betrug mindestens 60%. Die freundliche und lockere Atmosphäre unterschied sich wohltuend von der drögen Ernsthaftigkeit herkömmlicher Konferenzen. Der Unterhaltungswert war sowieso um ein Vielfaches größer. Drei Faktoren haben haben maßgeblich dazu beigetragen:

1. Die SMS-Leinwand:

Stand neben der Hauptbühne und war als Live Kommentarmöglichkeit via SMS gedacht. Wurde ausgiebig genutzt, wenn auch nicht unbedingt im Sinne des Erfinders. Die teilweise recht originellen Eingaben entfernten sich (und die Aufmerksamkeit der Zuschauer) phasenweise komplett vom Geschehen auf der Bühne. Der Ausdruck „gegen eine Wand reden“ bekam vor diesem Hintergrund eine ganz neue Bedeutung.

2. Sascha Lobo:

Der Mitautor von „Wir nennen es Arbeit“ und Mitbegründer von Riesenmaschine.de ist eine Marke für sich und ein begnadeter Entertainer. Sowohl als Podiumsteilnehmer bei Cash from Chaos als auch als Jurymitglied bei Powerpoint Karaoke trieb er mir Tränen vor Lachen in die Augen.

Jury Powerpoint Karaoke

3. Powerpoint Karaoke:

Ich hatte schon viel davon gehört; es hier aber zum ersten Mal live und in Farbe gesehen. Zur Auswahl standen 17 Powerpoint Präsentationen unterschiedlichster Gruseligkeitsgrade. Titel wie „Messen der Totzeit des Systems“, „Fundmunition und ihr (Gefahren-)potential“, „Ökosystem Pansen“ wollten von Freiwilligen aus dem Stehgreif interpretiert werden. Besonders gut gefallen hat mir ein Trio aus Bayern, das die „Stilgeschichte des Möbels“ souverän umsetzte. Letztendlich erklärte die launige Jury, bestehend aus Stefan Niggemeier, Philip Albrecht, Hilfscheckerbunny und Sascha Lobo den auch nicht schlechten Jan Schmidt zum Sieger des Abends. Niemand traute sich allerdings an den „gefürchtet narkotisierenden Klassiker“ mit der höchsten Schwierigkeitsstufe heran – „Chinakontakte der IHK Bochum“ bleibt eine Herausforderung.

Infographik: Die Geschichte der Suche (und ihrer Vermarktung)

… oder wie das Geschäft mit der Suche im Web ein 20 Milliarden Dollar Geschäft wurde.

Search Engine History.

Infographic by the PPC Blog.com

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Suchmaschinenwerbung anno 1998

In den Anfängen des Web sorgten Linklisten und redaktionell betreute Verzeichnisse für Orientierung. Als die Webpräsenzen und Seitenzahlen dann exponentiell anstiegen, übernahmen zunehmend algorithmen-getriebene Suchmaschinen diese Aufgabe. Mitte bis Ende der 90er Jahre tummelten sich etliche davon auf dem Markt. Um ihre Anteile zu steigern, schalteten sie sogar aufwändige Fernsehwerbung. Searchengineland hat ein Video mit Spots aus dem Jahr 1998 zusammengestellt.

Unter anderem buhlen Yahoo, Excite, Hotbot und Snap um die Gunst der Kunden. Lycos verpflichtete sogar Claudia Schiffer. Die meisten dieser Suchmaschinen spielen heute keine Rolle mehr. Das Geld hätten sie damals besser in eine neue Suchtechnologie investiert, die zwei Stanford Studenten namens Larry Page und Sergey Brin nahezu jedem großen Player zu einem Spottpreis verkaufen wollten. Die ablehnende Haltung der etablierten Suchmaschinenbetreiber zwang die beiden schließlich im gleichen Jahr eine eigene Firma zu gründen, die sich ganz ohne Werbung über Mundpropaganda verbreitete und die mit Suchmaschinenwerbung inzwischen Milliarden verdient.

Bonus LinkSearch Engine History

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