Smells like Teen Exit oder wie uncool ist Facebook eigentlich?

Wurde vor ein paar Jahren noch vor der Facebook Sucht von Teenagern gewarnt, hat sich das Blatt inzwischen dramatisch gewendet. Immer häufiger tauchen teilweise recht reißerische Artikel auf, die sich mit der Abkehr der jungen Generation und dem daraus resultierenden unvermeidlichen Absturz von Facebook beschäftigen. Oft ist eine mehr oder weniger sorgfältig durchgeführte Studie der Auslöser, oder wie gerade eben eine Studie, die gar keine ist, weil sie lediglich Daten aus Facebook’s Anzeigetool nutzt; und manchmal reicht sogar die Aussage einer 13-jährigen. Der einhellige Tenor ist, dass Teens Facebook uncool finden, weil ihre Eltern und die ältere Verwandtschaft jetzt auch dort rumhängen und sie sich nicht mehr unbeobachtet bewegen können. Deswegen verbinden sie sich mit ihren Freundeskreisen vermehrt über alternative Dienste bzw. Apps wie Snapchat, WeChat, Twitter, WhatsApp oder Instagram. Soweit, so nachvollziehbar. Und, bedeutet das jetzt das Ende von Facebook? Nein, wieso auch?

Coolness und Popularität sind unvereinbare Gegensätze. Mann kann nicht jeden erreichen wollen und gleichzeitig hip und trendy bleiben. Aber Facebook will auch gar nicht angesagt, sondern lieber allgegenwärtig sein – oder wie Mark Zuckerberg es formulierte “Facebook Doesn’t Want To Be Cool, It Wants To Be Electricity.” Der Erfolg des Unternehmens hängt nicht so stark vom (temporären) Verhalten der Teens ab, wie viele glauben mögen. Facebook hat sich von einer Schüler- und Studentenveranstaltung zu einer universalen Plattform entwickelt, die zunehmend auch von wirtschaftlich wesentlich potenteren Erwachsenen genutzt wird. Und es wird sich zeigen, ob die coolen Kids sich ganz von Facebook abwenden oder ob sie nicht wieder zurückkommen. Vielleicht wenn sie 18 oder 20 sind, an der Schwelle zum Erwachsenalter stehen und ein Dienst wie Snapchat dann plötzlich uncool wird, um sich angemessen mit alten und neuen Kontakten zu vernetzen.

Facebook wird natürlich immer ein Auge auf die Teens und die jungen und aufstrebenden soziale Netzwerke wie Instagram, Snapchat und Co. haben und das eine oder andere davon auch schon mal kaufen, wie im Fall Instagram. Ernsthaft gefährden können diese das Geschäftsmodell von Facebook meines Erachtens jedoch nicht. Zum Abschluss noch ein kurzer Blick auf die Umsatzentwicklung von Facebook:

Infografik: Facebook steigert Umsatz um 60 Prozent | Statista

Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

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