Goodbye, Google Reader: Mark all as read!

Für viele, die Informationen aus dem Netz in mehr als den haushaltsüblichen Mengen konsumieren, sind RSS Reader oder Feedreader unverzichtbare Tools. Der Google Reader hat sich seit seiner Veröffentlichung im Jahr 2005 allmählich als der Standard auf diesem Feld etabliert. Zum Entsetzen der Google Reader Nutzer kündigte Google im März dieses Jahres die Einstellung des Dienstes nach dem 1. Juli 2013 an.

Google Reader Reminder

Alleine, dass die populärste Google Reader Alternative Feedly vom Zeitpunkt dieser Bekanntgabe bis Ende Mai 2013 seine Nutzer von 4 Millionen auf 12 Millionen steigern konnte, lässt erahnen, wie groß die Community der Google Reader Nutzer ist bzw. war.

Der Google Reader gehörte seit 2006 zu meinen Top 10 Tools. Die erste Version von 2005 fand ich noch unausgereift, aber nach einer grundlegenden Überarbeitung und dem Relaunch im September 2006 war der Google Reader das Instrument meiner Wahl für das Konsumieren von größeren Mengen an Feeds, gerade durch die Nutzung von Shortcuts.

Google Reader River of News Ansicht

Schon damals hatte ich als Ergänzung und Alternative Netvibes am Start. Netvibes positioniert sich selbst eher als Startseite oder Monitoring Dashboard, ist aber ein voll funktionsfähiger RSS Reader. Die Aufbereitung der Newsquellen in Form von Widgets macht das Ganze übersichtlicher und lesefreundlicher als die River-of-News-Ansicht des Google Reader.

Die Alternativen zum Google Reader sind zahlreich und werden seit März und jetzt, vor seinem unmittelbaren Aus natürlich verstärkt gehandelt. Das schon erwähnte Feedly ist für viele und auch für die mich die erste Wahl. Sein Design ist moderner und minimalistischer als das des Google Reader. Die Migration der Feeds gestaltete sich extrem einfach und unkompliziert. (‘one-click’). War Feedly bis vor kurzem nur eine App, steht ab dem 19. Juni auch eine vollwertige Web-Version zur Verfügung. Ein bisschen rumspielen werde ich spaßeshalber mit dem AOL Reader und dem Digg Reader, die erst vor kurzem ins Rennen um die Gunst der Google Reader Nutzer gegangen sind. Was allen Alternativen bislang fehlt, ist eine vernünftige Suchfunktion für die Feeds. Feedly hat fest versprochen, daran zu arbeiten.

Der Google Reader wird auf dem Google Friedhof seine letzte Ruhe finden. Dort kann man nochmal eine Blume aufs frische Grab werfen und in Erinnerung an die guten, alten Zeiten eine Träne vergießen. Aber das ist nicht das Ende dieses Internet, das Leben geht weiter. Danke für guten Dienste von 2006 bis 2013, Google Reader. R.I.P.!

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