Richtig Geld sparen mit Enterprise RSS

RSS Icon 3D Die meisten Leute, die sich intensiv mit dem Web (2.0) beschäftigen, lieben RSS. Obwohl schon seit Ende der 90er Jahre im Einsatz und inzwischen fast in jeder Web 2.0 Anwendung integriert, fristet RSS im Endverbraucher Bereich immer noch ein Schattendasein.

Das liegt zum einen daran, dass RSS eine Funktionalität ist und keine alleinstehende Applikation oder Plattform wie Twitter oder Facebook. Zum anderen sind vielleicht die Vorteile von RSS Feeds und den zugehörigen Endgeräten, den RSS-Readern, nur für diejenigen interessant, die viele Nachrichten aus unterschiedlichen Quellen konsumieren. Der normale Nutzer hat eben eine recht übersichtliche Zahl von Seiten, die er direkt ansteuert, um sein Informationsbedürfnis zu befriedigen. Dazu braucht er nicht unbedingt einen Feedreader.

Wirklich große Chancen für RSS sehe ich auch in Zukunft nicht im Endverbraucher-Markt sondern im Unternehmensbereich. Soweit ich das überblicken kann, ist RSS dort zur Zeit zwar auch nicht das vorherrschende Thema. Unternehmen wiederum lassen sich stärker als vom angesagten Zeitgeist von einem konkreten Nutzen überzeugen, vor allem, wenn er sich direkt in Geld ausdrücken lässt.

Ein beeindruckendes Fallbeispiel schildert Janet Johnson in ihrer Post „Enterprise RSS Saves > $400M in Oil“. Das Fracht- und Schifffahrtsunternehmen Wallem hat weltweit über 6000 Mitarbeiter auf über 300 Schiffen und 600 Mitarbeiter in über 50 Büros, die wiederum über 18 Länder verteilt sind. Zur Koordination dieses riesigen, dezentralen und mobilen Unternehmens-Netzwerks setzt Wallem RSS ein, um „die richtige Information zur richtigen Zeit den richtigen Leuten zur Verfügung zu stellen“. Dazu wurde das Enterprise RSS System von Attensa in die Kombination von Blackpearl’s K2 und Microsoft’s SharePoint integriert.

Wallem war durch die effektivere Informations-Verteilung in der Lage, das Flottenmanagement derart zu verbessern, dass der Ölverbrauch der 329 Schiffe um 8 % bzw. um 394.800 Dollar pro Jahr gesenkt werden konnte. Auch bei Schmieröl konnten 6% bzw. 11.844 Dollar eingespart werden.

Patrick Schlesiger, Wallem’s CIO präsentierte das Fallbeispiel auf der zurückliegenden Enterprise 2.0 Konferenz mit einer trockenen Ansage:

This is not an elegant solution. But guess what? It adds value. It’s simple. Everyone knows what’s going on. If my chief architect leaves, I can hire someone else who will understand it. Business isn’t at risk.

Hier sind die Folien zu seiner Präsentation:

Ein Gedanke zu „Richtig Geld sparen mit Enterprise RSS

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