Enterprise 2.0 Summit Reprise

Gestern war ich zu Gast beim Enterprise 2.0 Summit auf der CeBIT und will hier ein paar kurze Eindrücke wiedergeben. Martin Koser hat ja bereits ausführlich live und direkt (und dazu noch auf englisch) vom Event gebloggt. Dabei hat er nicht nur eine sehr gute Zusammenfassung der einzelnen Präsentationen erstellt, sondern ganz nebenbei auch noch nützliche Verweise eingebaut. Größten Respekt für diese Leistung.

simon_tagcloud Simon Wardley, der mir bereits auf der Web 2.0 Expo positiv aufgefallen war, hatte eine Doppelrolle als Speaker und Moderator der Veranstaltung.

Simon liebt Enten und das Thema ‘Commoditisation’, oder wie Innovationen zu Massenphänomenen werden.

Er schafft es, bei komplexen Sachverhalten die Essenz zu destillieren und das Ganze dann auch noch unterhaltsam zu präsentieren. Eine leider nicht sehr weit verbreitete Gabe. Nach Simon’s Intro inklusive Überblick zum Programm deklinierte Dion Hinchliffe den Enterprise 2.0 Kanon nochmal durch, quasi als Grundlage und Referenzrahmen für den weiteren Verlauf des Tages.

Sehr interessant fand ich den Vortrag von Euan Semple, der soziale, interaktive Software in der BBC einführte, lange bevor der Hype um Social Software und Web 2.0 begann und die Begriffe zu einer Commodity wurden. Sein Anliegen war, den Mitarbeitern Tools an die Hand zu geben, mit denen sie unternehmensweit besser und effektiver zusammenarbeiten konnten. Euan brachte Online Foren, Interest Groups, Blogs und Wikis zum Einsatz und erzielte mit minimalen Kosten eine maximale Wirkung. Inzwischen hat er sich selbständig gemacht und arbeitet als ‘Social Computing’ Berater für Unternehmen. Seine Pionierarbeit trägt bei der BBC aber heute noch Früchte.

Insgesamt gefielen mir die vorgestellten Praxisbeispiele recht gut. Gerade weil es sich dabei nicht nur um Software Anbieter handelte, die ihre eigenen Produkte auch intern einsetzen (‘eating their own dogfood’), sondern um ‘normale’ Unternehmen, die sich für Social Software bzw. Enterprise 2.0 Lösungen – in den meisten Fällen für den Einsatz von Wikis – entschieden haben. Gründe, die dabei eine Rolle spielen waren u.a.: die schnelle und einfache Implementierung; geringe Kosten; bessere und schnellere Vernetzung; effektivere und einfachere Zusammenarbeit; leichtgewichtige Software Modelle im Vergleich zu konventioneller, eher restriktiver IT; größere Autonomie und Partizipation der Mitarbeiter.

Glückwunsch an KongressMedia und insbesondere an Björn Negelmann, dem Programmverantwortlichen, zu dieser gelungenen Veranstaltung.

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