Web 2.0 Expo Berlin im Rückspiegel

Die Web 2.0 Expo ist vorbei, das Leben bewegt sich wieder in normalen Bahnen. Eine kurze Verschnaufpause war erstmal nötig, um die vielfältigen Eindrücke zu verarbeiten.

Dass es ernsthafte Defizite gab, hat sich inzwischen herumgesprochen und ist wohl auch bei den Veranstaltern angekommen. Die deprimierende Location, das minimalistische Infoleitsystem, ein erbärmliches Catering und ein unzuverlässiges WLAN haben leider nicht die Rahmenbedingungen geschaffen, die man sich für diese Veranstaltung gewünscht hätte.

Messe Berlin Statt sich bei der Locationwahl auf Berlin Partner zu verlassen, wäre es web 2.0-adäquater gewesen, die kollektive Intelligenz der deutschen Community (wisdom of the krauts) zu nutzen und deren Vorschläge im bereits im Vorfeld zu hören.

Es gab aber auch positive Aspekte. Die Veranstalter hatten zusätzlich zur Website und dem begleitenden Blog eine Social Networking Plattform und ein Feedbacksystem für die Teilnehmer eingerichtet, um Vernetzung und Kommunikation zu ermöglichen. Die Präsentationen sind – soweit von den Rednern zur Verfügung gestellt – bereits auf SlideShare erhältlich.

Trotz aller Widrigkeiten hat sich der Besuch der Veranstaltung gelohnt. Das Programm beinhaltete imho genügend spannende Tracks und Keynotes. Und ein Aufgebot an Redern bestehend u.a. aus Tariq Krim, Kathy Sierra, Tim O’Reilly, Dion Hinchcliffe, Don Tapscott, Rod Beckstrom oder Cory Doctorow hat man in dieser Konzentration auch nicht alle Tage. Darüber hinaus bot sich Gelegenheit, interessante Leute aus den unterschiedlichsten Bereichen und Nationen zu treffen, darunter auch etliche, die ich bereits durch ihre Blogs kannte. Dion Hinchcliffe

Persönliche Highlights waren die Keynotes von Kathy Sierra, Rod A. Beckstrom, Tristan Nitot von Mozilla Europe und Don Tapscott sowie eine Präsentation von Simon Wardley mit dem Title Short on Cycles, Long on Storage. Simon Wardley kannte ich bis dahin überhaupt nicht. Eine kurze Ankündigung, produziert zusammen mit der berlinblase crew lockte mich in seine Präsentation. Es war die kurzweiligste und unterhaltsamste Session der ganzen Konferenz.

Wo wird die nächste Web 2.0 Expo in Europa stattfinden? Die Veranstalter ließen bei den Keynotes am Mittwoch per Handheben abstimmen. Zur Wahl standen Amsterdam, Prag, Kopenhagen, Helsinki, Barcelona und auch wieder Berlin. Soweit ich sehen konnte, lag Barna klar vorne.

Achtung! Give-away: Tristan Nitot hat am Ende seiner Keynote Mozilla T-Shirts ins Publikum geworfen. Ich konnte ein Thunderbird T-Shirt fangen, das mir allerdings viel zu groß ist (eine groß ausgefallene L) und das ich gerne weiter verschenken würde. Wer mir als erster eine email an ceoperative at googlemail.com mit dem Stichwort Thunderbird samt seiner Adresse schickt, kriegt das Shirt. Update: Ist inzwischen vergeben.

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3 Gedanken zu „Web 2.0 Expo Berlin im Rückspiegel

  1. Nichts zu danken, die Coverage war ja für die Web 2.0 Expo Berlin und nicht für Berlin Partner. Mit der Beratung bei der Locationwahl muss ich dann wohl einem Gerücht aufgesessen sein.

  2. Hallo, leider zu spät gesehen, aber: „Statt sich bei der Locationwahl auf Berlin Partner zu verlassen,..“ die Locationwahl war schon länger vorher durch die Organisatoren geschehen, nicht durch Berlin Partner…
    Aber die Veranstalter haben ja zugehört und 2008 glücklicherweise anders entschieden. Danke für Deine Coverage.

  3. Finde ich eine gute Analyse, so genau war auch meine Wahrnehmung. Inhaltlich gab es wirklich Highlights. Dafür haben wir auch hart gearbeitet. Schön zu sehen, dass im Nachgang nicht nur die „Venue“ Diskussion im Vordergrund steht.

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