Something completely different

In der September / Oktober ’07 Ausgabe des Musikmagazins „Groove“ äußerte sich DJ, Remixer und Produzent Ewan Pearson in einer Kolumne zum Thema Musik-Blogs, kostenlose Downloads und die Krise im Musikbusiness. Am Ende seiner Ausführungen stand dieser Appell:

Guter Musikjournalismus sollte die Leser so sehr für die Musik begeistern, dass sie sich selber auf die Suche danach machen, dass sie versuchen, diese Platte ausfindig zu machen, dass sie zu einem Konzert gehen. Und vielleicht sogar dafür bezahlen.

Kurze Zeit später las ich in der Berliner Zeitung (Ausgabe vom 5.10.07) eine bewegende Kritik von Jens Balzer („Wie es dennoch weitergeht“), die dieser Anforderung voll und ganz gerecht wird. Robert Wyatt passt eigentlich nicht in meinen musikalischen Referenzrahmen, aber wie Balzer dessen neues Album „Comicopera“ bescheibt, geht echt unter die Haut und macht neugierig auf Wyatt’s Musik:

Er ringt sich seinen Gesang ab wie einen letzten Seufzer vor dem Zustand der ewigen Ruhe. Doch ist seine Musik keine Todesmusik. Sie kündet von dem Wunder, dass es dennoch weiter geht; wie man sich trotz aller Verletzungen, aller Schwäche und – was das Schlimmste ist – aller Fremdheit, die man auch nach Jahrzehnten an seinen Liebsten noch spürt, mit dem Leben befreundet, das man besitzt.

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