DIY: Suchmaschine für den Google Reader

Google Reader hat nach einer Generalüberholung und dem Relaunch Ende September 2006 einen enormen Zuspruch erfahren. Viele prominente Blogger und Geeks haben ihre alten Feedreader in Zahlung gegeben und sind auf Google’s Feedreader umgestiegen.

Trotzdem gibt es noch jede Menge Verbesserungsvorschläge und Wünsche an die Entwicklungsabteilung von Google Reader. Was aber bei einem Unternehmen, dessen Kernkompetenz die Suche ist, völlig verwundert, ist eben das Fehlen einer Suchfunktion, mit der sich die abonnierten Feeds durchsuchen lassen.

Auf Google Operating System gibt es schon seit Dezember 2006 eine Anleitung, wie man sich eine Suche für den Google Reader mit Hilfe von Google Co-op’s Custom Search Engine (CSE) und einem Greasemonkey Script basteln kann. Den Anweisungen bin ich step by step gefolgt. Die zwei Suchfelder, die das Greasmonkey Script in den Reader integrierte, funktionierten bei mir allerdings nicht. Ich habe mich dann für eine andere Lösung unter Verwendung von Google Toolbar 3 entschieden. Die Schritte im Einzelnen:

1. OPML Export der Google Reader Feeds:

Gehe zu „Settings“, Schaltfläche „Import Export“. Dort den Link Export your subscriptions as an OPML file klicken und auf dem Desktop speichern.

2. Erstellen einer Suchmaschine auf Google Co-op:

Voraussetzung ist ein Google Account, über das man beispielsweise als Gmail-Nutzer bereits verfügt. Los geht’s mit Create a Custom Search Engine. Dort müssen der Name, eine kurze Beschreibung und ein paar Schlüsselbegriffe für die zu erstellende Suchmaschine angegeben werden. In das Feld „Sites to Search“ gibt man danach eine URL als Platzhalter ein. Abschließend auf „Next“ und „Finish“ drücken und die Suchmaschine für unsere Feeds ist angelegt.

3. Importieren der Feeds via OMPL:

Bei der neuen Suchmaschine auf „control panel“ gehen den Reiter „Advanced“ auswählen und unter „Annotations“ die OPML Datei des Google Readers vom Desktop hochladen. Übrigens können auf diese Art bis zu 2000 Feeds auf einmal hochgeladen werden. Insgesamt lässt sich eine CSE mit maximal 5000 URLs bestücken.

4. Integration in Google Toolbar 3:

Die so erstellte Google Reader Suche lässt sich ganz einfach in die Google Toolbar 3 integrieren. Sobald man die Suche das erste Mal benutzt, öffnet sich automatisch kleines Dialogfenster und fragt, ob eine entsprechende Suchschaltfläche in die Google Toolbar übernommen werden soll. Bestätigen und fertig!

Dass die Suche bei dieser Methode nicht direkt in den Google Reader integriert ist, finde ich sogar von Vorteil. So kann der Reader in seinem Tab geöffnet bleiben, während man sich die Suchergebnisse in einem separaten Tab angezeigen lässt.

Wie lassen sich Google Reader und zugehörige Custom Search Engine synchronisieren?

Selbstverständlich aktualisiert sich die Google Reader CSE nicht automatisch, wenn neue Feeds im Google Reader abonniert werden. Um Reader und zugehörige CSE zu synchronisieren, fallen mir drei Möglichkeiten ein:

1. Feeds manuell eintragen, im „Control Panel“ unter „Sites“.

2. Von Zeit zu Zeit die alte OPML im „Control Panel“ unter „Advanced“ löschen und durch eine aktuelle ersetzen.

3. Das Bookmarklet Google Marker erlaubt das Hinzufügen neuer Seiten zu seinen CSEs. Abonniert man also einen neuen Feed für den Google Reader, lässt sich gleichzeitig via Google Marker die CSE updaten.

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