Die klassischen Medien und das Web

Die Youtube Übernahme in der vergangenen Woche lieferte den Medien reichlich Schlagzeilen-Futter, von dem immer noch gezehrt wird. Gleichzeitig löste die Dimension des Deals sofort heftige Diskussionen über dessen Bedeutung für die gesamte Medienlandschaft aus.

Seit immer mehr Menschen über komfortable Zugänge verfügen, wird das Internet mit seiner Vielfalt an Angeboten und Möglichkeiten zunehmend Konkurrenz für die klassischen Medien.

In einem Interview, erschienen am 16.10.06 auf WELT.de bezeichnet denn auch der Medienmogul Barry Diller Web 2.0 als „Naturereignis“ basierend auf der „Evolution der Breitbandkommunikation“, stellt aber im gleichen Atemzug klar, dass er in selbstgemachten Youtube Videoclips keine Gefahr für professionell produzierte Entertainment Angebote und damit für’s Fernsehen sieht.

Im Vergleich zu den früheren Verbreitungsmöglichkeiten bringt er die entscheidende Qualität des neuen Mediums folgendermaßen auf den Punkt:

Das ist tatsächlich die großartige Kraft des Internets, das man auf die Taste drückt und für die gesamte Welt publiziert. Das ist die radikalste Veränderung, die das Internet erreicht hat.

Auf eher sarkastische Art setzt sich Michael Parsons, Herausgeber der Technologie Website Cnet.co.uk mit dem Thema klassische Medien vs. Internet auseinander.

Anlass ist der Umzug des Daily Telegraph in seine neuen Hightech Räumlichkeiten in London Victoria und die Einführung eines spektakulären multimedialen Konzepts, das sowohl Print, als auch digitale Angebote umfasst und als Revolution im Verlagswesen angekündigt wurde. Parsons gibt in seinem Artikel „So you want to start an online business?“ den „Revolutionären“ fünf goldene Regeln an die Hand, die ihnen helfen sollen, sich im harten Wettbewerb mit den neuen, digitalen Medien zu behaupten.

Regel Nummer 3 lautet zum Beispiel: „The entire known universe is now your competitor“.

Um die Schnelligkeit des Online Media Business zu illustrieren und die Kollegen vom Daily Telegraph mental schon mal richtig einzustimmen, gibt er diesen schonungslosen Einblick:

Now the digital robots who work for me record their podcast audio chunks on throat mikes on their way into work, strap digital video cameras on poles to their shoulders so they can interview themselves throughout the day, and rarely write less than five stories a day before starting on their feature work. Online journalists rise at five o’clock in the morning and rarely sleep during the week. … The web never closes, the web never sleeps, and neither will you. Sadly this is the only part of this article you should take seriously, but you won’t.

Die Zeit wird zeigen, ob seine Ratschläge auch befolgt werden.

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