re:publica – Ein Blick zurück

Gestern ging die inzwischen fünfte  re:publica zu Ende. Wie nach jeder re:publica werden Rückblicke geschrieben und abschließende Bewertungen getroffen. Ich konnte dieses Mal nicht persönlich dabei sein, mir aber zumindest teilweise über den Livestream und den beständigen Fluß der #rp11 Tweets einen Eindruck verschaffen. Die Konferenz hat von Jahr zu Jahr mehr TeilnehmerInnen angezogen. Dieses Jahr sollen es wohl über 3.000 im Friedrichstadpalast und angrenzenden Locations gewesen sein.

Auf der re:publica 2007 konnten 700 Besucher noch bequem von der Kalkscheune aufgenommen werden. Twitter war im early-adopter Stadium, deswegen gab es noch eine SMS-Leinwand, um das Geschehen auf dem Podium zu kommentieren. Sowohl Sascha Lobo als auch Powerpoint Karaoke waren allerdings schon damals Bestandteile des Programms.  Als kleinen Rückblick veröffentliche ich nochmal meine Post vom 18. April 2007, die ich nach der ersten re:publica geschrieben habe. (Die Links führen teilweise in’s Leere, weil die Inhalte so nicht mehr im Netz stehen.):

Reichlich spät, um noch etwas über die re:publica 07 zu schreiben. Dabeigewesene und Daheimgebliebene veröffentlichten in den vergangenen Tagen bereits eine Vielzahl von Beiträgen. Auch die konventionellen Medien schenkten der re:publica 07 große Beachtung. (Den kombinierten Presse- und Blogspiegel gibt es hier.) Dennoch will ich kurz von meinen persönlichen Eindrücken berichten, die ich am Donnerstag, den 12.04.07, dem zweiten Tag der Konferenz sammeln konnte. Trotz knalligen Sommerwetters war die Veranstaltung sehr gut besucht. Man hatte Gelegenheit, prominente BloggerInnen (Mario Sixtus, Johnny Haeusler, Don Dahlmann, Nicole Simon, Jan Schmidt, Stefan Niggemeier, Robert Basic, et al.) mal in echt und aus der Nähe zu sehen. Das Publikum war – aus meiner Perspektive betrachtet – sehr jung (geschätzter Durchschnitt: 26 Jahre), der Frauenanteil erstaunlich erfreulich hoch und die Laptopausstattungsrate betrug mindestens 60%. Die freundliche und lockere Atmosphäre unterschied sich wohltuend von der drögen Ernsthaftigkeit herkömmlicher Konferenzen. Der Unterhaltungswert war sowieso um ein Vielfaches größer. Drei Faktoren haben haben maßgeblich dazu beigetragen:

1. Die SMS-Leinwand:

Stand neben der Hauptbühne und war als Live Kommentarmöglichkeit via SMS gedacht. Wurde ausgiebig genutzt, wenn auch nicht unbedingt im Sinne des Erfinders. Die teilweise recht originellen Eingaben entfernten sich (und die Aufmerksamkeit der Zuschauer) phasenweise komplett vom Geschehen auf der Bühne. Der Ausdruck „gegen eine Wand reden“ bekam vor diesem Hintergrund eine ganz neue Bedeutung.

2. Sascha Lobo:

Der Mitautor von „Wir nennen es Arbeit“ und Mitbegründer von Riesenmaschine.de ist eine Marke für sich und ein begnadeter Entertainer. Sowohl als Podiumsteilnehmer bei Cash from Chaos als auch als Jurymitglied bei Powerpoint Karaoke trieb er mir Tränen vor Lachen in die Augen.

Jury Powerpoint Karaoke

3. Powerpoint Karaoke:

Ich hatte schon viel davon gehört; es hier aber zum ersten Mal live und in Farbe gesehen. Zur Auswahl standen 17 Powerpoint Präsentationen unterschiedlichster Gruseligkeitsgrade. Titel wie „Messen der Totzeit des Systems“, „Fundmunition und ihr (Gefahren-)potential“, „Ökosystem Pansen“ wollten von Freiwilligen aus dem Stehgreif interpretiert werden. Besonders gut gefallen hat mir ein Trio aus Bayern, das die „Stilgeschichte des Möbels“ souverän umsetzte. Letztendlich erklärte die launige Jury, bestehend aus Stefan Niggemeier, Philip Albrecht, Hilfscheckerbunny und Sascha Lobo den auch nicht schlechten Jan Schmidt zum Sieger des Abends. Niemand traute sich allerdings an den „gefürchtet narkotisierenden Klassiker“ mit der höchsten Schwierigkeitsstufe heran – „Chinakontakte der IHK Bochum“ bleibt eine Herausforderung.

Dare to Share: Eine neue Kultur der Zusammenarbeit in Unternehmen

Die permanenten Veränderungen in der digitalen Technologie und im Netz haben nachhaltigen Einfluß auf die Kommunikation und die Zusammenarbeit in Unternehmen. Das Web 2.0 war zu Beginn ein Phänomen im Consumer Bereich. Die Unternehmen taten sich eher schwer mit der Adaption von Web 2.0 Technologien, also der Transformation in ein Enterprise 2.0. Inzwischen haben sich die Widerstände gelegt. Die  möglichen Vorteile für Unternehmen liegen in einer besseren Vernetzung, stärkerer Interaktion, größerer Transparenz, sowie besserer Zusammenarbeit und Kooperation der Mitarbeiter.

Die  Steigerung der kollektiven Intelligenz und der Produktivität  können zu entscheidenden Vorteilen im Wettbewerb führen. Mit diesem Thema beschäftigte ich mich sehr stark in den Jahren 2006 bis 2008. Der Name dieses Blogs (c/o operative) entstand in diesem Zusammenhang. 2006 verfasste ich für CHECK.point eLearning den Markreport “Enterprise 2.0: Web 2.0 in Unternehmen”. Inzwischen verfolge ich dieses Thema nur noch aus dem Augenwinkel heraus. Mein Fokus hat sich in Richtung Online- und Social Media Marketing verschoben. Dennoch freue ich mich über die positive Entwicklung, die in dieser Infographik von Socialcast anschaulich gemacht wird:

Dare to Share: A New Culture of Collaboration in the Enterprise

[Dank an Hugo E. Martin (Facebook) für den Hinweis.]

Social Bookmarks auf der Flucht: Lösungen für das Delicious Debakel

Letzte Woche sickerte durch, dass Yahoo! den Social Bookmarking Dienst delicious schließen wolle. Nach heftigen öffentlichen Reaktionen wurde dies von offizielle Seite abgeschwächt und von einem Verkauf an einen geeigneten Investor gesprochen. In der Zwischenzeit solle die Funktionsfähigkeit des Dienstes erhalten bleiben.

Da aber aber das Team inzwischen entlassen wurde, kann wohl nur von einem Wartungszustand die Rede sein. Wobei ich nicht verstanden habe, wieso Yahoo! kein Monetarisierungsmodell für delicious aufgesetzt hat. Auf Grundlage einer starken Nutzerbasis und einem werbeflankierten Freemium-Modell hätte man es doch zumindest versuchen können.

Der Prototyp eines Web 2.0 Dienstes

Delicious ist, wie es Techmeme Macher Gabe Rivera auf Twitter ausdrückte, nicht irgendein Tool, sondern der prototypische Web 2.0 Dienst. Neben den produktiven Vorteilen für jeden einzelnen, wurde die Plattform insgesamt intelligenter, je mehr Menschen sie nutzten. Durch eine große (5,3 Millionen User Ende 2008) und stark web- und technologieorientierte Klientel wurde delicious auch zu einer wertvollen Search- und Discovery Engine (z.B. Hotlist, Popular Bookmarks, Explore Tags, Tags per RSS abonnieren). Ein sozialer Effekt, der sich quasi nebenbei einstellte, aber für viele einen beachtlichen Mehrwert lieferte.

Nachdem ich zunächst Furl für das Social Bookmarking nutzte, kam ich im März 2005 zu delicious und war fasziniert. Seither ist es eines meiner wichtigsten Werkzeuge überhaupt, mein erweitertes Gedächtnis, die Datenbank, in die alle als wichtig erachteten Links aus den verschiedenen Newsquellen wie Feedreader (Google Reader, Netvibes), Memetrackern (Techmeme, Rivva), Twitter, Facebook, etc. expediert und Tags versehen werden.

Evakuierungspläne und Alternativen

Während Leute, die nur ein paar Dutzend Bookmarks auf delicious haben, relativ locker mit der Situation umgehen können, müssen sich andere, die über Jahre hinweg tausende von Bookmarks angelegt haben, dann doch über Evakuierung Gedanken machen und geeignete Alternativen suchen.

Diese wurden auch sofort nach Bekanntwerden der Yahoo! Pläne ins Spiel gebracht und diskutiert. Für weniger prominente Social Boomarking Services ergeben sich jetzt natürlich ganz neue Chancen, wenn sie abwandernden delicious Nutzern und ihren gesammelten Bookmarks ein neues Zuhause bieten können. In meine engere Wahl zog ich Diigo und Pinboard.  Diigo benutze ich seit 2006 neben delicious, vor allem wegen seiner ausgeprägten Annotierungsmöglichkeiten auf Webseiten. Diigo ist ein sehr ambitioniertes Projekt, das seine Entwicklung stetig vorantreibt und durch seine vielen ausgefeilten Features als Schweizer Messer gilt. Tim Krischak spricht auf Kommunikation – zweinull für viele, die Diigo schon lange als die bessere Alternative zu delicious betrachten.

Pinboard dagegen zeichnet sich durch ein reduziertes Design und die Konzentration auf die wesentlichen Funktionen des Social Bookmarking (Bookmarks ablegen und taggen) aus. Um das zu unterstreichen werden die Claims “antisocial boomarking” und “social boomarking for introverts” benutzt. Es handelt sich dabei ein Projekt des ehemaligen Yahoo! Entwicklers Maciej Ceglowski, der auch schon von Twitter für die Erstellung einer internen Datenbank engagiert wurde. Im Unterschied zu Diigo gibt es bei Pinboard keine kostenlose Einstiegsvariante. Für die Nutzung des Dienstes wird gleich eine Anmeldegebühr fällig, die momentan bei 8,74  Dollar liegt und mit jedem neuen Mitglied um um 0,001 Cent steigt. Für einen jährlichen Betrag von 25,00 Dollar speichert Pinboard dann alle Seiten und ermöglicht dadurch auch ein Volltextsuche. Die einmalige Ameldegebühr wird im ersten Jahr verrechnet. Mehr Infos zu Pinboard gibt’s bei Blumenstrasse.

Sowohl Diigo als auch Pinboard stellen ihre jeweiligen Unterschiede und Vorteile im Bezug auf delicious für Wechselwillige klar heraus. Bei beiden Diensten funktionierte der Transfer meiner weit über 10.000 Bookmarks einwandfrei, ohne dass Bookmarks oder Tags verlorengingen, zumindest soweit ich das bis dato überblicke. Ich weiß, dass meine Daten / Bookmarks erst mal gesichert sind. Ein Restrisiko bleibt in der Cloud immer, wie der Absturz von Magnolia eindrücklich belegte. Deswegen sollte man unabhängig von der Plattform regelmäßig Backups machen. Momentan kann ich mich noch nicht für einen der beiden Dienste entscheiden. Außerdem benutze ich delicious weiterhin aus sentimentaler Anhänglichkeit und in der vagen Hoffnung, dass es doch noch eine Chance für dessen Fortbestand gibt. Denn beide Optionen, also Diigo und Pinboard, lassen sich bequem mit Delicous synchronisieren.

Die unsichere Zukunft von delicious

Wie die Zukunft von delicious aussehen könnte, hat Stephen Hood, ein ehemaliger delicious Mitarbeiter skizziert. Er spielt verschiede Möglichkeiten durch, von einem Verkauf an Dritte, über Open Sourcing bis hin zur Übergabe an die Libary of Congress oder das Smithonian Insitute. Sie alle haben gemeinsam, dass delicious nicht mehr in der gewohnten Form weiter existieren würde. Andere setzen auf eine proprietäre Lösung und die Übernahme durch die Branchenriesen Microsoft oder Google. Beide könnten delicious aus der Portokasse bezahlen und hätten durch ihre Werbemodelle Möglichkeiten, die Plattform zu finanzieren.

Gerade für Google spricht, erstens,  dass delicious zum Statement passt, Google wolle die Informationen der Welt organisieren. Zweitens, würde Google Punkte bei der internationalen WebTech Community sammeln. Und drittens, könnte Google die vielen, von Menschen kuratierten Links und sozialen Daten auf delicious auswerten und für die Verfeinerung des eigenen Algorithmus nutzen. Darüber hinaus wäre es doch sinnvoll, wenn Google delicious auch Annotations-Funktionen à la Diigo spendieren und damit sein erfolgloses Sidwiki Experiment ersetzen könnte.

Lifestreaming: Socialweb Aktivitäten organisieren und konzentrieren

Für Außenstehende besteht das Social Web aus einer unübersichtlichen Menge an Diensten, die zudem noch einen kontinuierlich anwachsenden Strom an Informationen und Inhalten erzeugen. Aber auch für die Insider, die aktiven Nutzer von Twitter, Google Buzz, Google Reader  Posterous, Tumblr, Facebook, Delicious, WordPress & Co. wird es immer mehr zu einer Herausforderung, ihr Socialmedia Setup sinnvoll zu organisieren, die eingehenden Inhalte zu filtern und weiter zu verarbeiten.

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Auszug an Diensten, die in Friendfeed eingespeist werden können

Hier kommt Lifestream bzw. Lifestreaming ins Spiel. Bereits 1996 entwickelten Eric Freeman und David Gelernter in Yale ein Konzept, wie sich Inhalte mit Hilfe der neuen Technologien erstellen und verbreiten lassen. In seiner einfachen Form ist es eine chronologische Sammlung aller Online Aktivitäten eines Menschen. Activity Streams ist ein synonymer Begriff in diesem Zusammenhang.

Der Schockwellenreiter Jörg Kantel hat kürzlich mit seiner Blogpost “Den Lebensstrom ordnen” das Thema angestoßen und in die Runde gefragt, wie seine Leser Ihren Lifestream organisieren. Neben seinem eigenen Hinweis auf ein WordPress Template namens Aggregator finden sich in den Reaktionen einige interessante Vorschläge, unter anderem Andreas Gohr’s Anwort mit Friendfeed als zentralem Aggregator für die Feeds. Eine Infographik veranschaulicht die Zusammenhänge.

Auch Martin Koser erläutert in einer Blogpost, wie er seinen “smart knowledge worker workflow” organisiert. Die komplexe Verdrahtung seiner benutzten Dienste, bei denen Google Reader auf der Eingangsseite und Google Buzz auf der Ausgangsseite zentrale Rollen spielen, wird ebenfalls durch eine Infographik illustriert.

Für all diejenigen, die es etwas einfacher haben willen, gibt es eine riesige Auswahl von Anwendungen, mit denen man seinen individuellen Lifestream automatisch generieren und bei vielen auch den konzentrierten Aktivitäten seiner Freund folgen kann. Herausgreifen will ich an dieser Stelle Tumblr, soup.io, Friendfeed und posterous. ReadWriteWeb hat bereits 2008 eine ausführliche Liste mit “35 Ways to Stream Your Life” zusammengestellt.

Für Blogger besteht darüber hinaus natürlich auch die Möglichkeit, die diversen Feeds ihrer Anwendungen per Widgets auf ihren Blogs einzubinden.

Weiterführende Links:

Lifestream Blog: Bog von Mark Krynsky zum Thema

Activity Streams: Präsentation von Chris Messina

Nice Posterous Overview and Why You Should Lifestream: Blog Beitrag auf Lifestream Blog

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WordPress.com: Feed Updates jetzt in Echtzeit dank PubSubHubbub

Heute wurde c/o operative und 10,5 Millionen weitere WordPress.com Blogs mit einer Technologie ausgestattet, die Updates in Echtzeit an Feedreader wie Netvibes oder Google Reader liefert.

Ein Protokoll mit dem drolligen Namen PubSubHubbub, kurz PuSH sorgt dafür, dass Feeds (RSS bzw. Atom) nicht mehr von den Clients in regelmäßigen Abständen angefragt (Poll), sondern unmittelbar nach Veröffentlichung direkt zugestellt werden (Push).

Das ist zwar nur ein kleiner Schritt für mein Blog, aber laut ReadWriteWeb ein großer Schritt in Richtung Echtzeitweb. Was PubSubHubbub ist, veranschaulicht das nachfolgende Video.

Ausführliche und sehr gute Erklärungen zu PubSubHubbub gibt es darüber hinaus bei drweb.de und auf dem Webkompetenz Blog. Auf jeden Fall werde ich sobald ich diese Post abgeschickt habe, umgehend in den Google Reader wechseln, wo PubSubHubbub anscheinend schon Mitte Februar 2010 implementiert wurde. Und dann bin ich ja echt mal gespannt, ob das Update schon da ist.

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Right Here, Right Now: Google integriert Echtzeitsuche

Wie bereits im Oktober angekündigt, startet Google heute die Integration einer Echzeit Sektion auf seinen Suchergebnisseiten. Latest Results heißt der Teilbereich, auf dem Beiträge von schnelldrehenden Plattformen wie Twitter, FriendFeed, Jaiku, Identi.ca und auch von den großen Social Networks MySpace und Facebook dargestellt werden.

Auch wenn Google dafür die wichtigsten Spieler auf dem Echtzeit-Feld gewinnen konnte, lautet die Herausforderung “Relevance meets the real-time web”, wie es die Überschrift auf dem Official Google Blog treffend zum Ausdruck bringt. Die Schwierigkeit an dieser Stelle ist, für diese schnellen, dynamischen Inhalte aus disparaten Quellen blitzschnell eine vernünftige Reihenfolge (Ranking) zu generieren. Denn auch in der Echtzeitsuche rangiert das Prinizp Relevanz für Google an oberster Stelle.

Die neuen Features sind noch nicht überall sichtbar,  werden aber in den kommenden Tagen sukzessive ausgerollt. Mit diesem Link sollte es bereits jetzt funktionieren. Auf Search Engine Land gibt es eine detaillierte Besprechung. Das folgende Video vermittelt einen ersten kurzen Eindruck von der  Realtime Search auf Google.

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Google Web Elements: Google Dienste zum Einbinden in die eigene Website

Vor etwas mehr als zwei Wochen stellte Google auf dem Searchology Event die Innovationen rund um sein Kerngeschäft vor. Neben neuen, erweiterten Suchfunktionen wurde mit den Rich Snippets ein Feature vorgestellt, mit dem Seitenbetreiber ihren Websites (mittels Mikroformaten und RDF) Metadaten hinzufügen können. Ein Schritt, den Tim O’Reilly sogar als möglichen Wendepunkt für das semantische Web bezeichnete.

Soeben ging die von Google veranstaltete Developer Conference Google I/O zu Ende. An zwei Tagen (27./28. Mai) kamen Entwickler in San Francisco zusammen, um sich über neueste Web-Technologien auszutauschen.

Google nutzte diese Plattform, um weitere Neuerungen, unter anderem die Google Web Elements vorzustellen. Dabei handelt es sich um eine einfache und nutzerfreundliche Möglichkeit, Google Produkte als Widgets in die eigene Website oder das eigene Blog zu integrieren, wie man es bisher beispielsweise von YouTube Videos oder Slideshare Präsentationen kannte. D.h. man sucht sich in diesem Fall ein Produkt (= Element) aus, kopiert den dazugehörigen Code und fügt diesen auf der eigenen Seite ein.

Die Elemente, die Google bis jetzt zur Verfügung stellt, sind Calendar, Conversation, Maps, News, Presentations, Spreadsheets, YouTube News und Custom Search. Das Bemerkenswerte bei letzterem ist, dass das Custom Search Widget gleich nach dem Einbau die eigene Seite erkennt und ohne weitere Einstellung oder Anpassung in der Lage ist, diese zu durchsuchen. Wer damit noch ein bischen Geld verdienen will, kann über AdSense auch Werbung einspielen lassen.

Custom Search Element

[via O’Reilly Radar]

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