Zur Zeit noch in der Technology Preview Phase, ab August dann frei zum beta Testen. Textflow ist konzipiert für parallele Textverarbeitung. Was das bedeutet und wie es funktionieren soll, erklärt kurz das folgende Video und ausführlich die FAQ auf der Produkt Website. Der Ansatz klingt vielversprechend.
Die meisten Leute, die sich intensiv mit dem Web (2.0) beschäftigen, liebenRSS. Obwohl schon seit Ende der 90er Jahre im Einsatz und inzwischen fast in jeder Web 2.0 Anwendung integriert, fristet RSS im Endverbraucher Bereich immer noch ein Schattendasein.
Das liegt zum einen daran, dass RSS eine Funktionalität ist und keine alleinstehende Applikation oder Plattform wie Twitter oder Facebook. Zum anderen sind vielleicht die Vorteile von RSS Feeds und den zugehörigen Endgeräten, den RSS-Readern, nur für diejenigen interessant, die viele Nachrichten aus unterschiedlichen Quellen konsumieren. Der normale Nutzer hat eben eine recht übersichtliche Zahl von Seiten, die er direkt ansteuert, um sein Informationsbedürfnis zu befriedigen. Dazu braucht er nicht unbedingt einen Feedreader.
Wirklich große Chancen für RSS sehe ich auch in Zukunft nicht im Endverbraucher-Markt sondern im Unternehmensbereich. Soweit ich das überblicken kann, ist RSS dort zur Zeit zwar auch nicht das vorherrschende Thema. Unternehmen wiederum lassen sich stärker als vom angesagten Zeitgeist von einem konkreten Nutzen überzeugen, vor allem, wenn er sich direkt in Geld ausdrücken lässt.
Ein beeindruckendes Fallbeispiel schildert Janet Johnson in ihrer Post “Enterprise RSS Saves > $400M in Oil”. Das Fracht- und Schifffahrtsunternehmen Wallem hat weltweit über 6000 Mitarbeiter auf über 300 Schiffen und 600 Mitarbeiter in über 50 Büros, die wiederum über 18 Länder verteilt sind. Zur Koordination dieses riesigen, dezentralen und mobilen Unternehmens-Netzwerks setzt Wallem RSS ein, um “die richtige Information zur richtigen Zeit den richtigen Leuten zur Verfügung zu stellen”. Dazu wurde das Enterprise RSS System von Attensa in die Kombination von Blackpearl’s K2 und Microsoft’s SharePoint integriert.
Wallem war durch die effektivere Informations-Verteilung in der Lage, das Flottenmanagement derart zu verbessern, dass der Ölverbrauch der 329 Schiffe um 8 % bzw. um 394.800 Dollar pro Jahr gesenkt werden konnte. Auch bei Schmieröl konnten 6% bzw. 11.844 Dollar eingespart werden.
This is not an elegant solution. But guess what? It adds value. It’s simple. Everyone knows what’s going on. If my chief architect leaves, I can hire someone else who will understand it. Business isn’t at risk.
Der Firefox 3 Download Day, bei dem ein Weltrekord fürs Guinness Book of Records angestrebt wurde, ist vorbei. Das (inoffizielle) Ergebnis steht inzwischen fest. Weltweit wurden innerhalb des angesetzten 24 Stunden Zeitraums anscheindend über 8 Millionen Firefox 3 Versionen heruntergeladen. Damit wurden die Erwartungen von Mozilla bei weitem übertroffen. Die Jury des Guinness Book of Records muss den Weltrekord Versuch jetzt noch prüfen und wird in ein paar Tagen das amtliche Endergebnis bekanntgeben.
Im Netz kursieren bis jetzt noch unterschiedliche Zahlen. Auf der Kampagnen Seite werden inzwischen über 9 Millionen Downloads angezeigt, wobei ich davon ausgehe, dass dort der Zähler genau wie der Download Counter auch nach den 24 Stunden einfach weiterläuft. Auf dem Mozilla Blog hält das Download Team eine Tafel mit der Zahl 8.290.545 hoch. In der Übersicht Download Day World Rankings von Spread Firefox werden 8.151.257 angegeben. Danach belegt Deutschland mit 679.033 Downloads nach den USA mit 2.591.270 einen ehrenvollen zweiten Platz. Jeder, der mit einem Download seinen Teil zum Weltrekord beigetragen hat, kann sich das sogar mit einem Zertifikat bestätigen lassen. Meine Urkunde sieht zum Beispiel so aus:
Update 19.06.08: Daniel hat auf Der Presseschauer die absoluten Downloadzahlen in Beziehung zur Gesamtbevölkerung der einzelnen Länder gesetzt. Danach ergibt sich ein völlig anderes Ranking, bei dem Deutschland nur noch auf Platz 14 liegt und Litauen, Island und Slowenien das Feld anführen.
Nach dem Deal mit Yahoo! scheint die dominierende Stellung von Google im Suchmaschinen- und Online Werbemarkt unangreifbarer denn je. Heute bin ich auf zwei Artikel gestoßen, die sich mit der Frage beschäftigen, ob diese Vormachtstellung noch gebrochen werden kann und wenn ja, mit welchen Mitteln.
In dem Wired Artikel “How Long Will Google Dominate Search?” schließt Suchmaschinen-Spezialist Chris Sherman aus, dass nochmal eine große weltweit bedeutende Suchmaschine entwickelt wird. Es wäre einfach zu teuer. Kein Startup könne mit den riesigen Summen mithalten, die von den Marktführern Google, Yahoo! und Microsoft (GYM) in deren Suchmaschinen Infrastruktur investiert würden.
Die Chancen liegen woanders. Alternative Suchmaschinen könnten eine ähnliche Entwicklung nehmen, wie sie sich im US Fernsehmarkt vollzogen hat. Die drei großen beherrschenden Networks bekamen durch das Kabelfernsehen plötzlich Konkurrenz von 500 spezialisierten Nischensendern. Nicht nur die Zuschauer sondern auch die Werbetreibenden hatten dadurch eine wesentlich größere und vor allem zielgerichtete Auswahl.
Alternative Suchmaschinen haben ihre Chancen laut Sherman nicht bei der allgemeinen Suche, sondern in der Spezialisierung und der Nische, auch vertical search genannt.
The opportunity lies in disruptive technologies that Google probably won’t develop because it’s perceived as too risky.
Auf die Frage, wie die Technologien aussehen können, mit denen Google’s Position erschüttert werden kann, versucht Bernard Lunn auf ReadWriteWeb mit seiner Post “11 Search Trends That May Disrupt Google” Antworten zu geben.
Todd Defren hat auf PR Squared bereits Ende Mai darauf hingewiesen. Die Online Marketing Firma HubSpot, übrigens Kunde seiner Agentur und bekannt für das kostenlose SEO Tool Website Grader - veröffentlichte jetzt auch ein vergleichbares Werkzeug für Pressemitteilungen unter dem Namen Press Release Grader.
Das Analyse Tool wertet Pressemitteilungen unter Berücksichtigung grundlegender PR Prinizipen aus und erstellt einen Report inklusive Bewertung. Neben generellen Statistiken, Link Analysen und einer Word Cloud, welche die Worthäufigkeit anzeigt, gibt es auch inhaltliche Vorschläge, wie die Anzeige von Gobbledygook Words, was etwa inflationär gebrauchte Floskeln bedeutet.
Der Press Release Grader befindet sich noch im beta Stadium und HubSpot ist dankbar für jedes Feedback. Also warum nicht einfach mal eine Pressemeldung eingeben und sehen, was passiert? Alles was über 80 von 100 möglichen Punkten erreicht, gilt laut Defren bereits als sehr gut.
Der kommende Dienstag soll für die Mozilla Foundation und die Entwickler Community ein Super Tuesday werden. An diesem 17. Juni ist nicht nur die Veröffentlichung des neuen Firefox 3 geplant, sondern gleichzeitig auch ein Weltrekord fürs Guinness Book of Records. Während der Aktion Download Day 2008sollen an diesem Dienstag innerhalb von 24 Stunden möglichst viele Firefox 3 Kopien heruntergeladen werden.
Das Ziel ist, zunächst die 1,6 Millionen Downloads von Firefox 2 am dessen Veröffentlichungstag zu übertreffen; als Höchstmarke angepeilt werden 5 Millionen Downloads. Bis heute (14.06.) haben auf der Kampagnen Website allerdings weltweit nur etwas mehr als 1,2 Millionen Menschen ein diesbezügliches Versprechen abgelegt. Aus Deutschland sind es knapp 50.000. Unabhängig vom Ergebnis, das vermutlich erst eine Woche später feststeht, wird das Ereignis weltweit mit Launch Parties gefeiert.
Für die umfangreichen Neuerungen in Firefox 3 verfasste die Mozilla Community einenField Guide to Firefox 3, der bisher in Englisch vorliegt, aber sukzessive wohl auch in andere Sprachen übersetzt wird.
Ein Problem bei der Umstellung auf eine neue Firefox Version ist, dass viele Add-ons von ihren Entwicklern erst nach und nach ein Update erfahren und zunächst mit der neuen Version nicht kompatibel sind. Wer in der Übergangszeit mit der neuen und der alten Version gleichzeitig arbeiten will, erfährt hier, wie das geht.
Für einen verlässlichen Service wäre Mahalo Gründer Jason Calacanis sogar bereit, 20 Dollar pro Monat bzw. 250 Dollar im Jahr für einen Twitter Pro Account zu bezahlen. Wenn nur 1% von 10 Millionen Nutzern, also 100.000 Nutzer seinem Beispiel folgten, würden 25 Millionen Dollar pro Jahr zusammenkommen. Die Antwort von Seiten Twitters war allerdings, dass es sich weniger um ein Kosten- als um ein Softwareproblem handelt.
Calacanis’ alter Weggefährte Brian Alvey hat sich ein anderes Geschäftsmodell augedacht. Auf den lustigen Downtime Seiten (hier ein kleine Sammlung) könnten Werbeflächen an die großen Vermarkter wie Overture, Federated Media oder AOL vermietet werden. Louis Gray hatte ein ganz ähnliche Idee mit Google AdSense. Alvey beansprucht für seinen genialen Vorschlag einen Sitz im Aufsichtsrat von Twitter.
Vor wenigen Stunden verkündeten verschiedene Google Blogs, unter ihnen der neu installierte Google Sites Blogs, dass Google Sites nicht mehr nur exklusiv in Google Apps sondern frei verfügbar ist von jedem mit einem Google Konto genutzt werden kann. Der Official Google Blog zu den Verwendungsmöglichkeiten:
Now we’ve made it easy for anyone to set up a website to share all types of information — team projects, company intranets, community groups, classrooms, clubs, family updates, you name it — in one place, for a few people, a group or the world. You can securely host your own website at http://sites.google.com/[your-website] and add as many pages as you like for free.
Ich bin auch gleich Amit Agarwal’s Empfehlung gefolgt und habe mir meine bevorzugte URL gesichert.
Wie Google Sites zu installlieren und zu benutzen ist, zeigt das folgende, knapp dreiminütige Erklärvideo.
Sehr unterhaltsam, alleine schon wegen der schönen, verklausulierenden Namensschöpfungen, die auch in den nicht minder witzigen Kommentaren fortgeführt werden. Unbedingt lesen!
Das erste Ergebnis dieser Kooperation war die Kombination von Salesforce.com und Google AdWords, die Unternehmen erlaubte, Online-Werbekampagnen direkt aus Salesforce heraus zu steuern.
ist ein privates Weblog von Werner Trotter und beschäftigt sich hauptsächlich mit der nächsten Generation von Software, dem neuen Internet und der Vielfalt an theoretischen und vor allem praktischen Möglichkeiten, die sich daraus ergeben.
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