Google wird 15. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

imageGoogle kann heute auf 15 Jahre Geschichte zurückblicken. Eine Erfolgsgeschichte, die 1996 in Standford mit Larry Page und Sergey Brin begann. Die beiden hochbegabten Doktoranden interessierten sich für die Linkstruktur im Web und vor allem die Aussagen, die eingehende Links (Backlinks) und ihre Linktexte (Ankertexte) über eine Website machen. Ihr erstes Projekt Backrub sollte Links im Web entdecken, sie für Analysezwecke speichern, um schließlich sichtbar zu machen, wer auf wen verlinkt.  Weiterlesen

Ist Content Marketing die Zukunft des Marketing?

Content Marketing, sprich Marketing mit hochwertigen und kreativen Inhalten, ist ja schon seit längerem ein Buzz-Word, das heftig diskutiert wird. Ist es nun alter Wein in neuen Schläuchen oder eine neue Sau, die durchs digitale Dorf getrieben wird? Wurde vorher nur Marketing mit minderwertigen Inhalten betrieben?

Sicher gab es immer schon Marketing mit hochwertigen Inhalten. Aber es gelang eben auch Suchmaschinenoptimierern (SEOs) mit Linkaufbau-Strategien und anderen Tricks eher minderwertige Inhalte auf Suchergebnisseiten nach oben zu pushen. Google hat deswegen mit seinen beiden letzten großen Updates, Pinguin und Panda ganz deutlich Akzente gesetzt. Hochwertige Inhalte sollen bevorzugt und minderwertige abgewertet werden. Die Frage, wie gut Google bzw. sein Algorithmus Qualität erkennen und bewerten kann, wäre einen gesonderten Artikel wert. Ich denke aber, dass Google dafür verstärkt auf Nutzersignale aus dem sozialen Web (z.B. aus Google+) zurückgreifen wird und Links an Bedeutung verlieren. Diese Entwicklung ist also ein erster, wichtiger Grund für die gestiegene Bedeutung von Content Marketing.

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Neue Quartalszahlen: Ist Facebook auf dem richtigen Weg?

Bis Oktober 2012 sah es für Facebook nicht besonders gut aus. Kurz vor der Veröffentlichung der Zahlen für das 3. Quartal wurde das größte soziale Netzwerk von vielen, auch von etlichen Experten bereits abgeschrieben. Die Stimmung unter Investoren und Aktionären war extrem schlecht. Von 38 Dollar bei Börsenstart rutschte die Aktie zwischenzeitlich auf einen Tiefststand von 17,73 Dollar ab. In meiner Blogpost vom 13.10.2012 hatte ich eine ausführliche Übersicht zu Facebook’s Monetarisierungsmodellen erstellt und kam zu der Überzeugung, dass die allgemeine Einschätzung zu pessimistisch war.

Nach dem Facebook mit seinen damaligen Quartalszahlen überzeugen und die Erwartungen – gerade im Bereich mobile Nutzung – übertreffen konnte, hat sich das Blatt gewendet. Aktuell liegt die Aktie bei knapp 31,30 Dollar. Manche Analysten rechnen mit einem Anstieg auf 34 Dollar nach der Bekanntgabe der Ergebnisse für das 4. Quartal 2012 (am Mittwoch, den 31.01.2013), wenn Facebook nicht zu sehr hinter den Erwartungen zurückbleibt.

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Das Unternehmen, das die größte Bedrohung für Google darstellt

In der öffentlichen Wahrnehmung sind Google’s schärfste Konkurrenten entweder Apple, Facebook oder der langjährige Erzrivale Microsoft. Doch Business Insider identifiziert einen noch gefährlicheren Wettbewerber. Einen der Google wirklich da treffen kann, wo es richtig wehtut, nämlich bei den Werbeeinnahmen. Die Rede ist von Amazon.

Laut Comscore gibt es einen starken Trend dahingehend, dass die Nutzer ihre produktbezogenen Suchanfragen direkt bei Amazon eingeben und den Intermediär Google zunehmend übergehen. Im letzten Jahr sind die Suchanfragen bei Amazon um über 73% gestiegen. Die kommerziellen Suchanfragen machen bei Google zwar nur ca. 20% aller Suchanfragen aus. In deren Umfeld aber kann Google die passenden, suchwortbezogenen AdWords Anzeigen schalten, mit denen das Unternehmen den größten Teil seines Umsatzes generiert.

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Setzt Google mit dem Fokus auf Google+ den Kern seines Geschäftsmodells auf’s Spiel?

Google ist mit seinem neuesten Update zur Suche namens “Search, plus Your World” (SPYW) auf heftige Kritik gestoßen. Die Integration von sozialen Verbindungen (Social Graph) in die Suche kann prinzipiell eine gute Sache sein, weil sie spezifischere, personalisierte Suchergebnisse liefern kann. Google nutzt dazu bislang allerdings nur Informationen aus Google+ und anderen Google Diensten wie Picasa, YouTube oder dem Google Reader. Daten von anderen wichtigen sozialen Plattformen wie Facebook oder Twitter werden erstmal nicht verarbeitet, was Kritiker veranlasst, die Relevanz des Angebots und gar Google’s Integrität als Unternehmen in Frage zu stellen. Sicher ist, eine soziale Suche, die diesen Namen verdient, muss Ergebnisse aus allen wichtigen sozialen Plattformen reflektieren. Was ist der Grund für Google’s ziemlich robuste Strategie im Zusammenhang mit der Promotion von Google+ und SPYW? Warum riskiert Google, die öffentliche Meinung derart gegen sich aufzubringen? Ist es die Arroganz eines Monopolisten, der Too Big To Fail ist und glaubt, sich alles leisten zu können?

Vielleicht ist es etwas komplizierter. Google’s Mission war es von Anfang an, das offen zugängliche Web zu crawlen, zu indexieren und für alle zugänglich zu machen. Die Strukturen im Netz haben sich durch soziale Netzwerke wie Facebook in den letzten Jahren grundlegend geändert. Facebook und ähnliche Veranstaltungen sind “walled-gardens”, Daten-Silos, die von Google und seinen Crawlern nur begrenzt durchsucht werden können. Das gleiche gilt – eingeschränkt – auch für Twitter. Obwohl der überwiegenden Teil der Tweets öffentlich ist (Twitter spricht von 250 Millionen pro Tag), braucht Google zusätzliche Daten, um sinnvolle Ergebnisse zu liefern. Amit Singhal, der Verantwortliche für die Google Suche zu diesem Problem:

A good product can only be built where we understand who’s who and who is related to whom. Relationships are also important alongside content. To build a good product, we have to do all types of processing. But fundamentally, it’s not just about content. It’s about identity, relationships and content. Anything else trivializes a very hard product.

Bereits 2007 hat Google mit Open Social versucht, auf diese Entwicklungen mit offenen Standards zu reagieren, ist aber gescheitert. Bei der Realtime-Search, die 2009 eingeführt wurde, bezahlte Google sowohl an Twitter als auch an Facebook Lizenzgebühren, um Zugang zu qualifizierteren Datensätzen zu erhalten. (Eine kleine Zwischenfrage: Wem gehören eigentlich die Tweets oder Statusupdates, die da verkauft wurden? Den Nutzern, welche die Inhalte generierten oder den Plattform-Betreibern?) Die Entwicklung dieses Dienstes hat Google einiges an Geld und Entwicklungsarbeit gekostet. Er verarbeitete Echtzeit-Daten aus verschiedenen Quellen – neben Twitter und Facebook u.a. auch von MySpace, Quora, Gowalla oder Identi.ca. und lieferte gute Ergebnisse. Als Twitter Anfang Juli 2011 den Vertrag nicht mehr verlängerte und Google den Zugang zu diesem speziellen Datenstrom sperrte, entschied Google, die Realtime-Search vorerst einzustellen, weil der überwiegende Teil der Inhalte von Twitter stammte. Dagegen verlängerte Twitter  einen ähnlichen Deal mit Bing, Microsoft’s Suchmaschine, die ebenfalls eine soziale Suche anbietet. Facebook stellt aufgrund der Verflechtungen mit Microsoft Bing sowieso mehr Daten zur Verfügung als Google.

Google hat zwar schon frühzeitig erkannt, welche Bedeutung dem Thema “Social” im gesamten Web zukommt und welche Rolle es auch für die Suche spielen wird. Die ersten Versuche Google’s, das soziale Web durchsuchbar zu machen, scheiterten. Da Google über keine (nennenswerten) eigenen sozialen Signale verfügte, war es abhängig von den großen Playern wie Facebook und Twitter. Meines Erachtens setzt der neue CEO Larry Page deswegen mit soviel Nachdruck auf eine eigene Social Strategie mit Google+ und dem +1 Button, um eben den Kern seines Geschäftsmodells – die Suche – auch in den Zeiten des Social Web intakt zu halten. Es geht weniger darum, Facebook als Social Network Konkurrenz zu machen.

Ich gehe davon aus, dass “Search, plus Your World” sich in einem vorläufigen Stadium befindet, in dem Google mit eigenen sozialen Daten experimentieren kann, um es kontrolliert weiter zu entwickeln. Auch bin ich fest davon überzeugt, dass Google wie schon bei der Realtime Search mittelfristig daran interessiert ist, ein breites Spektrum an relevanten Quellen, natürlich auch Facebook und Twitter zu integrieren. Dazu braucht es eine für alle Seiten tragfähige und verbindliche Lösung. Wie die aufgeregten Reaktionen von Facebook und Twitter gezeigt haben, ist Google inzwischen in einer besseren Verhandlungsposition. Und wie eine Verständigung aussehen könnte, skizziert Danny Sullivan in seinem Artikel “A Proposal for Social Network Détente”. Google’s soziale Suche würde durch Inhalte aus Facebook und Twitter reichhaltiger werden, während beide – insbesondere Twitter – von Google  im Hinblick auf die Such- und Sichtbarkeit ihrer Inhalte profitieren könnten. Letztendlich aber würde es uns, den Nutzern, am meisten zu Gute kommen.

Die Evolution der Google Suche

Von einem Forschungsprojekt zweier Studenten an der Universität Stanford im Jahr 1996 bis zu einem der größten Internet-Unternehmen weltweit war es ein langer Weg. Das Herzstück des Unternehmens ist und bleibt trotz aller Diversifizierung die Suchmaschine. In einem sechsminütigen Video erklären prominente Google Mitarbeiter wie Marissa Mayer oder Ben Gomes die Entwicklung der Suchmaschine über wichtige Stationen hinweg.

Einige der Meilensteine, die im Video hervorgehoben werden:

  • Universal Results: Die Integration von Bildern, Videos, News, etc.  in die Suchergebnisseiten (SERPs)
  • Quick Answers: Die Präsentation von schnellen Antworten in sogenannten One-Boxes oben auf den SERPs zu Sportergebnissen, Flugzeiten, Wetter, etc.
  • Die Zukunft der Suche: Google war schon immer besessen von Geschwindigkeit. Google Instant liefert noch schnellere und bessere Suchergebnisse, während Voice Search die Suche noch weiter vereinfachen soll.

Komplementiert wird das Ganze von einer Timeline, die während der Produktion des Videos erstellt wurde und auf der die wichtigsten Suchfunktionen und die Daten ihrer Einführung angegeben sind.

Ich bin gespannt, wie sich dieser Zeitstrahl – gerade auch durch die Einbindung von “Social” Elementen – in den nächsten Jahren weiterentwickeln wird.

via The Official Google Blog

 

Tod und Auferstehung von SEO

Das Internet hat sich in den letzten Jahren gewaltig verändert. Neue Technologien und  das Aufkommen von Social Media haben erheblich dazu beigetragen. Auch Google hat seine Suchmaschine und deren Algorithmus ständig weiter entwickelt, einerseits, um Spam und Manipulation zu unterbinden, zweitens, um eine bessere Nutzererfahrung zu bieten und drittens, um neue Entwicklungen im Web aufzugreifen und diese zu kongenial abzubilden.

Dazu gehört beispielsweise die Integration von sozialen Signalen (Tweets, Likes, etc.) als Ranking-Faktoren. Oder die Nutzererfahrung einer Website, die seit dem letzten Update namens Panda wesentlich stärker bewertet wird. Vor diesem Hintergrund verändern sich auch die Aufgaben von SEO.

Rand Fishkin, Chef der Internet Marketing Company SEOmoz und einer der Vordenker eines neuen, integrierten Ansatzes ist der Meinung, dass der moderne SEO ein Webstratege werden muss. Was damit gemeint ist, erläutert er in der folgenden Präsentation, die ich nur  jedem wärmstens an’s Herz lege, der sich auch nur ansatzweise für Online Marketing, SEO und Social Media interessiert.