Der Social Media Report 2012 von Nielsen: Social Media ist endgültig raus den Kinderschuhen

Wie jedes Jahr veröffentlicht Nielsen in Zusammenarbeit mit nm incite den State of the (Social) Media Report auf Basis von Befragungen im US-amerikanischen Markt. (Eine repräsentative Stichprobe, bestehend aus 1998 Teilnehmern.)

Social Media sind inzwischen selbstverständlicher Teil des täglichen Lebens. Insbesonderes Social Networks haben sich zu einem globalen Phänomen entwickelt. Amerikanische Konsumenten, so die Studie, verbringen inzwischen mehr Zeit auf Social Networks als auf jeder anderen Kategorie von Websites. 17 Prozent der am PC verbrachten Zeit geht auf das Konto von Facebook.

Weiterlesen

Social Media Nutzung durch kleinere und mittlere Unternehmen

Mein letzter Beitrag beschäftigte sich mit dem Social Media Marketing Industry Report 2012 und der Social Media Nutzung durch Unternehmen in den USA. Grundlage war eine Studie, bei der 3800 Marketing-Fachleute befragt wurden.

Aber wie sieht die Situation in Deutschland aus, jenseits der großen Unternehmen, die über genügend Geld und Ressourcen verfügen, um ausgefeilte Social Media Strategien zu entwickeln bzw. entwickeln zu lassen? Heike Simmet, Professorin an der Hochschule Bremerhaven veröffentlichte vor kurzem die Kernergebnisse einer Studie, die mit mehr als 500 kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) durchgeführt wurde.

Die meist genutzten Plattformen sind Facebook (53,9%), Xing (50,8%), Twitter (35,9%), YouTube (25,9%) und Blogs (21,4%). LinkedIn wird immerhin von 16,9% der Unternehmen eingesetzt, während Google+ mit 6% noch eine untergeordnete Rolle spielt. Ich gehe stark davon aus, dass die Ergebnisse nicht repräsentativ für alle KMU in Deutschland sind. Trotzdem lassen sich Trends im Bezug auf die Adaption von Social Media erkennen.

Studie: Social Media als Chance für kleinere und mittlere Unternehmen

Ähnlich wie bei den amerikanischen Kollegen steht Facebook als größtes und populärstes Social Network ganz vorne und stellt für die meisten Unternehmen wohl den ersten Schritt in die weite und unübersichtliche Welt des Social Web dar.

Die sozialen Netzwerke werden in erster Linie als kostengünstige Möglichkeit zur Kommunikation gesehen. Die Ziele bei der Nutzung sind Öffentlichkeitsarbeit (59,2% volle Zustimmung), Steigerung des Bekanntheitsgrades (48,7% volle Zustimmung) und Werbung (36,9% volle Zustimmung). Der Schwerpunkt liegt noch stark auf der klassischen Vermittlung von Inhalten.

Innovativere Anwendungsbereiche wie Kundendialog, Kundenbindung, Kundenbetreuung – die Königsdisziplinen von Social Media – werden bislang kaum genutzt. Aber genau hier sieht Heike Simmet die Chance für die kleineren und mittleren Unternehmen, sich zu positionieren und sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen:

Erst durch eine verstärkte Verwendung lokaler Social Media Plattformen und Bewertungsdienste wie z.B. Qype könnten kleine und mittelständische Unternehmen in Verbindung mit mobile Devices und Apps ihre traditionellen Stärken wie Kundennähe und Serviceorientierung in Nischenpositionen auch in der virtuellen Welt voll ausspielen.

Nachtrag: Den Hinweis zur Studie bekam ich durch KennstDuEinen Blog auf Google+

Social Media Marketing Report 2012: Die wichtigsten Erkenntnisse in der Übersicht

Social Media Marketing Industry Report 2012Social Media ist längst im Mainstream angekommen und es wird nicht mehr weggehen, was immer mehr Unternehmen veranlasst, sich eingehender mit Social Media Marketing zu beschäftigen. Michael Stelzner, Gründer des Social Media Examiner veröffentlicht jährlich den Social Media Marketing Industry Report.

Darin sind die wichtigsten Erkenntnisse einer Studie zusammengefasst, für die 3800 Marketing-Fachleute in den USA befragt wurden. Wie stehen sie zu Social Media Marketing, wie wird es bereits genutzt und was erwarten sie in Zukunft von diesem noch relativ jungen Zweig des Marketing? Fragen, die sich so oder so ähnlich vermutlich auch Marketing Verantwortliche in deutschen Unternehmen stellen.

Die wichtigsten Erkenntnisse, die Stelzner in einer Zusammenfassung auflistet,  sind:

  • Die Marketer setzen große Hoffnungen in Social Media. 83% erachten Social Media als wichtig für ihren Geschäftserfolg.
  • Targeting und das Messen des Return on Investment (ROI) sind für 40% von übergeordneter Bedeutung.
  • Video Marketing steht hoch im Kurs. 76% wollen ihre Anstrengungen und Investition in diesem Bereich verstärken.
  • Das Interesse an Google+ ist enorm groß. Während bislang nur 40% Google+ nutzen, wollen 70% aller Befragten mehr darüber erfahren. 67% planen, diese neue Plattform zu nutzen oder bestehende Aktivitäten auszubauen.
  • Die wichtigsten Vorteile, die man sich von Social Media Marketing verspricht, sind eine bessere Präsenz (85%), höherer Traffic (69%), und Erkenntnisse über den Markt (65%)
  • Die fünf wichtigsten Social Media Plattformen sind: Facebook, Twitter, LinkedIn, (Corporate) Blogs und YouTube. Google+ folgt auf Platz 6.
  • Social Media wird als sehr zeitaufwändig bewertet: 59% sind mindestens 6 Stunden pro Woche mit Social Media beschäftigt und ein Drittel investiert sogar 11 Stunden oder mehr pro Woche.
  • Das Outsourcen von Social Media Aufgaben ist noch unterentwickelt. Lediglich 30% der Unternehmen geben Teile ihres Social Media Marketings extern in Auftrag.

Der Report steht noch bis zum 19. April zum kostenlosen Download bereit. Mehr Infos auf Social Media Examiner.

Die Bedürfnispyramide für das Social Media Business

Immer mehr Unternehmen entscheiden sich zwar für den Einsatz von Social Media als Bestandteil ihrer Unternehmensstrategie. Allerdings lassen dabei viele eine gute Vorbereitung und eine systematische Implementierung vermissen.

Auf der LeWeb’11 Konferenz hat Jeremiah Owyang von der Altimeter Group eine Keynote gehalten, die auf einer Untersuchung gründet, für die Anwender in großen Unternehmen und Software Anbieter befragt wurden, komplettiert durch 50 Social Media Fallstudien. Die zugehörige Präsentation steht auf Slideshare zur Verfügung.

Owyang zeigt, ausgehend von Maslow’s Bedürfnispyramide, wie eine konsequente Social Media Strategie über verschiedene Stufen umgesetzt werden kann, bis hin zur vollständigen Integration wie bei den Bestpractice Beispielen Dell oder Zappos.

Seomoz: State of the SEO Industry 2010

Bild klicken für größere AuflösungIm April dieses Jahres bat die amerikanische Internet Marketing Firma Seomoz die internationale SEO Community um Mitwirkung bei der zweiten SEO Industry Survey, einer Bestandsaufnahme der Branche. Die erste Umfrage dieser Art fand bereits 2008 statt.

Mit 3.000 Rückmeldungen hatte man gerechnet, über 10.000 sind letztendlich eingegangen. Eine vergleichbare Untersuchung von eConsultancy und SEMPO brachte es nur auf 1.500 Antworten. Ein weiterer Unterschied liegt darin, daß die Seomoz Studie kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Die Untersuchungsergebnisse gibt es in einer kurzen Version als Zusammenfassung. Die vollständigen Ergebnisse werden hier aufgeführt, wobei sogar die Rohdaten im CSV Format zum Download zur Verfügung stehen. Komplettiert wird das Angebot durch die Visualisierung der Resultate in Form einer Infografik, die sogar in Postergröße erworben werden kann.

Disclaimer: “The 2010 SEO Industry Survey content was re-published in whole or in part with permission. SEOmoz is not affiliated with this site.” The original article on the SEOmoz site: http://www.seomoz.org/seo-industry-survey.

Marken im Social Web – Universal McCann veröffentlicht Wave 5 Studie

Social Media hat die Medienlandschaft und die sozialen Interaktionen von Menschen auf der ganzen Welt grundlegend verändert und sich jenseits des Hypes als globales Phänomen etabliert. Soziale Netzwerke und Communities sind nicht nur Plattformen für die Vernetzung von Menschen untereinander, sie sind bieten auch Möglichkeiten für Partizipation und interaktive Beziehungen zwischen Marken und Konsumenten.

the socialisation of brands

Universal McCann veröffentlichte kürzlich mit Wave 5 – The Socialisation of Brands die aktuelle Version einer seit 2006 weltweit durchgeführten Studie, für die über 95300 Internetnutzer aus 59 Nationen befragt wurden. Die 5. Auflage dieser Studie will Unternehmen Anhaltspunkte liefern, wie verschiedene Gruppen von Nutzern in der neuen interaktiven und vernetzen Welt des Social Web agieren und wie ihre unterschiedlichen Motivationen zur Teilnahme aussehen.

Dieses Beziehungsgeflecht und das Bedürfnis der Konsumenten nach einer sozialen Erfahrung mit Marken zu verstehen, ist die Grundlage für eine erfolgreiche Social Media Strategie. Im Rahmen der Untersuchung hat sich gezeigt, dass die überwiegende Mehrheit der Marken und Unternehmen noch sehr “unsozial “ ist und sie sich immer noch schwer damit tun, auf eine intelligente Art und Weise mit den Konsumenten zu kommunizieren.

Die erhobenen Daten und deren Auswertungen sollen ihnen helfen zu verstehen, was sie brauchen, um sich mit den Nutzern im Social Web wirksam zu vernetzen.  Denn noch nie waren die Möglichkeiten zum Dialog und zum Aufbau von Beziehungen zwischen Marken und Konsumenten stärker ausgeprägt und gleichmäßiger verteilt als heute.

Das neue Digital Economy Factbook ist da: Zahlen, Fakten und Statistiken zum digitalen Wandel

Digital Economy Factbook Die digitale Revolution hat unser Leben und unsere Wirtschaft in nahezu jedem Bereich grundlegend verändert. Das Digital Economy Factbook hat den Anspruch, verlässliche Statistiken und Informationen von führenden Forschungsinstituten als Grundlage für eine tiefergehende Analyse und ein umfassendes Verständnis dieses Wandels bereitzustellen.

Herausgeber ist eine konservativ angehauchte, private Stiftung namens Progress & Freedom Foundation. Soeben wurde die zehnte Ausgabe des Digital Economy Factbook (2008 – 2009) veröffentlicht, die kostenlos als pdf heruntergeladen werden kann. Auf 183 Seiten gibt es komprimierte Zahlen und Fakten zu allen relevanten Bereichen der digitalen Ökonomie und Projektionen in die Zukunft. Die sieben Kapitel der zehnten Ausgabe:

  1. The Growth of the Internet
  2. The Hardware Sector
  3. The Communications Sector
  4. Digital Media
  5. Electronic Commerce
  6. Threats to the Digital Economy
  7. The Worldwide Digital Economy

[Gefunden bei Connecting the Dots]

Technorati Tags: