BBC interviewt Experten wie Arianna Huffington, Peter Thiel oder Tim Berners-Lee für die Digital Revolution Dokumentation

Digital Revolution ist der Arbeitstitel einer offenen und kollaborativen Dokumentation der BBC über das Web und wie es unser Leben verändert. Das Projekt wurde im Juli 2009 angekündigt. Seither werden kontinuierlich Beiträge für die geplante Ausstrahlung in 2010 auf BBC 2 produziert, die in vier Teilen erfolgen soll.

Inzwischen hat sich bereits eine Menge interessanten Materials angesammelt, das quasi als Arbeitsprobe schon gezeigt wird. Dazu gehören Interviews mit Experten wie Tim Berners-Lee, Stephen Fry, Charles Leadbeater, Howard Rheingold, John Perry Barlow, dem unvermeidlichen Clay Shirky oder dem unverbesserlichen Andrew Keen.

Die beiden aktuellsten Beiträge sind die Interviews mit dem Unternehmer, Risikokapitalisten und Facebook-Anteilseigner Peter Thiel und Arianna Huffington, der Mitbegründerin der einflussreichen Nachrichtenmagazins Huffington Post. Mit ihr diskutiert das BBC Team u.a. den Aufstieg von Blogs und Bürgerjournalismus sowie den Einfluss des Web auf die Politik.

[via Putting People First]

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More Google News

Google ist eigentlich immer für interessante Neuigkeiten gut, aber in den letzten Wochen erhöhte sich die Schlag(zeilen)zahl nochmal. Der Reigen wurde eröffnet durch den neuen Google Chrome Browser. Kurz danach folgte der 10. Geburtstag mit dem ganzen Brimborium an Huldigungen, Warnungen, Rück- und Ausblicken.

Mit dem Google News Archive will Google ein Archiv für Zeitungen aus der ganzen Welt aufbauen. Neben der Digitalisierung von Büchern ist diese Archivierung ein Teil von Google’s Strategie, Offline-Inhalte auch online zur Verfügung zu stellen und durchsuchbar zu machen. Das Projekt, bereits 2006 gestartet, wird in Zusammenarbeit mit interessierten Verlagen kontinuierlich weiter ausgebaut.

Die massive Kritik an Google Chrome im Hinblick auf Sicherheit und Datenschutz hat Google ernst genommen und schnell reagiert. Suchanfragen und IP-Adresse werden jetzt nur noch 9 Monate statt 18 Monate gespeichert. Übrigens sammelt auch die Konkurrenz: Microsoft behält die Daten 18 Monate und Yahoo immerhin 13 Monate. Bei der umstrittenen Google Suggest Funktion im Eingabefeld (Omnibox) soll nochmal nachgebessert werden. Um die Thematik  und Google’s geänderte Policy möglichst verständlich rüberzubringen, wurde ein kleines Video produziert: Google Search Privacy: Plain and Simple.

Google tut alles, um die Menschen in seine Domäne, das Web, zu bringen. Mit dem neu gegründeten Unternehmen O3B Networks, sollen weiteren 3 Milliarden Menschen in Entwicklungsländern ans Internet angeschlossen werden. In Kooperation mit der britischen HSBC Bank und dem Kabelfernsehsender Liberty Global plant Google die Installation eines Satelliten-Netzes, das in Äquatornähe stationierte Mobilfunkmasten mit Breitbandnetzen verbindet und dadurch schnelle und gleichzeitig bezahlbare Zugänge anbietet.

Die Dominanz im Werbemarkt wird durch die Ausweitung auf TV Werbung weiter ausgebaut. Google hat soeben mit NBC Universal einen mehrjährige Zusammenarbeit vereinbart, die besagt, dass die Werbezeiten verschiedener Kabelsender in Zukunft durch den Google TV Ads Dienst vermarktet werden. Für NBC hat das u.a. den Vorteil, dass sie den Werbetreibenden bessere und präzisere Daten fürs Targeting zur Verfügung stellen können.

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WE Magazine am Start

Erst neulich habe ich mich gefragt, was aus dem WE (will rock you!) Projekt von Ulrike Reinhard und ihren Mitstreitern geworden ist. Die Antwort kam denn auch prompt in Form einer email von Ulrike, in der Sie mich auf die erste Ausgabe des we-magazine aufmerksam machte.

Der inhaltliche Fokus liegt auf dem Potenzial des Internet bzw. des WWW, die Dinge nicht als isolierte Einzelne sondern gemeinschaftlich, als Wir anzugehen und zu bewegen. Die erste Ausgabe des Magazins liefert einen breiten Mix an Themen und enthält Beiträge von bzw. Interviews mit international renommierten Web Celebrities wie Stephen Downes, Dan Gillmor, Joichi Ito und der charmanten Regine Debatty.

Die Inhalte unterliegen der CC Attribution-Noncommercial-Share Alike, Germany Lizenz und sind in verschiedenen Formaten erhältlich: Als kostenlose Texte im Web; darüber hinaus kostenpflichtig als ebook und als Druckversion auf lulu.com. Für die Zukunft ist ein vierteljährliches Erscheinen des Magazins geplant. Da Ulrike viel in der Welt rumkommt und alles kennt, was im Internet Rang und Namen hat, kann man sich auf weitere interessante Ausgaben freuen.

Als Teaser für die Erstausgabe habe ich das Interview mit Ethan Zuckerman, dem Mitbegründer von Gobal Voices ausgesucht, dessen Blog My heart’s in Accra seit zwei Jahren einen festen Platz in meinem Feedreader hat.

ethan zuckerman

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Das Social Media Klassenzimmer

Howard Rheingold ist international anerkannter Internet Vorreiter, Redner und Autor diverser Bücher zum Thema neue Technologien und ihre Auswirkungen auf unsere Gesellschaft. Darüber hinaus unterrichtet er auch als Dozent an verschiedenen amerikanischen Hochschulen, u. a in Berkeley und Stanford.

In dieser Eigenschaft konzipierte er eine vollkommen webbasierte Lernumgebung. Sein Social Media Classroom befindet sich noch in der Entwicklung und soll neben Chat, Wiki, Blog, Socialbookmarking, Microblogging auch ein Video Modul enthalten. In seinem 8 Minute Video on the Social Media Classroom gibt er einen Ausblick auf seine Version einer zeitgemäßen Lernplattform.

socialmedia_classroom

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Video zum Socialcamp 2008 in Berlin

Am 14. und 15. Juni 2008 trafen sich in Berlin-Kreuzberg auf dem Socialcamp Online Experten mit VertreterInnen gemeinnütziger Organisationen, um sich auszutauschen und die Möglichkeiten des neuen Internet für NGOs auszuloten.

Das Socialcamp orientierte sich in Aufbau und Ablauf am erprobten Barcamp Format. Für alle, die nicht dabei sein konnten, gibt ein 22-minütiges Video Socialcamp – Der Film, veröffentlicht auf Helpedia, Einblicke in das Geschehen vor Ort.

(via TQUWiki Weblog)

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Google Sites für alle

Die erste Meldung, die mir heute in meinem Feedreader auffiel, war Quickly Grab a URL on Google Wikis; No Google Juice Though auf Amit Agarwal’s Digital Inspiration.

Ende Februar dieses Jahres reinkarnierte der von Google bereits 2006 übernommene Wiki Service JotSpot als Google Sites, allerdings nur als Bestandteil von Google Apps, der Online Collaboration Suite von Google und war demzufolge nur Google Apps Nutzern zugänglich.

Vor wenigen Stunden verkündeten verschiedene Google Blogs, unter ihnen der neu installierte Google Sites Blogs, dass Google Sites nicht mehr nur exklusiv in Google Apps sondern frei verfügbar ist von jedem mit einem Google Konto genutzt werden kann. Der Official Google Blog zu den Verwendungsmöglichkeiten:

Now we’ve made it easy for anyone to set up a website to share all types of information — team projects, company intranets, community groups, classrooms, clubs, family updates, you name it — in one place, for a few people, a group or the world. You can securely host your own website at http://sites.google.com/[your-website] and add as many pages as you like for free.

Ich bin auch gleich Amit Agarwal’s Empfehlung gefolgt und habe mir meine bevorzugte URL gesichert.

google_sites_coop

Wie Google Sites zu installlieren und zu benutzen ist, zeigt das folgende, knapp dreiminütige Erklärvideo.

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9to5 – Ich nenne es Rückblick

Das 9to5 Festival Camp ist zu Ende. Eindrücke und Besprechungen gibt es bereits in rauen Mengen. Nicht nur Blogger, auch die klassischen Medien schenkten der Veranstaltung große Beachtung.

Ich hatte mir vorgenommen, am Freitag auf jeden Fall von 9to5, also 21 Uhr bis 5 Uhr durchzumachen. Der Abend im Radialsystem fing mit Régine Debatty sehr charmant an. Die Belgierin plauderte auf Englisch aber mit einem bezaubernden französischen Akzent über ihren Blog we-make-money-not-art; wie sie damit Geld verdient, ohne ihre Prinzipien aufzugeben und wie sich dadurch ihr Leben insgesamt verändert hat.

In der darauf folgenden Show Berlin Bunny Lecture “Economy” mit den Hostessen Supatopcheckerbunny und Hilfscheckerbunny waren der Schriftsteller Peter Glaser und Veronika Mirschel, die Leiterin des Referats für Freiberufler bei ver.di zum Thema ‘Prokrastination und Selbstdisziplin, die Zukunft der Arbeit und ihre Feinde’ eingeladen. Das Ganze blieb über weite Strecken leider eine ziemlich fahrige Angelegenheit. Erst gegen Ende, als Peter Glaser die Gelegenheit erhielt, ein bischen auszuholen, wurde es dann doch noch interessant. In einer sehr unterhaltsamen Tour de Force sprach er über den souveränen Umgang mit dem ‘Informationshydranten’ Internet, das Elvis-Presley-Prinzip, Kraftwerk, Fruchtbarkeitsgöttinnen und Astronauten in Ohrensesseln. Wer wissen will, was es damit auf sich hat, sollte sich (zumindest) die letzten 15 Minuten der Audio-Aufzeichnung anhören.

Mein besonderes Interesse galt den beiden letzten Workshops in dieser Nacht: ‘Putting the Pro in Procrastination’ mit Kathrin Passig und ‘Wie ich die Dinge geregelt kriege – ohne einen Funken Selbstdisziplin’ mit Kathrin Passig und Sascha Lobo. War Kathrin Passig alleine noch einigermaßen ernst bei der Sache, änderte sich die Situation erwartungsgemäß, als Sascha Lobo dazustieß. Was folgte, war eine sehr freie Interpretation von Getting Things Done, die David Allen so wahrscheinlich nicht unterschreiben würde. Nach 40 Minuten bester Unterhaltung war es dann auch schon 4:45 Uhr. Zeit für ein bischen frische Luft und einen kleinen Schlummertrunk im Hof, bevor ich dann müde, aber gut gelaunt nach Hause radelte.

Fazit: Trotz inhaltlicher Kritik, die hier und da geäußert wurde, fand ich es eine gelungene Veranstaltung, die mich auch durch die sehr gute Organisation beeidruckt hat. Und schließlich war/ist das Radialsystem einfach eine wunderbare Location. Speziell das Sonnendeck werde ich echt vermissen.

Nachtrag 01.09.2007:

Auf zwei interessante Artikel will ich im Nachklang zu 9to5 noch hinweisen. Beide sind in der Berliner Zeitung erschienen. Holm Friebe selbst erklärt, wie die Hacker von c-base das robuste ‘Internet für 500 Leute’ in das Radialsystem eingezogen haben. Lotte Everts und Felix Petersen beschäftigen sich in ‘Rechtschaffen Müde’  mit der digitale Bohème aus der Sicht der Generation Praktikum.

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