Setzt Google mit dem Fokus auf Google+ den Kern seines Geschäftsmodells auf’s Spiel?

Google ist mit seinem neuesten Update zur Suche namens “Search, plus Your World” (SPYW) auf heftige Kritik gestoßen. Die Integration von sozialen Verbindungen (Social Graph) in die Suche kann prinzipiell eine gute Sache sein, weil sie spezifischere, personalisierte Suchergebnisse liefern kann. Google nutzt dazu bislang allerdings nur Informationen aus Google+ und anderen Google Diensten wie Picasa, YouTube oder dem Google Reader. Daten von anderen wichtigen sozialen Plattformen wie Facebook oder Twitter werden erstmal nicht verarbeitet, was Kritiker veranlasst, die Relevanz des Angebots und gar Google’s Integrität als Unternehmen in Frage zu stellen. Sicher ist, eine soziale Suche, die diesen Namen verdient, muss Ergebnisse aus allen wichtigen sozialen Plattformen reflektieren. Was ist der Grund für Google’s ziemlich robuste Strategie im Zusammenhang mit der Promotion von Google+ und SPYW? Warum riskiert Google, die öffentliche Meinung derart gegen sich aufzubringen? Ist es die Arroganz eines Monopolisten, der Too Big To Fail ist und glaubt, sich alles leisten zu können?

Vielleicht ist es etwas komplizierter. Google’s Mission war es von Anfang an, das offen zugängliche Web zu crawlen, zu indexieren und für alle zugänglich zu machen. Die Strukturen im Netz haben sich durch soziale Netzwerke wie Facebook in den letzten Jahren grundlegend geändert. Facebook und ähnliche Veranstaltungen sind “walled-gardens”, Daten-Silos, die von Google und seinen Crawlern nur begrenzt durchsucht werden können. Das gleiche gilt – eingeschränkt – auch für Twitter. Obwohl der überwiegenden Teil der Tweets öffentlich ist (Twitter spricht von 250 Millionen pro Tag), braucht Google zusätzliche Daten, um sinnvolle Ergebnisse zu liefern. Amit Singhal, der Verantwortliche für die Google Suche zu diesem Problem:

A good product can only be built where we understand who’s who and who is related to whom. Relationships are also important alongside content. To build a good product, we have to do all types of processing. But fundamentally, it’s not just about content. It’s about identity, relationships and content. Anything else trivializes a very hard product.

Bereits 2007 hat Google mit Open Social versucht, auf diese Entwicklungen mit offenen Standards zu reagieren, ist aber gescheitert. Bei der Realtime-Search, die 2009 eingeführt wurde, bezahlte Google sowohl an Twitter als auch an Facebook Lizenzgebühren, um Zugang zu qualifizierteren Datensätzen zu erhalten. (Eine kleine Zwischenfrage: Wem gehören eigentlich die Tweets oder Statusupdates, die da verkauft wurden? Den Nutzern, welche die Inhalte generierten oder den Plattform-Betreibern?) Die Entwicklung dieses Dienstes hat Google einiges an Geld und Entwicklungsarbeit gekostet. Er verarbeitete Echtzeit-Daten aus verschiedenen Quellen – neben Twitter und Facebook u.a. auch von MySpace, Quora, Gowalla oder Identi.ca. und lieferte gute Ergebnisse. Als Twitter Anfang Juli 2011 den Vertrag nicht mehr verlängerte und Google den Zugang zu diesem speziellen Datenstrom sperrte, entschied Google, die Realtime-Search vorerst einzustellen, weil der überwiegende Teil der Inhalte von Twitter stammte. Dagegen verlängerte Twitter  einen ähnlichen Deal mit Bing, Microsoft’s Suchmaschine, die ebenfalls eine soziale Suche anbietet. Facebook stellt aufgrund der Verflechtungen mit Microsoft Bing sowieso mehr Daten zur Verfügung als Google.

Google hat zwar schon frühzeitig erkannt, welche Bedeutung dem Thema “Social” im gesamten Web zukommt und welche Rolle es auch für die Suche spielen wird. Die ersten Versuche Google’s, das soziale Web durchsuchbar zu machen, scheiterten. Da Google über keine (nennenswerten) eigenen sozialen Signale verfügte, war es abhängig von den großen Playern wie Facebook und Twitter. Meines Erachtens setzt der neue CEO Larry Page deswegen mit soviel Nachdruck auf eine eigene Social Strategie mit Google+ und dem +1 Button, um eben den Kern seines Geschäftsmodells – die Suche – auch in den Zeiten des Social Web intakt zu halten. Es geht weniger darum, Facebook als Social Network Konkurrenz zu machen.

Ich gehe davon aus, dass “Search, plus Your World” sich in einem vorläufigen Stadium befindet, in dem Google mit eigenen sozialen Daten experimentieren kann, um es kontrolliert weiter zu entwickeln. Auch bin ich fest davon überzeugt, dass Google wie schon bei der Realtime Search mittelfristig daran interessiert ist, ein breites Spektrum an relevanten Quellen, natürlich auch Facebook und Twitter zu integrieren. Dazu braucht es eine für alle Seiten tragfähige und verbindliche Lösung. Wie die aufgeregten Reaktionen von Facebook und Twitter gezeigt haben, ist Google inzwischen in einer besseren Verhandlungsposition. Und wie eine Verständigung aussehen könnte, skizziert Danny Sullivan in seinem Artikel “A Proposal for Social Network Détente”. Google’s soziale Suche würde durch Inhalte aus Facebook und Twitter reichhaltiger werden, während beide – insbesondere Twitter – von Google  im Hinblick auf die Such- und Sichtbarkeit ihrer Inhalte profitieren könnten. Letztendlich aber würde es uns, den Nutzern, am meisten zu Gute kommen.

Twitter plant Einführung eines eigenen Linkverkürzungs-Diensts

Zum Twitter Ökosystem gehören seit jeher eine Vielzahl von Linkverkürzungs-Diensten wie etwa bit.ly oder das untergegangene tr.im. Denn Twitter selbst bot bislang keine Möglichkeit, lange Links zu kürzen, damit sie möglichst wenige von den 140 zur Verfügung stehenden Zeichen beanspruchen.

Das soll sich ändern. In einem Blogbeitrag hat Twitter angekündigt, bald seinen eigenen, offiziellen Linkverkürzer t.co einzuführen, der alle Links auf der Plattform umwandeln wird. Dabei soll aber ein Teil der ursprünglichen URL zwecks Erkennbarkeit immer noch gezeigt werden.

twitter linkverkürzer

Twitter hat dadurch die Möglichkeit, die Verteilung und Wege der Links auf und von seiner Plattform zu verfolgen und zu analysieren. Das hat mehrere deutliche Vorteile, (wieso ich mich ähnlich wie beim angekündigten Werbemodell wundere, dass dieses Feature erst jetzt integriert wird.)

Erstens kann Twitter Spam und bösartige Links besser kontrollieren und so die Sicherheit der Nutzer erhöhen. Zweitens werden wertvolle Daten generiert, die für Analyse-Zwecke genutzt werden können.

Konkrete Möglichkeiten bieten sich an im Zusammenhang mit den Promtoted Tweets, wo gewonnene Daten in den Resonanz-Algorithmus einfließen könnten, um die Bedeutung eines Tweets für Nutzer zu ermittlen. Darüber hinaus könnten beispielsweise auch Controlling / Analytics Tools für die Konten von Werbekunden (commercial accounts) zur Verfügung gestellt werden.

Auf einer kleinen Auswahl von Konten (@TwitterAPI, @rsarver und @raffi) kann man den Linkverkürzungs-Effekt schon mal vorab sehen. Für Entwickler gibt es erste Informationen in den Twitter API Announcements.

Lifestreaming: Socialweb Aktivitäten organisieren und konzentrieren

Für Außenstehende besteht das Social Web aus einer unübersichtlichen Menge an Diensten, die zudem noch einen kontinuierlich anwachsenden Strom an Informationen und Inhalten erzeugen. Aber auch für die Insider, die aktiven Nutzer von Twitter, Google Buzz, Google Reader  Posterous, Tumblr, Facebook, Delicious, WordPress & Co. wird es immer mehr zu einer Herausforderung, ihr Socialmedia Setup sinnvoll zu organisieren, die eingehenden Inhalte zu filtern und weiter zu verarbeiten.

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Auszug an Diensten, die in Friendfeed eingespeist werden können

Hier kommt Lifestream bzw. Lifestreaming ins Spiel. Bereits 1996 entwickelten Eric Freeman und David Gelernter in Yale ein Konzept, wie sich Inhalte mit Hilfe der neuen Technologien erstellen und verbreiten lassen. In seiner einfachen Form ist es eine chronologische Sammlung aller Online Aktivitäten eines Menschen. Activity Streams ist ein synonymer Begriff in diesem Zusammenhang.

Der Schockwellenreiter Jörg Kantel hat kürzlich mit seiner Blogpost “Den Lebensstrom ordnen” das Thema angestoßen und in die Runde gefragt, wie seine Leser Ihren Lifestream organisieren. Neben seinem eigenen Hinweis auf ein WordPress Template namens Aggregator finden sich in den Reaktionen einige interessante Vorschläge, unter anderem Andreas Gohr’s Anwort mit Friendfeed als zentralem Aggregator für die Feeds. Eine Infographik veranschaulicht die Zusammenhänge.

Auch Martin Koser erläutert in einer Blogpost, wie er seinen “smart knowledge worker workflow” organisiert. Die komplexe Verdrahtung seiner benutzten Dienste, bei denen Google Reader auf der Eingangsseite und Google Buzz auf der Ausgangsseite zentrale Rollen spielen, wird ebenfalls durch eine Infographik illustriert.

Für all diejenigen, die es etwas einfacher haben willen, gibt es eine riesige Auswahl von Anwendungen, mit denen man seinen individuellen Lifestream automatisch generieren und bei vielen auch den konzentrierten Aktivitäten seiner Freund folgen kann. Herausgreifen will ich an dieser Stelle Tumblr, soup.io, Friendfeed und posterous. ReadWriteWeb hat bereits 2008 eine ausführliche Liste mit “35 Ways to Stream Your Life” zusammengestellt.

Für Blogger besteht darüber hinaus natürlich auch die Möglichkeit, die diversen Feeds ihrer Anwendungen per Widgets auf ihren Blogs einzubinden.

Weiterführende Links:

Lifestream Blog: Bog von Mark Krynsky zum Thema

Activity Streams: Präsentation von Chris Messina

Nice Posterous Overview and Why You Should Lifestream: Blog Beitrag auf Lifestream Blog

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Bekannte Brands, die ihre Twitter Namen noch nicht in Anspruch genommen haben

Das Registrieren von prominenten Marken- oder Produktnamen als Domains mit dem Ziel, diese möglichst gewinnbringend zu verkaufen, hat im Web eine lange Tradition. Domaingrabbing, Cybersquatting und Domainhandel sind die zugehörigen Stichworte.

Viele Domains waren in der Anfangszeit des Web bereits besetzt, bevor die eigentlichen Rechteinhaber auf den Plan traten, die diese neue Entwicklung mitunter schlichtweg verschlafen hatten. Anpassungen im Marken-und Wettbewerbsrecht sorgten letztendlich für die Durchsetzung ihrer Ansprüche.

twitter Mit der wachsenden Bedeutung von Socialnetworking Seiten wird es für Marken immer wichtiger, mit entsprechenden Domains auch auf Facebook oder Twitter vertreten zu sein. Die Bedeutung von Twitter wird von vielen großen Unternehmen offenbar noch nicht gesehen.

SEOptimise hat eine Liste mit 50 großen Marken zusammengestellt, die ihre Markennamen und die zugehörige Twitter URL (noch) nicht für sich beansprucht haben. Besonders die Automobilindustrie übt sich bislang in Zurückhaltung.

Hier die Top 20 aus der erwähnten Liste:

  1. http://twitter.com/Apple
  2. http://twitter.com/Acer
  3. http://twitter.com/Adidas
  4. http://twitter.com/Argos
  5. http://twitter.com/BandQ
  6. http://twitter.com/Barclays
  7. http://twitter.com/BMW
  8. http://twitter.com/Boots
  9. http://twitter.com/Dell
  10. http://twitter.com/Debenhams
  11. http://twitter.com/Dyson
  12. http://twitter.com/Disney
  13. http://twitter.com/Diesel
  14. http://twitter.com/Epson
  15. http://twitter.com/Ferrari
  16. http://twitter.com/Gucci
  17. http://twitter.com/Homebase
  18. http://twitter.com/HotelChocolat
  19. http://twitter.com/HMV
  20. http://twitter.com/Ikea

Right Here, Right Now: Google integriert Echtzeitsuche

Wie bereits im Oktober angekündigt, startet Google heute die Integration einer Echzeit Sektion auf seinen Suchergebnisseiten. Latest Results heißt der Teilbereich, auf dem Beiträge von schnelldrehenden Plattformen wie Twitter, FriendFeed, Jaiku, Identi.ca und auch von den großen Social Networks MySpace und Facebook dargestellt werden.

Auch wenn Google dafür die wichtigsten Spieler auf dem Echtzeit-Feld gewinnen konnte, lautet die Herausforderung “Relevance meets the real-time web”, wie es die Überschrift auf dem Official Google Blog treffend zum Ausdruck bringt. Die Schwierigkeit an dieser Stelle ist, für diese schnellen, dynamischen Inhalte aus disparaten Quellen blitzschnell eine vernünftige Reihenfolge (Ranking) zu generieren. Denn auch in der Echtzeitsuche rangiert das Prinizp Relevanz für Google an oberster Stelle.

Die neuen Features sind noch nicht überall sichtbar,  werden aber in den kommenden Tagen sukzessive ausgerollt. Mit diesem Link sollte es bereits jetzt funktionieren. Auf Search Engine Land gibt es eine detaillierte Besprechung. Das folgende Video vermittelt einen ersten kurzen Eindruck von der  Realtime Search auf Google.

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Das wurde echt Zeit: Google integriert Twitter-Inhalte in Suchergebnisse

Nur kurz nachdem Microsoft seine Partnerschaft mit Twitter und die Integration von Tweets in seine Suchmaschine Bing ankündigte, folgte Google’s Gegenschlag mit einer Ankündigung von Marissa Mayer auf dem Official Google Blog. Auch Google wird jetzt die Möglichkeit anbieten, Nachrichten der Twitter-Nutzer in Echtzeit zu durchsuchen.

Google Twitter updates

Aus Marissa Mayer’s Posting:

In the past few years, an entirely new type of data has emerged — real-time updates like those on Twitter have appeared not only as a way for people to communicate their thoughts and feelings, but also as an interesting source of data about what is happening right now in regard to a particular topic.
Given this new type of information and its value to search, we are very excited to announce that we have reached an agreement with Twitter to include their updates in our search results.

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Was sagt Google über Twitter und Facebook?

Die Socialmedia Phänomene Facebook und Twitter können Google in Sachen Traffic noch nicht das Wasser reichen, werden aber als hipper, zeitgemäßer oder zumindest zeitgeistiger wahrgenommen.

Was Google über die beiden Newcomer denkt? Das lässt sich am besten über entsprechende Suchanfragen herausfinden.

Facebook is … down? … for old people? … slow? … recently becoming very overpopulated? … for losers? …

facebook is

Twitter is … retarded? … over capacity? … down? … useless? … a waste of time? …

twitter is

[via Google Inside]

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John Battelle über Conversational Marketing

John Battelle ist Autor, Journalist / Blogger und Gründer / Geschäftsführer von Federated Media, einem Unternehmen, das an der Schnittstelle zwischen Content Produzenten, Publikum und Marketern arbeitet und sich mit dem Untertitel ‘Built on Conversational Media’ positioniert.

In einem Interview mit vator.tv erläutert er sein Konzept des Conversational Marketing als die aktuelle Version des Marketing in Zeiten von Social Media, in denen sich Menschen global durch Konversationen vernetzen. Die Frage für Unternehmen ist nicht ob, sondern wie sie sich an der Konversation beteiligen.

vator.tv

Auf die Frage nach Realtime Search und den Monetarisiserungsmöglichkeiten, z. B. von Twitter und Facebook zieht er einen sehr interessanten Vergleich zwischen Google und den ‘New Kids on the Block’:

We are early in that game but the idea is that there is data that is available at the moment that is responsive to what we might want to know is extremely exciting. The shift has gone from what people have said to what are people saying now. This presents an opportunity that gets us into a conversation. […]

Adsense, Adwords, is already a real time option where people have set up parameters.I don’t see why the model cannot be adapted to real time.I can see why Twitter or Facebook won’t have a platform. There is an infinite amount of work to be done and it is a huge commercial opportunity.

Battelle, bekannt geworden auch durch sein Buch “The Search” arbeitet gerade an einem neuen Projekt mit dem Titel “Conversation Economy” (im Unterschied zur Link Economy und Content Economy?) Das vollständige Interview (Länge 11:25 min) inklusive Transkription findet sich auf vatornews.

[via Hugo E. Martin / @gleonhard]

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Geld verdienen mit Twitter: Interview mit Shorty Awards Veranstalter Gregory Galant

Im Februar veranstaltete Gregory Galant das Shorty Awards Event. In 26 Kategorien wurden Firmen ausgezeichnet, die Twitter als Teil ihrer Content- und Marketing-Strategie nutzen.

Klicken, um zum Originalvideo zu gelangen Seine Firma  Sawhorse Media ist ein aufstrebendes Medien-Unternehmen, das ebenfalls versucht, mit speziell aggregierten Twitter-Inhalten (Beispiel: Musebin) Geld zu verdienen. Die Research Abteilung von Sawhorse veröffentlichte in diesem Zusammenhang den mit 795 Dollar nicht gerade preiswerten Shorty Report.

Advertising Age führte ein 9-minütiges Interview mit Galant über Strategien von Unternehmen und deren Erfahrungen in der Praxis mit ihren Twitter-gestützten Marketing Aktivitäten.

Auf das bisher nicht-existente Geschäftsmodell von Twitter selbst kommt Galant beiläufig ab 4:30 min zu sprechen:

“It’s really hard to spend some money on Twitter. Twitter, the company wouldn’t take your money.”

Eine neue Erfahrung für viele Marketing-Leute, die sonst gewohnt sind, große Mediaausgaben zu tätigen.

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Erfolgreiches Marketing mit Twitter: Tipps und Tools von Guy Kawasaki

In meinem letzten Posting zu Twitter Geschäftsmodellen ging ich auch auf Socialmedia Größen wie Robert Scoble, Chris Brogan und Guy Kawasaki ein, die Plattformen wie Twitter bislang kostenlos nutzen, um sich und ihre Projekte (den News Aggregator Alltop im Falle von Guy Kawasaki) zu promoten. Gerade bei Guy Kawasaki, der über 91.000 Follower hat und sogar über 99.000 Leuten folgt, fragte ich mich, wie das geht.

Die Antwort gab er in seiner Keynote “Twitter as a Tool for Social Media” auf der Searchengine Strategies 2009. Kawasaki meint, Twitter sei wahrscheinlich das beste Marketing Instrument seit Erfindung des Fernsehens und skizziert drei Generationen von Online Marketing:

Version 1: basierend auf Websites
Version 2: basierend auf Blogs
Version 3: basierend auf Microblogging (Twitter)

Für ihn und seine Zwecke hat es anscheinend funktioniert und er geht davon aus, dass dies jeder erreichen kann, der seine Methoden anwendet. destinationCRM.com hat seine 10 Steps to Terrific Twittering ausführlich beschrieben. Kawasaki geht es eindeutig um größtmögliche Reichweite und er hat keine Scheu, Twitter für Marketingzwecke zu benutzen. Die Grenzen zum Spam sind fließend – ein Vorwurf, den Kawasaki des öfteren zu hören bekommt. Zum Thema Follower, das mich besonders interessierte, erfährt man auf destinationCRM.com:

Kawasaki is followed by 91,000 Twitter users — but he also follows 97,000. He stressed the need to follow those who follow you. Of course, Kawasaki uses automation to keep up with his follows and followers, but the principle behind the process is important. “I think it’s inherently arrogant if you think that you are worth following, but the person following you is not worth you following,” he said. “I don’t want to send the message that 91,000 follow me, but I only follow 50. That’s a message that only 50 matter.” Plus, following those who follow you allows them to direct message you. You want to open up the lines of communication as much as possible, he said.

Interessant ist ebenfalls, welche Tools Kawasaki benutzt, um Marketing mit Twitter in dieser Größenordnung zu betreiben. Aus verschiedenen Quellen und seiner Linkliste zur Keynote habe ich eine Liste von Services zusammgengestellt, die er benutzt bzw. empfiehlt:

Adjix: Erstellt Tiny URLs in Verbindung mit kleinen Ads; liefert auch Tracking Statistiken
SocialToo: Für Socialnetwork Power User; synchronisiert Follower über verschiedene Networks hinweg
Twitter Search: Für’s Monitoring seines eigenen Namens und seiner Marke(n)
Twibs: Business Verzeichnis für Firmen, die Twitter nutzen, um erfolgreiche Beispiele zu finden
Retweetist: Aggregator für Retweets mit Top 100 Retweeted Links & Users
Twitter Hawk: Gezielte Werbung aufgrund von Keywords
Twitterfeed: Automatisiertes Einspeisen von RSS Feeds in Microblogging Plattformen
coTweet: Corporate Lösung für mehrere Nutzer eines Twitter Firmen Accounts
Tweetdeck & Twhirl: Adobe Air Desktop Applikationen für den besseren Überblick
Tynt Tracer: Tracking & Monitoring Tool für eigene Inhalte

Für alle, denen seine Nutzung von Twitter nicht gefällt, hat er ein neues Akronym geprägt: UFM = UnFollowMe.

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