Social Media Nutzung durch kleinere und mittlere Unternehmen

Mein letzter Beitrag beschäftigte sich mit dem Social Media Marketing Industry Report 2012 und der Social Media Nutzung durch Unternehmen in den USA. Grundlage war eine Studie, bei der 3800 Marketing-Fachleute befragt wurden.

Aber wie sieht die Situation in Deutschland aus, jenseits der großen Unternehmen, die über genügend Geld und Ressourcen verfügen, um ausgefeilte Social Media Strategien zu entwickeln bzw. entwickeln zu lassen? Heike Simmet, Professorin an der Hochschule Bremerhaven veröffentlichte vor kurzem die Kernergebnisse einer Studie, die mit mehr als 500 kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) durchgeführt wurde.

Die meist genutzten Plattformen sind Facebook (53,9%), Xing (50,8%), Twitter (35,9%), YouTube (25,9%) und Blogs (21,4%). LinkedIn wird immerhin von 16,9% der Unternehmen eingesetzt, während Google+ mit 6% noch eine untergeordnete Rolle spielt. Ich gehe stark davon aus, dass die Ergebnisse nicht repräsentativ für alle KMU in Deutschland sind. Trotzdem lassen sich Trends im Bezug auf die Adaption von Social Media erkennen.

Studie: Social Media als Chance für kleinere und mittlere Unternehmen

Ähnlich wie bei den amerikanischen Kollegen steht Facebook als größtes und populärstes Social Network ganz vorne und stellt für die meisten Unternehmen wohl den ersten Schritt in die weite und unübersichtliche Welt des Social Web dar.

Die sozialen Netzwerke werden in erster Linie als kostengünstige Möglichkeit zur Kommunikation gesehen. Die Ziele bei der Nutzung sind Öffentlichkeitsarbeit (59,2% volle Zustimmung), Steigerung des Bekanntheitsgrades (48,7% volle Zustimmung) und Werbung (36,9% volle Zustimmung). Der Schwerpunkt liegt noch stark auf der klassischen Vermittlung von Inhalten.

Innovativere Anwendungsbereiche wie Kundendialog, Kundenbindung, Kundenbetreuung – die Königsdisziplinen von Social Media – werden bislang kaum genutzt. Aber genau hier sieht Heike Simmet die Chance für die kleineren und mittleren Unternehmen, sich zu positionieren und sich Wettbewerbsvorteile zu verschaffen:

Erst durch eine verstärkte Verwendung lokaler Social Media Plattformen und Bewertungsdienste wie z.B. Qype könnten kleine und mittelständische Unternehmen in Verbindung mit mobile Devices und Apps ihre traditionellen Stärken wie Kundennähe und Serviceorientierung in Nischenpositionen auch in der virtuellen Welt voll ausspielen.

Nachtrag: Den Hinweis zur Studie bekam ich durch KennstDuEinen Blog auf Google+

Marken im Social Web – Universal McCann veröffentlicht Wave 5 Studie

Social Media hat die Medienlandschaft und die sozialen Interaktionen von Menschen auf der ganzen Welt grundlegend verändert und sich jenseits des Hypes als globales Phänomen etabliert. Soziale Netzwerke und Communities sind nicht nur Plattformen für die Vernetzung von Menschen untereinander, sie sind bieten auch Möglichkeiten für Partizipation und interaktive Beziehungen zwischen Marken und Konsumenten.

the socialisation of brands

Universal McCann veröffentlichte kürzlich mit Wave 5 – The Socialisation of Brands die aktuelle Version einer seit 2006 weltweit durchgeführten Studie, für die über 95300 Internetnutzer aus 59 Nationen befragt wurden. Die 5. Auflage dieser Studie will Unternehmen Anhaltspunkte liefern, wie verschiedene Gruppen von Nutzern in der neuen interaktiven und vernetzen Welt des Social Web agieren und wie ihre unterschiedlichen Motivationen zur Teilnahme aussehen.

Dieses Beziehungsgeflecht und das Bedürfnis der Konsumenten nach einer sozialen Erfahrung mit Marken zu verstehen, ist die Grundlage für eine erfolgreiche Social Media Strategie. Im Rahmen der Untersuchung hat sich gezeigt, dass die überwiegende Mehrheit der Marken und Unternehmen noch sehr “unsozial “ ist und sie sich immer noch schwer damit tun, auf eine intelligente Art und Weise mit den Konsumenten zu kommunizieren.

Die erhobenen Daten und deren Auswertungen sollen ihnen helfen zu verstehen, was sie brauchen, um sich mit den Nutzern im Social Web wirksam zu vernetzen.  Denn noch nie waren die Möglichkeiten zum Dialog und zum Aufbau von Beziehungen zwischen Marken und Konsumenten stärker ausgeprägt und gleichmäßiger verteilt als heute.

IKEA’s Playreport: Das Leben ist ein Kinderspiel

Playreport ist eine großangelegte Untersuchung zum Thema Spielen und kindliche Entwicklung. Für das Projekt,  initiiert von IKEA, wurden in 25 Ländern Interviews mit insgesamt 11.000 Menschen geführt: Knapp 8000 Eltern und über 3000 Kinder (dieser Eltern) im Alter bis zu 12 Jahren beantworteten online 50 verschiedene Fragen über ihr gemeinsames Leben und Spielen zu Hause.

IKEA will durch die Untersuchung Eltern und Kindern zuhören, Einblicke in und Erkenntnisse über ihre Bedürfnisse gewinnen, um sie dann in die Entwicklung von Kindermöbeln und die IKEA Kinderwelt einfließen zu lassen.

Der Untersuchungsreport – der Playreport – hat sein Zuhause auf einer Facebook Seite, auf der Experten, Eltern und alle am Thema Interessierten sich an der Diskussion zum Thema beteiligen können. Dort stehen auch die Untersuchungsergebnisse zum Download bereit. Ein erfreuliches Ergebnis ist beispielsweise, dass Kinder viel lieber mit ihren Eltern spielen würden, als Fernsehen zu schauen … falls diese die Zeit dafür finden.

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Neuer Report zum Thema ROI, Erfolgskontrolle und Kennzahlen für Social Media

Social Media Seiten wie Facebook oder YouTube gehören zu den Top Destinationen im Web. 73% der Internet User in den USA nutzen Social Media Seiten mindestens einmal wöchentlich. Dass Social Media Marketing immer wichtiger wird, ist nur noch schwer zu ignorieren – gerade vor dem Hintergrund der von Facebook aktuell vorgestellten Neuerungen. Viele Unternehmen sehen inzwischen das Potenzial, haben aber Schwierigkeiten, eine Social Media Strategie zu formulieren und in ihr gesamtes Marketing zu integrieren.

Leider hat WordPress.com aktuell ein Problem, den fertig geschriebenen Beitrag fehlerfrei darzustellen, weswegen ich mich entschieden habe, diesen auf meinem posterous Blog zu veröffentlichen. Wer also (hoffentlich) weiter lesen will, die Fortsetzung ist nur einen Klick entfernt.

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Google beantwortet zwei Drittel aller Suchanfragen weltweit

Google erzielt im Krisenjahr 2009 nicht nur den höchsten Gewinn in der Unternehmensgeschichte. Im weltweiten Suchmaschinenmarkt, der 2009 ein sattes Wachstum von 46 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen hatte, nimmt das Unternehmen eine dominierende Stellung ein.

Laut einer gerade veröffentlichten Studie des Marktforschungsunternehmens comScore beantwortete Google im Monat Dezember 2009 zwei Drittel von über 131 Milliarden weltweit getätigten Suchanfragen, also knapp 88 Milliarden und legte  im Vergleich zum Vorjahr um 58 Prozent zu.

Die folgende Tabelle von comScore verdeutlicht das ganze Ausmaß von Google’s Vormachtstellung  innerhalb des globalen Wettbewerbsumfelds:

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Neue Ressource für Statistiken: Google Internet Stats

Ohne großes Aufsehen hat Google mit Google Internet Stats eine neue Anlaufstelle für Wirtschafts- und Mediadaten eingerichtet.

Zur Verfügung gestellt werden Zahlen und Fakten für die fünf Schwerpunkt-Bereiche Technology, Macro Economic Trends, Media Landscape, Media Consumption und Consumer Trends und als kurze, prägnante Aussagen präsentiert.

google internet stats

Der Input für die Datenbank stammt – neben Google Insights for Search – von vielen bekannten und international renommierten Anbietern:

B2Bonline.com, BARB, BusinessWeek, Coke, Commission of the European Communities, Comscore, Core Metrics, Datamonitor, Deloitte, The Economist, eMarketer, Enders Analysis, Eurostat, Film Distributors Association, Financial Times, Forrester, GFK, Google Insights for Search, Greenbee.com, Guardian, HarvardBusiness.org, Hitwise, IAB, IFPI, IMF, Internet Retailing, Internetworldstats.com, JP Morgan, KMPG, Media & Marketing, Mediascope Europe, Mindshare, Motorola, Net Imperative, New York Magazine, Nielsen, NMA, Ofcom, Opsos MediaCT, PriceWaterhouseCoopers, QuickPlay Media Inc., Retail Week, Reuters, TGI Net, Times Online, TNS, Verdict Research, Wall Street Journal, WARC, YouTube, ZenithOptimedia, GM.

Trotz dieser internationalen Firmen liegt der Fokus auf britischen und europäischen Zahlen. Auch die Verwendung einer UK Domain legt den Schluss nahe, dass dieses Angebot zunächst in einem überschaubaren Rahmen getestet werden soll, um es dann sukzessive weltweit auszurollen.

[via Marketing Pilgrim und RWW]

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Das neue Digital Economy Factbook ist da: Zahlen, Fakten und Statistiken zum digitalen Wandel

Digital Economy Factbook Die digitale Revolution hat unser Leben und unsere Wirtschaft in nahezu jedem Bereich grundlegend verändert. Das Digital Economy Factbook hat den Anspruch, verlässliche Statistiken und Informationen von führenden Forschungsinstituten als Grundlage für eine tiefergehende Analyse und ein umfassendes Verständnis dieses Wandels bereitzustellen.

Herausgeber ist eine konservativ angehauchte, private Stiftung namens Progress & Freedom Foundation. Soeben wurde die zehnte Ausgabe des Digital Economy Factbook (2008 – 2009) veröffentlicht, die kostenlos als pdf heruntergeladen werden kann. Auf 183 Seiten gibt es komprimierte Zahlen und Fakten zu allen relevanten Bereichen der digitalen Ökonomie und Projektionen in die Zukunft. Die sieben Kapitel der zehnten Ausgabe:

  1. The Growth of the Internet
  2. The Hardware Sector
  3. The Communications Sector
  4. Digital Media
  5. Electronic Commerce
  6. Threats to the Digital Economy
  7. The Worldwide Digital Economy

[Gefunden bei Connecting the Dots]

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