Dare to Share: Eine neue Kultur der Zusammenarbeit in Unternehmen

Die permanenten Veränderungen in der digitalen Technologie und im Netz haben nachhaltigen Einfluß auf die Kommunikation und die Zusammenarbeit in Unternehmen. Das Web 2.0 war zu Beginn ein Phänomen im Consumer Bereich. Die Unternehmen taten sich eher schwer mit der Adaption von Web 2.0 Technologien, also der Transformation in ein Enterprise 2.0. Inzwischen haben sich die Widerstände gelegt. Die  möglichen Vorteile für Unternehmen liegen in einer besseren Vernetzung, stärkerer Interaktion, größerer Transparenz, sowie besserer Zusammenarbeit und Kooperation der Mitarbeiter.

Die  Steigerung der kollektiven Intelligenz und der Produktivität  können zu entscheidenden Vorteilen im Wettbewerb führen. Mit diesem Thema beschäftigte ich mich sehr stark in den Jahren 2006 bis 2008. Der Name dieses Blogs (c/o operative) entstand in diesem Zusammenhang. 2006 verfasste ich für CHECK.point eLearning den Markreport “Enterprise 2.0: Web 2.0 in Unternehmen”. Inzwischen verfolge ich dieses Thema nur noch aus dem Augenwinkel heraus. Mein Fokus hat sich in Richtung Online- und Social Media Marketing verschoben. Dennoch freue ich mich über die positive Entwicklung, die in dieser Infographik von Socialcast anschaulich gemacht wird:

Dare to Share: A New Culture of Collaboration in the Enterprise

[Dank an Hugo E. Martin (Facebook) für den Hinweis.]

The Power of Pull

John Hagel III und John Seely Brown, die beiden Gründer und Vorsitzenden des Deloitte LPP Center for Edge Innovation haben bereits mehrere Bücher zum Thema Technologie und Innovation gemeinsam geschrieben.

Ihr neuestes Werk The Power of Pull: How Small Moves, Smartly Made, Can Set Big Things in Motion, das sie zusammen mit Lang Davison, dem Geschäftsführer des Deloitte Center for Edge Innovation verfassten, wird morgen offiziell veröffentlicht.

Zur Promotion des Buches wurde u. a. eine Facebook Seite eingerichtet, auf der auch einige Videos zu sehen sind, in denen Hagel und Seely Brown verschiedene Aspekte ihres neuen Buchs diskutieren. Gary Bolles, der die Videos produzierte, stellt darüber hinaus eine Sammlung von insgesamt 25 Videos mit den beiden auf einem speziell eingerichteten YouTube Channel zur Verfügung. Die folgende kleine Kostprobe läuft unter der Überschrift Big Shifts are Creating Big Changes”:

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BBC interviewt Experten wie Arianna Huffington, Peter Thiel oder Tim Berners-Lee für die Digital Revolution Dokumentation

Digital Revolution ist der Arbeitstitel einer offenen und kollaborativen Dokumentation der BBC über das Web und wie es unser Leben verändert. Das Projekt wurde im Juli 2009 angekündigt. Seither werden kontinuierlich Beiträge für die geplante Ausstrahlung in 2010 auf BBC 2 produziert, die in vier Teilen erfolgen soll.

Inzwischen hat sich bereits eine Menge interessanten Materials angesammelt, das quasi als Arbeitsprobe schon gezeigt wird. Dazu gehören Interviews mit Experten wie Tim Berners-Lee, Stephen Fry, Charles Leadbeater, Howard Rheingold, John Perry Barlow, dem unvermeidlichen Clay Shirky oder dem unverbesserlichen Andrew Keen.

Die beiden aktuellsten Beiträge sind die Interviews mit dem Unternehmer, Risikokapitalisten und Facebook-Anteilseigner Peter Thiel und Arianna Huffington, der Mitbegründerin der einflussreichen Nachrichtenmagazins Huffington Post. Mit ihr diskutiert das BBC Team u.a. den Aufstieg von Blogs und Bürgerjournalismus sowie den Einfluss des Web auf die Politik.

[via Putting People First]

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Die Zukunft der Innovation: Über 350 Experten teilen ihre Hoffnungen und Visionen

The Future of Innovation ist ein Projekt, das aus einer Website und einer Community von über 350 führenden Denkern aus 60 verschiedenen Nationen und allen relevanten gesellschaftlichen Bereichen besteht. Ziel ist, gemeinsam die Zukunft der Innovation zu erforschen.

Die individuellen Beiträge der Mitwirkenden werden fortlaufend auf der Website veröffentlicht. Kommentarfunktionen sollen eine direkte Kommunikation und Diskussion mit den Autoren ermöglichen. Alle Beiträge stehen online; eine Auswahl daraus wird  im November 2009 als Buch herauskommen.

Entstanden ist dieses Projekt, das sich ein bischen als als ‘wikipedia’ for the next frontier of innovation versteht, im Nachgang zur ISPIM 2008 Konferenz. Anna Trifilova interviewte für den Konferenzbericht zwei Keynote Speaker der Konferenz, John Bessant und Bettina von Stamm zum Thema Zukunft der Innovation und stellte erstaunt fest, dass beide recht unterschiedliche Meinungen dazu äußerten.

Daraus entwickelte sich in weiteren Gesprächen zwischen Anna Trifilova und Bettina von Stamm die Idee, zu erfahren, was auch andere Vordenker aus der ganzen Welt zu diesem spannenden Thema zu sagen haben. Wer übrigens noch einen eigenen Beitrag dazu leisten will, kann das hier tun.

Zum Abschluß einige Lesebeispiele, von mir ausgesucht anhand des Keyword Index:

Elisabeth Plum: “The Future Of Innovation Depends On Our Cultural Intelligence”

Gilles Toulemonde: “The Future Of Innovation … Management Software”

Cheryl Perkins: “Future Of Innovation … Personal Passion And Strategic Collaboration”

Henry Tirri: “The Future Of Innovaiton … Innovation As A Corporate Activity”

Anja Maier: “The Future Of Innovation: Orchestrating Ideas Through Communication”

[via Putting people first]

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Google Translator Toolkit: Die Informationen der Welt übersetzen

In einer international vernetzen Welt sind Übersetzungen wichtige Grundlagen für den Austausch von Informationen. Google bietet seit schon seit einiger Zeit seinen automatischen Übersetzungsdienst Google Translate an. Mit Google Translator Toolkit veröffentlichte das Unternehmen jetzt eine ganze Werkzeugkiste, die nicht nur maschinengesteuerte Übersetzung sondern auch deren Verfeinerung durch menschlichen Input ermöglicht.

Zur Zeit kann nur von der Ausgangssprache Englisch in viele verschiedene Sprachen, unter anderem auch Deutsch übersetzt werden. Google Translator Toolkit erlaubt das Hochladen von HTML, Mircrosoft Word, OpenDocument Text, Rich Text and Plain Text Dokumenten bis zu 1 MB sowie über die URL-Eingabe Wikipedia- oder Knol-Artikel für die Übersetzung.

google translator toolkit workbench

Das übersichtliche Interface zeigt links den Originalext und rechts die (zunächst maschinelle) Übersetzung, so dass eine direkte Vergleichbarkeit für das weitere Bearbeiten ermöglicht wird.

Das Interessante daran ist, dass man die gleichen Sharing- und Kollaborationsmöglichkeiten wie in Google Docs hat. Darüber hinaus wird mit Translation Memories eine Datenbank mit bereits existierenden Übersetzungen von Dokumenten angelegt, auf die man im Bedarfsfall zurückgreifen und mit dem eigenen Text ver- bzw. abgleichen kann, um mit der Zeit eine größere Konsistenz in den Texten zu erreichen. Abgeschlossene Übersetzungen können natürlich auf dem eigenen Rechner  gespeichert werden.

Der Service ist kostenlos; aber für die Zukunft ist geplant, Nutzer mit hohen Volumina zur Kasse zu bitten. Die kurze Video-Tour liefert einen ersten, kurzen Überblick. Ausführliche Informationen gibt es in der Hilfe-Sektion von Google Translator Toolkit und auf Google Blogoscoped, wo ich auch auf dieses neue Tool aufmerksam wurde.

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Us Now: Dokumentation über Massenkollaboration, Politik und das Internet

Clay Shirky Neue Technologien und die damit verbundene Kultur der Partizipation, Transparenz und Zusammenarbeit breiten sich stetig von den Rändern zum Zentrum aus und beeinflussen zunehmend auch unser soziales und politisches Umfeld.

Die 60-minütige Dokumentation Us Now von Banyak Films beschreibt diesen Übergang und versucht zu zeigen, wie selbstorganisierte (online) Netzwerke vorherrschende Strukturen aufbrechen und mehr Teilhabe an politischen Entscheidungen erreichen können.

Aus der Beschreibung zum Film:

In his student flat in Colchester, Jack Howe is staring intently into his computer screen. He is picking the team for Ebbsfleet United’s FA Trophy Semi-Final match against Aldershot . Around the world 35,000 other fans are doing the same thing, because together, they own and manage the football club. If distributed networks of people can run complex organisations such as football clubs, what else can they do? […]

Us Now follows the fate of Ebbsfleet United, a football club owned and run by its fans; Zopa, a bank in which everyone is the manager; and Couch Surfing, a vast online network whose members share their homes with strangers.

Das Projekt lässt u. a. Vordenker wie Clay Shirky, Don Tapscott, Charles Leadbeater oder JP Rangaswami die Chancen dieses Wandels für Staat und Politik diskutieren.

[via Putting people first]

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Lenovo: Lektionen in Globalisierung

Lenovo ist einer der größten PC Hersteller der Welt. 2005 übernahm das Unternehmen die PC Sparte von IBM. Innerhalb der letzen zwei Jahrzehnten hat Lenovo eine beeindruckende globale Struktur aufgebaut, die sich über 6 Kontinente und über 160 Länder hinweg erstreckt.

Geführt wird das Unternehmen nicht von einem isolierten zentralen Hauptquartier von oben nach unten. Lenovo installierte ein radial dezentralisiertes System, das über regionale Knotenpunkte (‘hubs’) operiert und damit so nah wie möglich an den Kunden und den regionalen Entwicklungen sein will.

Reid Walker, Vizepräsident der Global Communications and Sponsorships von Lenovo gewährt in dem ChangeThis Manifesto Globalization Becomes Truly Global Einblicke in global entstehende und vernetzte Märkte (‘emerging markets’). Anderen weltweit agierenden Unternehmen gibt er vier Ratschläge (‘lessons learned’) mit auf den Weg:

1. Worldsource, don’t outsource.

In a world with just one time zone (“now”), business must source materials, innovation, talent,  logistics, infrastructure and production wherever they are best available.

2. Don’t try to homogenize cultural diversity, embrace it.

Worldsourced teamwork and cultural cross-pollination creates products tempered by world-girdling innovation, design, and process.

3. Blend the telescope and the microscope.

A company’s go-to-market strategy must also blend the telescope and the microscope. Collaborate globally to develop the fnest-quality products, and then zoom down to the local level to serve customers in ways that are suited best to them.

4. It’s all about the brand.

The more broadly a company reaches out to the entire world for the best ideas,  people and processes, the more it becomes  the refined essence of its brand.

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