Archiv der Kategorie 'GTD'

Futter für den Feedreader - 15 Ressourcen für gehaltvolle Blogs

rss_food Es gibt viele Möglichkeiten, interessante und relevante Blogs zu finden. Neben unzähligen Blog- und RSS-Verzeichnissen gibt es inzwischen auch eine ordentliche Auswahl an Suchmaschinen, die auf Blogs und Feeds spezialisiert sind. Dazu gehören u.a. Google Blogsearch, Technorati, Icerocket, Ask.com Weblog und Feeds oder MSN Live Search Feeds.

Eine gute Alternative für Leute, die sich erst ein bischen Orientierung verschaffen wollen, sind (Rang-) Listen, Charts und gebündelte Sammlungen. Sie haben den Vorteil, dass aus dem riesigen Angebot bereits eine überschaubare Auswahl getroffen wurde. Diese kann sowohl auf objektiven Statistiken als auch auf einer individuellen Auswahl beruhen. Bei einigen dieser Angebote lässt sich gleich die gesamte Liste per OPML in den Feedreader importieren. Hier ist meine subjektive Selektion an Ressourcen:

1. Deutsche Blogcharts: Der Klassiker. Das wöchentlich aktualisierte Angebot von Jens Schröder präsentiert die 100 meistverlinkten Blogs der deutschsprachigen Blogosphäre. Das Ranking basiert auf Statistiken von Technorati.

2. Rivva Leitmedien: Rivva ist ein Projekt von Frank Westphal, inspiriert vom US Vorbild Techmeme. Rivva Leitmedien listet über 500 der einflussreichsten neuen und traditionellen Medien im deutschsprachigen Raum auf und wird täglich bzw. nächtlich aktualisiert. Das Ranking beruht auf verschiedenen Faktoren wie Einfluss und Präsenz und wird hier näher erklärt. OPML steht zur Verfügung.

3.Wikio Blog-Ranking: Das Informationsportal Wikio stellt Meldungen aus traditionellen Medien und Blogs zusammen. Die ausgewerteten Blogs werden einem Ranking unterworfen, das von der Anzahl und dem Gewicht der eingehende Links abhängt. Neben den allgemeinen Charts gibt es auch Rankings in verschiedenen Kategorien wie Marketing, Media oder High-Tech.

4. Techmeme Leaderboard: Techmeme ist ein Angebot von Gabe Rivera, das Tag für Tag die Links zu den populärsten englischsprachigen Technologie Stories auf einer Website bündelt. Dazu werden mehrere tausend Blogs und konventionelle Medien überwacht. Das Leaderboard listet die Top 100 Quellen mit der größten Präsenz auf. OPML steht zur Verfügung.

5. Technorati: Die Blogsuchmaschine Technorati bietet neben seinen Top 100 Blogcharts noch weitere, spezifischere Möglichkeiten im Rahmen seiner Blog-Directory an.

6. Alltop: Das neue Projekt von Guy Kawasaki ist, wenn man so will, ein fertig konfigurierter Feedreader. Zu verschiedenen Kategorien wie Work, Living oder Culture werden die Feeds von ausgewählten Top-Blogs und Websites einem übersichtlichen Design zusammengeführt (aggregiert). Vergleichbare Angebote gibt es schon seit einiger Zeit auf dem Markt. Da sie als Einstiegspunkt für das Web gedacht sind, werden sie auch Startpages genannt. Weitere Beispiele sind popurls, Original Signal oder Daily Rotation.

7. Blogged.com: Hierbei handelt es sich um ein neues und neuartiges Blogverzeichnis, das bei der Entdeckung von Blogs helfen will. Die Datenbank enthält bereits über 200.000 Blogs. Orientieren kann man sich wie gewohnt bei Verzeichnissen anhand von Kategorien oder Themen. Darüber hinaus gibt es aber noch eine Suchfunktion, die im Unterschied zu den gängigen Blogsuchmaschinen darauf abzielt, nicht einzelne Beiträge aus Blogs sondern passende Blogs zu den Suchbegriffen zu präsentieren. Mehr Infos dazu gibt hier.

8. AdAge Power 150: Advertising Age veröffentlicht eine Rangliste von 580 englischsprachigen Medien und Marketing Blogs. Für das Ranking benutzt der Macher Todd Andrlik eine Mischung aus Google Page Rank, Technorati Rankings, Bloglines Abonnentenzahlen, Alexa Points und seinen eigenen subjektiven Bewertungen der einzelnen Blogs. OPML steht zur Verfügung.

9. Top 100 Analyst Blogs: Nach dem Vorbild der Power 150 und auf Basis der Tekrati Blogs Directory generierte Jonny Bentwood, ein Edelman PR Berater eine Liste mit den Top 100 der englischsprachigen Analysten Blogs. Am 18. Februar 2008 wurde die aktuelle Ausgabe auf seinem Blog Technobabble 2.0 veröffentlicht.

10. The Top 100 Productivity and Lifehack Blogs: Wer sich für Getting things done, Produktivitätsmethoden und dergleichen interessiert, bekommt hier die wichtigsten englischsprachigen Blogs zu diesen Themen serviert. (via)

11. Die Liste - 67 Blogs und Webseiten für Job und Karriere: Jochen Mai hat auf seinem Blog Die Karriere-Bibel eine Übersicht zu den interessantesten deutschsprachigen Job- und Karriereblogs erstellt. By public demand hat er ein Pendant mit englischsprachigen Blogs nachgereicht.

12. PR and Communications Blogs List: Constantin Basturea veröffentlichte März 2005 zum ersten Mal eine Liste mit 160 internationalen PR Blogs. Sie wird seither in regelmäßigen Abständen aktualisiert. Das letzte Update stammt vom 25. November 2007 beinhaltet bereits 743 Feeds. OPML Datei steht zur Verfügung.

13. Education Blog List: Aseem Badshah erstellte Anfang Januar 2008 eine Liste der populärsten englischsprachigen Bildungsblogger auf Basis der Technorati Authority. Die Liste besteht aus insgesamt 107 Blogs und wird angeführt von Weblogg-ed (Autor: Will Richardson), Stephen’s Web (Autor: Stephen Downes) und 2 Cents Worth (Autor: David Warlick).

14. Blog Thinkers: Steve Rubel beklagte Anfang des Jahres die Oberflächlichkeit vieler Top-Blogger (’Lazyweb’) und das Fehlen tiefgründiger Beiträge. Seine Liste der Blog Thinkers hat er zusammengestellt, um sich und andere zu inspirieren.

15. Blogrolls: Last but not least gibt es da noch die gute alte Blogroll. Die meisten Blogs verfügen über diese Liste mit handverlesenen Links zu anderen Weblogs, die i.d.R. in der der rechten Navigationleiste zu finden ist und durchaus als Empfehlung verstanden werden kann. Hat man einen interessanten Blog entdeckt, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, in dessen Blogroll weitere relevante Blogs zu finden.

(Photo: Stijn Vogels via flickr, CC License)

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Zotero: Das Online Recherchetool für Profis

Zotero ist ein augeklügeltes Recherchetool, das über einfaches Ablegen von Bookmarks oder Favoriten weit hinausgeht. Der Service ist als kostenlose Firefox Erweiterung erhältlich und wird somit direkt in den Browser integriert.

Vom Center for History and New Media ursprünglich für die akademische Community, insbesondere Bibliothekare entwickelt, kann Zotero aufgrund seiner umfangreichen und durchdachten Funktionen aber auch für Wissensarbeiter überaus interessant sein.

Im Oktober 2006 habe ich Zotero auf diesem Blog bereits vorgestellt. In der Zwischenzeit ist die Entwicklung allerdings mächtig vorangeschritten. Bob Walsh hat die neuesten Informationen auf Web Worker Daily.

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9to5 - Ich nenne es Rückblick

Das 9to5 Festival Camp ist zu Ende. Eindrücke und Besprechungen gibt es bereits in rauen Mengen. Nicht nur Blogger, auch die klassischen Medien schenkten der Veranstaltung große Beachtung.

Ich hatte mir vorgenommen, am Freitag auf jeden Fall von 9to5, also 21 Uhr bis 5 Uhr durchzumachen. Der Abend im Radialsystem fing mit Régine Debatty sehr charmant an. Die Belgierin plauderte auf Englisch aber mit einem bezaubernden französischen Akzent über ihren Blog we-make-money-not-art; wie sie damit Geld verdient, ohne ihre Prinzipien aufzugeben und wie sich dadurch ihr Leben insgesamt verändert hat.

In der darauf folgenden Show Berlin Bunny Lecture “Economy” mit den Hostessen Supatopcheckerbunny und Hilfscheckerbunny waren der Schriftsteller Peter Glaser und Veronika Mirschel, die Leiterin des Referats für Freiberufler bei ver.di zum Thema ‘Prokrastination und Selbstdisziplin, die Zukunft der Arbeit und ihre Feinde’ eingeladen. Das Ganze blieb über weite Strecken leider eine ziemlich fahrige Angelegenheit. Erst gegen Ende, als Peter Glaser die Gelegenheit erhielt, ein bischen auszuholen, wurde es dann doch noch interessant. In einer sehr unterhaltsamen Tour de Force sprach er über den souveränen Umgang mit dem ‘Informationshydranten’ Internet, das Elvis-Presley-Prinzip, Kraftwerk, Fruchtbarkeitsgöttinnen und Astronauten in Ohrensesseln. Wer wissen will, was es damit auf sich hat, sollte sich (zumindest) die letzten 15 Minuten der Audio-Aufzeichnung anhören.

Mein besonderes Interesse galt den beiden letzten Workshops in dieser Nacht: ‘Putting the Pro in Procrastination’ mit Kathrin Passig und ‘Wie ich die Dinge geregelt kriege - ohne einen Funken Selbstdisziplin’ mit Kathrin Passig und Sascha Lobo. War Kathrin Passig alleine noch einigermaßen ernst bei der Sache, änderte sich die Situation erwartungsgemäß, als Sascha Lobo dazustieß. Was folgte, war eine sehr freie Interpretation von Getting Things Done, die David Allen so wahrscheinlich nicht unterschreiben würde. Nach 40 Minuten bester Unterhaltung war es dann auch schon 4:45 Uhr. Zeit für ein bischen frische Luft und einen kleinen Schlummertrunk im Hof, bevor ich dann müde, aber gut gelaunt nach Hause radelte.

Fazit: Trotz inhaltlicher Kritik, die hier und da geäußert wurde, fand ich es eine gelungene Veranstaltung, die mich auch durch die sehr gute Organisation beeidruckt hat. Und schließlich war/ist das Radialsystem einfach eine wunderbare Location. Speziell das Sonnendeck werde ich echt vermissen.

Nachtrag 01.09.2007:

Auf zwei interessante Artikel will ich im Nachklang zu 9to5 noch hinweisen. Beide sind in der Berliner Zeitung erschienen. Holm Friebe selbst erklärt, wie die Hacker von c-base das robuste ‘Internet für 500 Leute’ in das Radialsystem eingezogen haben. Lotte Everts und Felix Petersen beschäftigen sich in ‘Rechtschaffen Müde’  mit der digitale Bohème aus der Sicht der Generation Praktikum.

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Digitale Notizbücher

glasses_on_notebook Notizbücher sind unentbehrliche Hilfsmittel für Wissensarbeiter und Kreative. Sie dienen dazu, spontane Einfälle, Ideen, Adressen, Telefonnummern und jede Menge anderer unstrukturierter Informationen zu sammeln und für die spätere Verwendung zu speichern.

Einige der digitalen Varianten gehen allerdings weit über diese einfachen Funktionen hinaus. Mit ihnen kann man Inhalte aus dem Web speichern und zusätzlich mit Anmerkungen und Kommentaren versehen. Damit eignen sie sich zum Beispiel hervorragend für Recherchen.

Web Worker Daily hat vor kurzem eine kommentierte Liste von 7 Online Notizbüchern veröffentlicht. Im englischen Sprachgebrauch werden dafür auch die Begriffe Notepad oder Notebook verwandt. Das Spektrum reicht von einfachen Anwendungen wie Notezz! oder Yahoo! Notepad über das solide Google Notebook - das zu meinem festen Instrumentarium gehört - bis hin zu komplexeren Tools wie Stikkit oder der flexiblen Multimedia Applikation Zoho Notebook mit seinen vielfältigen Möglichkeiten.

Wer hier nichts Passendes für seine Zwecke gefunden hat, sollte sich Brian Benzinger’s gut recherchierte Aufstellung “Fifty Ways to Take Notes” vom April 2006 anschauen.

Zusätzliche Empfehlungen von meiner Seite:

EverNote: Eine Desktop Anwendung für Windows, die sowohl in einer freien als auch einer aufwändigeren, kostenpflichtigen Version zur Verfügung steht. EverNote kann als zentraler Ort für alle Notizen und Informationen genutzt werden, egal ob eingetippter Text, Memos, Entwürfe oder Auszüge von Webseiten.

Scrapbook: Eine Firefox Extension mit umfangreichen Möglichkeiten, Inhalte aus dem Web auf dem lokalen Rechner zu speichern, mit Anmerkungen zu versehen, zu kommentieren, in Ordner zu gruppieren und das alles, ohne den Browser zu verlassen.

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Gmail jetzt noch besser: Lifehacker Extension für Firefox

Gmail ist bereits gut, aber kann es noch besser werden? Gina Trapani, die Herausgeberin von lifehacker.com glaubt ja und hat eine Firefox Extension mit dem Namen Better Gmail kreiert.

Dabei handelt es sich um eine Zusammenführung bereits existierender Greasemonkey Scripts wie Saved Searches, Conversation Preview, Label Colors oder Attachment Icons von Mihai Parparita, Ming Zhang u.a. unter einem Dach.

Diese kleinen Zusätze können jetzt genutzt werden, ohne dass eine Installation von Greasemonkey erforderlich wäre. Insgesamt stehen im Better Gmail Menü 18 Optionen zur Verfügung, die je nach Bedarf aktiviert werden können.

Mehr Infos und Anleitungen:

Lifehacker Code: Better Gmail (Firefox extension)

Hack Attack: Supercharge your Gmail

Download of the Day: Better Gmail 0.3 (Firefox)

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Dinge auf die Reihe kriegen - Getting Things Done

Wissensarbeiter, zumal wenn Sie selbständig sind, sehen sich jeden Tag auf’s Neue mit der Herausforderung konfrontiert, ihre Arbeit sinnvoll zu organisieren, die Zeit effektiv zu nutzen und letztendlich sich selbst zu managen. Es gibt viele Methoden, Konzepte und Strategien, die Hilfe versprechen. David Allen’s Getting Things Done (GTD) ist eine, die gerade bei Geeks und Webarbeitern außerordentlich beliebt ist und fast religiösen Kultstatus genießt. Um die Themen GTD, Productivity und Lifehacks herum haben sich in den letzen Jahren unzählige Blogs gebildet, die Tipps geben, wie man Produktivität und Kreativität erhöht und gleichzeitig Stress und “Procrastination” (Hinauszögern, Verschleppen) vermeidet.

Das Ultimative GTD Verzeichnis

Seit kurzem gibt es mit dem Ultimate GTD Index eine Adresse, die einen Großteil der bekannten GTD Blogs und Resourcen auf einer Website im Stile eines Single Page Aggregators versammelt. Die graphische Aufbereitung ist zwar noch stark verbesserungswürdig, aber wer sich mit dem Thema etwas ausführlicher beschäftigen will, hat hier eine gute Anlaufstelle. (via What’s the next action) Da ich schon mal auf GTD Seiten unterwegs war, habe ich mich noch ein bischen umgeschaut und bin dabei auf einige interessante Dinge gestoßen.

Getting Things Done mit Google

Jason Perkins ist sowohl ein großer Fan von Google als auch von GTD. In Gettings Things Done with Google beschreibt er detailliert, wie er beide zusammenbringt, indem er die Systematik von GTD auf vier Google Applikationen überträgt. Mit Hilfe von Gmail, Google Calendar, Google Notebook und Google Docs & Spreadsheets schuf er sich eine individuelle GTD Software Lösung. Sehr originell finde ich die Art, wie er Google Notebook nutzt, um Projekt- bzw. Aktionslisten für verschiedene Teilbereiche, beispielsweise @Work, @Industrious, etc. zu erstellen - eine Einteilung in Kontexte bzw. Microcontent, wie sie auch beim GTDTiddlyWiki zu finden ist.

(via Lifehacker)

Getting Things Done mit Nozbe und Vitalist

Neben dieser individuellen Lösung von Jason Perkins gibt es auch jede Menge Software Angebote, die von David Allen inspiriert sind und den GTD Ansatz bereits integriert haben.

Zwei neue webbasierte Applikationen, die diesen Anspruch gerecht werden wollen, sind Nozbe und Vitalist. Marc Orchant hat sich auf ZDNet ausführlich mit Nozbe beschäftigt.

Eine Besprechung von Vitalist findet sich auf Web Worker Daily. Mein erster Eindruck nach den Einführungs-Touren: Vitalist verfügt sowohl über die ausgereiftere Systematik als auch das ansprechendere Design. Definitv ein Tool, das ich mir in nächster Zeit nochmal genauer anschauen werde.

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Das persönliche Wiki

Beim Stichwort “Wiki” denken wohl die meisten spontan an Wikipedia. Die Inhalte für die umfangreichste Enzyklopädie im Web werden von Tausenden von Freiwilligen auf der Basis eines Wiki-Systems erstellt. Aus diesen beiden Komponenten setzt sich denn auch der Name Wikipedia zusammen. Enzyklopädie ist soweit klar, aber …

… was genau ist ein Wiki?

Ein Wiki ist eine Website, die aus einer Sammlung von Einzelseiten besteht, die von den Nutzern nicht nur gelesen, sondern auch bearbeitet werden kann und entspricht dadurch dem ursprünglichen read/write Ansatz der Web Pioniere um Tim Berners-Lee. Der erste Webbrowser funktionierte in beide Richtungen, er war sowohl Browser (Lesen), als auch Editor (Schreiben). Erfunden wurden Wikis vor etwas mehr als 10 Jahren von Ward Cunningham. Das Wort “wiki” kommt übrigens aus dem Hawaiianischen und bedeutet “schnell”. Wie das Beispiel Wikipedia eindrucksvoll zeigt, eignen sich Wikis hervorragend für die gemeinsame Erstellung und Bearbeitung von Informationen.

Wikis für Einzelkämpfer?

tiddlywiki.jpg

Während Blogs hauptsächlich für die individuelle Nutzung ausgelegt sind, werden Wikis stark mit Gruppen, Teamwork und Kollaboration assoziiert. Es gibt aber eine spezielle und atypische Variante von Wikis, die sogenannten TiddlyWikis. Sie wurden von ihrem Erfinder Jeremy Ruston für die individuelle Nutzung - als persönliches Notizbuch - konzipiert. Ein TiddlyWiki besteht lediglich aus einer einzigen HTML Datei, die mit CSS und Javascript Codes für Erscheinungsbild und Funktionen angereichert ist. Diese HTML Datei lädt man zunächst in einer lokalen Version auf den Rechner. Mit jedem gängigen Browser lässt sich danach das persönliche TiddlyWiki lesen und editieren. Da die Datei auf dem eigenen Rechner (client-side) liegt, ist noch nicht mal eine Internet Verbindung notwendig. Ein neuer Eintrag heißt Tiddler - wodurch sich nebenbei der Name erklärt. Hier gibt es auch eine deutliche Parallele zu Blogs, die Jeremy Ruston so formuliert:

A TiddlyWiki is like a blog because it’s divided up into neat little chunks (tiddlers), but it encourages you to read it by hyperlinking rather than sequentially: if you like, a non-linear blog analogue that binds the individual microcontent items into a cohesive whole. I think that TiddlyWiki represents a novel medium for writing, and will promote its own distinctive Writing Style.

TiddlyWiki Anschauungsbeispiel

Inzwischen gibt es unzählige Variationen des originalen TiddlyWikis. Darunter sind auch welche, die man ins Netz stellen (server-side) und als Website oder Blog(ersatz) nutzen kann. Ein Beispiel dafür gibt es in meiner WordPress.com “Nachbarschaft”: Prof. Dr. Thomas Pleil, der Public Relations an der Hochschule Darmstadt lehrt, nutzte ein TiddlyWiki eineinhalb Jahre als Website, bevor er zu einem WordPress.com Blog wechselte. Sein Verdikt:

Die alte Homepage: Sie basierte auf einem TiddlyWiki, das ist eine Art Wiki für Einzelkämpfer - sprich: gänzlich unsozial. Hat aber den Vorteil, dass man auf dem eigenen Rechner wie in einem Wiki arbeiten kann. Etwas nervig ist auf Dauer, dass die Aktualisierungen per FTP hochgeladen werden müssen. Sehr praktisch dagegen ist, das TiddlyWiki z.B. zum Vorbereiten von Workshops oder als Einfach-Homepage zu nutzen.

TiddlyWikis Directory

Wer vielleicht neugierig geworden ist und mehr über TiddlyWikis und die verschiedenen Varianten erfahren will, für den gibt es eine gute Anlaufstation: Saurier Duval hat auf seinem Blog before you Think! eine ausführliche und schön aufbereitete Übersicht mit dem Titel TiddlyWiki Mania veröffentlicht. Unbedingt die Kommentare mitlesen, wo noch weitere gute Hinweise versteckt sind.

Mein TiddlyWiki, nur für mich, ganz allein …

Ich für meinen Teil nutze das GTD Tiddly Wiki als Productivity Tool, um mich zu organisieren - in Verbindung mit der Ta-Da-List und der GTD Gmail Extension für Firefox.

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c/o operative ...

ist ein privates Weblog von Werner Trotter und beschäftigt sich hauptsächlich mit der nächsten Generation von Software, dem neuen Internet und der Vielfalt an theoretischen und vor allem praktischen Möglichkeiten, die sich daraus ergeben.

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