Archiv der Kategorie 'Google'

Ist Google’s Vormachtstellung auf dem Suchmaschinenmarkt zu knacken?

Nach dem Deal mit Yahoo! scheint die dominierende Stellung von Google im Suchmaschinen- und Online Werbemarkt unangreifbarer denn je. Heute bin ich auf zwei Artikel gestoßen, die sich mit der Frage beschäftigen, ob diese Vormachtstellung noch gebrochen werden kann und wenn ja, mit welchen Mitteln.

In dem Wired Artikel “How Long Will Google Dominate Search?” schließt Suchmaschinen-Spezialist Chris Sherman aus, dass nochmal eine große weltweit bedeutende Suchmaschine entwickelt wird. Es wäre einfach zu teuer. Kein Startup könne mit den riesigen Summen mithalten, die von den Marktführern Google, Yahoo! und Microsoft (GYM) in deren Suchmaschinen Infrastruktur investiert würden.

Die Chancen liegen woanders. Alternative Suchmaschinen könnten eine ähnliche Entwicklung nehmen, wie sie sich im US Fernsehmarkt vollzogen hat. Die drei großen beherrschenden Networks bekamen durch das Kabelfernsehen plötzlich Konkurrenz von 500 spezialisierten Nischensendern. Nicht nur die Zuschauer sondern auch die Werbetreibenden hatten dadurch eine wesentlich größere und vor allem zielgerichtete Auswahl.

Alternative Suchmaschinen haben ihre Chancen laut Sherman nicht bei der allgemeinen Suche, sondern in der Spezialisierung und der Nische, auch vertical search genannt.

The opportunity lies in disruptive technologies that Google probably won’t develop because it’s perceived as too risky.

Auf die Frage, wie die Technologien aussehen können, mit denen Google’s Position erschüttert werden kann, versucht Bernard Lunn auf ReadWriteWeb mit seiner Post “11 Search Trends That May Disrupt Google” Antworten zu geben.

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Google Sites für alle

Die erste Meldung, die mir heute in meinem Feedreader auffiel, war Quickly Grab a URL on Google Wikis; No Google Juice Though auf Amit Agarwal’s Digital Inspiration.

Ende Februar dieses Jahres reinkarnierte der von Google bereits 2006 übernommene Wiki Service JotSpot als Google Sites, allerdings nur als Bestandteil von Google Apps, der Online Collaboration Suite von Google und war demzufolge nur Google Apps Nutzern zugänglich.

Vor wenigen Stunden verkündeten verschiedene Google Blogs, unter ihnen der neu installierte Google Sites Blogs, dass Google Sites nicht mehr nur exklusiv in Google Apps sondern frei verfügbar ist von jedem mit einem Google Konto genutzt werden kann. Der Official Google Blog zu den Verwendungsmöglichkeiten:

Now we’ve made it easy for anyone to set up a website to share all types of information — team projects, company intranets, community groups, classrooms, clubs, family updates, you name it — in one place, for a few people, a group or the world. You can securely host your own website at http://sites.google.com/[your-website] and add as many pages as you like for free.

Ich bin auch gleich Amit Agarwal’s Empfehlung gefolgt und habe mir meine bevorzugte URL gesichert.

google_sites_coop

Wie Google Sites zu installlieren und zu benutzen ist, zeigt das folgende, knapp dreiminütige Erklärvideo.

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Wie Google’s Friend Connect funktioniert

Die letzten beiden Wochen war es hier ziemlich ruhig. Das lag zum einen daran, dass ich in Urlaub war, zum anderen an beruflichen Verpflichtungen, die meine Aufmerksamkeit verlangten. Während meines Urlaubs habe ich immer mal wieder einen Blick in meinen Feedreader geworfen. Dabei sind mir unter anderem die neuesten Entwicklungen im Bereich Social Networks in’s Auge gesprungen: Zunächst MySpace’s Ankündigung seiner ‘Data Availability’ Initative, danach Facebook mit Facebook Connect und schließlich Google’s Friend Connect.

Alle drei Ankündigungen versprechen den Nutzern von Social Networks die Kontrolle über ihre Daten und die Möglichkeit, diese Daten bei einem Wechsel problemlos mitnehmen zu können (= Data Portability). Experten wie Marc Canter, Chris Saad, Michael Arrington oder Dare Obasanjo beweifeln allerdings, dass die großen Player es wirklich ernst damit meinen.

Inzwischen verbannte Facebook Google’s Friend Connect angeblich aus datenschutzrechtlichen Gründen von seiner Plattform. Google trommelt nichtsdestotrotz weiter für sein Projekt. In einer ausführlichen Post erklärt Google Code Blog - auch an Hand von Facebook Screenshots - wie Google Friend Connect funktioniert. Auf der Website von Friend Connect illustriert es das folgende Video (11:41) ebenfalls sehr anschaulich.

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Google Maps Mashup zum Earth Day 08: Was ist dein Beitrag?

Google hat zum heutige Earth Day ein spezielles Google Maps Mashup mit der Überschrift ‘What will you do for Earth Day ‘08?’ aufgesetzt.

earth day 08

Jeder kann über einen Submit Button seine Idee bzw. seinen Beitrag für den heutigen Tag mitteilen und wird mit seinem Statement und Standort auf einer globalen Karten verortet.

Ergänzt wird das Angebot durch verschiedene Möglichkeiten, mit Google Gutes zu tun, etwa über Google Checkout an Umweltschutz Organisationen zu spenden oder eine energiesparende und umweltschonende Reise mittels Google Transit zu planen.

Mein Beitrag für den Earth Day? Ich werde alle meine Termine und Besorgungen entweder zu Fuß oder mit dem Fahrrad erledigen. Fällt nicht so schwer, ist ein schöner Tag heute in Berlin.

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Das Ende klassischer Software? Salesforce integriert Google Apps

salesforce_google Bereits im Juni 2007 verkündeten Google und das auf Customer-Relationship-Management (CRM) spezialisierte Software Unternehmen Salesforce.com ihre globale strategische Allianz.

Das erste Ergebnis dieser Kooperation war die Kombination von Salesforce.com und Google AdWords, die Unternehmen erlaubte, Online-Werbekampagnen direkt aus Salesforce heraus zu steuern.

Durch die heute vorgestellte Integration von Google Apps in Salesforce stehen den Kunden jetzt zusätzlich die Anwendungen Gmail, Google Calendar, Google Talk und Google Docs zur Verfügung.

Wie das Zusammenspiel in Salesforce for Google Apps funktioniert, demonstrieren gleich zwei Videos. Die offizielle Produkt Tour von Salesforce und der alternative Entwurf im plain english-style von Commoncraft Productions.

Video 1: Offizielle Produkt Tour

Video 2: Commoncraft’s Erklärung

(via Official Google Enterprise Blog)

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Google Docs mit jeder Menge neuer Features

Google Docs (auf deutsch: Google Text und Tabellen), Google’s Online Office Suite für Dokumente, Tabellen und Präsentationen hat in den vergangen Wochen eine Serie interessanter Updates erhalten.

Nachdem bereits im Februar das Design der Textverarbeitungs Toolbar in Richtung Microsoft Office getrimmt wurde, setzte sich diese Entwicklung fort, als Ende März die Navigations-Tabs durch ein traditionelles Drop-down Menü ersetzt wurden. Vorläufig gibt es dieses neue Design nur bei der Textverarbeitung. Tabellen und Präsentationen erscheinen noch mit dem alten Interface.

Kurze Zeit später kam die Ankündigung, dass Google Docs mit Hilfe von Google Gears auch offline genutzt werden kann. Google Gears ist eine Open Source Erweiterung für den Browser, die Web Applikationen erlaubt, auch ohne Internetverbindung zu arbeiten. Von Google bereits 2007 eingeführt, kam sie bis zu diesem Zeitpunkt allerdings nur bei einer Google Anwendung, dem Google Reader zum Einsatz.

Auch eine Reihe anderer Anbieter macht von Google Gears für bestimmte Applikationen Gebrauch. Das Offline Feature wird sukzessive ausgerollt und zeigt sich durch einen Offline Link, wenn es angekommen ist. Es soll sowohl für die Textverarbeitung und nach neuesten Informationen auch für Tabellenkalkulation (Spreadsheets) zur Verfügung stehen. Bei Präsentationen dauert es wohl noch ein bischen länger. Im folgenden Video erklärt der Produktmanager von Google Docs wie das alles funktioniert:

Neben erweiterten Suchfunktionen und der Möglichkeit, Suchen zu speichern, wurde vor zwei Tagen auch noch ein Feature nachgereicht, das viele vermissten. Bisher war lediglich der Import von PowerPoint Dateien möglich. Jetzt kann man Google Presentations auch als PPT speichern und somit in Microsoft Office oder OpenOffice exportieren. Wer bei der weiteren Ausgestaltung von Google Docs ein Wörtchen mitreden will, kann seine Vorschläge hier einbringen.

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RSS unplugged - Wie man seine Feeds auch offline lesen kann

Heutzutage ist man es in unseren Breitengraden dank DSL und Flatrates gewohnt, permanent online zu sein. Für viele Informations-Junkies ist das Lesen des Feedreaders ein tägliches Bedürfnis. Es kann aber gelegentlich Situationen geben, in denen keine Internetverbindung zur Verfügung steht, etwa bei Bahnfahrten oder Flügen. Wer auch in solchen Zeiten nicht auf das Lesen seiner Feeds verzichten will, kann auf eine Reihe von Möglichkeiten zurückgreifen. Martin Weigert von zweinull.cc hat dieses Problem beim Rückflug aus seinem Urlaub auf recht unkonventionelle Art gelöst:

Meine Ambition war es, trotz fehlender Internetverbindung den langweiligen Flug dafür zu nutzen. Also erstand ich eine halbe Stunde WLAN-Zugang am Flughafen, hastete durch meine Feeds und öffnete jeden lesenswerten Artikel in einem neuen Firefox-Tab. Es wurden mehr als 100. Anschließend schickte ich den Laptop auf Standby, um ihn im Flugzeug wieder zu öffnen und mich in Ruhe und völlig ungestört über das auf den neusten Stand zu bringen, was es in den vergangenen sechs Tagen rund ums Web zu berichten gab.

In den Kommentaren gab es dann noch einige wertvolle Hinweise auf Alternativen, insbesondere von Sascha Konietzke und Marcel Weiß, die ich hier aufgreifen und durch weitere Vorschläge ergänzen will.

Google Reader + Google Gears: Google Gears ist eine Technologie, die Google entwickelte, um den Graben zwischen Web- und Desktop zu überbrücken. Mit dieser Browser Erweiterung lassen sich 2000 Posts bzw. Items für die Offline Nutzung von Google Reader herunterladen und lokal speichern. Wie das im Detail funktioniert, habe ich bereits in einer früheren Post beschrieben.

Read it later: Ist eine Firefox Erweiterung, mit der sich Artikel nicht nur bequem in einer Liste zwischenspeichern sondern auch im offline konsumieren lassen. Eine ausführliche Besprechung gibt es auf Webware.com.

Mozilla Thunderbird: Der Email Client von Mozilla ist gleichzeitig auch ein Feedreader. Wie man ein RSS Konto einrichtet, wird hier beschrieben. Die abonnierten Feeds können auch im Offline Betrieb gelesen werden, wenn die gewünschten Artikel vorher online schon mal abgerufen und dadurch lokal gespeichert wurden.

Microsoft Outlook + NewsGator Inbox 3.0: Diese Kombination ermöglicht das Lesen und Verwalten von RSS Feeds in Microsoft Outlook (ab MS Windows 2000 und MS Outlook 2000). Auch besteht die Möglichkeit, die abonnierten Feeds offline verfügbar zu machen.

Desktop Feedreader: Die einen haben sie fast abgeschrieben, andere schwören drauf. Gegenüber den meisten webbasierten Newsreadern haben Desktop Reader wie BlogBridge, FeedDemon, NetNewsWire oder GreatNews RSS Reader den Vorteil, dass sie auch offline zu gebrauchen sind. Wie ausgeprägt diese Fähigkeit sein kann, zeigt dieser Screencast zu FeedDemon.

ScrapBook: Ist eine Firefox Extension, mit der man Webschnipsel und sogar ganze Webseiten herunterladen, bearbeiten und in einer übersichtlichen Ordnerstruktur verwalten kann. Weitere Informationen zu Funktionsumfang und Anwendungsmöglichkeiten finden sich auf dem FirefoxWiki.

Seite als HTML Datei speichern: Mit jedem Browser lassen sich Webseiten mit dem Befehl “Speichern als” oder “Seite speichern unter” auf dem Rechner speichern und offline durch Doppelklick wieder im jeweiligen Browser lesen. Keine elegante, aber dennoch praktikable Lösung.

Offline arbeiten mit Firefox: Unter dem Menü Datei gibt es bei Firefox die Option “Work offline”. In diesem Modus können auch bei fehlender Verbindung zum Web die zuletzt besuchten und im Cache geladenen Seiten gespeichert und gelesen werden. Vermutlich gibt es bei anderen Browser vergleichbare Funktionen.

Die Darstellung von Posts oder Webseiten entspricht im Offline Modus nicht unbedingt dem online Layout, was sich bei allen Elementen zeigt, die auf eine Verbindung zum Internet angewiesen sind, wie zum Beispiel Fotos, Video- oder Audiodateien. Ein weiteres Problem sind Teilfeeds, bei denen nur die Überschrift oder ein Teaser angeboten werden und der weiterführende Link zum Volltext dann natürlich nicht funktioniert.

Das Problem mit den Media Dateien kann man mit der Firefox Extension Unplug angehen. Mit ihr lassen sich Audio- und Videodatein und sogar Flash Filme von Webseiten auf den Rechner laden kann.

Die Zukunft hält komfortablere Aussichten bereit: Für Firefox 4 wird eine Lösung angestrebt, die Webseiten oder -anwendungen auch dann funktionieren lässt, wenn keine Internetverbindung besteht und die Entwicklungen wie Google Gears, Adobe Air oder Microsoft’s Silverlight überflüssig machen soll.

Verwandte Artikel:

Futter für den Feedreader - 15 Ressourcen für gehaltvolle Blogs

Freibier bei NewsGator: RSS-Reader gibts jetzt kostenlos

Google Gears erlaubt offline Nutzung von Web Anwendungen

RSS für Dummies

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Innovation ermöglichen: Einblicke in das Google Intranet

Experimentierfreude und Innovation kennzeichneten bereits die Anfänge von Google’s Entwicklung. Im Jahr 1996 bauten die beiden Stanford Studenten Larry Page und Sergey Brin ihren ersten provisorischen Server mit einem Gehäuse aus Lego Steinen. Die abenteuerliche Konstruktion diente dazu, den frisch entwickelten Pagerank Algorithmus im World Wide Web zu testen.

Bis heute ist Innovation das bestimmende Credo und nach Google’s eigenem Verständnis der Kern seiner Wettbewerbsfähigkeit. Auch wenn Google im Lauf der Zeit dazu übergegangen ist, sich nicht nur auf seine eigene Innovationskraft zu verlassen, sondern verstärkt auch Firmen mit neuen Ideen für sein Portfolio zu akquirieren.

In dem Webinar ‘Innovation @ Google - A Day in the Life’, das von KM World am 11. März 2008 abgehalten wurde, gab Naveen Viswanatha, Sales Engineer bei Google Enterprise, weitgehende Einblicke in das Google Intranet. Am Beispiel eines neuen Mitarbeiters, der seine erste Woche absolviert, werden die verschiedenen Tools vorgestellt, die intern für das Projektmanagement und die Kommunikation zur Verfügung stehen.

Google setzt auf flache Hierarchien und relativ freie Strukturen. Innovation wird als gemeinschaftlicher Prozess verstanden, der Zusammenarbeit, Transparenz, Offenheit und Vernetzung voraussetzt. Die eingesetzten Applikationen sind darauf ausgerichtet, eine kreative, spielerische und kollaborative Atmosphäre zu fördern.

Natürlich ist das Google Intranet auch ein Fallbeispiel für die Adaption von Web 2.0 und Social Media im Unternehmenskontext, auch bekannt als Enterprise 2.0. Das Webinar soll demnächst in’s Archiv von KM World gestellt werden. Die 59-seitige Präsentation von Naveen mit weiteren Details und vielen interessanten Screenshots ist als pdf download auf Scribd erhältlich.

Update 16.03.08: Auf ErkenntisWerk gibt es eine Post zum gleichen Thema, die auf den komplementären Artikel ‘Marissa Mayer’s 9 Principles of Innovation’ verweist. Lesenswert!

(Story via Google Blogoscoped; Photo via Flickr by Cayusa)

Verwandter Artikel:

Das Google Intranet

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John Hagel und die Zukunft der Werbung

Zunehmende Beschleunigung und stetige Veränderungen kennzeichnen unser Leben im Allgemeinen und die Entwicklungen im Web im Besonderen. John Hagel, renommierter Berater und Autor, geht in seinem Artikel “Shift Happens - The Future of Advertising” der Frage nach, welche Auswirkungen diese Umwälzungen auf die Werbung haben werden.

Gerade im Web ist Werbung für viele Unternehmen das Einnahme-Modell - das gilt für Google genauso, wie für den Großteil der Web 2.0 Startups. Hagel sortiert die verschiedenen Einflussfaktoren für die Veränderungen, auch unter Berücksichtigung volkswirtschaftlicher Entwicklungen, wie z. B. eine drohende Rezession in den USA und kommt, was die Entwicklung der Internet Werbung angeht, zu folgender Einschätzung:

The basic paradox of the Internet can be framed very simply: The very platform that makes advertising both more relevant and more measurable is the same platform that longer-term will challenge and ultimately undermine the basic role of advertising in communicating with customers.

Die Faktoren, die den bisherigen Ansatz von Werbung im Web unterlaufen, sind:

  • Eine immer größere Vielfalt an Quellen und Informationen kämpft um die Aufmerksamkeit der Nutzer, so dass es mit der Zeit auch für die zielgerichtete und relevante Werbung immer schwieriger wird, wahrgenommen zu werden.
  • Das Web stellt wirksame Alternativen zur Verfügung, wie Nutzer Informationen über neue Produkte und Leistungen erhalten, die für sie wichtig und interessant sind.
  • Hinzu kommen die vielen Tools, mit denen Werbung blockiert und gefiltert werden kann.

Eine wichtige Rolle beim Finden und Filtern von relevanten Informationen werden zunehmend Freunde im Kontext von Social Networks oder Vermittler wie Amazon spielen, zu denen ein Vertrauensverhältnis besteht. Hagel referiert an dieser Stelle auf einen Artikel von Esther Dyson, in dem sie das Thema Nutzerdaten nicht nur unter Privacy Aspekten betrachtet, sondern als Möglichkeit, wie Nutzer kontrolliert Daten für Anbieter zur Verfügung stellen können, um einen besseren, individuellen Service zu erhalten. Hagel geht davon aus, dass sich die Präferenzen der Nutzer weiter in diese Richtung entwickeln und die Bedeutung konventioneller Online Werbung schwinden wird. Werbetreibenden gibt er vor diesem Hintergrund den folgenden Rat:

For advertisers, the key message should be to build the skills required to genuinely engage people around their products and services in such a compelling way that people seek them out – and keep coming back because they have received so much value. [...] The focus shifts to becoming more helpful by creating rich, serendipitous environments that people will actively seek out.

Wenn, wie er postuliert, Online Werbung immer mehr an Bedeutung verliert, wie können dann die Geschäftsmodelle für Online Unternehmungen aussehen? Vor allem, wenn das Internet alles im Überfluss und kostenlos zur Verfügung stellt? Hagel verweist an dieser Stelle auf den exzellenten Artikel “Better than Free” von Kevin Kelly, in dem dieser acht Alternativen aufzeigt, wie sich dennoch Geld verdienen lässt. Für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg empfiehlt John Hagel zum Ende seiner ausführlichen Post:

On the other hand, if entrepreneurs want to build enduring businesses that will change the world, resist the temptation to become too dependent on advertising. It’s OK to offer many products and services for free (in fact, that will be essential for success) but just be sure you understand your role in a broader ecosystem where someone (even if it is not directly you) is making a ton of money with platforms and services that people will pay for. In particular, look for ecosystems with platforms and services that generate increasing value as the number of participants expands.

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JotSpot reinkarniert als Google Sites

Ende Oktober 2006 akquirierte Google den Wiki Service JotSpot. 16 Monate und unzählige Spekulationen später, lüftete Google vor drei Tagen das Geheimnis um dessen weitere Verwendung.

Google Sites basiert auf der JotSpot Technologie und verstärkt Google Apps, die Online Collaboration Suite von Google, zu der auch Gmail, Google Calender, Google Docs und Google Talk gehören.

Mit Google Sites können in einer Wiki-Arbeitsumgebung und ohne HTML Kenntnisse Webseiten gemeinsam erstellt werden, in denen neben Text auch Tabellen, Präsentationen, Slideshows, Kalender und Videos, etc. von anderen Google Diensten eingefügt werden können. Erklärtes Ziel ist es, den Nutzern in Unternehmen und Organisationen ein Werkzeug an die Hand zu geben, mit dem sich schnell und unkompliziert Intranet-, Projekt- oder Profilseiten bauen lassen.

Obwohl Google das Wort ‘Wiki’ vermeidet, sind wiki-typische Funktionen eingebaut. Jeder, der berechtigt ist, kann Seiten nicht nur lesen, sondern auch editieren. Alle Veränderungen werden aufgezeichnet, so dass sie bei Bedarf auch wieder rückgängig gemacht werden können.

Die Reaktionen auf Google Sites fallen sehr unterschiedlich aus. Während beispielsweise Venture Beat oder Webware.com lobende Worte finden, gibt es viele Stimmen, die nach 16 Monaten Entwicklung von einem Mega-Unternehmen wie Google etwas mehr erwartet hätten, etwa eine bessere Integration mit den anderen Diensten.

Was trotz aller ‘Unperfektheiten’ für Google spricht, sind die Einfachheit und Benutzerfreundlichkeit der Services, die nicht vorhandenen bzw. niedrigen Kosten und die Gewissheit, dass auch ein steigender Bedarf bedient werden kann. Zumindest für kleinere und mittlere Unternehmen könnte das Google Apps Paket eine - wenn auch im Funktionsumfang reduzierte - Alternative zu Microsoft’s SharePoint oder IBM’s Lotus Notes darstellen. Mal sehen, ob Google’s Strategie, durch die Hintertür und an der IT vorbei in die Unternehmen zu gelangen, auf lange Sicht Erfolg haben wird.

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ist ein privates Weblog von Werner Trotter und beschäftigt sich hauptsächlich mit der nächsten Generation von Software, dem neuen Internet und der Vielfalt an theoretischen und vor allem praktischen Möglichkeiten, die sich daraus ergeben.

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