Google Cloud Computing Konferenz – Präsentationen auf YouTube

Unter dem Namen Atmosphere veranstaltete Google am 22. Oktober 2009 in London eine Konferenz für CIOs ( = Chief Information Officers) zum Thema Cloud Computing.

Redner waren u.a. Werner Vogels von Amazon, Marc Benioff von Salesforce.com und der Autor Nicholas Carr, der sich in der Vergangenheit auch immer wieder kritisch über das Web im Allgemeinen und Google im Besonderen geäußert hat (Is Google Making Us Stupid?). Die Präsentationen dieser Veranstaltung sind jetzt auf YouTube zu sehen. Insgesamt stehen 13 Videos online.

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Google Web Elements: Google Dienste zum Einbinden in die eigene Website

Vor etwas mehr als zwei Wochen stellte Google auf dem Searchology Event die Innovationen rund um sein Kerngeschäft vor. Neben neuen, erweiterten Suchfunktionen wurde mit den Rich Snippets ein Feature vorgestellt, mit dem Seitenbetreiber ihren Websites (mittels Mikroformaten und RDF) Metadaten hinzufügen können. Ein Schritt, den Tim O’Reilly sogar als möglichen Wendepunkt für das semantische Web bezeichnete.

Soeben ging die von Google veranstaltete Developer Conference Google I/O zu Ende. An zwei Tagen (27./28. Mai) kamen Entwickler in San Francisco zusammen, um sich über neueste Web-Technologien auszutauschen.

Google nutzte diese Plattform, um weitere Neuerungen, unter anderem die Google Web Elements vorzustellen. Dabei handelt es sich um eine einfache und nutzerfreundliche Möglichkeit, Google Produkte als Widgets in die eigene Website oder das eigene Blog zu integrieren, wie man es bisher beispielsweise von YouTube Videos oder Slideshare Präsentationen kannte. D.h. man sucht sich in diesem Fall ein Produkt (= Element) aus, kopiert den dazugehörigen Code und fügt diesen auf der eigenen Seite ein.

Die Elemente, die Google bis jetzt zur Verfügung stellt, sind Calendar, Conversation, Maps, News, Presentations, Spreadsheets, YouTube News und Custom Search. Das Bemerkenswerte bei letzterem ist, dass das Custom Search Widget gleich nach dem Einbau die eigene Seite erkennt und ohne weitere Einstellung oder Anpassung in der Lage ist, diese zu durchsuchen. Wer damit noch ein bischen Geld verdienen will, kann über AdSense auch Werbung einspielen lassen.

Custom Search Element

[via O’Reilly Radar]

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Geld verdienen mit Twitter: Interview mit Shorty Awards Veranstalter Gregory Galant

Im Februar veranstaltete Gregory Galant das Shorty Awards Event. In 26 Kategorien wurden Firmen ausgezeichnet, die Twitter als Teil ihrer Content- und Marketing-Strategie nutzen.

Klicken, um zum Originalvideo zu gelangen Seine Firma  Sawhorse Media ist ein aufstrebendes Medien-Unternehmen, das ebenfalls versucht, mit speziell aggregierten Twitter-Inhalten (Beispiel: Musebin) Geld zu verdienen. Die Research Abteilung von Sawhorse veröffentlichte in diesem Zusammenhang den mit 795 Dollar nicht gerade preiswerten Shorty Report.

Advertising Age führte ein 9-minütiges Interview mit Galant über Strategien von Unternehmen und deren Erfahrungen in der Praxis mit ihren Twitter-gestützten Marketing Aktivitäten.

Auf das bisher nicht-existente Geschäftsmodell von Twitter selbst kommt Galant beiläufig ab 4:30 min zu sprechen:

“It’s really hard to spend some money on Twitter. Twitter, the company wouldn’t take your money.”

Eine neue Erfahrung für viele Marketing-Leute, die sonst gewohnt sind, große Mediaausgaben zu tätigen.

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Beyonce, Trident und der 100 Single Ladies Flash Mob am Piccadilly Circus

Flash Mobs sind scheinbar spontane Menschenansammlungen auf öffentlichen Plätzen, deren Teilnehmer sich über Medien wie Email oder Mobiltelefone koordinieren, am Ort des Geschehens scheinbar aus dem Nichts auftauchen, eine kollektive Aktion mit einem vorher besprochenen Ablauf durchführen, um sich dann genauso schnell wieder aufzulösen.

Vor kurzem tauchten am Piccadilly Circus plötzlich 100 junge Damen auf, die sich ihrer Trenchcoats entledigten und dann in schwarzen Badeanzügen zu Beyoncé’s “Single Ladies” vor den Augen verdutzter Passanten eine synchrone Choreographie tanzten.

Hintergrund der ganzen Aktion: Der Kaugummi-Hersteller Trident hat eine Promotion-Kampagne initiiert, bei der insgesamt 13.000 freie Tickets für ein Beyoncé Konzert am 15. November 2009 in der Lononder O2 Arena ausgelobt werden. Die potenziellen Gewinn-Nummern sind in den Trident Unwrapped Kaugummi Papieren zu finden, die auf einer speziellen Kampagnen-Website eingetragen werden müssen.

Das Entscheidende an dem oben beschriebenen Ereignis war, dass es gefilmt und am 20.04.09 auf YouTube unter dem Titel “Beyonce 100 Single Ladies Flash-Dance Piccadilly Circus, London for Trident Unwrapped” veröffentlicht wurde. Der geplante virale Effekt hat sich ganz offensichtlich eingestellt. Bis heute, also acht Tage danach, wurde es bereits 917189 mal aufgerufen.

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US Präsidentschaftswahlen: Social Media macht den Unterschied

imageBarack Obama wird, wenn er es schaffen sollte, nicht nur als erster schwarzer Präsident der USA in die Geschichte eingehen, sondern als der erste Kandidat, der das Potenzial von Social Media erkannte und für seinen Wahlkampf und die Mobilisierung von Wählern auf’s Effektivste zu nutzen wusste.

Angefangen bei YouTube über Social Networks, Twitter, seine Online Community My.BarackObama inklusive Blog, viralen Videos bis hin zu Wikis und anderen kollaborativen Tools für die Kampagnen-Organisation wurden alle Register gezogen. Aber nicht nur die Kommunikationsmittel waren auf das neue Web ausgerichtet, sondern auch die stark dialogorientierte Tonalität.

Webstratege Jeremiah Owyang hat gestern eine Bestandsaufnahme zu den Resultaten der beiden Kandidaten auf den Social Media Plattformen (Facebook, MySpace, YouTube, Twitter und ihren jeweils eigenen Community Seiten) veröffentlicht. Wenig überraschend dominiert Barack Obama die Szenerie hier klar und mit großem Vorsprung.

Mit seinem überaus erfolgreichen und gleichzeitig innovativen Wahlkampf, der ihn innerhalb von zwei Jahren von einem Unbekannten zum aussichtsreichen Präsidentschaftskandidaten der Demokraten machte, hat er gezeigt, welche überaus wichtige Rolle das Internet spielt. Ich gehe davon aus, dass diese Bedeutung auch bei uns erkannt und die Kommunikation in den kommenden Wahlkämpfen verändern wird.

james_surowiecki_tedAbgesehen davon, werden die Präsidentschafts-Wahlen in den USA auch von allen möglichen Web 2.0 Statistik- und Umfrage-Tools begleitet. Tobias Moorstedt hat auf Spiegel Online eine Auswahl zusammengetragen, die vom real-time Twitter Election Bot über nutzergenerierte Wahl-Widgets bis hin zu Political Dashboard von Yahoo! News reicht.

Aus gegebenem Anlass veröffentlicht TED ein Video aus dem Jahr 2005 mit James Surowiecki: “The day that social media became the news”.

Update: Ooops – im Nachhinein entdeckte ich, dass Ed Wohlfahrt bereits am 30. Oktober einen Beitrag vergleichbaren Inhalts und einer ähnlichen Überschrift gepostet hat. Sein Artikel, auf den ich hiermit gerne verweise, ist etwas ausführlicher und geht mehr ins Detail. Wir kommen allerdings beide zu den gleichen Schlussfolgerungen. Ed Wohlfahrt’s Fazit:

Meiner Einschätzung nach haben Soziale Medien den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl 2008 entscheidend mitbestimmt. Obama ist es wie keinem anderen Kandidaten vor ihm gelungen, die Kraft des neuen Internets für sich und seine Kampagne zu nutzen. Wie immer seine Performence als US-Präsident auch aussehen wird, der Stil und die MIttel seiner Kampagne werden als Best Practice nachwirken und zukünftige Wahlkämpfe, wo auch immer sie stattfinden, entscheidend beeinflussen.

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Was macht eigentlich Andrew Keen?

keen_googletrends Nachdem ich mich vor einiger Zeit schon mal mit Andrew Keen beschäftigt hatte, fragte ich mich gestern, was wohl aus dem Web 2.0 Antagonisten geworden ist. Dazu bemühte ich zunächst das Google Trends Orakel: Keen’s Popularität geht es ähnlich wie den derzeitigen Aktienkursen – Tendenz stark fallend.

Eine zweite Anwort lieferte die Google Blogsuche. Der Kritiker des sogenannten “Gratis Internets” wird am 06.11. sogar in Berlin sein, um sein neues Buch Die Stunde der Stümper zu promoten. Nein, es handelt sich dabei nicht um eine Autobiografie, sondern um die stümperhafte ungenaue Übersetzung von Cult of the Amateur. Das Buch, mit dem er 2007 den Gipfel seines Ruhms erreichte, gibt es jetzt offensichtlich als deutsche Ausgabe.

Wer wissen will, welches Problem der mit audiocafe.com gescheiterte Silicon Valley Unternehmer Andrew Keen wirklich hat, sollte sich die Auszüge aus seinem Buch durchlesen, die hier gratis! zur Verfügung gestellt werden. Wie ungenau und wenig auf Sorgfalt bedacht Keen bei diesem Buch arbeitete, stellte Lawrence Lessig 2007 in TheKeenReader bereits klar und deutlich heraus. Wer danach keene keine Lust mehr auf amateurhafte Web 2.0 Kritiker hat, dem empfehle ich den bedeutend professionelleren Nicholas Carr oder den wesentlich unterhaltsameren Don Alphonso. Das Gute am Web ist eben, dass bessere Alternativen nur einen Mausklick entfernt sind. Wer sich aber mit dem Gedanken trägt, die oben genannte Promotion Veranstaltung zu besuchen, dem kann Keen’s Aufritt beim Colbert Report [via] einen ersten Eindruck von den zu erwartenden intellektuellen und rhetorischen Höhenflügen vermitteln.

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Das Web 2.0 Expo Dashboard: Alles auf einen Blick

Christopher S. Penn lieferte mit dem Social Media Dashboard die Vorlage. Chris Brogan adaptierte die Idee für Konferenzen. In Make Your Own Conference Dashboard stellt er sich mit Hilfe von sogenannten Startpages wie iGoogle, Netvibes, Pageflakes eine übersichtliche Seite zusammen, die alle wichtigen Informationen zu anstehenden Konferenzen aggregiert. Dieses Prinzip habe ich wiederum auf die kommende Web 2.0 Expo Berlin angewandt und in Netvibes ein beispielhaftes Dashboard mit verschiedenen Elementen zusammengestellt.

Web 2.0 Expo Berlin Dashboard

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Neben organisatorischen Widgets für Notizen, Kalender und ToDo-List, sind Kommunikationsmöglichkeiten wie Gmail, Facebook oder Twitter integriert. Im Zentrum stehen Feeds der offiziellen Web 2.0 Expo Seite, vom Twitterbot der Konferenz, von Berlin Web Week und berlinblase.

Ergänzt wird die Seite durch Suchanfragen über Twitter Search, Technorati, Twingly, Google Blogsuche, Google News und delicious. Hinzufügen ließen sich beispielsweise noch Suchen via Flickr für Photos oder Truveo für Videos. Das ist, wie gesagt eine exemplarische Umsetzung, die sich je nach Bedarf und Geschmack anpassen lässt.

Update: Über den nachfolgenden Button gelangt man direkt zum konfigurierten Modul in Netvibes:

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