Das Ende klassischer Software? Salesforce integriert Google Apps

salesforce_google Bereits im Juni 2007 verkündeten Google und das auf Customer-Relationship-Management (CRM) spezialisierte Software Unternehmen Salesforce.com ihre globale strategische Allianz.

Das erste Ergebnis dieser Kooperation war die Kombination von Salesforce.com und Google AdWords, die Unternehmen erlaubte, Online-Werbekampagnen direkt aus Salesforce heraus zu steuern.

Durch die heute vorgestellte Integration von Google Apps in Salesforce stehen den Kunden jetzt zusätzlich die Anwendungen Gmail, Google Calendar, Google Talk und Google Docs zur Verfügung.

Wie das Zusammenspiel in Salesforce for Google Apps funktioniert, demonstrieren gleich zwei Videos. Die offizielle Produkt Tour von Salesforce und der alternative Entwurf im plain english-style von Commoncraft Productions.

Video 1: Offizielle Produkt Tour

Video 2: Commoncraft’s Erklärung

(via Official Google Enterprise Blog)

Technorati Tags:

Serena Video zu Business Mashups wird zum Hit auf YouTube

Business Mashups sind normalerweise kein Thema für die Massen. Der kalifornische Softwareanbieter Serena hat es allerdings geschafft, mit dem viralen Video “Just @#$% It!! What are they saying?” weit über 1 Million Mal Aufrufe und über 500 Kommentare auf YouTube zu generieren. Wie ihnen das gelungen ist? Sehen Sie selbst:

(via Programmable Web)

Technorati Tags:

FOCUS-Jahrbuch 2008 zu Web 2.0 und Web 3.0

focus_jahrbuch Bereits im fünften Jahr präsentiert das FOCUS Jahrbuch Trends und etablierte Ansätze aus den Bereichen Medien, Marketing sowie den zugehörigen Forschungsbereichen, um  den Austausch und die Diskussion innerhalb der Branche anzuregen. Schwerpunktthema dieses Jahr: Web 2.0 und Web 3.0 – Reale und virtuelle Welt.

Das Jahrbuch, das in der Printversion immerhin 29,90 EUR kostet, wird auch als Hörbuch zum kostenlosen Download angeboten. Darüber hinaus stehen einzelne Textbeiträge online in gekürzten Versionen zur Verfügung. Auszug aus dem sehr interessanten Inhaltsverzeichniss:

  • Wolfgang J. Koschnick – Zwischen Web 2.0 und Web 3.0
  • Martin Oetting – Virales Marketing – Mythos und Klarheit
  • Martin Oetting – Wie Web 2.0 das Marketing revolutioniert
  • Jörg Bienert – Enterprise 2.0
  • Arnold Hermanns, Fritjof M. Lemân, Pascal C. van Overloop, Alexander Richter – Targeting in Social Networks
  • Jörg Rensmann – RSS im Unternehmen
  • Rainer Hillebrand, Thomas Schnieders – Shopping 2.0

(via archivalia)
Technorati Tags:

Innovation ermöglichen: Einblicke in das Google Intranet

Experimentierfreude und Innovation kennzeichneten bereits die Anfänge von Google’s Entwicklung. Im Jahr 1996 bauten die beiden Stanford Studenten Larry Page und Sergey Brin ihren ersten provisorischen Server mit einem Gehäuse aus Lego Steinen. Die abenteuerliche Konstruktion diente dazu, den frisch entwickelten Pagerank Algorithmus im World Wide Web zu testen.

Bis heute ist Innovation das bestimmende Credo und nach Google’s eigenem Verständnis der Kern seiner Wettbewerbsfähigkeit. Auch wenn Google im Lauf der Zeit dazu übergegangen ist, sich nicht nur auf seine eigene Innovationskraft zu verlassen, sondern verstärkt auch Firmen mit neuen Ideen für sein Portfolio zu akquirieren.

In dem Webinar ‘Innovation @ Google – A Day in the Life’, das von KM World am 11. März 2008 abgehalten wurde, gab Naveen Viswanatha, Sales Engineer bei Google Enterprise, weitgehende Einblicke in das Google Intranet. Am Beispiel eines neuen Mitarbeiters, der seine erste Woche absolviert, werden die verschiedenen Tools vorgestellt, die intern für das Projektmanagement und die Kommunikation zur Verfügung stehen.

Google setzt auf flache Hierarchien und relativ freie Strukturen. Innovation wird als gemeinschaftlicher Prozess verstanden, der Zusammenarbeit, Transparenz, Offenheit und Vernetzung voraussetzt. Die eingesetzten Applikationen sind darauf ausgerichtet, eine kreative, spielerische und kollaborative Atmosphäre zu fördern.

Natürlich ist das Google Intranet auch ein Fallbeispiel für die Adaption von Web 2.0 und Social Media im Unternehmenskontext, auch bekannt als Enterprise 2.0. Das Webinar soll demnächst in’s Archiv von KM World gestellt werden. Die 59-seitige Präsentation von Naveen mit weiteren Details und vielen interessanten Screenshots ist als pdf download auf Scribd erhältlich.

Update 16.03.08: Auf ErkenntisWerk gibt es eine Post zum gleichen Thema, die auf den komplementären Artikel ‘Marissa Mayer’s 9 Principles of Innovation’ verweist. Lesenswert!

(Story via Google Blogoscoped; Photo via Flickr by Cayusa)

Verwandter Artikel:

Das Google Intranet

Technorati Tags:

Executive Insights into Enterprise 2.0

Im Vorfeld des Enterprise 2.0 Executive Forums, das am 19. Februar 2008 in Sydney, Australien stattfand, versammelten Ross Dawson’s Future Exploration Network und IBM ausgesuchte Führungskräfte australischer Unternehmen an einem runden Tisch. Diskutiert wurde über das Thema Enterprise 2.0, seine Implikationen und Potenziale.

Auf Ross Dawson’s Blog Trends in the Living Networks steht jetzt die Zusammenfassung dieser Diskussion in Form eines Reports zum kostenlosen Download (pdf) bereit. Und das sind die Inhalte:

- Roundtable Participants
– Introduction to Enterprise 2.0
– Defining Enterprise 2.0
– Identifying Business Value
– Risks and Concerns
– Social Networks in the Enterprise
– The Shifting Role of IT
– Organisational Culture in Enterprise 2.0
– The Role of Governance

Technorati Tags:

Barack Obama – Wahlkampf 2.0

Dass Barack Obama’s Kampagne im Kampf um die Nominierung für die Präsidentschaftswahl bisher so erfolgreich war, auch wenn Hillary Clinton seinen Siegeszug vor kurzem erst einmal gestoppt hat, ist auf eine Reihe von Gründen zurückzuführen. Einer davon ist sicher die intensive und geschickte Nutzung von Web 2.0 bzw. Social Software.

Sowohl Josh Catone in Read Write Web als auch Bill Ives auf Portals and KM beschreiben den Einsatz des wiki-basierten Collaboration Tools Central Desktop. Eigentlich für den Business Einsatz konzipiert, wird es in Obama’s Kampagne dafür benutzt, tausende von freiwilligen Helfern zu vernetzen, zu informieren und zu koordinieren.

Central Desktop is an on demand collaboration platform that is wiki-based and designed for the business user. A political campaign is also a business, as well as a movement, and is really a rapidly growing startup that has huge collaboration and communication needs.

Central Desktop ist ein Konkurrenzprodukt zu 37 signals Basecamp Projekt Software. Im Update zu Josh Catone’s Artikel erfährt man dann noch, dass Obama’s Team auch Basecamp zu schätzen weiß und es beispielsweise beim Bau der Website BarackObama.com eingesetzt hat. Wer mehr Infos zu diesem Thema sucht – auf textundblog.de wird es seit Oktober 2006 unter der Überschrift ‘Barack Obama – Der Kandidat und das Netz’ verfolgt.

Technorati Tags:

Enterprise 2.0 Summit Reprise

Gestern war ich zu Gast beim Enterprise 2.0 Summit auf der CeBIT und will hier ein paar kurze Eindrücke wiedergeben. Martin Koser hat ja bereits ausführlich live und direkt (und dazu noch auf englisch) vom Event gebloggt. Dabei hat er nicht nur eine sehr gute Zusammenfassung der einzelnen Präsentationen erstellt, sondern ganz nebenbei auch noch nützliche Verweise eingebaut. Größten Respekt für diese Leistung.

simon_tagcloud Simon Wardley, der mir bereits auf der Web 2.0 Expo positiv aufgefallen war, hatte eine Doppelrolle als Speaker und Moderator der Veranstaltung.

Simon liebt Enten und das Thema ‘Commoditisation’, oder wie Innovationen zu Massenphänomenen werden.

Er schafft es, bei komplexen Sachverhalten die Essenz zu destillieren und das Ganze dann auch noch unterhaltsam zu präsentieren. Eine leider nicht sehr weit verbreitete Gabe. Nach Simon’s Intro inklusive Überblick zum Programm deklinierte Dion Hinchliffe den Enterprise 2.0 Kanon nochmal durch, quasi als Grundlage und Referenzrahmen für den weiteren Verlauf des Tages.

Sehr interessant fand ich den Vortrag von Euan Semple, der soziale, interaktive Software in der BBC einführte, lange bevor der Hype um Social Software und Web 2.0 begann und die Begriffe zu einer Commodity wurden. Sein Anliegen war, den Mitarbeitern Tools an die Hand zu geben, mit denen sie unternehmensweit besser und effektiver zusammenarbeiten konnten. Euan brachte Online Foren, Interest Groups, Blogs und Wikis zum Einsatz und erzielte mit minimalen Kosten eine maximale Wirkung. Inzwischen hat er sich selbständig gemacht und arbeitet als ‘Social Computing’ Berater für Unternehmen. Seine Pionierarbeit trägt bei der BBC aber heute noch Früchte.

Insgesamt gefielen mir die vorgestellten Praxisbeispiele recht gut. Gerade weil es sich dabei nicht nur um Software Anbieter handelte, die ihre eigenen Produkte auch intern einsetzen (‘eating their own dogfood’), sondern um ‘normale’ Unternehmen, die sich für Social Software bzw. Enterprise 2.0 Lösungen – in den meisten Fällen für den Einsatz von Wikis – entschieden haben. Gründe, die dabei eine Rolle spielen waren u.a.: die schnelle und einfache Implementierung; geringe Kosten; bessere und schnellere Vernetzung; effektivere und einfachere Zusammenarbeit; leichtgewichtige Software Modelle im Vergleich zu konventioneller, eher restriktiver IT; größere Autonomie und Partizipation der Mitarbeiter.

Glückwunsch an KongressMedia und insbesondere an Björn Negelmann, dem Programmverantwortlichen, zu dieser gelungenen Veranstaltung.

Technorati Tags: