Archiv für die Kategorie ‘Enterprise 2.0’
McKinsey: Sechs Erfolgsfaktoren für Web 2.0 in Unternehmen
Social Networking Seiten wie Facebook oder MySpace werden monatlich von hunderten von Millionen Menschen besucht. Was die private Nutzung angeht, haben sich Web 2.0 Dienste in den letzten fünf Jahren vom Rand her kontinuierlich in Richtung Mainstream bewegt.
Auch Unternehmen versuchen, die möglichen positiven Effekte von Web 2.0 zu nutzen, das eine ganze Reihe von Technologien wie Blogs, Wikis, Podcasts, Verschlagworten von Informationen (‘Tagging’) oder soziale Netzwerke umfasst. Der Internet Vordenker Clay Shirky sieht den größten Mehrwert darin, ungenutztes Potenzial bei den Mitarbeitern durch partizipatorische Tools zu aktivieren und den Unternehmen dadurch einen Zuwachs an Intelligenz zu sichern.
McKinsey hat in den vergangen zwei Jahren 50 Unternehmen und ihre Bemühungen, Web 2.0 zu implementieren untersucht, um herauszufinden, wie man dabei möglichst erfolgreich vorgeht und welche Faktoren entscheidend sind. In dem Artikel ‘Six ways to make Web 2.0 work’ werden die Ergebnisse vorgestellt und mit der Einführung vorangegangener Technologien wie Enterprise Resource Planning (ERP), Customer Relationship Management (CRM) und Supply Chain Management (SCM) verglichen.
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Was bedeutet die globale Finanzkrise für das Web 2.0?
Die internationalen Börsen stürzen immer weiter ab, selbst IWF Chef Dominique Strauss-Kahn spricht inzwischen nicht mehr nur von einer ernsten, sondern von einer gefährlichen Lage. In Großbritannien wird ein Gebet zur Finanzkrise auf den Internetseiten der anglikanischen Kirche tausendfach von verängstigten Menschen aufgerufen.

Michael Arrington, Chef von TechCrunch, einem Blog, das massgeblich mitgeholfen hat, das Phänomen Web 2.0 zu popularisieren, ruft jetzt das unrühmliche, aber notwendige Ende von Web 2.0 aus, bedingt durch ein Versiegen des Risikokapitals und markiert durch ein ignorantes Video einiger selbstverliebter Silicon Valley Douchebags.
Auf netzwertig.com geht Andreas Göldi mehr in die Tiefe und beschreibt, was die weltweite Krise für die Startup-Finanzierung im Web 2.0 bedeutet. Neben der Analyse der Situation gibt er Jungunternehmern auch Tipps, wie man mit einem härter werdenden Finanzierungsklima umgehen kann. Ein Ratschlag lautet, nicht auf Verdacht grosse Plattformen zu bauen und das Businessmodell später zu überlegen. Marc Zuckerberg kann es sich leisten, solche Ratschläge zu ignorieren, hat der Facebook Gründer sein Venture Capital doch bereits vor der großen Krise eingesammelt. Im Interview mit der FAZ erklärt er, dass Wachstum Vorrang und ein Business-Plan noch Zeit bis in drei Jahren hat.
Insgesamt optimistischer als Göldi schätzt bei Robert Basic ein namentlich nicht genannter Gründer die Situation ein. In Zeiten begrenzter Etats könnten neue Formen gegenüber klassischen Alternativen sogar profitieren. Das gelte sowohl für Werbung, wo Performance Marketing sich gegenüber reichweitenbasierten Kampagnen durchsetze, als auch bei Software Lösungen für Unternehmen.
Dieser Einschätzung kann ich mich nur anschließen. Wenn man Web 2.0 nicht nur auf den Endverbraucher Markt beschränkt, sondern Web 2.0 Lösungen für Unternehmen (Office 2.0, Enterprise 2.0, Cloud Computing) mit ins Kalkül zieht, eröffnen sich vielleicht gerade durch diese Krise ganz neue Chancen.
Nebenbei: c/o operative eröffnete heute vor zwei Jahren mit einem Beitrag zur Übernahme eines Video Sharing Startups durch einen großen Suchmaschinenbetreiber.
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Lenovo: Lektionen in Globalisierung
Lenovo ist einer der größten PC Hersteller der Welt. 2005 übernahm das Unternehmen die PC Sparte von IBM. Innerhalb der letzen zwei Jahrzehnten hat Lenovo eine beeindruckende globale Struktur aufgebaut, die sich über 6 Kontinente und über 160 Länder hinweg erstreckt.
Geführt wird das Unternehmen nicht von einem isolierten zentralen Hauptquartier von oben nach unten. Lenovo installierte ein radial dezentralisiertes System, das über regionale Knotenpunkte (‘hubs’) operiert und damit so nah wie möglich an den Kunden und den regionalen Entwicklungen sein will.
Reid Walker, Vizepräsident der Global Communications and Sponsorships von Lenovo gewährt in dem ChangeThis Manifesto Globalization Becomes Truly Global Einblicke in global entstehende und vernetzte Märkte (‘emerging markets’). Anderen weltweit agierenden Unternehmen gibt er vier Ratschläge (‘lessons learned’) mit auf den Weg:
1. Worldsource, don’t outsource.
In a world with just one time zone (“now”), business must source materials, innovation, talent, logistics, infrastructure and production wherever they are best available.
2. Don’t try to homogenize cultural diversity, embrace it.
Worldsourced teamwork and cultural cross-pollination creates products tempered by world-girdling innovation, design, and process.
3. Blend the telescope and the microscope.
A company’s go-to-market strategy must also blend the telescope and the microscope. Collaborate globally to develop the fnest-quality products, and then zoom down to the local level to serve customers in ways that are suited best to them.
4. It’s all about the brand.
The more broadly a company reaches out to the entire world for the best ideas, people and processes, the more it becomes the refined essence of its brand.
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Enterprise 2.0 Buch von Niall Cook – Auszüge vorab als Download
Niall Cook ist Leiter des Bereichs Marketing Technologie der Kommunikations Beratungsagentur Hill & Knowlton und u. a. auch Gründer und Vorsitzender von Cogenz Ltd., einer Firma, die Social Bookmarking Lösungen für Unternehmen entwickelt. Sein Buch “Enterprise 2.0 – How social software will change the future of work” wird am 21. Juli dieses Jahres offiziell erscheinen.
Als Vorgeschmack bietet der Autor am Thema Interessierten auf dem zugehörigen Blog die Einleitung und das erste Kapitel zum Download an (pdf, 820 kb) an. Die einleitenden Worte stammen von keinem Geringeren als Don Tapscott, u.a. bekannt für das Buch Wikinomics: How Mass Collaboration Changes Everything, das er zusammen mit Anthony D. Williams verfasste. Ein kurzer Auszug aus seinem Vorwort:
This book provides language and taxonomies that will be very helpful for any manager in understanding and harnessing the myriad new software tools and the opportunities they provide to transform the nature of work for the better.
Read, enjoy and prosper.
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Richtig Geld sparen mit Enterprise RSS
Die meisten Leute, die sich intensiv mit dem Web (2.0) beschäftigen, lieben RSS. Obwohl schon seit Ende der 90er Jahre im Einsatz und inzwischen fast in jeder Web 2.0 Anwendung integriert, fristet RSS im Endverbraucher Bereich immer noch ein Schattendasein.
Das liegt zum einen daran, dass RSS eine Funktionalität ist und keine alleinstehende Applikation oder Plattform wie Twitter oder Facebook. Zum anderen sind vielleicht die Vorteile von RSS Feeds und den zugehörigen Endgeräten, den RSS-Readern, nur für diejenigen interessant, die viele Nachrichten aus unterschiedlichen Quellen konsumieren. Der normale Nutzer hat eben eine recht übersichtliche Zahl von Seiten, die er direkt ansteuert, um sein Informationsbedürfnis zu befriedigen. Dazu braucht er nicht unbedingt einen Feedreader.
Wirklich große Chancen für RSS sehe ich auch in Zukunft nicht im Endverbraucher-Markt sondern im Unternehmensbereich. Soweit ich das überblicken kann, ist RSS dort zur Zeit zwar auch nicht das vorherrschende Thema. Unternehmen wiederum lassen sich stärker als vom angesagten Zeitgeist von einem konkreten Nutzen überzeugen, vor allem, wenn er sich direkt in Geld ausdrücken lässt.
Ein beeindruckendes Fallbeispiel schildert Janet Johnson in ihrer Post „Enterprise RSS Saves > $400M in Oil“. Das Fracht- und Schifffahrtsunternehmen Wallem hat weltweit über 6000 Mitarbeiter auf über 300 Schiffen und 600 Mitarbeiter in über 50 Büros, die wiederum über 18 Länder verteilt sind. Zur Koordination dieses riesigen, dezentralen und mobilen Unternehmens-Netzwerks setzt Wallem RSS ein, um „die richtige Information zur richtigen Zeit den richtigen Leuten zur Verfügung zu stellen“. Dazu wurde das Enterprise RSS System von Attensa in die Kombination von Blackpearl’s K2 und Microsoft’s SharePoint integriert.
Wallem war durch die effektivere Informations-Verteilung in der Lage, das Flottenmanagement derart zu verbessern, dass der Ölverbrauch der 329 Schiffe um 8 % bzw. um 394.800 Dollar pro Jahr gesenkt werden konnte. Auch bei Schmieröl konnten 6% bzw. 11.844 Dollar eingespart werden.
Patrick Schlesiger, Wallem’s CIO präsentierte das Fallbeispiel auf der zurückliegenden Enterprise 2.0 Konferenz mit einer trockenen Ansage:
This is not an elegant solution. But guess what? It adds value. It’s simple. Everyone knows what’s going on. If my chief architect leaves, I can hire someone else who will understand it. Business isn’t at risk.
Hier sind die Folien zu seiner Präsentation:
Das Ende klassischer Software? Salesforce integriert Google Apps
Bereits im Juni 2007 verkündeten Google und das auf Customer-Relationship-Management (CRM) spezialisierte Software Unternehmen Salesforce.com ihre globale strategische Allianz.
Das erste Ergebnis dieser Kooperation war die Kombination von Salesforce.com und Google AdWords, die Unternehmen erlaubte, Online-Werbekampagnen direkt aus Salesforce heraus zu steuern.
Durch die heute vorgestellte Integration von Google Apps in Salesforce stehen den Kunden jetzt zusätzlich die Anwendungen Gmail, Google Calendar, Google Talk und Google Docs zur Verfügung.
Wie das Zusammenspiel in Salesforce for Google Apps funktioniert, demonstrieren gleich zwei Videos. Die offizielle Produkt Tour von Salesforce und der alternative Entwurf im plain english-style von Commoncraft Productions.
Video 1: Offizielle Produkt Tour
Video 2: Commoncraft’s Erklärung
(via Official Google Enterprise Blog)
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Serena Video zu Business Mashups wird zum Hit auf YouTube
Business Mashups sind normalerweise kein Thema für die Massen. Der kalifornische Softwareanbieter Serena hat es allerdings geschafft, mit dem viralen Video “Just @#$% It!! What are they saying?” weit über 1 Million Mal Aufrufe und über 500 Kommentare auf YouTube zu generieren. Wie ihnen das gelungen ist? Sehen Sie selbst:
(via Programmable Web)
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FOCUS-Jahrbuch 2008 zu Web 2.0 und Web 3.0
Bereits im fünften Jahr präsentiert das FOCUS Jahrbuch Trends und etablierte Ansätze aus den Bereichen Medien, Marketing sowie den zugehörigen Forschungsbereichen, um den Austausch und die Diskussion innerhalb der Branche anzuregen. Schwerpunktthema dieses Jahr: Web 2.0 und Web 3.0 – Reale und virtuelle Welt.
Das Jahrbuch, das in der Printversion immerhin 29,90 EUR kostet, wird auch als Hörbuch zum kostenlosen Download angeboten. Darüber hinaus stehen einzelne Textbeiträge online in gekürzten Versionen zur Verfügung. Auszug aus dem sehr interessanten Inhaltsverzeichniss:
- Wolfgang J. Koschnick – Zwischen Web 2.0 und Web 3.0
- Martin Oetting – Virales Marketing – Mythos und Klarheit
- Martin Oetting – Wie Web 2.0 das Marketing revolutioniert
- Jörg Bienert – Enterprise 2.0
- Arnold Hermanns, Fritjof M. Lemân, Pascal C. van Overloop, Alexander Richter – Targeting in Social Networks
- Jörg Rensmann – RSS im Unternehmen
- Rainer Hillebrand, Thomas Schnieders – Shopping 2.0
(via archivalia)
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Innovation ermöglichen: Einblicke in das Google Intranet
Experimentierfreude und Innovation kennzeichneten bereits die Anfänge von Google’s Entwicklung. Im Jahr 1996 bauten die beiden Stanford Studenten Larry Page und Sergey Brin ihren ersten provisorischen Server mit einem Gehäuse aus Lego Steinen. Die abenteuerliche Konstruktion diente dazu, den frisch entwickelten Pagerank Algorithmus im World Wide Web zu testen.
Bis heute ist Innovation das bestimmende Credo und nach Google’s eigenem Verständnis der Kern seiner Wettbewerbsfähigkeit. Auch wenn Google im Lauf der Zeit dazu übergegangen ist, sich nicht nur auf seine eigene Innovationskraft zu verlassen, sondern verstärkt auch Firmen mit neuen Ideen für sein Portfolio zu akquirieren.
In dem Webinar ‘Innovation @ Google – A Day in the Life’, das von KM World am 11. März 2008 abgehalten wurde, gab Naveen Viswanatha, Sales Engineer bei Google Enterprise, weitgehende Einblicke in das Google Intranet. Am Beispiel eines neuen Mitarbeiters, der seine erste Woche absolviert, werden die verschiedenen Tools vorgestellt, die intern für das Projektmanagement und die Kommunikation zur Verfügung stehen.
Google setzt auf flache Hierarchien und relativ freie Strukturen. Innovation wird als gemeinschaftlicher Prozess verstanden, der Zusammenarbeit, Transparenz, Offenheit und Vernetzung voraussetzt. Die eingesetzten Applikationen sind darauf ausgerichtet, eine kreative, spielerische und kollaborative Atmosphäre zu fördern.
Natürlich ist das Google Intranet auch ein Fallbeispiel für die Adaption von Web 2.0 und Social Media im Unternehmenskontext, auch bekannt als Enterprise 2.0. Das Webinar soll demnächst in’s Archiv von KM World gestellt werden. Die 59-seitige Präsentation von Naveen mit weiteren Details und vielen interessanten Screenshots ist als pdf download auf Scribd erhältlich.
Update 16.03.08: Auf ErkenntisWerk gibt es eine Post zum gleichen Thema, die auf den komplementären Artikel ‘Marissa Mayer’s 9 Principles of Innovation’ verweist. Lesenswert!
(Story via Google Blogoscoped; Photo via Flickr by Cayusa)
Verwandter Artikel:
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Executive Insights into Enterprise 2.0
Im Vorfeld des Enterprise 2.0 Executive Forums, das am 19. Februar 2008 in Sydney, Australien stattfand, versammelten Ross Dawson’s Future Exploration Network und IBM ausgesuchte Führungskräfte australischer Unternehmen an einem runden Tisch. Diskutiert wurde über das Thema Enterprise 2.0, seine Implikationen und Potenziale.
Auf Ross Dawson’s Blog Trends in the Living Networks steht jetzt die Zusammenfassung dieser Diskussion in Form eines Reports zum kostenlosen Download (pdf) bereit. Und das sind die Inhalte:
- Roundtable Participants
- Introduction to Enterprise 2.0
- Defining Enterprise 2.0
- Identifying Business Value
- Risks and Concerns
- Social Networks in the Enterprise
- The Shifting Role of IT
- Organisational Culture in Enterprise 2.0
- The Role of Governance
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