Das Social Media Klassenzimmer

Howard Rheingold ist international anerkannter Internet Vorreiter, Redner und Autor diverser Bücher zum Thema neue Technologien und ihre Auswirkungen auf unsere Gesellschaft. Darüber hinaus unterrichtet er auch als Dozent an verschiedenen amerikanischen Hochschulen, u. a in Berkeley und Stanford.

In dieser Eigenschaft konzipierte er eine vollkommen webbasierte Lernumgebung. Sein Social Media Classroom befindet sich noch in der Entwicklung und soll neben Chat, Wiki, Blog, Socialbookmarking, Microblogging auch ein Video Modul enthalten. In seinem 8 Minute Video on the Social Media Classroom gibt er einen Ausblick auf seine Version einer zeitgemäßen Lernplattform.

socialmedia_classroom

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Die populärsten (englischsprachigen) Bildungsblogs

Anfang Dezember 2007 wurden die Gewinner der Edublog Awards 2007 bekanntgegeben. Die E-Learnig Community ermittelte bereits zum vierten Mal die besten (englischsprachigen) Bildungsblogs per Online-Abstimmung in 14 verschiedenen Kategorien. Stephen Downes ließ es sich allerdings nicht nehmen, eine alternative Liste mit Blogs zu veröffentlichen, die seiner Meinung nach bei der Nominierung übersehen wurden.

Aseem Badshah erstellte Anfang Januar 2008 ergänzend noch eine Liste der Top Edublogger auf Basis der Technorati Rankings. Sie besteht aus insgesamt 107 Blogs und wird angeführt von Weblogg-ed (Autor: Will Richardson), Stephen’s Web (Autor: Stephen Downes) und 2 Cents Worth (Autor: David Warlick).

(via Edublogs Magazine)

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Die Google Generation ist ein Mythos

Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung zum Thema Nutzung virtueller Bibliotheken, die von JISC (Joint Information Systems Committee) und der British Library in Auftrag gegeben und vom CIBER Research Team am University College London erstellt wurde.

Damit widerspricht der kürzlich vorgestellte Untersuchungsbericht ‘Information Behaviour of the Researcher of the Future’ (35 Seiten, pdf) der weit verbreiteten Meinung, die sogenannte Google Generation (Digital Natives, Net Generation, Millenials, etc.) also junge Menschen, die bereits mit dem Internet aufgewachsen sind, wären die erfahrensten und kundigsten Web Nutzer.

Obwohl die Jugendlichen eine offensichtliche Leichtigkeit und Vertrautheit mit Computern an den Tag legen, verlassen sie sich bei ihren Recherchen überwiegend auf Suchmaschinen, betrachten die gefundenen Inhalte mehr als sie zu lesen und lassen die Fähigkeit zur kritischen Bewertung und Prüfung weitgehend vermissen.

Interessant ist auch ein weiteres Ergebnis: Eigenschaften, die bislang jugendlichen Nutzern zugeschrieben wurden, wie Ungeduld bei Suche und Navigation mit immer kürzeren Toleranzspannen, ist inzwischen die Norm für alle Altersgruppen, angefangen von Grundschülern bis hin zu Professoren.

Den Akademikern bescheinigt der Report sogar ein Hamster-Verhalten (‘squirreling behaviour’):

Academic users have strong consumer instincts and research shows that they will squirrel away content in the form of downloads, especially when there are free offers. In spite of this behaviour and the very short session times that we witness, there is no evidence as to the extent to which these downloads are actually read.

Die erste Langzeit Studie dieser Art wurde vom CIBER Research Team über einen Zeitraum von fünf Jahren durchgeführt, um herauszufinden, wie Lernende und Lehrende in Zukunft mit digitalen Wissensressourcen umgehen werden. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen britischen Bibliotheken helfen, sich bei der Digitalisierung ihrer Bestände bestmöglich auf die Bedürfnissen (‘digital mindset’) ihrer zukünftigen Nutzer einzustellen.

(via Nicholas Carr)

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Zotero: Das Online Recherchetool für Profis

Zotero ist ein augeklügeltes Recherchetool, das über einfaches Ablegen von Bookmarks oder Favoriten weit hinausgeht. Der Service ist als kostenlose Firefox Erweiterung erhältlich und wird somit direkt in den Browser integriert.

Vom Center for History and New Media ursprünglich für die akademische Community, insbesondere Bibliothekare entwickelt, kann Zotero aufgrund seiner umfangreichen und durchdachten Funktionen aber auch für Wissensarbeiter überaus interessant sein.

Im Oktober 2006 habe ich Zotero auf diesem Blog bereits vorgestellt. In der Zwischenzeit ist die Entwicklung allerdings mächtig vorangeschritten. Bob Walsh hat die neuesten Informationen auf Web Worker Daily.

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Neue Videos von Michael Wesch

Anfang des Jahres verbreitete sich das Video “Web 2.0…The Machine is Us/ing Us” mit viraler Geschwindigkeit im Netz und dürfte vielen noch in Erinnerung sein. Michael Wesch, Assistenz-Professor für Anthropologie an der Kansas State University produzierte den kurzen Film, um die Funktionsweise des Web 2.0 anschaulich und verständlich zu erklären.

Jetzt hat er zwei neue Videos veröffentlicht. Information R/evolution kann inhaltlich und stilistisch als Fortsetzung von “Web 2.0…The Machine is Us/ing Us” betrachtet werden.

Das Konzept des zweiten Videos A Vision of Students Today entwickelte Wesch zusammen mit 200 Studenten unter Verwendung von Google Docs. Ausgangspunkt war die Frage, was es bedeutet, heute (in den USA) zu studieren.

Via JP Rangaswami. Beide Videos sind übrigens auch im vod:pod Widget in der Sidebar dieses Blogs zu finden.

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Google Desktop Konfusion

Obwohl ich mit dem Thema e-Learning beruflich nicht mehr befasst bin, beobachte ich die Entwicklungen immer noch aus dem Augenwinkel heraus, zumindest an den Schnittstellen zu Web 2.0 und Social Software. Jochen Robes ist dabei eine meiner bevorzugten Anlaufstellen. Beim Durchklicken seines weiterbildungsblog blieb ich bei einer älteren Post mit dem Titel Google Desktop as learning platform hängen.

GOOGLE DESKTOP (SEARCH)

Google Desktop ist eigentlich der Name einer konkreten Google Anwendung. Sie muss erst heruntergeladen und installiert werden. Danach kann man seinen Rechner (Desktop) komfortabel nach emails, Webprotokollen und den verschiedensten Dateiformaten durchsuchen. So weit, so gut. Jetzt interessierte mich brennend, wie eben dieses Google Desktop als Lernplattform benutzt werden kann. Jochen Robes’ Artikel referiert sowohl auf eine Post von Jay Cross als auch auf einen Vortrag, den Michael Kerres auf der Learntec gehalten hat.

JAY CROSS’ GOOGLE DESKTOP

Als erstes klickte ich auf Jay’s Beitrag. Dort stellte sich schnell heraus, dass der Altmeister Google Desktop als Sammelbegriff für alle möglichen – vorwiegend webbasierten – Google Applikationen gebraucht, angefangen von A wie Analytics bis W wie Webmaster Tools. Aus seiner Liste ist lediglich Google Talk in dem Sinne eine Desktop Anwendung, dass der Client auf einem lokalen Rechner installiert werden muss.

MICHAEL KERRES’ GOOGLE DESKTOP

Jetzt war ich echt gespannt, wie Michael Kerres Google Desktop als Lernplattform einsetzt:

ja, da war ich auch überrascht, am Tag nach meinem Vortrag (< zum Reinhören als Gast anmelden) auf der Learntec den gleichen Gedanken bei Jay Cross zu lesen.

(Nebenbei: gemeint ist nicht “google” als Suchwerkzeug, sondern der “Google Desktop” als Feed-Aggregator….)

Es muss ja nicht der “Google Desktop” sein … , meine Aussage bezieht sich auf das Importieren / Exportieren von Feeds in einem “Personal Learning Environment”.

Ok … Feed-Aggregator, Importieren / Exportieren von Feeds… das hörte sich für mich zunächst nach Google Reader an. Der Besuch des besagten Learntec Vortrags brachte Klarheit. Unter Google Desktop versteht auch Michael Kerres nicht die Google Desktop Suche sondern eine Arbeitsoberfläche, auf der persönlich wichtige Inhalte und Informationen (Newsfeeds, Bookmarks, email, Kalender, etc.) zentral verortet sind. Da er zu diesem Zweck die personalisierte Startseite von Google einsetzt, spricht er eben von Google Desktop. Mögliche Alternativen wären z. B. Microsoft’s live.com, Yahoo’s My Yahoo!, aber auch die vielen interessanten Angebote von kleineren Firmen wie Pageflakes, Protopage, yourminis, Webwag oder Netvibes.

GOOGLE TOOLBOX

Sowohl Jay Cross als auch Michael Kerres greifen auf Google’s umfangreiches Angebot zurück, um sich eine individuelle, auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnittene Lern- oder Arbeitsplattform zusammenzustellen, die vor allem auch Austausch, Vernetzung und Zusammenarbeit ermöglicht. Beide verwenden dafür den Begriff Google Desktop, auch wenn das in der konkreten Umsetzung ganz unterschiedliche Formen annimmt.

Jay Cross hat sich eine individuelle Google-Suite zusammengestellt, lose verbunden über das “single sign-on”, bei dem man sich nur einmal bei seinem Google-Konto anmelden muss, um danach Zugang zu allen Programmen zu haben. Bei Michael Kerres hingegen handelt es sich um ein personalisiertes Informationsportal als Startseite fürs Web. Damit hat sich meine zeitweilige Verwirrung um Google Desktop als Lernplattform dann auch aufgelöst.

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Recherche jenseits der üblichen Suchmaschinen

Vor einiger Zeit veröffentlichte ich auf diesem Blog eine Reihe unter dem Titel “Studium 2.0 – Essentielle Web Tools” mit insgesamt vier Teilen:

Teil 1 präsentierte 12 hilfreiche Recherchequellen

Teil 2 stellte 14 Suchmaschinen Alternativen zu Google vor

Teil 3 gab einen Überblick zu Social Bookmarking Diensten

Teil 4 sondierte nützliche Angebote von Google

Photo by Plusverde

Auf Degree Tutor, einem Portal für Online Bildungsangebote (“online colleges and distance learning”) in den USA, verfolgt Eric Herbert einen vergleichbaren Ansatz.

In Digging Beyond the Typical Search Engine to Find Better Research Online stellt er insgesamt 15 Resourcen und Tools für’s Studium vor, die das Arsenal der bekannten Suchmaschinen ergänzen und weiter gehende Möglichkeiten für die Recherche eröffnen.

Obwohl einige Angebote speziell am US-amerikanischen Bedarf orientiert sind, lohnt sich das Durchforsten des Artikels.

Kostproben:

  • itools ist eine der ältesten und Recherche Werkzeuge im Web. Auf einer Seite sind Tools für die unterschiedlichsten Suchanfragen bereitgestellt.
  • Diigo ist ein Schweizer Messer für alle, die intensive Recherchen betreiben. Es integriert Social Bookmarking, Anmerkungen, Sticky Notes, Clipping- und Suchfunktionen. Einen Blog Editor gibt es on top.

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