Content Marketing und Social Media Marketing: Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Nachdem ich mich in meinem letzten Posting mit dem Thema Content Marketing und seiner wachsenden Bedeutung beschäftigte, will ich hier kurz auf die Übereinstimmung, aber auch die Abgrenzung zu Social Media Marketing eingehen. Da es auch bei einer Social Media Marketing Strategie darum geht, Inhalte zu erstellen und über das Social Web zu verbreiten, scheint Content Marketing lediglich ein anderer Begriff dafür zu sein. Content Marketing wiederum bedient sich natürlich auch der sozialen Medien, um Botschaften zu verbreiten. Soweit, so verwirrend.

Toby Murdock hat in seiner Blogpost “Content Marketing vs. Social Media Marketing: What’s the Difference?” auf Content Marketing Institute Gemeinsamkeiten, aber vor allem Unterschiede in den Zielen und Abläufen herausgearbeitet, um Klarheit zu schaffen:

  • Social Media Marketing ist auf die sozialen Netzwerke fokussiert und die Aktivitäten finden auf Facebook, Twitter Google+, etc. statt. Es wird zwar Content produziert, aber in den verschiedenen Plattformen veröffentlicht.
  • Die Inhalte werden den Rahmenbedingungen der jeweiligen Plattformen und den Vorlieben und Gewohnheiten der Nutzer angepasst. Bei Twitter gibt es beispielsweise das 140 Zeichen-Beschränkung; auf Facebook greift man vielleicht auf Gewinnspiele oder Wettbewerbe zurück.
  • Wichtige Ziele von Social Media Marketing sind Aufmerksamkeit für die Marke sowie Kundenbindung. Social Media können genutzt werden, um die Konversation und die Aktivitäten um die Marke herum anzuregen. Hinzu kommt die Möglichkeit, diese Plattformen für den direkten Dialog mit den Kunden einzusetzen, wie dies etwa die Telekom mit Telekom-hilft auf Facebook und Twitter macht.

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  • Content Marketing legt den Schwerpunkt dagegen auf die eigene Marken-Website. Sie ist das Zentrum der Aktivitäten. Soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter Google+ & Co spielen auch hier eine wichtige, aber lediglich flankierende Rolle. Über sie werden Links zu Inhalten verbreitet, die sich auf der eigenen Website befinden.
  • Bei der Gestaltung der Inhalte auf den eigenen Webseiten orientiert man sich nicht an den Vorgaben der verschiedenen Social Media Plattformen, sondern eher an den Freiheiten eines Herausgebers, der längere Inhalte, Fotos, Videos, Infografiken, Podcasts, etc. veröffentlichen kann.
  • Das Ziel von Content Marketing ist es, durch attraktive Inhalte qualifizierte Besucher auf die Website zu bringen, eine Beziehung zu Ihnen herzustellen und deren Interesse im Lauf der Zeit in Konversionen zu verwandeln.

Murdock sieht Social Media Marketing als den notwendigen ersten Schritt. Soziale Netzwerke bieten direkten Zugang zu den Nutzern, ohne dass eine Medienindustrie dazwischengeschaltet ist, die noch extra bezahlt werden muss.

Content Marketing ist danach eine natürliche Weiterentwicklung, die aber höhere Anforderungen mit sich bringt. Dazu gehören ausführlichere, höherwertige Inhalte und die Herausforderung, die gewünschten Zielgruppen regelmäßig auf die eigene Website zu bringen. Daraus können sich aber auch Chancen zu größerer Kundenbindung, Leadgenerierung und Konversionen ergeben.

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