Live auf YouTube: Die Pressekonferenz zu Präsident Obama’s ersten 100 Tagen

Die ersten 100 Tage von Barack Obama’s Amtszeit waren gekennzeichnet durch eine deutliche Aufbruchstimmung und ein tatkräftiges Angehen der gewaltigen innen- und außenpolitischen Herausforderungen. Die Zustimmung der US-Bürger ist aktuell mit 69 Prozent so groß wie schon lange nicht mehr für einen Präsidenten. Und so fing alles am 20. Januar 2009 an:

Zur Feier der ersten 100 Tage im Amt wird Präsident Obama eine Pressekonferenz abhalten, die heute um 8pm ET (entspricht Donnerstag, 2:00 Uhr MESZ) live auf dem YouTube Channel des Weißen Hauses übertragen wird. Auf Cititzentube gibt es die Möglichkeit, sich mit eigenen Video Beiträgen an der Nachbetrachtung zu beteiligen. Weitere Angebote von etablierten Medien wie Fox News oder Al-Jazeera runden das YouTube Paket zum Event ab.

Obama und sein Team haben bereits auf dem Weg ins Weiße Haus konsequent und sehr geschickt das Internet und sein Potenzial genutzt. Welch prominente Rolle das Internet im Wahlkampf spielte, hat Pew Internet & American Life Project in der am 15. April 2009 veröffentlichten Studie The Internet’s Role in Campaign 2008 (92 Seiten, pdf download) dokumentiert.

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Beyonce, Trident und der 100 Single Ladies Flash Mob am Piccadilly Circus

Flash Mobs sind scheinbar spontane Menschenansammlungen auf öffentlichen Plätzen, deren Teilnehmer sich über Medien wie Email oder Mobiltelefone koordinieren, am Ort des Geschehens scheinbar aus dem Nichts auftauchen, eine kollektive Aktion mit einem vorher besprochenen Ablauf durchführen, um sich dann genauso schnell wieder aufzulösen.

Vor kurzem tauchten am Piccadilly Circus plötzlich 100 junge Damen auf, die sich ihrer Trenchcoats entledigten und dann in schwarzen Badeanzügen zu Beyoncé’s “Single Ladies” vor den Augen verdutzter Passanten eine synchrone Choreographie tanzten.

Hintergrund der ganzen Aktion: Der Kaugummi-Hersteller Trident hat eine Promotion-Kampagne initiiert, bei der insgesamt 13.000 freie Tickets für ein Beyoncé Konzert am 15. November 2009 in der Lononder O2 Arena ausgelobt werden. Die potenziellen Gewinn-Nummern sind in den Trident Unwrapped Kaugummi Papieren zu finden, die auf einer speziellen Kampagnen-Website eingetragen werden müssen.

Das Entscheidende an dem oben beschriebenen Ereignis war, dass es gefilmt und am 20.04.09 auf YouTube unter dem Titel “Beyonce 100 Single Ladies Flash-Dance Piccadilly Circus, London for Trident Unwrapped” veröffentlicht wurde. Der geplante virale Effekt hat sich ganz offensichtlich eingestellt. Bis heute, also acht Tage danach, wurde es bereits 917189 mal aufgerufen.

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Das neue Digital Economy Factbook ist da: Zahlen, Fakten und Statistiken zum digitalen Wandel

Digital Economy Factbook Die digitale Revolution hat unser Leben und unsere Wirtschaft in nahezu jedem Bereich grundlegend verändert. Das Digital Economy Factbook hat den Anspruch, verlässliche Statistiken und Informationen von führenden Forschungsinstituten als Grundlage für eine tiefergehende Analyse und ein umfassendes Verständnis dieses Wandels bereitzustellen.

Herausgeber ist eine konservativ angehauchte, private Stiftung namens Progress & Freedom Foundation. Soeben wurde die zehnte Ausgabe des Digital Economy Factbook (2008 – 2009) veröffentlicht, die kostenlos als pdf heruntergeladen werden kann. Auf 183 Seiten gibt es komprimierte Zahlen und Fakten zu allen relevanten Bereichen der digitalen Ökonomie und Projektionen in die Zukunft. Die sieben Kapitel der zehnten Ausgabe:

  1. The Growth of the Internet
  2. The Hardware Sector
  3. The Communications Sector
  4. Digital Media
  5. Electronic Commerce
  6. Threats to the Digital Economy
  7. The Worldwide Digital Economy

[Gefunden bei Connecting the Dots]

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Blog Archive mit der Google News Timeline durchsuchen

Google Labs hat vor kurzem mit Similar Images und der Google News Timeline zwei innovative Suchfunktionen veröffentlicht. Handelt es sich bei Similar Images um eine Verfeinerung der Bildersuche, präsentiert Google News Timeline Suchergebnisse aus Google News und anderen Quellen wie Wikipedia auf einer skalierbaren Zeitleiste. Dass sich damit auch Blogs durchsuchen lassen, ist in den ersten Besprechungen etwas untergegangen.

Amit Agarwal ist aufgefallen, dass sich damit insbesondere die Archive von Blogs auf eine nutzerfreundliche und übersichtliche Art durchforsten und -zoomen lassen, wie sie Feedreader nicht bieten, zumal viele davon nur die letzen 10 bis 30 Beiträge anzeigten. So kann man sich mit der Google News Timeline beispielsweise bei der Einschätzung eines neu zu abonnierenden Blogs relativ schnell einen Überblick zu thematischen Schwerpunkten, Veröffentlichungsrate, etc. machen.

Google Timeline Blogs

Anscheinend funktioniert dieses Feature bisher nur mit gößeren, vorwiegend anlgo-amerikanischen Blogs. Tests mit populären deutschen Blogs wie Spreeblick, Basic Thinking oder Schockwellenreiter lieferten aber auch Ergebnisse. Zur Veranschaulichung dient der obige Screenshot von ReadWriteWeb.

Der Zeitstrahl lässt sich für ältere Blogs nur bis 2005 zurückverfolgen, was wohl daran liegt, dass erst in diesem Jahr die Google Blogsuche ihre Arbeit aufgenommen hat.

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Suchmaschinenwerbung anno 1998

In den Anfängen des Web sorgten Linklisten und redaktionell betreute Verzeichnisse für Orientierung. Als die Webpräsenzen und Seitenzahlen dann exponentiell anstiegen, übernahmen zunehmend algorithmen-getriebene Suchmaschinen diese Aufgabe. Mitte bis Ende der 90er Jahre tummelten sich etliche davon auf dem Markt. Um ihre Anteile zu steigern, schalteten sie sogar aufwändige Fernsehwerbung. Searchengineland hat ein Video mit Spots aus dem Jahr 1998 zusammengestellt.

Unter anderem buhlen Yahoo, Excite, Hotbot und Snap um die Gunst der Kunden. Lycos verpflichtete sogar Claudia Schiffer. Die meisten dieser Suchmaschinen spielen heute keine Rolle mehr. Das Geld hätten sie damals besser in eine neue Suchtechnologie investiert, die zwei Stanford Studenten namens Larry Page und Sergey Brin nahezu jedem großen Player zu einem Spottpreis verkaufen wollten. Die ablehnende Haltung der etablierten Suchmaschinenbetreiber zwang die beiden schließlich im gleichen Jahr eine eigene Firma zu gründen, die sich ganz ohne Werbung über Mundpropaganda verbreitete und die mit Suchmaschinenwerbung inzwischen Milliarden verdient.

Bonus LinkSearch Engine History

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70 minus 1 Social Media Seiten mit Google Juice

Linkbuilding, die Generierung eingehender Links, ist neben den on-page Maßnahmen ein wichtiger Teil der Suchmaschinenoptimierung (SEO). In den letzten Jahren haben sich durch zahlreiche Social Media Seiten viele neue Möglichkeiten ergeben, Links auf die eigene Web-Präsenz zu setzen.

Um zunehmendem Mißbrauch und Spam vorzubeugen, führte Google 2005 in Abstimmung mit anderen Suchmaschinenbetreibern wie Microsoft und Yahoo! das “nofollow” Attribut ein. Die so markierten Links werden zwar gelesen, aber es wird kein PageRank (und kein Ankertext), also kein ”Google Juice” übermittelt. Viele Betreiber von Social Media Seiten, insbesondere die Anbieter von Blogsoftware wie WordPress, Blogger oder Six Apart übernahmen das Attribut relativ zügig, Wikipedia zog später nach.

wong nofollow Es gibt aber immer noch genügend Seiten, die Link Juice geben, sprich den PageRank (Linkkraft) vererben. Digital Labs hat gerade eine Liste mit 70 Do Follow Social Media Sites mit zugehörigem PageRank veröffentlicht. Definitiv nicht in diese Liste gehört allerdings der deutsche Social Bookmarking Dienst Mister Wong, der Anfang des Jahres alle ausgehenden Links auf nofollow gesetzt hat.

Bei Ranking Check gibt es schon seit längerem eine sehr gute und ausführliche Übersicht zu Social Bookmarking Portalen mit (und ohne) PageRank Vererbung.

Wer sich den Blick in den Quelltext zur Überprüfung sparen will, kann sich auch die SEO Toolbar von SEO book.com installieren, die nofollow Links rot markiert (siehe Screenshot).

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Webinar mit Chris Brogan: Wie vermittle ich meinen Chef den Nutzen von Social Media?

socialmedia bandwagon Viele Angestellte sind in der Situation, dass sie privat Anwendungen wie Social Networks, Social Bookmarking, Blogs oder Twitter nutzen und deren Vorteile zu schätzen wissen, während in ihrer Arbeitsumgebung noch weitestgehend Social Media Abstinenz herrscht.

Wer daran etwas ändern und seine Vorgesetzten vom Nutzen einer Social Media Strategie überzeugen will, kann sich von Social Media Guru Chris Brogan mit Argumenten versorgen lassen.

In einem Live Webinar , veranstaltet von Hubspot, das morgen, am 22. April zwischen 12:00 und 13:00 stattfindet [3pm-4pm EST (GMT -5)], wird der ausgewiesene Experte Brogan über Vorteile, Strategie und Umsetzung reden. Zur kostenlosen Anmeldung geht’s hier entlang. Zum Aufwärmen kann man schon mal in Twelve Ways to Sell Social Media to Your Boss reinlesen.

[Hinweis via Hubspot Newsletter; Graphik via Flickr / Matt Hamm unter CC Lizenz]

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