US Präsidentschaftswahlen: Social Media macht den Unterschied

imageBarack Obama wird, wenn er es schaffen sollte, nicht nur als erster schwarzer Präsident der USA in die Geschichte eingehen, sondern als der erste Kandidat, der das Potenzial von Social Media erkannte und für seinen Wahlkampf und die Mobilisierung von Wählern auf’s Effektivste zu nutzen wusste.

Angefangen bei YouTube über Social Networks, Twitter, seine Online Community My.BarackObama inklusive Blog, viralen Videos bis hin zu Wikis und anderen kollaborativen Tools für die Kampagnen-Organisation wurden alle Register gezogen. Aber nicht nur die Kommunikationsmittel waren auf das neue Web ausgerichtet, sondern auch die stark dialogorientierte Tonalität.

Webstratege Jeremiah Owyang hat gestern eine Bestandsaufnahme zu den Resultaten der beiden Kandidaten auf den Social Media Plattformen (Facebook, MySpace, YouTube, Twitter und ihren jeweils eigenen Community Seiten) veröffentlicht. Wenig überraschend dominiert Barack Obama die Szenerie hier klar und mit großem Vorsprung.

Mit seinem überaus erfolgreichen und gleichzeitig innovativen Wahlkampf, der ihn innerhalb von zwei Jahren von einem Unbekannten zum aussichtsreichen Präsidentschaftskandidaten der Demokraten machte, hat er gezeigt, welche überaus wichtige Rolle das Internet spielt. Ich gehe davon aus, dass diese Bedeutung auch bei uns erkannt und die Kommunikation in den kommenden Wahlkämpfen verändern wird.

james_surowiecki_tedAbgesehen davon, werden die Präsidentschafts-Wahlen in den USA auch von allen möglichen Web 2.0 Statistik- und Umfrage-Tools begleitet. Tobias Moorstedt hat auf Spiegel Online eine Auswahl zusammengetragen, die vom real-time Twitter Election Bot über nutzergenerierte Wahl-Widgets bis hin zu Political Dashboard von Yahoo! News reicht.

Aus gegebenem Anlass veröffentlicht TED ein Video aus dem Jahr 2005 mit James Surowiecki: “The day that social media became the news”.

Update: Ooops – im Nachhinein entdeckte ich, dass Ed Wohlfahrt bereits am 30. Oktober einen Beitrag vergleichbaren Inhalts und einer ähnlichen Überschrift gepostet hat. Sein Artikel, auf den ich hiermit gerne verweise, ist etwas ausführlicher und geht mehr ins Detail. Wir kommen allerdings beide zu den gleichen Schlussfolgerungen. Ed Wohlfahrt’s Fazit:

Meiner Einschätzung nach haben Soziale Medien den Ausgang der US-Präsidentschaftswahl 2008 entscheidend mitbestimmt. Obama ist es wie keinem anderen Kandidaten vor ihm gelungen, die Kraft des neuen Internets für sich und seine Kampagne zu nutzen. Wie immer seine Performence als US-Präsident auch aussehen wird, der Stil und die MIttel seiner Kampagne werden als Best Practice nachwirken und zukünftige Wahlkämpfe, wo auch immer sie stattfinden, entscheidend beeinflussen.

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2 Gedanken zu „US Präsidentschaftswahlen: Social Media macht den Unterschied

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