Das Web 2.0 Expo Dashboard: Alles auf einen Blick

Christopher S. Penn lieferte mit dem Social Media Dashboard die Vorlage. Chris Brogan adaptierte die Idee für Konferenzen. In Make Your Own Conference Dashboard stellt er sich mit Hilfe von sogenannten Startpages wie iGoogle, Netvibes, Pageflakes eine übersichtliche Seite zusammen, die alle wichtigen Informationen zu anstehenden Konferenzen aggregiert. Dieses Prinzip habe ich wiederum auf die kommende Web 2.0 Expo Berlin angewandt und in Netvibes ein beispielhaftes Dashboard mit verschiedenen Elementen zusammengestellt.

Web 2.0 Expo Berlin Dashboard

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Neben organisatorischen Widgets für Notizen, Kalender und ToDo-List, sind Kommunikationsmöglichkeiten wie Gmail, Facebook oder Twitter integriert. Im Zentrum stehen Feeds der offiziellen Web 2.0 Expo Seite, vom Twitterbot der Konferenz, von Berlin Web Week und berlinblase.

Ergänzt wird die Seite durch Suchanfragen über Twitter Search, Technorati, Twingly, Google Blogsuche, Google News und delicious. Hinzufügen ließen sich beispielsweise noch Suchen via Flickr für Photos oder Truveo für Videos. Das ist, wie gesagt eine exemplarische Umsetzung, die sich je nach Bedarf und Geschmack anpassen lässt.

Update: Über den nachfolgenden Button gelangt man direkt zum konfigurierten Modul in Netvibes:

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Web 2.0 Expo kommt im Oktober wieder nach Berlin

Letztes Jahr gastierte der O’Reilly Web 2.0 Zirkus zum ersten Mal in Berlin. Die Premiere erhielt durchaus gemischte Kritiken. Ein Punkt, den fast alle monierten war der ungemütliche Veranstaltungsort ICC. Schon unmittelbar nach der letztjährigen Konferenz wurde das BCC am Alexanderplatz, wo auch der Chaos Computer Club zu tagen pflegt, als Alternative genannt. Die Veranstalter haben diesen Vorschlag aufgegriffen und sich für den 21. bis 23. Oktober mit der Web 2.0 Expo Europe dort eingemietet.

Auf der Liste der Keynote Speaker stehen u.a. Mozilla Chef John Lilly, der israelische Entrepreneur Yossi Vardi und Martin Varsasky, der Gründer von FON. Das Konferenzprogramm wird begleitet von einer Messe, auf der Startups und etablierte Firmen vertreten sind.

Das u.a. von Nicole Simon kommunizierte Blogger Programm (Promotion gegen freien Eintritt) wurde offensichtlich so gut angenommen, dass die Liste schon wieder geschlossen ist. Um das Hauptevent Web 2.0 Expo herum haben sich bereits eine Menge assoziierter Veranstaltungen gruppiert, darunter das Barcamp 3 Berlin und die Facebook Developer Garage. Berlin Partner hat extra den Berlin Web Week Blog aufgesetzt, um einen Überblick über alle Events zu geben. Timo Heuer würde übrigens gerne ein Lunch 2.0 organisieren und sucht noch Sponsoren.

Die Web 2.0 Expo Europe steht unter der Überschrift How will you use the power of Web 2.0? und richtet sich an ein interessiertes Fachpublikum. Wie stark das Thema bereits im allgemeinen Bewusstsein verankert ist, lässt diese Umfrage in der Heidelberger Fußgängerzone aus dem Jahr 2007 erahnen:

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Google plant Flotte mit schwimmenden Rechenzentren

Auch auf die Gefahr hin, dass c/o operative langsam etwas monothematisch und Google-lastig daherkommt, diese Meldung muss ich noch loswerden. Auf Slashdot erschien bereits am 6. September die Meldung, dass Google schwimmende Rechenzentren bauen will und bei den zuständigen US Behörden ein entsprechendes Patent beantragt habe.

Die auf See (offshore) stationierten Rechenzentren sollen durch natürliche Energie (Gezeitengeneratoren) betrieben und durch Meerwasser gekühlt werden. Neben den ökologischen gibt es aber auch noch andere günstige Effekte.

Larry Dignan von ZDnet vermutet, dass für ein schwimmendes Rechenzentren keine Vermögenssteuer anfällt und die Genehmigungen leichter als für vergleichbare Projekte auf dem Festland durchgewunken werden.

Darüber hinaus merkt Valleywag ironisch an, könnte sich Google in internationalen Hoheitsgewässern unabhängiger von Regierungen und unpassenden gesetzlichen Regelungen machen.

Story via Gigaom, Photo by Gladius, CC License

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More Google News

Google ist eigentlich immer für interessante Neuigkeiten gut, aber in den letzten Wochen erhöhte sich die Schlag(zeilen)zahl nochmal. Der Reigen wurde eröffnet durch den neuen Google Chrome Browser. Kurz danach folgte der 10. Geburtstag mit dem ganzen Brimborium an Huldigungen, Warnungen, Rück- und Ausblicken.

Mit dem Google News Archive will Google ein Archiv für Zeitungen aus der ganzen Welt aufbauen. Neben der Digitalisierung von Büchern ist diese Archivierung ein Teil von Google’s Strategie, Offline-Inhalte auch online zur Verfügung zu stellen und durchsuchbar zu machen. Das Projekt, bereits 2006 gestartet, wird in Zusammenarbeit mit interessierten Verlagen kontinuierlich weiter ausgebaut.

Die massive Kritik an Google Chrome im Hinblick auf Sicherheit und Datenschutz hat Google ernst genommen und schnell reagiert. Suchanfragen und IP-Adresse werden jetzt nur noch 9 Monate statt 18 Monate gespeichert. Übrigens sammelt auch die Konkurrenz: Microsoft behält die Daten 18 Monate und Yahoo immerhin 13 Monate. Bei der umstrittenen Google Suggest Funktion im Eingabefeld (Omnibox) soll nochmal nachgebessert werden. Um die Thematik  und Google’s geänderte Policy möglichst verständlich rüberzubringen, wurde ein kleines Video produziert: Google Search Privacy: Plain and Simple.

Google tut alles, um die Menschen in seine Domäne, das Web, zu bringen. Mit dem neu gegründeten Unternehmen O3B Networks, sollen weiteren 3 Milliarden Menschen in Entwicklungsländern ans Internet angeschlossen werden. In Kooperation mit der britischen HSBC Bank und dem Kabelfernsehsender Liberty Global plant Google die Installation eines Satelliten-Netzes, das in Äquatornähe stationierte Mobilfunkmasten mit Breitbandnetzen verbindet und dadurch schnelle und gleichzeitig bezahlbare Zugänge anbietet.

Die Dominanz im Werbemarkt wird durch die Ausweitung auf TV Werbung weiter ausgebaut. Google hat soeben mit NBC Universal einen mehrjährige Zusammenarbeit vereinbart, die besagt, dass die Werbezeiten verschiedener Kabelsender in Zukunft durch den Google TV Ads Dienst vermarktet werden. Für NBC hat das u.a. den Vorteil, dass sie den Werbetreibenden bessere und präzisere Daten fürs Targeting zur Verfügung stellen können.

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Happy Birthday, Google

Google feiert heute seinen 10. Geburtstag und die Liste der Gratulanten kennt keine Ende. Auch von mir die besten Wünsche und ein langes Leben. Schließlich nutze ich eine stattliche Anzahl von Google’s Diensten, neben der Suchmaschine u. a. Gmail, Google Docs, Google Reader, Google Sites, Google Notebook, Google Maps, Google Earth, Google News und seit neuestem  auch Google Chrome.

Die Frage “Could you live without Google?” müsste ich insofern mit einem klaren Nein beantworten.

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Geschichtsunterricht: Die Browserkriege als Bildstrecke

Aus gegebenem Anlass gibt es auf Handelsblatt.com eine Chronik der großen “Browserkriege”. In der kommentierten Bilderstrecke wird die Entwicklung der Browser über die wichtigsten Stationen hinweg dokumentiert; angefangen von Mosaic, über u.a. Netscape, Internet Explorer, Firefox bis hin zu Google Chrome. Gerade jetzt, wo soviel von dem Browser der Zukunft die Rede ist, kann ein Blick in die Vergangenheit nicht schaden.

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Wird Google Chrome zum Windows des Cloud Computing?

Die Einführung des neuen Google Chrome Browsers am 2. September stellt für Microsoft eine ziemliche Herausforderung dar, obwohl sich offizielle Vertreter betont entspannt geben und lediglich von einem weiteren Browser auf dem Markt sprechen. Der Financial Times Kolumnist John Gapper sieht in seinem Artikel Google launches Microsoft’s big fear in Google Chrome dagegen nicht nur einen Webbrowser, sondern eine Plattform und damit die Wiederbelebung eines alten Microsoft Traumas:

Chrome is, in fact, what Bill Gates feared in 1995 when he wrote a memo to Microsoft executives about Netscape Navigator, then the leading web browser. Mr Gates warned that Netscape could “commoditise the underlying operating system” – in other words, render Windows irrelevant.

Google Chrome ist nicht nur für das konventionelle Absurfen von Webseiten sondern vornehmlich für  Online Anwendungen konzipiert. Diese lassen sich sowohl in Tabs, bei Bedarf aber auch in eigenen Fenstern (Windows) ausführen. Gapper verzeichnet eine unaufhaltsame Entwicklung vom Desktop hin zu Online Anwendungen für die Google Chrome die passende Plattform bietet.

Auch wenn die Betriebssysteme wie Windows, Apple OS X oder Linux nach wie vor auf Rechnern notwendig sind, verlieren sie durch die zunehmende Migration ins Web langsam aber sicher an Bedeutung. So kann beispielsweise für einen, hauptsächlich mit Web Applikationen arbeitenden Menschen eine Kombination von Linux und Google Chrome als Setup bereits völlig ausreichend sein. Das Fazit seiner Überlegungen:

Like many Google initiatives, Chrome is as much a philosophy as a product. And the philosophy is: never mind the computer, the action is on the internet. That is getting truer by the day.

Zusatz: Thomas Vehemeier hat sich passend dazu eine witzige graphische Spielerei mit den Logos von Windows und Google Chrome einfallen lassen.

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