Enterprise 2.0 zum Kennenlernen

Immer mehr Menschen haben in den letzten Jahren die Möglichkeiten von Web 2.0 Tools und Social Software kennen- und schätzen gelernt. An ihren Arbeitsplätzen müssen sie aber noch weitgehend darauf verzichten. Die R/Evolution im Web ist bei den meisten Unternehmen in Deutschland noch nicht angekommen. Web 2.0 für Unternehmen, kurz Enterprise 2.0, findet bisher nur vereinzelt statt.

Aber in Fällen, bei denen Firmenchefs und Entscheider selbst Erfahrungen etwa mit Blogs, Wikis oder Social Networks gemacht haben, wächst mit zunehmendem Verständnis auch die Chance auf die Einführung neuer Lösungen. Bestes Beispiel: Frank Roebers und die Synaxon AG, das von brandeins ausführlich dokumentiert wurde. Chef und Vorstandssprecher Roebers testete zunächst Wikipedia als Autor eines Artikels und war von den Möglichkeiten dieses kostenlosen Wissensmanagementsystems so begeistert, dass er bei Synaxon ein Wiki als zentrales Nervensystem einführte. Die Vorteile: Wikis sind intuitiv zu bedienen, sowohl das Wissen als auch die Arbeitsbeziehungen werden transparenter, was dazu führt, dass die Zusammenarbeit insgesamt effektiver wird – und das alles bei vergleichsweise geringen Kosten.

Wer sich als Entscheider über die Chancen und Potenziale von Enterprise 2.0 für sein Unternehmen informieren will, hat in den kommenden Wochen eine Reihe von Gelegenheiten:

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Die populärsten (englischsprachigen) Bildungsblogs

Anfang Dezember 2007 wurden die Gewinner der Edublog Awards 2007 bekanntgegeben. Die E-Learnig Community ermittelte bereits zum vierten Mal die besten (englischsprachigen) Bildungsblogs per Online-Abstimmung in 14 verschiedenen Kategorien. Stephen Downes ließ es sich allerdings nicht nehmen, eine alternative Liste mit Blogs zu veröffentlichen, die seiner Meinung nach bei der Nominierung übersehen wurden.

Aseem Badshah erstellte Anfang Januar 2008 ergänzend noch eine Liste der Top Edublogger auf Basis der Technorati Rankings. Sie besteht aus insgesamt 107 Blogs und wird angeführt von Weblogg-ed (Autor: Will Richardson), Stephen’s Web (Autor: Stephen Downes) und 2 Cents Worth (Autor: David Warlick).

(via Edublogs Magazine)

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Zur Feier des 2. Internationalen Datenschutztags

Heute ist übrigens der Zweite Internationale Datenschutztag, ins Leben gerufen vom Europarat und gefördert von der Europäischen Kommission. Auch Google unterstützt die Initiative nach Kräften. Auf YouTube wurde sogar ein Privacy Channel eingerichtet. Das folgende Video wird man dort allerdings vergeblich suchen:

(via Google Operating System)

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10 Thesen zur Zukunft der Medien

Christiane Schulzki-Haddouti hat sich intensiv mit der beschleunigten Entwicklung der Medienlandschaft und den sich verändernden infrastrukturellen Bedingungen auseinandergesetzt. Aus ihren Beobachtungen der aktuellen Medientrends hat sie 10 Thesen abgeleitet. Ihr knappes Fazit lautet:

The network is the medium.

(via rivva)

P.S.: Der Beitrag zu den 10 Thesen findet sich auch auf dem sehr empfehlenswerten KoopTech Blog, wo Christiane Schulzki-Haddouti und Lorenz Lorenz-Meyer im Auftrag des Referats Innovations- und Technikanalyse (ITA) im Bundesministerium für Forschung und Bildung (BMBF) zum Thema Kooperative Technologien aka Web 2.0 / Social Software schreiben. Wie ich durch die Nachforschungen von Benedikt Köhler weiß, kann Christiane auf eine lange Erfahrung mit sozialen Medien zurückblicken. Ihr Cybertagebuch gilt als eines der ältesten Blogs überhaupt.

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Die Web Meta Trends 2008, destilliert von Trendspotting

Die Zeit des Jahreswechsels ist immer wieder gekennzeichnet durch Rückblicke aufs abgelaufene und Vorhersagen fürs kommende Jahr. In beiden Disziplinen wurde auch beim Übergang von 2007 zu 2008 wieder ganze Arbeit geleistet und eine Flut von Beiträgen produziert.

Trendspotting wirft jetzt mit 2008 Web and Tech Trends Predictions noch einen Trendreport hinterher. Wer so spät dran ist, muss dann allerdings auch etwas Besonderes bieten.

Davon sind die Trendspotter in der Tat überzeugt. Sie haben für ihre Meta Trends die Voraussagen von 10 der einfluss- und erfolgreichsten AutorInnen in den Bereichen Web und Technologie analysiert, bewertet und zusammengefasst. In der generierten Tagcloud kristallisierten sich dann die 6 populärsten (und nicht wirklich überraschenden) Trends für 2008 heraus:

Applications, green, mobile, network, open, social

Der vollständige Report mit den näheren Einzelheiten:

(via RWW)

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Web Trend Map 2008: Der neue Fahrplan ist da

Die 2008 Ausgabe der Web Trend Map wurde vor zwei Tagen veröffentlicht. Sie zeigt nahezu 300 der einfluss- und erfolgreichsten Websites, übertragen auf die Karte des Tokioter Zugnetzes. Die Trend Map steckt voller kleiner Details. Eines, das mir besonders gefällt: Von Facebook ist es nur eine Station zu Dataportability.org.

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WordPress stockt auf: 3 GB Speicher und 30 Millionen Dollar Kapital

WordPress hat in den letzen Tagen und Wochen für eine Reihe von Schlagzeilen gesorgt, die am 22.01.08 ihren (vorläufigen) Höhepunkt erreichte. Om Malik kam als Erster mit der Meldung heraus, dass Automattic, die Firma hinter WordPress, sich in einer zweiten Finanzierungsrunde 29,5 Millionen Dollar gesichert hat.

Bestritten wird die ansehnliche Kapitalaufstockung durch drei bereits bestehende Investoren und der neuen Partnerin New York Times, die plant, ihre vorhandene WordPress Infrastruktur weiter auszubauen.

Laut Matt Mullenweg, dem Gründer von Automattic wurde die Open Source Software von WordPress.org über 5.880.000 mal heruntergeladen. Die gehostete Version WordPress.com, übrigens auch die Blog Lösung meines Vertrauens, zählt inzwischen mehr als 2 Millionen Blogs und rückt, was die monatlichen Besucherzahlen angeht, Google’s Blogger.com ziemlich dicht auf die Pelle.

Ein Teil des Geldes wird sicher auch in die weitere Entwicklung der weniger prominenten Angebote des Automattic Portfolios wie Aksimet, Gravatar und bbPress fließen. So beeindruckend sich die Summe von knapp 30 Millionen Dollar ausnimmt, laut Techcrunch sollen Mullenweg und Co. letztes Jahr ein 200 Millionen Dollar Übernahme Angebot abgelehnt haben. Wie sehen Matt’s Pläne für Automattic jetzt aus?

Automattic is now positioned to execute on our vision of a better web not just in blogging, but expanding our investment in anti-spam, identity, wikis, forums, and more — small, open source pieces, loosely joined with the same approach and philosophy that has brought us this far.

Anne Zelenka hat auf GigaOm bereits vor einiger Zeit eine weitere Option skzizziert: The Next Social Network: WordPress.

Verwandter Artikel:

WordPress rocks … the Enterprise!

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Tim Berners-Lee über die entscheidende Qualität des Web

The web is more a social creation than a technical one. I designed it for a social effect — to help people work together — and not as a technical toy. The ultimate goal of the Web is to support and improve our weblike existence in the world. We clump into families, associations, and companies. We develop trust across the miles and distrust around the corner.

Tim Berners-Lee, Weaving the Web (via)

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Social Bookmarking erklärt von Howard Rheingold

Eigentlich haben Sachi und Lee LeFever (Commoncraft) mit ihrem Video zum Thema Social Bookmarking bereits hervorragende Aufklärungsarbeit geleistet. Internet Legende Howard Rheingold ließ sich davon aber nicht abschrecken und veröffentlichte auf seinem neuen Videoblog jetzt ebenfalls eine Episode zu diesem Thema.

Rheingold’s Video ‘Introduction to Social Bookmarking’ (6:16) ist vielleicht nicht ganz so professionell produziert wie das von Commoncraft. Dafür ist sein Ansatz persönlicher. Ihm geht es darum, zu zeigen, welche Social Media Tools er auf welche Weise nutzt. Anschauungsbeispiel in seinem Video ist wie bei Commoncraft der Social Bookmarking Champion del.icio.us. Allerdings hebt Howard Rheingold stärker auf die Social, Sharing und Community Aspekte ab und die Vorteile, die sich durch das Teilen von Wissen ergeben.

(via SmartMobs)

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Die Google Generation ist ein Mythos

Zu diesem Schluss kommt eine Untersuchung zum Thema Nutzung virtueller Bibliotheken, die von JISC (Joint Information Systems Committee) und der British Library in Auftrag gegeben und vom CIBER Research Team am University College London erstellt wurde.

Damit widerspricht der kürzlich vorgestellte Untersuchungsbericht ‘Information Behaviour of the Researcher of the Future’ (35 Seiten, pdf) der weit verbreiteten Meinung, die sogenannte Google Generation (Digital Natives, Net Generation, Millenials, etc.) also junge Menschen, die bereits mit dem Internet aufgewachsen sind, wären die erfahrensten und kundigsten Web Nutzer.

Obwohl die Jugendlichen eine offensichtliche Leichtigkeit und Vertrautheit mit Computern an den Tag legen, verlassen sie sich bei ihren Recherchen überwiegend auf Suchmaschinen, betrachten die gefundenen Inhalte mehr als sie zu lesen und lassen die Fähigkeit zur kritischen Bewertung und Prüfung weitgehend vermissen.

Interessant ist auch ein weiteres Ergebnis: Eigenschaften, die bislang jugendlichen Nutzern zugeschrieben wurden, wie Ungeduld bei Suche und Navigation mit immer kürzeren Toleranzspannen, ist inzwischen die Norm für alle Altersgruppen, angefangen von Grundschülern bis hin zu Professoren.

Den Akademikern bescheinigt der Report sogar ein Hamster-Verhalten (‘squirreling behaviour’):

Academic users have strong consumer instincts and research shows that they will squirrel away content in the form of downloads, especially when there are free offers. In spite of this behaviour and the very short session times that we witness, there is no evidence as to the extent to which these downloads are actually read.

Die erste Langzeit Studie dieser Art wurde vom CIBER Research Team über einen Zeitraum von fünf Jahren durchgeführt, um herauszufinden, wie Lernende und Lehrende in Zukunft mit digitalen Wissensressourcen umgehen werden. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen britischen Bibliotheken helfen, sich bei der Digitalisierung ihrer Bestände bestmöglich auf die Bedürfnissen (‘digital mindset’) ihrer zukünftigen Nutzer einzustellen.

(via Nicholas Carr)

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