c/o operative

FEED BEFORE YOU EAT

Die Programmierung der kollektiven Intelligenz

mit 2 Kommentaren

Seit der Begriff Web 2.0 im Jahr 2004 von O’Reilly Vizepräsident Dale Dougherty geprägt wurde, existieren viele, teils widersprüchliche Definitions- und Erklärungsversuche. Tim O’Reilly versuchte 2005 mit seinem umfangreichen Artikel ‘What Is Web 2.0′ die Deutungshoheit über das Konzept zu erlangen und zu klären, was Web 2.0 ist. Das war aber noch nicht der endgültige Wurf, wieso er sich im Oktober 2006 genötigt sah, eine zweite, kompaktere Definition nachzureichen.

Eigentlich feilt er in Interviews und Artikeln ständig weiter an der Begriffsbestimmung und bringt immer wieder leichte Nuancen ins Spiel. In einer Post zur Veröffentlichung von Toby Segaran’s neuem Buch ‘Programming Collective Intelligence’ relativiert er zunächst die Bedeutung des vielzitierten user-generated content:

The content that users contribute explicitly to Web 2.0 sites is the small fraction that is visible above the surface. 80% of what matters is below, in the dark matter of implicitly-contributed data.

Am Beispiel des Pagerank von Google illustriert Tim O’Reilly dann, worauf es wirklich ankommt. Links sind Indikatoren für die Relevanz von Webseiten. Diese Links sind zwar nutzergeneriert, entscheidend ist aber die ausgefeilte Technologie des Pagerank, die daraus erst Intelligenz, also Bedeutung extrahiert. Die Essenz seiner Botschaft:

I defined Web 2.0 as „the design of systems that harness network effects to get better the more people use them.“ Getting users to participate is the first step. Learning from those users and shaping your site based on what they do and pay attention to is the second step.

Technorati Tags:

Geschrieben von Werner Trotter

16. August, 2007 um 22:31

2 Antworten

Abonniere die Kommentare per RSS.

  1. Der Begriff Emergenz bzw. Emergence ist mir bisher eher in Enterprise 2.0 Zusammenhängen begegnet. Bei Andrew McAfee, einem der Vordenker in diesem Bereich spielt er eine zentrale Rolle.

    Werner Trotter

    17. August, 2007 um 13:04

  2. Vielen Dank für die kurze Ausführung. Beschäftige mich selbst viel mit Emergenz etc. als Grundlage für Web 2.0 und da machen diese neuen Ausführungen von O’Reilly absolut sinn.

    Johannes

    17. August, 2007 um 11:32


Eine Antwort schreiben