Robert Scoble’s Top 35 Blogs

Techblogger Robert Scoble konsumiert Unmengen von Feeds bereits zum Frühstück. Nachdem selbst er sich bei einer Höchstmarke von 1400 Feeds pro Tag etwas “overwhelmed” fühlte, ging er auf Diät. Im Mai diesen Jahres hatte ‘nur’ noch 622 RSS Feeds im Google Reader. Inzwischen ist diese Zahl wieder leicht auf 772 angestiegen. Das hier ist seine aktuelle A-Liste:

1. Mashable
2. Read/Write Web
3. TechCrunch
4. Media 2.0 Workgroup
5. digg
6. Sun bloggers
7. Gizmodo
8. ZDNet blogs
9. Planet Intertwingly (a bunch of bloggers show up here, including Dare).
10. All Facebook
11. MSDN Blogs
12. digg/Technology
13. The Unofficial Apple Weblog (TUAW)
14. RSS Feed for Lifehacker
15. GigaOM Network
16. VentureBeat
17. Chuqui 3.0
18. VentureBeat Wire
19. Y Combinator Startup News
20. Engadget
21. TechNet Blogs
22. Digital Backcountry – Ryan Stewart’s Flash Platform Blog
23. JD on EP
24. Google Operating System
25. A Welsh View
26. dzone.com: latest front page
27. All Things Digital
28. Dare Obasanjo aka Carnage4Life
29. Valleywag
30. Googlified
31. Ryan’s shared items in Google Reader
32. rexblog: Rex Hammock’s Weblog
33. Metaversed – Business and Technology News from the Metaverse
34. Business 2.0 Beta Blogs
35. CrunchGear

(via scobleizer)

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Andrew Keen vs. Sozialismus 2.0

Der Untergang des Abendlandes wurde schon oft angekündigt. Glaubt man Andrew Keen, steht er jetzt aber wirklich unmittelbar bevor. Schuld daran bist DU, die 2006 vom Time Magazine gekürte Person des Jahres. Anstatt anerkannten Experten die Bühne zu überlassen und einfach als Publikum zur Verfügung zu stehen, veröffentlichst DU lieber selber Beiträge in Blogs, Wikis und anderen sozialen (sozialistischen?, kommunistischen?) Medien. DU solltest endlich einsehen, dass DU mit deinem dilettantischen Tun den wirklich wichtigen, von den Gatekeepern der alten Medien ausgewählten Talenten und Professionals die Aufmerksamkeit und damit die Lebensgrundlage entziehst.

“Wer bitte ist denn Andrew Keen?” fragst DU jetzt vielleicht.

Keen positioniert sich seit 2006 systematisch als Gegenspieler zu Web 2.0. Wie bereits andere Web 2.0 Kritiker vor ihm benutzt er eine Rhetorik, die direkt aus der Mottenkiste des Kalten Krieges stammt. Demokratische und partzipatorische Ansätze im Netz werden in solchen Zusammenhängen gerne mit Begriffen wie Kommunismus oder Bolschewismus belegt. Aber Vereinfachung und Polemik waren schon immer bewährte Mittel, um zu polarisieren und Aufmerksamkeit zu erzeugen. Die braucht Keen nicht nur für sich, sondern vor allem für sein sein kürzlich erschienes Buch ‘Cult of the Amateur’, in dem er auf 200 Seiten die katastrophalen Auswirkungen der zweiten Web Revolution für die Medien im Besonderen und unsere Kultur im Allgemeinen heraufbeschwört.

Seine Antagonisten sind die Vertreter des neuen Web. Vordenker wie Lawrence Lessig (Creative Commons), Chris Anderson (The Long Tail), Don Tapscott (Wikinomics), Dan Gillmor (We The Media) oder David Weinberger (Everything is Miscellaneous, Cluetrain Manifesto). Chris Anderson hat bereits 2006 im San Francisco Chronicle die Klinge mit ihm gekreuzt. 2007 sind David Weinberger und Andrew Keen bereits zweimal aufeinander getroffen. Anfang Juli dieses Jahres debattierten sie auf dem Podium der Supernova Konferenz und kurz danach auf Einladung des Wall Street Journals. Und weil sie jetzt schon so schön aufeinander eingespielt sind, treten sie im September auch gleich noch gemeinsam auf der PICNIC ’07 Konferenz auf. Sogar bei amazon.com werden ihre neuen Bücher als Doppelpack angeboten. Keen frotzelt darüber in seinem Blog:

Could Weinberger exist without me? Could I exist with him? Is this a publisher’s plot or just the public effluence of a bad marriage? Might we even be the same person, opposing sides of the same debate, arguing to generate sales of each other’s books. Oh dear, another mainstream conspiracy theory. First Stalin and Hitler, then Rumsfield and Saddam Hussein, now Keen and Weinberger. Do you think That I should alert the blogosphere about it?

Die Frage könnte auch lauten, braucht Andrew Keen Web 2.0? Ich würde sagen ja, weil er durch seine Opposition dazu überhaupt erst öffentlich wahrgenommen wird. Braucht Web 2.0 umgekehrt Leute wie Andrew Keen? Warum nicht? Fordert er doch die Protagonisten und Befürworter heraus, sich intensiver mit ihren Konzepten auseinanderzusetzen. Keen spielt hier eine ähnliche, wenn auch nicht ganz so konstruktive Rolle wie Tom Davenport für die Enterprise 2.0 Evangelisten.

Was mich an der aufschlußreichen Diskussion im Wall Street Journal besonders beeindruckte, ist der unaufgeregte, sachliche und sehr differenzierte Stil, mit dem Weinberger seine Argumente vorträgt – frei von Ressentiments oder Polemik – und ausgerichtet auf eine positive Vision. Er hat nicht nur meine Sympathie, sondern auch das Schlußwort in diesem Beitrag:

Yes, Andrew, we are amateurs on the Web, although there’s plenty of room for professionals as well. But we are not replicating the mainstream media. We’re building something new. We’re doing it together. Its fundamental elements are not bricks of content but the mortar of links, and links are connections of meaning and involvement. We’re creating an infrastructure of meaning, miscellaneous but dripping with potential for finding and understanding what matters to us. We’re building this for one another. We’re doing it by and large for free, for the love of it, and for the joy of creating with others. That makes us amateurs. And that’s also what makes the Web our culture’s hope.

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Artikel in der Originalansicht im Google Reader anzeigen lassen

Netvibes bietet schon seit einiger Zeit die sehr nützliche Möglichkeit an, von der Feed-Ansicht auf die Originialseite im gleichen Frame zu wechseln. Wenn beispielsweise ein Feed geteilt bzw. gekürzt ist, muss man nicht die eigentliche Webseite in einem neuen Tab öffnen, sondern kann im Feedreader bleiben, um den vollständigen Artikel zu lesen.

Der Google Reader ist zwar nicht serienmäßig mit dieser Funktion ausgestattet. Mit einem neuen Greasemonkey Userscript von Julien Carosi kann man ihn jetzt aber entsprechend aufrüsten. Bei Google Operating System gibt’s weitere Infos.

Update 30. Juli 07 | Weitere Google Reader Tipps & Tricks:

Library Clips: Pimp up Google Reader with 15 Firefox hacks 

Mitchelaneus: Get More From Google Reader Guide 

Lifehack.org: 10 Smart Hacks for Google Reader 

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TED Talk: Sir Ken Robinson über Bildung und Kreativität

Über diesen TED Talk aus dem Jahr 2006 bin ich immer mal wieder gestolpert, habe mir aber nie die knapp 20 Minuten Zeit genommen, das Video anzuschauen.

Nachdem ich heute bei Jochen Robes erneut darauf stieß, leistete ich der Aufforderung “If you have not yet seen Sir Ken Robinson’s TED talk, please stop whatever you’re doing and watch it now” umgehend Folge und habe es nicht bereut. (Anmerkung: Das vielverwendete Zitat stammt aus Kathy Sierra’s Post “A few more Presentation How To’s”.)

Sir Ken Robinson’s Botschaft ist, dass unser Bildungssystem -  im Hinblick auf den Fortbestand der menschlichen Rasse – Kreativität eher fördern, statt abwürgen sollte. Seine Präsentation ist unterhaltsam, witzig, berührend und vor allem sehr empfehlenswert.

ted talk

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The Enterprise 2.0 Repository: Wiki mit ersten Fallstudien jetzt online

Schneller als ich erwartet hätte, ging gestern das von Andrew McAfee vor knapp 2 Wochen angekündigte Wiki mit Enterprise 2.0 Fallbeispielen an den Start.

Die Domain cases2.com samt Wiki Software ist von Socialtext gesponsort. Um dem Ganzen eine einheitliche und damit vergleichbare Struktur zu geben, wird eine Vorlage mit folgender Gliederung zur Verfügung gestellt:

case2_template

Fünf Sieben Fallbeispiele sind bereits dokumentiert und einsehbar. Das ist natürlich nur ein erster Schritt. Andrew McAfee bittet um weitere, möglichst zahlreiche Beiträge und hofft, dass die Datenbank schnell wächst:

If you know of an E2.0 case study, please enter any and all details. We don’t care if you were directly involved in the project or not, got paid for it or not, etc. We simply ask that you be as honest and forthcoming as possible, cite sources where available, and disclose your relationship(s) to the companies involved.

Wie sieht’s eigentlich mit Fallbeispielen aus Deutschland aus? Ich bin echt gespannt auf den ersten Eintrag aus hiesigen Gefilden.

Verwandter Artikel:

cases2.com – The Enterprise 2.0 Repository

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c/o operative schaltet in den Sommer-Modus

Sommer und Sonne haben leider auch ihre Schattenseiten. Die hohen Temperaturen sorgen für ein dramatisches Absinken des Leistungsniveaus. Biergärten, Strandbars und sonstige Open Air Angebote tun ein Übriges, um verbleibende Kapazitäten zu binden.

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Da in der Urlaubszeit sowieso alles auf einem ruhigeren Level schwingt, wird auch c/o operative in den Sommer-Modus herunterfahren, um sich etwas abzukühlen.

Was bedeutet das? In den nächsten Wochen werden hier immer noch Posts veröffentlicht, nur kürzer im Umfang und in größeren Abständen.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen einen schönen, langen Sommer.

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cases2.com – The Enterprise 2.0 Repository

Web 2.0 für Unternehmen oder Enterprise 2.0 ist seit 2006 verstärkt in der Diskussion. Gerade Skeptiker stellen immer wieder die Frage nach der Umsetzung und dem Beleg durch Praxisbeispiele. Da Enterprise 2.0 erst am Anfang steht, gibt es bisher noch recht wenig gut dokumentierte Case-Studies. Der Erfinder des Begriffs Enterprise 2.0, Andrew McAfee hat deswegen auf der Enterprise 2.0 Konferenz den Vorschlag geäußert, zu diesem Zweck eine zentrale Instanz einzurichten, das Enterprise2.0 Repository. Die Idee kam gut an und Socialtext hat ihm umgehend und kostenlos ein Wiki mit der Domain cases2.com eingerichtet.

McAfee, der selbst bereits für das vielzitierte best-pracitice Beispiel Dresdner Kleinwort zwei Case-Studies zur Einführung von Blogs und Wikis verfasste, will erstmal Material sammeln und bittet um die Einsendung von Vorschlägen. Sobald eine kritische Masse erreicht ist, geht cases2.com live. Längerfristig soll die Plattform dann auch für weitere Enterprise 2.0 relevanten Informationen geöffnet werden.

Ein schönes Beispiel für den Einsatz von Web 2.0 in Unternehmen gibt es jetzt schon beim PR Blogger Klaus Eck. In seinem Interview mit dem SAP Community Evangelist (was für ein Titel) Craig Cmehil erfährt man, wie Blogs, Wikis und sogar Twitter bei SAP eingesetzt werden.

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FeedBurner als Ersatz für die Feedstats bei WordPress.com?

Seitdem wordpress.com vor einigen Wochen die Feedstats, das Analyse Tool für die RSS Abonnements, erstmal auf Eis legte, sind die Nutzer von Feedreadern unsichtbar für mich. Deswegen hatte ich zwischenzeitlich überlegt, auf FeedBurner umzusteigen, und diesen Schritt auch bereits angekündigt.

Heute beschäftigte ich mich mit der konkreten Umsetzung und ihren Konsequenzen. Das grundlegende Problem ist, dass FeedBurner einen neuen RSS Feed für das Blog generiert, der vom alten wordpress.com Feed verschieden ist. Wie geht man im Hinblick auf die Abonnenten damit um?

Ein Diskussions-Thread auf einem wordpress.com Forum half mir, die Gemengelage zu sortieren. Für wordpress.com Nutzer, die bereits über einen gewissen Stamm von RSS Abonnenten verfügen, gibt es, soweit ich das sehe, folgende Möglichkeiten:

  • Man stellt auf FeedBurner um und bittet alle bisherigen Abonnenten, den neuen Feed zu abonnieren. Nachteil: Es versursacht Umstände und vermutlich wird ein Teil der Subscriber nicht zum neuen FeedBurner Feed wechseln. Diese werden zwar für das Blog nicht verloren gehen, da der alte wordpress.com Feed weiterhin und unabhängig davon funktioniert. Aber sie tauchen eben in der Statistik nicht auf. Bei dieser Variante hat man im besten Falle also einen unbestimmbaren Teil der ‘alten’ Abonnenten und alle, die neu hinzukommen. Sollten die Feedstats von wordpress.com wieder mal reaktiviert werden, sind die Abonnenten dann allerdings auf zwei Feeds verteilt.
  • Man wartet ab und hofft, dass a) entweder die wordpress.com Feedstats auf Grund der großen Nachfrage ein baldiges Comeback erleben oder b) die Redirect Funktion, die FeedBurner seit gestern für die Nutzer von Blogger anbietet, demnächst auch anderen gehosteten Blog-Diensten zur Verfügung gestellt wird.

Ich habe mich für die zweite Möglichkeit entschieden und lasse feedtechnisch erstmal Alles beim Alten. Aber vielleicht hat jemand noch andere Ideen oder Vorschläge dazu?

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Marc Andreessen über seine ersten Wochen als Blogger

Marc Andreessen, lebende Legende, Entrepreneur und Risikokapitalgeber, Mitbegründer von Netscape und Ning, hatte jahrelang mit Bloggen überhaupt nichts am Hut. (Zitat: “I have a day job. I don’t have the time or ego need.”)

Dieses Jahr jedoch änderte er seine Einstellung und veröffentlichte am 30. Juni 2007 seine erste Blogpost auf blog.pmarca.com. Seither sind etwas mehr als fünf Wochen vergangen, in denen sein Weblog auf großes Interesse und breite Zustimmung stieß.

Marc Andreessen wirft in Eleven lessons learned about blogging, so far einen kurzen Blick zurück und zieht ein erstes Resümee. Über weite Strecken liest sich sein Text wie ein Pendant zu Jakob Nielsen’s Write Articles, Not Blog Postings.

It is crystal clear to me now that at least in industries where lots of people are online, blogging is the single best way to communicate and interact .

Arguably blogging is better because the distribution of a blog can be even broader than a magazine article, a published paper, or a book, at least in cases where the article/paper/book is restricted by a publisher to a limited readership base.

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Jakob Nielsen: Write Articles, Not Blog Postings

Jakob Nielsen, der sogenannte Usability-Papst, hat in seiner Alertbox vom 9. Juli 2007 einen Artikel für Experten und Business-Leader veröffentlicht. Sein Ratschlag für sie lautet: Write Articles, Not Blog Postings. Die kurze Zusammenfassung des Artikel liest sich wie folgt:

To demonstrate world-class expertise, avoid quickly written, shallow postings. Instead, invest your time in thorough, value-added content that attracts paying customers.

Damit ist das Wesentliche an seinem Beitrag eigentlich schon gesagt. Das Thema wird dann aber doch noch breit ausgewalzt und mit allerlei Graphiken und gewagten Statistiken durchsetzt. Verlinkt wird in dem Text auch, allerdings ausschließlich auf eigene Alertbox Artikel. Nichtsdestotrotz finde ich Jakob Nielsen immer wieder unterhaltsam. Einige meiner Lieblingspassagen:

I recently served as a “consultant’s consultant,” advising a world leader in his field on what to do about his website. In particular, this expert asked me whether he should start a weblog. I said no.

Blogs are also fine for websites that sell cheap products. … For example, a site that sells pistachio nuts should post as much content about pistachios as possible in the hope of attracting quick hits by people searching for that information. Some percentage of these visitors will buy the nuts while visiting the site.

People looking for the quick hit and free advice are not your customers. Let them eat cake; let them read Wikipedia.

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