Google Gears erlaubt offline Nutzung von Web Anwendungen

Bei allen Vorteilen, die Web Applikationen bieten, gibt gab es doch einen offenkundigen und entscheidenden Nachteil – sie sind auf eine funktionierende Internetverbindung angewiesen.

Google hat jetzt mit Google Gears eine Open Source Browser Extension vorgestellt, die eine offline Nutzung für Web Anwendungen möglich macht. Das Plugin ist für Firefox 1.5+ und Internet Explorer 6+ erhältlich. Google Gears lässt sich sowohl auf Windows XP/Vista als auch auf Mac und Linux Rechnern installieren.

Google Reader ist die erste Google Anwendung, an der die offline Funktionalität von Google Gears demonstriert wird. Beim Öffnen des Feedreaders gibt es einen dezenten Hinweis auf die Neuerung:

GR offline new

Um den Offline Modus nutzen zu können, muss zunächst das Google Gears Plugin heruntergeladen und installiert werden.

GR offline setup

Nach dem Neustart des Browsers zeigt sich beim Öffnen des Google Readers jetzt links neben Settings das offline Icon. Jetzt ist er in der Lage, die 2000 letzten ungelesenen Posts für die offline Nutzung herunterzuladen und lokal auf dem Rechner zu speichern. Diese Kapazität müsste auch für Robert Scoble reichen, um einen Flug ohne Internetzugang zu überstehen.

GR offline icon

Google Gears ist eine von insgesamt drei Neuvorstellungen auf dem heute stattfindenden ersten Google Developer Day 2007 in Sydney. Den dort versammelten Entwicklern werden mit Google Mashup Editor und Google Maplets zwei weitere experimentelle Produkte präsentiert.

Außer Google versuchen auch andere Anbieter die Kluft zwischen on- und offline zu überbrücken. Webbasierte Dienste sind also auf dem Weg zurück zum Desktop und lassen sich in Zukunft verstärkt on- und offline! nutzen, womit (neben dem Datenschutz) eines der wichtigsten Argumente gegen Web Applikationen anfängt zu bröckeln.

Quellen und weiterführende Informationen:

O’Reilly Radar: Google releases open source toolkit for offline web apps

Google Operating System: Google Gears – Offline Functionality for Web Apps

TechCrunch: Google Gears Lets Developers Take Apps Offline

Download Squad: First Google Gears app: Offline Google Reader

Googe Developer Blog: Going offline with Google Gears

The Official Google Blog: 29 hours of code

Scobleizer: Google brings developers offline with “Gears”; new offline Reader

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Was sind Wikis? Einführung in 3 min 52 sec

Wikis sind einfach zu handhaben, aber schwer zu beschreiben. Commoncraft’s Lee und Sachi LeFever haben deshalb ihr erfolgreiches Rezept von “RSS in Plain English” nochmal aufgewärmt. Das Video “Wikis in Plain English” erklärt Unbedarften wieder mal kurz und knackig, worum es geht.

(via O’Reilly Radar)

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Gesucht: Die 100 besten Web 2.0 Dienste

Wie soll sich ein einzelner Mensch in der unüberschaubaren und täglich ansteigenden Flut von Web 2.0 Applikationen noch zurechtfinden?

Webware.com will die kollektive Intelligenz seiner Community nutzen, um die Spreu vom Weizen zu trennen.

Mitte April 2007 wurde die erste “nutzergenerierte” Web 2.0 Auszeichnung ins Leben gerufen. Bis zum 7. Mai 2007 konnte jede/r – egal, ob Seitennutzer oder -betreiber – Vorschläge für die insgesamt 10 Kategorien einreichen. Aus über 5000 Nominierungen wählte die Redaktion die 25 Besten für die folgenden Kategorien aus:

Über die endgültige Rangfolge bei den Finalisten kann noch bis zum 11. Juni 2007 abgestimmt werden. Pro Kategorie ist leider nur eine Stimme zulässig, was die Wahl mitunter schwer macht. Die Ergebnisse werden schließlich am 18. Juni 2007 bekanntgegeben.

Wer also seine Web 2.0 Favoriten unterstützen will, hat hier noch Gelegenheit zum Voting.

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Enterprise 2.0: The Power of Us

Während Web 2.0 im Privatnutzer-Bereich von manchen Risikokapitalgebern wie Peter Rip bereits abgeschrieben wird, findet im Unternehmensbereich offensichtlich eine gegenläufige Entwicklung statt.

Auf der Technologiemesse Interop, die vom 20. – 25. Mai 2007 in Las Vegas stattfindet, hielt Cisco Geschäftsführer John Chambers eine vielbeachtete Eröffnungsrede. Er verkündete, Web 2.0 sei die Zukunft, wobei Web 2.0 für ihn gleichbedeutend mit Zusammenarbeit (collaboration) ist.

Zusammenarbeit und Interaktion, ermöglicht durch Social Networking Software, wie sie auch Cisco anbietet, werde die Produktivität und damit die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen messbar steigern.

Die Fähigkeit zur Zusammenarbeit sei sogar entscheidend für die Zukunft von Unternehmen und Staaten. Wie überzeugt man bei Cisco von Web 2.0 und Social Software Ansätzen ist, zeigt der allmähliche Wandel von formalen Hierarchien hin zu informellen, netzwerkorientierten Stukturen, der sich beispielweise auch in der Architektur von Cisco’s Unfied Communications System widerspiegelt.

Zwei Sätze aus John Chamber’s Keynote bringen es auf den Punkt:

“It’s the power of US.” (In Anspielung auf Time Magazine’s Person of the Year: You)

“The future is in how to gain the power of the group and balance command and control with collaboration and teamwork.”

Weiterführende Links:

Between the Lines: Cisco CEO John Chambers proclaims the future is Web 2.0

internetnews.com: Chambers: The Network is The Power of Us

EE Times: Cisco CEO: Web 2.0 tools boost productivity


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Google’s Universal und Experimental Search

Auf einer Pressekonferenz für ausgesuchte Medienvertreter mit dem speziellen Namen Searchology stellte Google vor zwei Tagen seine neuesten Entwicklungen im Bereich Suche vor.

Universal Search

Hinter der Universal Search steht der Anspruch, die Resultate von bisher getrennten Google Suchdiensten wie Bilder, Videos, News, Maps oder Buchsuche untereinander verglichen und gewichtet in einem integrierten Satz von Suchergebnissen zu präsentieren. Interessantes Feature: Die in den Suchergebnissen aufgeführten Videos können direkt im Ergebnisfenster abgespielt werden, auch wenn es wie beim Beispiel nosferatu eine Länge von 84 Minuten hat.

Aktualisierte Navigation

Mit den dynamisch generierten Navigations-Links wurde ein weiteres Feature veröffentlicht, das passend zur jeweiligen Suchanfrage Links anbietet, mit denen die Suche stärker fokussiert werden kann. Die Suche nach python liefert beispielsweise neben Links für Blogs, Books und Groups auch den Link Code an, der für Programmier besonders interessant sein dürfte. Darüber hinaus wurden die meisten Google Produkte mit einer neuen, erweiterten Navigationsleiste ausgestattet, die einen einfachen Zugang zu anderen populären Google Angeboten ermöglicht.

Experimental Search

Wem das alles nicht genügt, hat auf Google Labs Gelegenheit, einen Blick in die Zukunft werfen. Auf der Unterseite Experimental Search werden die neuesten Layouts und Features wie Timeline und Map Views vorgestellt. Zusätzlich zur Liste mit den normalen Suchergebnissen können wichtige Daten auch auf einer Zeitachse oder einer Karte dargestellt werden.

Diese Anstrengungen werden begleitet von einem massiven Ausbau der Infrastruktur, um den komplexen Anforderungen gewachsen zu sein. Denn Google’s Kernkompetenz ist nach wie vor die Suche. Sie bildet die Grundlage für das lukrative Anzeigengeschäft.

Weiterführende Links

The Official Google Blog:Universal search: The best answer is still the best answer

The Official Google Blog: Behind the scenes with universal search

Google Press Center: Google Begins Move to Universal Search

PC World: Google Expands to ‘Universal’ Search

(Anmerkung: Bis heute sind die genannten Updates nur auf den US Versionen der Services zu sehen.)

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Die Top 100 der alternativen Suchmaschinen – Update

Gerade mal vor 10 Tagen veröffentlichte Read/WriteWeb die April Ausgabe der Top 100 Alternative Search Engines und schon wird ein Update mit 32 weiteren Suchmaschinen nachgereicht. Die aktuelle Liste enstand aus Vorschlägen, die in den Kommentaren zu den April Top 100 gemacht wurden. Neben neuen und obskuren Kandidaten finden sich hier aber auch einige alte Bekannte wie LookSmart; Vivisimo, die schon seit längerem Clusty heißt; das vom Social Bookmarking Dienst zur People Search Engine mutierte Wink oder die Google Alternative Scroogle.

Das Spotlight dieses Updates liegt auf einem brandneuen Service namens sputtr. Unter einer schicken und übersichtlichen Web 2.0 beta Oberfläche sind neben diversen Google Suchmaschinen auch die populärsten Social Media/Networking/Bookmarking Seiten wie Wikipedia, MySpace, YouTube, Odeo, del.icio.us, Flickr, Furl, Technorati und nicht zuletzt Twitter versammelt. Da Twitter über keine eigene Suchfunktion verfügt, hat man auf die eher schwache Twittersearch von Twittermap zurückgegriffen. Steve Rubel hat da mit einem einfachen, aber genialen Trick eine wesentlich effektivere Lösung aus dem Hut gezaubert.

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Going Social: 5 gute Gründe für interaktives Webdesign

Der überwältigende Erfolg von Social Networking Seiten wie YouTube, MySpace oder Facebook hat nachhaltigen Einfluss auf Webdesign und Usability. Immer mehr Webseiten bauen interaktive (‘social’) Elemente ein, die eine stärkere Vernetzung und Beteiligung der Nutzer ermöglichen. Dazu gehören beispielsweise Kommentare, Besprechungen, Bewertungen, Empfehlungen oder Diskussions-Foren.

Lange bevor Web 2.0 oder Social Software zu buzzwords wurden, integrierte Amazon.com bereits eine Vielzahl von Angeboten, die auf Community Building, also die Vernetzung der Kunden abzielten.

Joshua Porter, Leiter der Entwicklungsabteiltung von User Interface Engineering und Autor des Bokardo Blog ist Experte für das Thema Social Web Design. In seinem Artikel “Why Invest in Social Features for Your Web Site?” zählt er 5 Gründe auf, warum es sich längerfristig lohnt, in Social Networking Funktionen zu investieren.

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