Wie kommen die Bilder in Google Earth?

Warum sind einige Oberflächen gestochen scharf und andere immer noch verschwommen? Wo kommen die Bilder überhaupt her und wie oft werden sie aktualisiert? Was hat Google Earth eigentlich mit Daumenkino zu tun?

Auf Librarian Central gibt Google Earth Entwickler Mark Aubin und Mitbegründer von Keyhole nicht nur Einblicke in die Entstehungsgeschichte sondern auch in die Verfahren, die Google anwendet, um die Aufnahmen zu generieren und weiter zu verarbeiten:

Most people are surprised to learn that we have more than one source for our imagery. We collect it via airplane and satellite, but also just about any way you can imagine getting a camera above the Earth’s surface: hot air balloons, model airplanes – even kites.

Wozu diese Technologie in der Lage ist, wird hier eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

(via Slashdot)

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RSS für Dummies

Commoncraft’s Lee und Sachi LeFever haben mit “RSS in Plain English” ein witziges Video produziert, das einfach und anschaulich erklärt, wie RSS funktioniert. Here you go:

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Social Media (R)Evolution

Social Networking wird weiter an Bedeutung zunehmen und in absehbarer Zeit omnipräsent sein (“It’s gonna be like air”). Diese These vertritt Charlene Li, Vizepräsidentin und Hauptanalytikerin von Forrester Research in einem Videopodcast auf podtech.net. Den Begriff Social Networking benutzt sie synonym zu Web 2.0, Social Web, Social Media oder Social Computing, wie es in der Forrester Terminologie heißt.

Sie spricht u.a. über die Einbindung von Social Media in Marketing und Kommunikation von großen und kleinen Unternehmen, den zu erwartenden ROI, die Vorreiterrolle von General Motors, die eher restriktive Haltung von Google und Apple und ihr bevorstehendes Buch mit dem Titel “Groundswell”.

[podtech content=http://media1.podtech.net/media/2007/04/PID_010915/Podtech_MarketingVoices_CharleneLi.flv&postURL=http://www.podtech.net/marketingvoices/marketing-voices/1262/social-networking-is-like-air-says-market-guru-charlene-li&totalTime=735000&breadcrumb=3aaf324c-dea9-4842-9567-74241afe45ed]

Passend zum Thema “Social Media und Marketing” habe ich auf Slideshare.net diese schöne, komplementäre Präsentation gefunden:

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Gmail jetzt noch besser: Lifehacker Extension für Firefox

Gmail ist bereits gut, aber kann es noch besser werden? Gina Trapani, die Herausgeberin von lifehacker.com glaubt ja und hat eine Firefox Extension mit dem Namen Better Gmail kreiert.

Dabei handelt es sich um eine Zusammenführung bereits existierender Greasemonkey Scripts wie Saved Searches, Conversation Preview, Label Colors oder Attachment Icons von Mihai Parparita, Ming Zhang u.a. unter einem Dach.

Diese kleinen Zusätze können jetzt genutzt werden, ohne dass eine Installation von Greasemonkey erforderlich wäre. Insgesamt stehen im Better Gmail Menü 18 Optionen zur Verfügung, die je nach Bedarf aktiviert werden können.

Mehr Infos und Anleitungen:

Lifehacker Code: Better Gmail (Firefox extension)

Hack Attack: Supercharge your Gmail

Download of the Day: Better Gmail 0.3 (Firefox)

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Google Office im Wired Test

“Are Google Apps ready for prime time?” Diese Frage wollte Wired News Mitarbeiter Michael Calore durch einen Test unter realen Bedingungen klären. Er tauschte seine gewohnte Mac OS X Desktop Umgebung für 4 Wochen gegen einen webbasierten Desktop bestehend aus folgenden Google Applikationen:

Gmail, Google Calendar, Google Docs & Spreadsheets, Google Reader und Google Talk und Google Notebook

Die Erfahrungen waren überwiegend positiv, solange sich Calore in der Google Umgebung bewegte. Einen sehr guten Eindruck machten Google Calendar und Google Reader, ebenso das anfangs geschmähte Google Notebook. Gmail überzeugte, wenn auch mit Abstrichen. Calore bemängelte die fehlende drag und drop Funktion für Attachments. Ich weiß nicht, welchen Browser er benutzte, aber für Firefox gibt es dafür eine passende Extension.

Schwierigkeiten tauchten auf, als es um die Schnittstelle zu anderen Desktop basierten Systemen der Wired News KollegInnen ging. Google Talk versagte kläglich, auch der Austausch zwischen Google Docs & Spreadsheets und den Microsoft Office Standard Programmen klappte nicht reibungslos, (wobei die Frage ist, auf welcher Seite die Ursache des Problems liegt.)

Calore führt zum Abschluss neben den altbekannten Vorbehalten wie Datenschutz und -sicherheit (“Do We Trust Google With Our Data?”) einen weiteren vielzitierten Nachteil gegen Google Apps im Besonderen und webbasierte Dienste im Allgemeinen ins Feld – die Unzuverlässigkeit, die aus der Abhängigkeit von einer funktionierenden Internet Verbindung resultiert.

Ein zunehmender Trend wird dieses Argument im Lauf der Zeit wahrscheinlich relativieren: Webbasierte Dienste gehen ihren Weg zurück zum Desktop und lassen sich sowohl online als auch offline nutzen. Calore selbst zitiert Pläne, Mozilla’s Firefox 3 so zu bauen, dass er Web Applikationen auch offline unterstützen kann. Zimbra z. B. stellt bereits eine Desktop Version als alpha Release zur Verfügung. Es ist lediglich eine Frage der Zeit, bis Google seine webbasierten Prorgramme auch über den Desktop (offline) zugänglich macht. Mit dem Foto Organizer Picasa hat es bereits einen on/offline Hybriden am Start.

Das Fazit von Michael Galore nach 4 Wochen Google Apps Diät:

For small to medium businesses, the reality of a 100 percent Google workplace is mostly within reach as long as everyone in the organization gets comfortable with the security and privacy issues.

… For today’s users, the convenience and low cost of web-based applications make them a compelling choice. As long as that internet connection stays up.

Nach Google’s Ankündigung einer Präsentations-Software und auf Basis einer Befragung von Google Apps Premier Nutzern spekuliert Anne Zelenka auf Web Worker Daily über acht zukünftige Elemente der Google Office Suite. Hier ihre Projektion:

Presentation, Project management, Contact management, File storage and sharing, Online discussion groups, Wiki, Video chat, Web meetings

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Ebay kauft StumbleUpon, Google kontert

Unmittelbar nachdem durchsickerte, dass StumbleUpon für geschätzte 40 – 45 Millionen Dollar von eBay übernommen wird, veröffentlichte Google einen vergleichbaren “Recommendation” Service. Google und AOL galten ebenfalls als Kaufinteressenten für das Startup Unternehmen. StumbleUpon erlaubt seinen Nutzern mit Hilfe einer Toolbar, Webseiten zu bewerten, zu kommentieren und dadurch Empfehlungen für andere Nutzer mit ähnlichen Interessen abzugeben.

StumbleUpon wird oft den Social Bookmarking Diensten zugerechnet, versteht sich aber weniger als Organisations- denn als Entdeckungstool. Die Empfehlungen der über 2 Millionen Mitglieder zählenden Community führen zu immer neuen, teilweise überraschenden Seiten und Inhalten.

Google’s “Recommendations” Dienst dagegen basiert nicht auf einer Community sondern auf dem ureigenen, individuellen Suchprotokoll (Search History) und funktioniert auch nur, wenn dieses aktiviert ist. Es gibt zwei Möglichkeiten, das neue Feature zu integrieren:

1. Über einen Button in der Google Toolbar (neueste Version erforderlich) werden pro Tag bis zu 50 Seiten vorgeschlagen, die von Interesse sein könnten.

2. Als “Recommendations” Modul bzw. Registerkarte für die Personalisierte Startseite, auf dem in übersichtlicher Form täglich aktualisierte Vorschläge gemacht werden.

Chefentwickler Sep Kamvar gibt dazu auf dem Official Google Blog eine ausführliche Gebrauchsanleitung und schraubt am Ende seiner Post die Erwartungshaltung erstmal runter:

Don’t expect very much at the beginning, but the more you build up your search history, and the more you use these features, the better they’ll become. Over time, we will give you more and better recommendations.

An anderer Stelle versucht sich Om Malik an einer Erklärung, welche Absicht eBay mit der Akquisition von StumpleUpon wohl verfolgen könnte:

By marrying the toolbar to Skype client, eBay can do an end run around Google’s dominance of the search business. A simple search box inside Skype client is all it would take. It is not that far fetched: Skype has been slowly integrating various different services (including PayPal) into its client, and slowly becoming eBay’s desktop backdoor.

Wieso Google im Fall StumbleUpon eBay den Vortritt gelassen hat? Darüber lässt sich nur spekulieren. Am mangelnden Kleingeld wird’s wohl nicht gelegen haben. Wahrscheinlicher ist, dass man bei Google der Meinung war, einen vergleichbaren Service viel günstiger mit eigenen, bereits vorhandenen Kapazitäten und Resourcen bauen zu können.

Unabhängig davon hat sich Google weiter gegen Microsoft in Stellung gebracht. Vor drei Tagen kündigte Eric Schmidt in einem Interview mit John Battelle auf der Web 2.0 Expo ein webbasiertes Pendant zu PowerPoint mit dem Namen Google Presentations an, womit die antizipierte Google Office Suite immer mehr Gestalt annimmt. Der Google CEO sagte gleich zu Beginn des Interview einen Schlüsselsatz:

We have concluded that collaboration is the killer app for how communities work.

Zur Untersützung des Projekts wurde Tonic Systems akquiriert. Damit nicht genug, setzte Google mit dem Einkauf des Videokonferenz-Programms Marratech gleich noch einen obendrauf. Jetzt bin ich noch gespannt, wann und wie JotSpot in Google’s Collaboration Suite eingebaut wird.

Google gönnt der Konkurrenz auch nach dem DoubleClick Mega-Deal keine Atempause. Geschichte wird gemacht.

TV Tipp: Passend zu diesem Thema gibt es heute abend ab 22:10 auf Arte das Themenspecial “Google, Apple, Microsoft … Die neuen Herren der Welt” (via heise online)

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re:publica 07 – noch ein nachtrag

Reichlich spät, um noch etwas über die re:publica 07 zu schreiben. Dabeigewesene und Daheimgebliebene veröffentlichten in den vergangenen Tagen bereits eine Vielzahl von Beiträgen. Auch die konventionellen Medien schenkten der re:publica 07 große Beachtung. (Den kombinierten Presse- und Blogspiegel gibt es hier.) Dennoch will ich kurz von meinen persönlichen Eindrücken berichten, die ich am Donnerstag, den 12.04.07, dem zweiten Tag der Konferenz sammeln konnte. Trotz knalligen Sommerwetters war die Veranstaltung sehr gut besucht. Man hatte Gelegenheit, prominente BloggerInnen (Mario Sixtus, Johnny Haeusler, Don Dahlmann, Nicole Simon, Jan Schmidt, Stefan Niggemeier, Robert Basic, et al.) mal in echt und aus der Nähe zu sehen. Das Publikum war – aus meiner Perspektive betrachtet – sehr jung (geschätzter Durchschnitt: 26 Jahre), der Frauenanteil erstaunlich erfreulich hoch und die Laptopausstattungsrate betrug mindestens 60%. Die freundliche und lockere Atmosphäre unterschied sich wohltuend von der drögen Ernsthaftigkeit herkömmlicher Konferenzen. Der Unterhaltungswert war sowieso um ein Vielfaches größer. Drei Faktoren haben haben maßgeblich dazu beigetragen:

1. Die SMS-Leinwand:

Stand neben der Hauptbühne und war als Live Kommentarmöglichkeit via SMS gedacht. Wurde ausgiebig genutzt, wenn auch nicht unbedingt im Sinne des Erfinders. Die teilweise recht originellen Eingaben entfernten sich (und die Aufmerksamkeit der Zuschauer) phasenweise komplett vom Geschehen auf der Bühne. Der Ausdruck “gegen eine Wand reden” bekam vor diesem Hintergrund eine ganz neue Bedeutung.

2. Sascha Lobo:

Der Mitautor von “Wir nennen es Arbeit” und Mitbegründer von Riesenmaschine.de ist eine Marke für sich und ein begnadeter Entertainer. Sowohl als Podiumsteilnehmer bei Cash from Chaos als auch als Jurymitglied bei Powerpoint Karaoke trieb er mir Tränen vor Lachen in die Augen.

Jury Powerpoint Karaoke

3. Powerpoint Karaoke:

Ich hatte schon viel davon gehört; es hier aber zum ersten Mal live und in Farbe gesehen. Zur Auswahl standen 17 Powerpoint Präsentationen unterschiedlichster Gruseligkeitsgrade. Titel wie “Messen der Totzeit des Systems”, “Fundmunition und ihr (Gefahren-)potential”, “Ökosystem Pansen” wollten von Freiwilligen aus dem Stehgreif interpretiert werden. Besonders gut gefallen hat mir ein Trio aus Bayern, das die “Stilgeschichte des Möbels” souverän umsetzte. Letztendlich erklärte die launige Jury, bestehend aus Stefan Niggemeier, Philip Albrecht, Hilfscheckerbunny und Sascha Lobo den auch nicht schlechten Jan Schmidt zum Sieger des Abends. Niemand traute sich allerdings an den “gefürchtet narkotisierenden Klassiker” mit der höchsten Schwierigkeitsstufe heran – “Chinakontakte der IHK Bochum” bleibt eine Herausforderung.

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